Sonntag, 31. Januar 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 5/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche

Über Länder mit großer und Länder mit geringer Einkommensschere:
Erstaunlicherweise müssen Länder mit großer Einkommensschere jenen, in denen alle das Gleiche haben, regelmäßig mit Nahrungsmittelspenden aushelfen, damit die Leute dort nicht vor lauter Gerechtigkeit verrecken.

Über den Grenzschutz und den Zugang zum Kanzleramt:
Nachdem der Grenzschutz fortan auf Waffengewalt verzichtet, wird auch der unberechtigte Zugang zum Kanzleramt ausschliesslich durch gutes Zureden und die Aushändigung von Exemplaren des Grundgesetzes abgewehrt.
Wir sind die geilsten.

Kaufen Sie jetzt Gold: Worauf warten Sie noch?


Marktkommentar von Claus Vogt
Gold fasziniert die Menschheit seit Urzeiten – vollkommen zu Recht 

Die Schönheit des Goldes, sein Glanz, seine Dauerhaftigkeit und seine Seltenheit haben die Menschheit seit Urzeiten in ihren Bann gezogen. Gold wird als Schmuck geschätzt und hat Künstler zu Meisterleistungen inspiriert. Es ist ein Symbol von Reichtum und unterstreicht als Sakralgold religiöse Machtansprüche.

Samstag, 30. Januar 2016

Die zwangsläufige Spaltung der AfD

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
André F. Lichtschlag: Operation Spaltung: Kriminalgeschichte der AfD, 120 Seiten, Lichtschlag, 15,90 Euro
André F. Lichtschlag, der Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift "eigentümlich frei", liefert mit diesem Buch eine 120-seitige Reportage zur Gründungsphase der Alternative für Deutschland.

Die AfD, die aus der Wahlalternative 2013 um Bernd Lucke hervorgegangen ist, wurde im April 2013 gegründet und Lichtschlag kommentiert kenntnisreich - mit feinen Histörchen gewürzt - den Weg der AfD von der Gründung bis zum Abgang der Gründungsfigur Bernd Lucke samt dessen Anhang.

Schön nachgezeichnet hat Lichtschlag die verschiedenen Strömungen und Richtungen, die sich anfänglich aus Unzufriedenheit, Sorge und Protest zum etablierten Parteiensystem in der AfD gesammelt hatten. Lichtschlag zeigt gut auf, dass Bernd Lucke im eigentlichen Sinne weder liberal noch konservativ ist, sondern ein Mann des etablierten System, der mit seiner Gefolgschaft im Grunde genommen nur die Absicht gehabt hatte, mittels der AfD eine Art von "CDU-FDP 2.0" aufzubauen. Also eine Partei, die der Lucke-Mannschaft als Mehrheitsbeschaffer für andere Parteien die Teilhabe an den Futtertrögen der Macht sichern sollte. Bei allen wichtigen Politikfelder blieb das Lucke-Lager bei programmatischen Aussagen ziemlich flach und seicht; selbst beim Eurothema als verhängnisvollen Irrtum legte sich das Lucke-Lager keineswegs eindeutig fest, obwohl doch gerade die Thematik der Euro-Staatsschulden-Krise der Impuls schlechthin für die Gründung der AfD gewesen war.

Freitag, 29. Januar 2016

Die öffentlich-private Partnerschaft: ein umstrittenes Modell

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

seit einigen Jahren gehen staatliche und kommunale Stellen immer öfter Kooperationen mit Unternehmen der Privatwirtschaft im Zusammenhang mit größeren Bauvorhaben ein. Durch die Zusammenarbeit mit den Privaten sollen Effizienzgewinne erzielt werden. Doch die Kooperationen zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft haben vielfach die an sie geknüpften Erwartungen nicht einlösen können.

Eine solche öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP), häufig wird auch der englische Begriff Public-Private-Partnership (PPP) verwendet, ist eine vertraglich geregelte, langfristig angelegte Form der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Bei ÖPP-Vorhaben erbringt der Private keine isolierten Teilleistungen, sondern übernimmt eine umfassende Verantwortung über den ganzen Lebenszyklus des Projekts.

Steffen Krug: ''Die Hanse: Herrschaft des Rechts und des guten Geldes"

Am 16. Januar 2016 fand im Radisson Blu Hotel in Lübeck die erste Hanse-Konferenz der Sons of Libertas in Zusammenarbeit mit dem Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) und den European Students for Liberty statt. 

Diplom-Volkswirt Steffen Krug referierte zum Thema ''Die Hanse: Herrschaft des Rechts und des guten Geldes''.



Mittwoch, 27. Januar 2016

Schweineherrschaft: Unvorstellbare Entartungen durch Volkes Stimme

Bild: CC0 Public Domain/pixabay.
von Kurt Kowalsky, aus der Reihe "Kowalsky kommentiert die Schweineherrschaft"
In meinem Artikel "Mich hat der Feind überfallen" analysiere ich, dass die sogenannte politische Willensbildung an den Stammtischen dieser Welt, Grundlage dafür ist, dass die Menschen glauben, nun ihren politischen Willen erkannt, und per Wahl zu seiner Durchsetzung beitragen zu können. Das ist wohl eine blöde Idee, aber wenn man lange genug die Luft anhält, geht auch das Treppenhauslicht aus.

