Samstag, 31. Dezember 2016

Liebeserklärung: Für die Freiheit!

Bild: Antonu (Own work) [CC BY-SA 3.0
or GFDL], via Wikimedia Commons
von Frank Jordan
12 Menschen sind beim Anschlag in Berlin getötet worden. Ihr Leben ist vorbei. Wir andern leben noch. Und das reicht nicht. Wollen wir den Opfern und ihren Angehörigen unseren Respekt zollen, dann ist „am Leben sein“ nicht genug. Pietätvolles Die-Schnauze-halten und vornehme Zurückhaltung ebensowenig. Die einzige Art, diesen Umstand in Dankbarkeit zu würdigen, ist, die Wunde nicht verheilen zu lassen, sondern offen zu halten mit der Frage, wie wir dieses eine Leben, das uns gegeben ist, leben wollen.

Obwohl von politischer und medialer Seite keine Antwort zu erwarten ist auf eine Frage, die jeder nur für sich allein beantworten kann, sind die Verlautbarungen unfreiwillig hilfreich, weil entlarvend. Da wird mit Worten und Mienenspiel seelischer Erschütterung in „freiheitlichen Werten“ herumgestochert, mit Pathos die Salbe einer „freiheitlichen Gesellschaft“ draufgeklatscht und eine „liberale Gesellschaftsordnung“ angepappt. Nie jedoch, nie ist die Rede von Freiheit. Man geht darüber hinweg: „C’est la guerre. N’en parlons pas.“

Der professionell vermittelte Eindruck von Ergriffenheit muss als Beweis für Nützlichkeit und Wert jedweder Absichtserklärung und getroffenen Massnahme reichen. Und er tut es. Denn: Wir vertragen Freiheit nur noch in pürierter Form. Als gemüsifiziertes, breiiges Wort ohne Würze oder Nährstoffgehalt. Gäbe man uns rohe, harte, scharfe Freiheit zu kosten, würden wir uns fürchterliche gesellschaftliche Stoffwechselnöte einhandeln. Und das meiste von dem, was sich Politik nennt, würde verschwinden. Denn: Freiheit ist kein Spass. Feiheit ist vor allem anderen eine Frage, die weh tut. Sie lautet: Auf wessen Kosten? Das ist der Kern aller Freiheit und für den Freien kann es darauf nur eine Antwort geben: Auf meine Kosten. Immer.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Von soliden Staatshaushalten

Prof. Dr. Jörg Meuthen erteilt in seiner Haushaltsrede parlamentarischen Nachhilfeunterricht: "Schwarz hat es nicht geschafft, den Haushalt zu sanieren. Grün hat es nicht geschafft, den Haushalt zu sanieren. Warum sollte es Grün-Schwarz schaffen, den Haushalt zu sanieren?"

Schöne Rückgriffe auf Ludwig von Mises - Bürokratie -, Hans-Hermann Hoppe - Zeitpräferenz von Politikern -, Dimitrios Kisoudis - Ordnungsstaat -, Walt Disney - Dumbo -, und vieles mehr. Prädikat: Sehenswert.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Die Schwächen der Filmförderung

Bild: Pixabay / geralt / CC0 Public Domain
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

die deutsche Filmwirtschaft lebt in hohem Maße von Subventionen, anstatt ihr Geld am Markt zu verdienen. Die zuständigen öffentlichen Stellen wollen nicht wahrhaben, wie gering die Wirkung ist, die sie mit ihren Fördermaßnahmen erzielen.

Unter Filmförderung versteht man die Unterstützung von Filmprojekten durch Darlehen, Zuschüsse, Beratung, Preisverleihungen und dergleichen. Durch die Filmförderung sollen inländische Filmproduktionen ermöglicht und damit wirtschaftspolitische Ziele erreicht werden. Daneben werden auch künstlerisch oder kulturell wertvolle Spiel- und Fernsehfilme und vom Markt kaum nachgefragte Genres wie zum Beispiel Dokumentar- und Kurzfilme gefördert.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Kaufgelegenheit: Gold-Sentimentindikator erreicht tiefsten Wert seit 30 Jahren


Marktkommentar von Claus Vogt
Extremwerte soweit das Auge reicht 

Seit der Wahl von Donald Trump hat die Stimmung der Marktteilnehmer an zahlreichen wichtigen Märkten Extremwerte erreicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals zuvor ein derart einseitiges Stimmungsbild an so vielen Märkten gleichzeitig beobachtet zu haben. 

