Montag, 18. Januar 2016

Rezension: Der Mensch Ludwig von Mises

Das Ehepaar von Mises. Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Margit von Mises: Ludwig von Mises: Der Mensch und sein Werk, 360 Seiten, 49 Euro, Akston Verlag.
Margit von Mises schildert in diesem Buch das Leben von Ludwig von Mises. Da wir von Ludwig von Mises als Person wenig wissen - auch seine eigenen Erinnerungen, die nur die Zeit bis 1940 umfassen, lassen vieles nur vermuten -, ist das Buch von Frau von Mises ein wertvoller Zugang zum Menschen Ludwig von Mises.

Frau von Mises erzählt uns etwas über die Vorlieben ihres Mannes, über die Motive, welche ihn in seiner Arbeit, in seinem Kampf für die Freiheit angetrieben haben. Über den persönlichen Mut, welchen Ludwig von Mises, der ganz oben auf der Vernichtungsliste der Feinde der Freiheit stand (und sein Werk heute noch steht), brauchte, um seinen kompromisslosen Kampf gegen die Menschenverächter von Rechts oder von Links zu führen.

Dieser Kampf kostete ihm die Krone als Wissenschaftler - im antifreiheitlichen deutschen Sprachraum konnte er nie und nimmer eine ordentliche Professur bekleiden, hier waren der Feinde zu viele.

Seine schönsten Jahre als Wissenschaftler sind wohl die Jahre in Genf gewesen, wo er den Lehrstuhl für internationale Wirtschaft innehatte. Doch 1940, nach Hitlers Sieg über Frankreich, mussten Ludwig von Mises und seine Frau aus Europa fliehen und erreichten die USA. Die Nazis wussten ob der Gefährlichkeit dieses Gegners, den sie deshalb mit bestialisch-abgrundtiefem Hass bedachten.

Aber auch in den USA sorgten die Freiheitsfeinde dafür, dass Ludwig von Mises keinen Lehrstuhl erhielt. Als geduldeter Gastprofessor (eine private Stiftung bezahlte sein Gehalt) an der New York University schaffte Ludwig von Mises dennoch noch einmal einen Neuanfang.

Frau von Mises beschreibt liebevoll wie ihr Mann es unter diesen widrigen Umständen schaffte, genau wie ehemals in Wien, eine Gruppe der fähigsten Ökonomen in einem Seminar um sich zu versammeln und so die Ideen der 'Österreichischen Schule der Nationalökonomie' am Leben zu halten.

Die Teilnehmer dieses Seminars, z. B. Murray Newton Rothbard, Israel Kirzner oder George Reisman, führten als Universitätslehrer das Werk des Ludwig von Mises fort, flankiert von der publizistischen Tätigkeit eines Henry Hazlitt, der mit großem Engagement die Ideen der 'Österreichischen Schule' in den USA populär machte.

Heute wird die Stimme der 'Austrian School of Economics' an etlichen Universitäten in den USA gehört, durch Ron Paul auch in der Politik. Den Grundstein hierzu legte Ludwig von Mises durch sein Seminar in New York.

Fazit: Wer auch etwas über den Menschen Ludwig von Mises etwas erfahren möchte, dem sei diese liebevolle Schilderung von Margit von Mises sehr empfohlen.

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