Und so zielen bei jeder politischen Wahl Millionen auf irgendwelche Ziele und stellen nach der Wahl fest, dass sie sich ins eigene Bein geschossen haben. Diese Asozialität, äh, diese Akausalität hindert unsere Mitmenschen nicht daran, in vier Jahren den selben Zirkus wieder mitzumachen.

Der immer wiederkehrende Irrtum der Tierschützer - Staatliche Verbote

Bild: Wilhelm Leibl/Auktionshaus Bergmann
von Tommy Casagrande
Die nächste durchs Dorf getriebene Sau sind in diesen Tagen die Gatterjagden, die den Tierschützern ein Dorn im Auge sind. Man muss Gatterjagden nicht gut finden, doch sie zu ertragen ist Teil einer freien und offenen Gesellschaft. Darum ist es unethisch und Unrecht, sie zu verbieten. Von Außen mit der Waffengewalt des Staates über die Menschen zu herrschen ist der verhängnisvolle Irrtum all jener, die Freiheit mit Zwang, Frieden mit Gewalt und Recht mit Unrecht verwechseln.

Die Mehrheit, oder auch eine Minderheit im Namen der Mehrheit, verbietet per Gesetz eine Gatterjagd. Schön und gut, aber das diesem Verbot zugrundeliegende Prinzip hat nur das Kriterium, dass die Mehrheit, oder eine Minderheit im Namen der Mehrheit, etwas mit Staatsgewalt anderen aufzwingt. Dieses Kriterium genügt nicht, um zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Es ist fundamentlos. Nichts anderes als ein hohles Instrument der Herrschaft. Als nächstes wird per Gesetz verboten, dass ein Mensch auf zwei Beinen geht oder dass 1 plus 1 gleich 3 ist. Es hätte die gleiche Qualität wie ein gesetzliches Verbot von Gatterjagden.

Tierschutz kann kein universeller Wert sein. Er ist das Bedürfnis von bestimmten Menschen. Zudem ist auch nicht eindeutig, was sich hinter dem Wort verbirgt. 1000 Tierschützer haben untereinander zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was Tierschutz bedeutet.

Dienstag, 26. Januar 2016

Klare Signale bestätigen die Aktienbaisse - Verdienen Sie jetzt an fallenden Kursen

Marktkommentar von Claus Vogt
Bedeutende Topformationen soweit das Auge reicht 

Die Titanic sinkt, aber das Orchester spielt weiter, und die meisten Gäste tanzen noch. So lässt sich die aktuelle Lage an den Aktienmärkten am besten beschreiben.

Als beispielhafte Illustration dieser Aussage zeige ich Ihnen den folgenden Chart des NYSE Composite Index. Dieser marktbreite Aktienindex umfasst alle der mehr als 1.900 an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelten Aktien und mehr als 90% der US-Marktkapitalisierung.

Die steuerfinanzierten Orchester

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

Deutschland verfügt über eine große Orchesterlandschaft, die weitgehend aus Steuermitteln finanziert wird. Angesichts dieser Abhängigkeit stünde den Nutznießern dieses Systems ein wenig Bescheidenheit gut zu Gesicht. Aber das Gegenteil ist festzustellen, man lässt es sich auf Kosten der Steuerzahler gut gehen!

Alle Experten stimmen darin überein: Die deutsche Orchesterlandschaft ist in ihrer Dichte und Vielfalt im internationalen Vergleich einzigartig. Weltweit wird die Zahl der professionellen Berufsorchester mit klassisch-sinfonischer Besetzung auf rund 560 geschätzt. Fast ein Viertel davon - gegenwärtig über 130 - haben ihren Sitz in Deutschland. Da gibt es mehr als 80 Theaterorchester, welche in den Sparten Oper, Operette und Musical der Staats- und Stadttheater tätig sind. Weiterhin gibt es 30 Konzertorchester wie zum Beispiel die Berliner Symphoniker oder das Leipziger Gewandhausorchester. Hinzu kommen noch einige Kammerorchester sowie die Klangkörper der Rundfunkanstalten.

Montag, 25. Januar 2016

Rassenschande in Hollywood

von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Hier sehen wir den größten Skandal der Oscar-Verleihung der letzten Jahre:


Leider ist das nicht das große Thema, das Hollywood derzeit beschäftigt. Die Schlagzeilen beherrscht die fehlende Nominierung von schwarzen Schauspielern bei allen Kategorien für die Oscar-Verleihung 2016. Unter dem Hashtag “oscarssowhite” machte sich Frust über die mangelnde ethnische Diversität breit - der Oscar-Jury wurde Rassismus vorgeworfen. Jada Pinkett Smith und Spike Lee kündigten an, die Oscar-Verleihung aus Protest zu ignorieren. Das muss man sich in etwa so vorstellen: Schauspieler, die Millionen verdient haben und zu den oberen 1% gehören, stellen sich die Frage: “Was hätte ich erreichen können, wenn es keinen Rassismus gäbe?”.