Beispielsweise ist der Anteil der Dollar-Bullen unter den Terminmarkthändlern auf 96% gestiegen, während ebenfalls 96% mit einer Fortsetzung des Zinsanstiegs an den Rentenmärkten rechnen. Gleichzeitig ist der Anteil der Silber-Bullen auf 6% und der Gold-Bullen sogar auf 4% gefallen. Und der Vier-Wochen-Durchschnitt dieser Kennzahl hat mit 9,7% bei Gold sogar den niedrigsten Wert in der knapp 30-jährigen Geschichte dieses Indikators erreicht.

Samstag, 24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten!


Liebe Leser,
wir wünschen Ihnen festliche, geruhsame und besinnliche Weihnachten in angenehmer Gesellschaft. Wir verbleiben zunächst mit einem schönen, zur Weihnachtszeit passendem Zitat von Grace Noll Crowell:

Freitag, 23. Dezember 2016

Terror in Berlin: Verantwortungsethik statt Gesinnungsethik

In seiner Rede vom Mittwoch kritisiert Prof. Dr. Jörg Meuthen Angela Merkels Politik der offenen Grenzen und sprach sich für Verantwortungsethik statt für Gesinnungsethik aus.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Das Räderwerk der Freiheit: (K)ein Buch für Sozialdemokraten

Das Buch kann hier bestellt werden.
Niklas Fröhlich rezensiert
David D. Friedman: Das Räderwerk der Freiheit. Für einen radikalen Kapitalismus, Grevenbroich 2016, 460 Seiten, 24,90 Euro
Stellen Sie sich eine nicht allzu ferne Zukunft vor: Das Konzept der „Staaten“ ist dort weitgehend irrelevant geworden, hält sich nur noch in vereinzelten, rückschrittlichen Regionen unserer Erde. Im Wesentlichen alles, was vorher die Staaten mehr oder weniger gelungen zu organisieren versuchten – Recht, Sicherheit, Infrastruktur usw. – ist vollständig privatisiert. Geraten Sie in einen Rechtskonflikt, rufen Sie private Schiedsgerichte an, die den Streit auf Basis schon vorher, unabhängig vom konkreten Streitfall und damit von direkten Beeinflussungen der Streitparteien, nach vertraglich vereinbarten Konditionen schlichten. „Rechte“ sind nichts von einer übergeordneten Regierung festgesetztes, auch nichts demokratisch von der Mehrheit beschlossenes, sondern beruhen auf gegenseitigen vertraglichen Ausgleichsprozessen. Zum Teil sind „Rechte“, wie im Falle von Verschmutzungsrechten, regelrecht käuflich. Das Ergebnis funktioniert, wie jedes System, nicht problemfrei, aber zumindest so gut wie in der vergangenen, staatlichen Ordnung: Gewalt- und Eigentumsdelikte werden noch immer geahndet und die (nun privat finanzierten) Straßen stehen ebenso weiterhin zur Verfügung, wie wünschenswerte Regulierungen der Sicherheit und Einheitlichkeit von Produkten – schlicht deshalb, weil Menschen es nachfragen. In der Tat funktioniert vieles sogar besser: Durch die Konkurrenz der Anbieter von Recht, Sicherheit, Infrastruktur usw. zahlen Sie weniger Gebühren, als Sie einst Steuern zahlten, erhalten jedoch bessere Leistungen und ein besser auf sie zugeschnittenes Angebot von Rechtspaketen, als Sie es unter dem Monopol einer Regierung durch Zwangsabgaben finanzieren mussten. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sie sich bei staatlicher Korruption, Verschwendung, Lobbyismus, Bürgerrechtsverletzung und anderen ungewünschten „Leistungen“ verzweifelt gerade an den Schuldigen selbst, den Staat wenden mussten. In denen sie Petitionen einreichen, Parteien unterstützen oder bei Wahlen auf diese hoffen mussten – nur um dann zu erleben, dass Sie die Wahl verlieren, die gewünschte Reform im institutionellen Morast versinkt oder der Skandal schlicht unter den Tisch gekehrt wird. In der genannten Zukunft gestaltet sich Ihre Reaktion simpler und konsequenter: Bei schlechtem Rechtsservice wechseln Sie den Anbieter. Letztlich gibt es für schlechtes Recht in einer derart organisierten Gesellschaft so keinen Markt: Alle erhalten im Rahmen des Möglichen und im Ausgleich mit den Vorstellungen ihrer Mitmenschen „ihr Recht“. Alle gewinnen.