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 4/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche

Über das Land der Kleinkünstler:
Ein Linker tut so, als wäre er von Rechten angegriffen und mit Messern angeritzt worden. Eine Rechte tut so, als sei sie von drei Flüchtlingen angegriffen und vergewaltigt worden. Ein Demokratiesender tut so, als würde er Journalismus betreiben. Eine Kanzlerin tut so, als würde sie das Land regieren. Ein Sozialstaat tut so, als sei er für die Nettozahler ein lohnendes Geschäft. Millionen Ehefrauen tun so, als hätte es ihnen Spaß gemacht. 
Das ist ein Land der Kleinkünstler. 
Dichter und Denker - so weit würde wohl niemand mehr gehen. Aber schauspielerische Leistungen sind auf jeden Fall unverkennbar.

Samstag, 23. Januar 2016

Dr. Alexander Fink: "Die Hanse. Polyzentrismus und Kooperationsmechanismen"

Am 16. Januar 2016 fand im Radisson Blu Hotel in Lübeck die erste Hanse-Konferenz der Sons of Libertas in Zusammenarbeit mit dem Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) und den European Students for Liberty statt. 

Dr. Alexander Fink referierte zum Thema "Die Hanse. Polyzentrismus und Kooperationsmechanismen".

Alexander Fink arbeitet am Institut für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig und ist Senior Fellow am Institute for Research in Economic and Fiscal Issues – IREF.

Freitag, 22. Januar 2016

Gebt dem Staat, was des Staates ist – aber nicht mehr!

Frank Schäffler.
von Frank Schäffler
Die hessischen Minister Grüttner und Schäfer von der CDU und Al-Wazir von den Grünen haben kurz vor Weihnachten einen Vorschlag für die Verbesserung der Altersvorsorge in Deutschland präsentiert. Ein Deutschland-Fonds, in den alle einzahlen, soll die drohende Altersarmut in Deutschland beseitigen.

Größere Sparanstrengungen des Einzelnen sind tatsächlich notwendig. Der Grund ist, dass EZB-Präsident Mario Draghi den Zins vernichtet hat. Sparen in klassische Zinspapiere, in die überwiegend Lebensversicherungen investieren, sind nicht mehr lohnend. Die zehnjährige Staatsanleihe des Bundes rentiert seit Wochen unter 0,5 Prozent. Das ist besorgniserregend, weil es jungen Menschen die Lebensperspektive im Alter nimmt. Ein heute 30-Jähriger muss, wenn er zusätzlich 1.000 Euro Rente mit 67 bis zum 90. Lebensjahr erhalten will, einen Kapitalstock von 600.000 Euro aufbauen. Erzielt sein Sparvorgang in den nächsten 37 Jahren keine Zinsen, muss er dafür monatlich 1.400 Euro zur Seite legen. Wären es dagegen vier Prozent, würde seine monatliche Sparanstrengung bereits auf 580 Euro sinken. Letzteres ist für die Allermeisten schon sehr schwierig, Ersteres wohl unmöglich.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Prof. Dr. Hammel-Kiesow: "Die Hanse. Entwicklung und Struktur"

Am 16. Januar 2016 fand im Radisson Blu Hotel in Lübeck die erste Hanse-Konferenz der Sons of Libertas in Zusammenarbeit mit dem Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) und den European Students for Liberty statt. 

Prof. Dr. Rolf Hammel-Kiesow, Leiter des Europäischen Hansemuseums referierte zum Thema "Hanse. Entwicklung und Struktur".



Mittwoch, 20. Januar 2016

Die Anerkennung von Eigentum geht der Enteignung voraus

von Tommy Casagrande
Zur Aussage: "Durch Besteuerung wird Eigentum erst anerkannt."
Diese Aussage ist einerseits ein Widerspruch in sich. Denn logischerweise ist eine Steuer unfreiwillig, andernfalls wäre sie keine Steuer. Diese Tatsache tangiert auch nicht, ob jemand meint, gerne und in seinem Sinne freiwillig Steuern zu zahlen. Denn wer nicht freiwillig Steuern zahlen will, wird gezwungen es zu tun. Besteuert zu werden kann darum keine Anerkennung des Eigentums in dem Sinne sein, dass es respektiert wird. Denn wäre dies der Fall, gäbe es keine Steuern. 

In einem anderen Sinne jedoch lässt sich die Besteuerung als "Anerkennung" von Eigentum deuten. Nämlich dahingehend, dass Besteuerung dem Eigentum nachgestellt ist. Ohne die Voraussetzung, dass es Eigentum gibt, lässt sich durch Besteuerung auch kein Teil x davon entwenden. In diesem Sinne lässt sich also sagen, dass Eigentum durch Besteuerung "anerkannt" wird.

Die reichsten 62: Glaube keiner Statistik, die du nicht verstanden hast!

Leben wir in einer neuen Feudalgesellschaft?
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Oxfam hat es wieder getan. Wie schon 2014, als von Oxfam behauptet wurde, dass die reichsten 85 Menschen so viel besitzen würden wie die ärmere Hälfte der Menschheit, und 2015, als schon die reichsten 80 so viel hatten wie die ärmere Hälfte, sind es 2016 Oxfam zufolge schon die reichsten 62 Menschen. Die Medienresonanz ist erneut gewaltig, ebenso wie die Falschheit der Behauptung. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Vermögen, Einkommen und Kaufkraft. Ein verschuldeter Amerikaner mit einem Nettovermögen von 0 hat zwar weniger Vermögen als ein Slumbewohner in Nairobi, der 10 Cent Vermögen hat, hat aber eine viel höhere Kaufkraft. Da Oxfam diesen Unterschied nicht berücksichtigt, gehören ihren Angaben nach 40 Millionen Amerikaner zu den ärmsten 10% der Menschheit.

Eine große Resonanz hatte im letzten Monat auch eine Statistik vom Pew Research Center in den USA, wonach die Mittelschicht immer weiter schrumpft. Gehörten im Jahr 1971 noch 61% der Amerikaner zur Mittelschicht, waren es 2015 nur noch 50%. Die Medien titelten: “Der amerikanische Traum stirbt”, “Die Mittelschicht verschwindet”, “Immer mehr Ungleichheit”. Was jedoch wenig beachtet wurde ist, dass die Oberschicht im selben Zeitraum von 14% auf 21% gestiegen ist. Die Mittelschicht verschwindet also, weil immer mehr in die Oberschicht aufsteigen (bei der Verschiebung der Einkommensschichten spielen auch demografische Entwicklungen eine Rolle, z.B. der veränderte Anteil von Rentnern und Jugendlichen, der Zustrom von armen Einwanderern, usw.).

Montag, 18. Januar 2016

Rezension: Der Mensch Ludwig von Mises

Das Ehepaar von Mises. Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Margit von Mises: Ludwig von Mises: Der Mensch und sein Werk, 360 Seiten, 49 Euro, Akston Verlag.
Margit von Mises schildert in diesem Buch das Leben von Ludwig von Mises. Da wir von Ludwig von Mises als Person wenig wissen - auch seine eigenen Erinnerungen, die nur die Zeit bis 1940 umfassen, lassen vieles nur vermuten -, ist das Buch von Frau von Mises ein wertvoller Zugang zum Menschen Ludwig von Mises.

Frau von Mises erzählt uns etwas über die Vorlieben ihres Mannes, über die Motive, welche ihn in seiner Arbeit, in seinem Kampf für die Freiheit angetrieben haben. Über den persönlichen Mut, welchen Ludwig von Mises, der ganz oben auf der Vernichtungsliste der Feinde der Freiheit stand (und sein Werk heute noch steht), brauchte, um seinen kompromisslosen Kampf gegen die Menschenverächter von Rechts oder von Links zu führen.

Sonntag, 17. Januar 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 3/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche

Über Bomben statt Brot für Syrien:
Ist es nicht interessant, dass über Syrien mehr ausländische Mächte fliegen als seinerzeit über Germanien, das Land nur halb so groß ist wie Deutschland, jeder Punkt in nicht einmal einer halben Stunde erreicht werden kann und es niemandem gelingt, in hungernde Städte einige Paletten Lebensmittel abzuwerfen?
(Bomben scheinen zu gehen)

Über Weissagungen der Absarokee-Indianer:
Weissagung der Absarokee-Indianer:
Wenn dereinst stramm Konservative voller Inbrunst aus der EMMA zitieren, während Grüne die übersprudelnde Libido junger Männer mit Verständnis adeln, obwohl dabei Minderjährige überhaupt keine Rolle spielen, dann dauert es nicht mehr lange und der Führer kehrt heim aus seinem kalten Exil in der Antarktis.

Freitag, 15. Januar 2016

Sechs Exile für Waffenliebhaber und alle, die für ihre Sicherheit lieber auf sich selbst vertrauen

von Christoph Heuermann, dem Staatenlosen
Heute nehme ich mich einem provokanten Thema an – dem Waffenrecht auf der ganzen Welt. Provokant, weil über das Thema in Deutschland einerseits einseitig berichtet, andererseits jedoch auch die allgemeine Stimmungslage selbst legalen Waffenbesitzern deutlich zusetzt.

Denn wer heute sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen möchte, wird als potentieller Amok-Läufer, Terrorist oder ganz einfach als Psychopath gesehen.

Sich über Obama oder gar Hillary Clinton zu echauffieren gilt in vielen Kreisen bereits als Geständnis ein menschenverachtender, christlicher Republikaner zu sein. Sich für das Menschenrecht auf Waffenbesitz einzusetzen ist die Todsünde schlechthin – selbst für manche liberale und libertär denkende Menschen.

Dabei sind die Mentalitäten ganz anders, wenn man einfach mal die nächsten Grenzen überspringt. Die Schweiz ist laut diversen Quellen das hochgerüsteste Land Europas – und gleichzeitig eines mit der niedrigsten Mordrate.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Wer war Murray Rothbard?

von Stefan Blankertz
Unter den Vertretern der politischen Normalität, die behaupten, die Freiheit des Marktes in wirtschaftlicher Hinsicht zu verteidigen, gilt heute als ausgemacht: Der Markt sei zwar effektiv, ethische Prinzipien wie Verantwortung, Rechtssinn, Toleranz und Mitgefühl jedoch müssten ihm von außen beigestellt werden. Geeignete staatliche Institutionen sollen diese Prinzipien sichern. Diese konservativ-liberale Auffassung stellte der amerikanische Ökonom und Politiker Murray N. Rothbard (1926-1995) in Frage: Die Freiheit des Marktes sei ein politisch-ethisches Prinzip, das sich selbst genügt.

Für Rothbard gründet die Freiheit des Marktes in der menschlichen Natur. Durch seine Ausstattung mit Denkvermögen sei der Mensch zur Eigenverantwortung bestimmt. Die Eigenverantwortung deutet Rothbard als »Selbsteigentum«: Der Mensch »gehöre« sich selbst. Konsequenterweise müsse ihm dann auch alles gehören, was er selbst schaffe, d.h. er verfüge rechtmäßig über das Produkt seiner Arbeit. Diese Argumentation unterscheidet sich noch nicht von anderen klassischen Verteidigungen der Marktfreiheit. Die Provokation besteht in Rothbards Schlussfolgerungen: Der eigenverantwortlich handelnde Mensch schaffe durch Absprachen und Verträge auf freiwilliger Basis auch alle notwendigen sozialen Einrichtungen, seien es Gerichte und Polizei oder Schulen und Kulturinstitutionen.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Silvester am Kölner Hauptbahnhof: Alles Falschmeldungen - Es gibt keine Bahnhöfe

Aufatmen: Kein Bahnhof! Foto: Wikimedia Commons /
Baron2105 at de.wikipedia
von Kurt Kowalsky
Kowalskys Presseagentur dementiert: Wie wir in einem Teil unserer letzten eingestampften Auflage irrtümlich berichteten, wurde die Politikerin Claudia Roth in der Silvesternacht von mehreren Negern im Kölner Hauptbahnhof zuerst sexuell belästigt und dann vergewaltigt.

Wir bedauern diese Falschmeldung. Es gibt keine Neger in deutschen Bahnhöfen. Es gibt unterschiedlich pigmentierte Mitmenschen, die bei Dunkelheit alle schwarz aussehen. Farbe, so ließen wir uns sagen, ist eine individuelle visuelle Wahrnehmung, die durch Licht hervorgerufen wird und kein materieller Bestandteil der Objekte ist.

Es gibt ferner auch keine Bahnhöfe im Sinne des Paragraphen 4 Absatz 2 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung, die den Begriff „Bahnhof“ wie folgt definiert: „Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen.“

Dienstag, 12. Januar 2016

Er ist wieder da: Fische, Kokosnüsse und Hitler

Hitlers Copyright wurde einst verletzt.
von Dominik Ešegović
Raub und Diebstahl sind bekannte und alltägliche Phänome unserer Gesellschaft. Sie gehen aus dem Konflikt um Eigentum hervor. Die Eigentumsfrage ist eine Schlüsselfrage der menschlichen Zivilisation. Die meisten Menschen, die nachdenken, werden zustimmen, dass es ohne Eigentum und den zuverlässigen Schutz desselben nicht geht. Fast alle antworten auf die Frage "Wem gehört dein Körper?" spontan mit: "Natürlich mir selbst!" 

Was ist Eigentum? Zunächst besitzen wir Eigentum an unserem eigenen Körper. Daraus resultiert, dass wir mit unserem Körper machen können, was immer wir wollen - vorausgesetzt natürlich, dass wir keinem anderen schaden. Es ist nicht erlaubt, in das Eigentumsrecht eines anderen Menschen ohne dessen Einverständnis einzugreifen, ihn zu berauben, bestehlen, körperlich zu verletzen oder gar zu töten. Jeder vernunftbegabte Mensch wird dieser Einsicht zustimmen. Kontroverser wird es, wenn man sich mit dem Eigentumskonzept etwas näher beschäftigt. Zum Eigentum gehören nämlich auch Dinge, die man sich aneignet. Das kann z.B. ein Stück Land sein, das zuvor niemand beansprucht hat. Eine einsame Insel, auf der ich strande, darf ich für mich selbst beanspruchen und mich zu ihrem König erklären. An Land Gespülte haben dann nach meiner Erlaubnis zu fragen, ob sie auf der Insel bleiben dürfen. Solange es sich beim Inselkönig um keinen Wahnsinnigen handelt, wird er natürlich neu Angespülte freudig in Empfang nehmen, da ihm allein auf der Insel furchtbar langweilig sein muss. So könnte sich eine friedliche Kooperation auf der Insel entwickeln: der Inselkönig fischt und tauscht seinen Fang gegen Kokosnüsse, die von den Angespülten gepflückt wurden. Kokosnüsse werden gegen Fisch getauscht. Beide Seiten profitieren. Es versteht sich von selbst, dass der Inselkönig auch Ansprüche auf die Kokosnüsse hat, die von den Angespülten gepflückt werden; schließlich ist es seine Insel. Jedoch sind die Angespülten so glücklich über die Lebensrettung des Inselkönigs, dass sie ihm einige ihrer Kokosnüsse schenken. Der Inselkönig überlässt den Angespülten ihre Kokosnüsse und nimmt ihnen freilich nicht alle weg, auch wenn er ein Recht dazu hätte. Er profitiert von ihrer Arbeit, da er unmöglich gleichzeitig fischen und Kokosnüsse pflücken könnte. Ein symbiotisches Verhältnis entsteht.

Sind Liberalismus und Anarchismus prinzipielle Gegensätze?

von Stefan Blankertz
Anmerkungen zu Helmut Krebs und Michael von Prollius »Mythos Anarchokapitalismus« – ein Diskussionsbeitrag
In dem Buch ,,Mythos Anarchokapitalismus'' (Forum Freie Gesellschaft, 2015) unternehmen die Autoren nicht nur eine Kritik am Anarchokapitalismus, sondern sie versuchen auch zu zeigen, dass Anarchismus und Liberalismus nicht gemeinsam für gleiche Ziele kämpfen können.

Eine typisierende Tabelle (S. 99ff.) fasst die Gegensätze zusammen, von grundsätzlichen Fragen wie Moral über Sezession bis hin zur Haltung in der Israel- und Ukraine-Frage. Wie problematisch diese Zusammenfassung ist, will ich an vier Themenkomplexen zeigen:

1. Bei »Moral« wird dem Anarchismus die »Deontologie« (Sollens-, oder Pflichtethik; Handlungsbeurteilung nach Maximen und Absichten), dem Liberalismus der »Konsequentialismus« (Handlungsbeurteilung nach Folgen; Utilitarismus, ethischer Egoismus, effektiver Altruismus etc.) zugeordnet. Da muss man sich ja schon sehr wundern. Wir müssten Kant zu den Anarchisten zählen, was mir persönlich sehr gut gefallen würde; die Autoren aber beziehen sich mehrfach auf Kant als klassisch Liberalen. Und wir müssten Max Stirner zu den Liberalen zählen; er gilt dagegen als Ahnherr des individualistischen Anarchismus. »Deontologie« und »Konsequentialismus« sind Oberbegriffe, unter welche ethische Konzeptionen subsumiert werden, die untereinander völlig unverträglich sind. Zudem gibt es sowohl Deontologen als auch Konsequentialisten, die etatistische Konzeptionen verfolgen. Die Zuordnung zu einer ethischen Denkrichtung scheint mir ungeeignet zu sein, politische Konzeptionen in ihrer Koalitionsfähigkeit zu beurteilen.

Montag, 11. Januar 2016

Die Goldhausse beginnt - Starten Sie durch

Marktkommentar von Claus Vogt
Gold ist so attraktiv wie zuletzt 2001, als der Goldkurs um mehr als 600% explodierte 
Am 18. Dezember 2015 habe ich Ihnen an dieser Stelle unter der Überschrift „Kaufen Sie, wenn die Kanonen donnern“ ein starkes Kaufsignal der Sentimentindikatoren für Gold vorgestellt. In meiner aktuellen Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „Strategische und taktische Argumente für Gold – Teil II der langfristigen Goldhausse steht bevor“ finden Sie 25 weitere bullishe Argumente für Gold. Diese Fülle bullisher Signale spricht für den baldigen Beginn einer großen Goldhausse.

Sonntag, 10. Januar 2016

Der Staat, die Kirchen und das Geld

Foto: Wikimedia Commons / Steindy.
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

das Verhältnis des deutschen Staates zu den beiden großen Kirchen in unserem Land ist traditionell eng. Jedoch verlieren die Kirchen seit Jahren an Bedeutung. Da fragt man sich, ob so manche aus früheren Zeiten stammende Sonderregelung für die Kirchen auch in unseren Tagen noch fortgelten sollte. 

Während früher fast die gesamte Bevölkerung einer der beiden Großkirchen angehörte, hat die kirchliche Bindung in jüngerer Zeit stark nachgelassen. Mehrere hunderttausend Mitglieder treten Jahr für Jahr aus ihrer Kirche aus. Weniger als 60 Prozent der Menschen in dieser Republik sind derzeit noch katholisch oder evangelisch, Tendenz fallend. In den neuen Bundesländern sind die Christen längst in der Minderheit. Überdies haben andere Religionsgemeinschaften wie der Islam an Gewicht gewonnen, die religiöse Landschaft ist bunter geworden.

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 2/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche

Seine Statements zu den Vorfällen in Köln finden sich hier.

,,Wenn das geschieht, sollte man die Landesgrenzen bereits im Rücken haben.''

Über den Kontrollverlust des Staates:
,,Ich verstehe nicht, warum jetzt alle von einem Kontrollverlust des Staates schwadronieren. Als meine drei Kinder geboren wurden, hat jedes jeweils spätestens nach drei Wochen eine Steuernummer erhalten und als wir ein Au-pair-Mädchen hatten, war sie nach nicht einmal einem Monat als Rundfunkteilnehmerin registriert und ihr sozial gerechter Beitrag beschieden. Es läuft hier doch 1A!''

Veranstaltungshinweis: Hansekonferenz 2016


Am 16. und 17. Januar findet die erste Hanse-Konferenz der Sons of Libertas in Zusammenarbeit mit den European Students for Liberty und dem Institut für Austrian Asset Management in Lübeck statt. 

Zu den Referenten gehören Prof. Dr. Rolf Hammel-Kiesow, Steffen Krug und Dr. Alexander Fink. Außerdem wird die Europa-Tour-Dokumentation der Sons of Libertas erstmals ausgestrahlt. Auf dem Programm stehen außerdem eine Stadtführung, eine Abendessen in der Schiffergesellschaft Lübeck und der Besuch des Europäischen Hansemuseums.

Freitag, 8. Januar 2016

Nach Silvester in Köln: Integration - was sie ist, und was sie nicht ist

Screenshot: FocusOnline/HansPaulEntertainment
von Michael Auksutat
Was mir immer wieder auffällt: Gerade nicht die heimgebliebenen Kaffer in fester Anstellung, am besten beim Staat, sehen die aktuelle Bevölkerungsauffrischung kritisch, sondern jene, die ziemlich viel in der Welt unterwegs gewesen sind. Und zwar nicht zum Urlaub oder für eine Weltklimakonferenz, die zufällig in Sandstrandnähe oder am Champs-Élysées stattgefunden hat, sondern zum arbeiten und leben. 

Wenn man sich ein bisschen auf der Erde bewegt kommt man zwangsläufig in Länder, bei denen einem bei bestimmten Sachverhalten das Gruseln kommt. Man hält aber die Klappe. Man ist ja nur Gast. Und wenn es einem nicht gefällt, dann bleibt man halt weg da. Andere Länder, andere Sitten.

Klare Kante Spezial: Silvester in Köln

Michael Auksutat kommentiert die Geschehnisse in Köln

Über die Wahrnehmung in Deutschland:
,,Es ist schon spannend, dass ein Land, das einen älteren FDP-Mann wegen einer eher lässlichen Bemerkung über das Dekolleté seiner Gesprächspartnerin fast des Landes verwiesen hätte, die versuchte massenhafte Vergewaltigung von knapp hundert Frauen am Kölner Hauptbahnhof als unangenehmes Rumpeln noch nicht vollständig abgeschlossener Integration wahr nimmt.''

Über die Prioritäten der Polizeiarbeit:
,,Ich habe geträumt, dass ich in einem Land lebe, das zwar seine Frauen nicht beschützen kann, wo jedoch nachts um Zwei Kneipen vom Staat und von selbst ernannten Sheriffs darauf kontrolliert werden, ob der Wirt nicht heimlich rauchen lässt.
War ganz schön gruselig.''

Mittwoch, 6. Januar 2016

Medienkritik: Der ''Lügennachbar''

von Kurt Kowalsky
Mal was Persönliches, an alle sogenannten Freiheitskämpfer und sonstige Witzfiguren:

Ich habe einen besonders dummen und verlogenen Nachbarn. Der wohnt wohl drei Häuser weiter, doch ich gehe jeden Tag mehrere Male hin und höre mir sein dummes Geschwätz an.

Ab morgen werde ich es protokollieren und hier posten. Dann können wir uns alle gemeinsam über sein dummes Geschwätz aufregen. Wir nennen ihn dann „Lügennachbarn“. Immer wenn jemand „Lügennachbarn“ kommentiert, bekommt er ein Like it. So können auch die Minderbemittelten ein paar Punkte sammeln.

Dienstag, 5. Januar 2016

Die bestinformierten Marktteilnehmer setzen jetzt auf Gold – Tun Sie es ihnen gleich!

Marktkommentar von Claus Vogt
Achten Sie auf die subtilen Marktsignale!
Oft sind es subtile Veränderungen im Verlauf bestimmter Indikatoren, die eine bevorstehende Trendwende von Baisse zu Hausse oder umgekehrt ankündigen. Und das gewöhnlich lange bevor die fundamentalen Gründe der Richtungsänderung erkennbar werden. Warum das so ist, ergibt sich aus der Funktionsweise von Märkten. Diese dienen zwar in erster Linie dem Tausch von Gütern gegen Geld. Gleichzeitig sind sie aber ein nicht endender Informationsverarbeitungsprozess, in den wie in einen riesigen Trichter das Wissen sämtlicher Marktteilnehmer eingeht und zu einem Marktpreis verdichtet wird.

Montag, 4. Januar 2016

Termine: Januar 2016

Auch für den Dezember haben wir wieder eine Auswahl an interessanten Veranstaltungen zusammengefasst. Sollten wir wichtige Termine vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies mitzuteilen.

Besonders empfehlenswert scheint uns der Besuch der vom Institut für Austrian Management und den Sons of Libertas organisierten Hanse-Konferenz in Lübeck zu sein.

Im Folgenden eine Auflistung einiger interessanter Veranstaltung. Die Angaben sind wie immer ohne Gewähr. Weitere Veranstaltungen entnehmen Sie in unserem Kalender.

Köln, 6. Januar, 19 Uhr: Libertärer Stammtisch. Ort: Colonia Brauhaus, An der Schanz 2.

Berlin, 7. Januar, 18 Uhr: Winterakademie 2015 – Verlockungen zur Unfreiheit: Kritische Vorstellung der Werke von Rudolf Bahro und August Bebel durch Vera LengsfeldOrt: Club-Büro der Hayek-Stiftung, Chausseestraße 15. Anmeldung per Email an doris.gruenke@hayek.de erforderlich.

Sonntag, 3. Januar 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 1/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche

Über den Tod von ,,Raubein'' Lemmy Kilmister und die Trauer der Journaille:
Ich finde schon gruselig, wenn üblicherweise glänzend geleckte Journalisten, die sonst für Veganerei, Alkohol- und Rauchverbote, Klimagedönse und Gender stehen, plötzlich einem Raubein aus den Siebzigern, der es tierisch hat krachen lassen, hinterher trauern.

Über Deutschlands Glanz vergangener Tage:
Deutschland kommt einem hin und wieder vor, wie ein kleiner Krämerladen, der einst hoch geachtet war und vor dem sich Kunden in langen Schlangen gestellt haben, um ein Teil der frischen Ware ab zu bekommen. Und so sonnen sich seine Betreiber im Glanz vergangener Tage, während einige Straßen weiter der Rohbau des Mega-Marktes abgeschlossen wurde und es nun darum geht das Interieur zu vervollständigen. 
Unsere Krämer sind sich ihrer Sache sicher. Ist ihr Laden doch immer voll. Wenn auch nur weil die meisten Kunden anschreiben lassen.

Samstag, 2. Januar 2016

Liberal-Konservative: Teil der liberalen Familie

Für viele Konservativ-Liberale die Keimzelle der Gesellschaft: Die Familie.
Foto: Bundesarchiv, Bild 194-0078-31 / Lachmann, Hans / CC-BY-SA 3.0
von Johann Kaltenleithner
Um die Schwammigkeit des durch allerlei terminologisches Schindluder weichgewaschenen Begriffes „liberal“ zu umgehen, bedienen sich viele Anhänger dieser Ideologie präzisierender Zusatzadjektive, die anzeigen sollen, was genau dieses heutzutage beliebig verwendete Allerweltslabel in ihrem konkreten Fall nun eigentlich bedeuten soll. Manche tun dies, indem sie sich „sozialliberal“ heißen, andere tendieren eher zu „liberal-konservativ“. Aber auch hier stellt sich die Frage, was diesen Wortkonstruktionen eigentlich zugrunde liegt. 

Ruhe in Frieden, Juan Carlos Cachanosky!


Mit Trauer vernahmen wir die Kunde vom Tod des renommierten argentinischen Ökonomieprofessors Juan Carlos Cachanosky.

Der 1953 geborene Cachanosky studierte Ökonomie an der Päpstlichen Katholischen Universität von Argentinien und promovierte am International College in Kalifornien. Er war Präsident der CMT Group und akademischer Beirat und Programmdirektor des Swiss Management Center. Cachanosky schrieb eine Vielzahl an wissenschaftlichen Artikeln, war Direktor der Forschungsabteilungen von ESEADE (Argentinien) und des Departments für Ökonomie an der Katholischen Universität in Rosario und Dekan der Business School der Francisco-Marroquin-Universität in Guatemala. Die Österreichische Schule der Ökonomie war ein Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit.

Freitag, 1. Januar 2016

Zentralbanker stochern im Nebel, oder: Was heute verfrühstückt wird, muss morgen nachgehungert werden

Frank Schäffler
von Frank Schäffler
Die Erhöhung des Leitzinses der amerikanischen Notenbank am 16.Dezember 2015 wurde von den Akteuren an den Finanzmärkten nicht nur sehnlichst erwartet, sondern als historisch bezeichnet. Da erhöht die oberste Notenbankerin Janet Yellen den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf maximal 0,5 Prozent und schon wird das Ende der weltweiten Niedrigzinsperiode apostrophiert. Richtig ist, dass die Notenbank der einzig verbliebenen Leitwährung der Welt, des US-Dollars, den weltweiten Takt vorgibt. 

Im Jahr 2000 war es die Fed, die ihren Leitzins nach dem Platzen der Dotcom-Blase von 6,5 Prozent bis Mitte 2003 auf ein Prozent reduzierte. Alle anderen Notenbanken folgten ihr mehr oder weniger konsequent. Die Korrektur der Aktienbörsen konnten die niedrigen Zinsen jedoch nicht verhindern. Als die Aktien- und Immobilienmärkte wieder ansprangen, ging es bis Mitte 2007 in zahlreichen Stepps wieder auf über fünf Prozent. Erst als dann die Immobilienblase in Amerika platzte und mit ihr die Bankenkrise begann, ging es wieder abwärts.

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