Montag, 19. Dezember 2016

Terror in Berlin: Die wahren Attentäter!

Bild: Pixabay / CC0 Public Domain / katermikesch
von Philipp Rosipal
Wir, als Individuen, können im Normalfall keinen kollektiven Diskurs über einen einfachen Sachverhalt bilden, da der anwendbare politische Duktus, in welchem der Diskurs stattzufinden hat, entweder nicht existent, oder aus „Toleranz-Gründen“ nicht anwendbar ist. Das ist die Macht der Political Correctness. Sie scheint uns einen Rahmen zu formen, in dem wir den Diskurs über Sachverhalte auszufechten haben. Wer etwas Falsches sagt, der ist sofort vom meinungsbildenden Kollektiv verpönt. 

Viele meinten es bestimmt nur gut, als sie Flüchtlinge beklatschten und mit Teddys bewarfen. Viele meinten es bestimmt nur gut, als sie die Grenzen öffneten und damit die Einwanderung in den deutschen „Sozial“-Staat ermöglichten. Viele meinten es bestimmt nur gut, als sie die Augen vor No-Go-Areas und Araberclans in deutschen Großstädten verschlossen. Das Kollektiv meint es immer gut.

Die Situation ist aber nur noch schlimmer geworden. Euer Gutglauben und der Optimismus bringen Euch nichts und haben Euch nie etwas gebracht. Ihr, ja genau Ihr! Ihr werdet verarscht! Von Eurer Regierung, von Euren kitschigen Trauer-Profilbildern kurz nach neuerlichen Anschlägen (es sei denn, sie passieren im Nahen Osten, dann interessiert es Euch nämlich nicht) und von Euch selbst!

Freitag, 16. Dezember 2016

Hetze im Namen der Wochenzeitung „Die Zeit“: Feine Hamburger Kollegen lassen eigentümlich frei unter „Nazi“-Verdacht stellen

von André F. Lichtschlag
Die berüchtigte Amadeu-Antonio-Stiftung war in den letzten Tagen mal wieder starker öffentlicher Kritik ausgesetzt, nachdem bekannt wurde, dass dort unter anderem vor der „Achse des Guten“ sowie „Tichys Einblick“, gegründet von den beiden konservativ-liberalen Journalisten Henryk M. Broder und Roland Tichy, im Lexikonteil der Seite „gegen Rechtsextremismus“ gewarnt wurde.

Im Zuge der Berichterstattung über diese Affäre bin auch ich als Gründer und Herausgeber von eigentümlich frei auf „Netz gegen Nazis“ aufmerksam geworden. Ich konnte gerade noch einsehen, dass wir ebenfalls in diesem seltsamen „Lexikon“ denunziert wurden. Der Eintrag über ef wurde vorgestern wie auch alle Einträge über die „Achse des Guten“ sowie „Tichys Einblick“ gelöscht. Besser späte Einsicht als keine, dürfte man wohl annehmen.

Allerdings wurde im Falle von eigentümlich frei der Eintrag im Register unter „ef-magazin.de“ nicht gelöscht, der Link läuft jetzt lediglich ins Leere. Und vor allem: Ein zweiter, kleinerer Eintrag unter „eigentümlich frei“ besteht sogar noch. Hier wird unsere libertäre Zeitschrift mit falschen Behauptungen übel diffamiert und zu allem Überfluss direkt mit Neonazi-Seiten in eine Reihe gesetzt (Link unten).

Von der Amadeu-Antonio-Stiftung dürfen wir nichts anderes erwarten. Sie steht seit langem unter Stasi-Verdacht. Zuletzt hatte Hubertus Knabe, Direktor der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, die Debatte um die Vergangenheit von Stiftungschefin Anetta Kahane mit einem Gastbeitrag im „Focus“ befeuert, und auf dem CDU-Bundesparteitag letzte Woche wurde von der Jungen Union beantragt, die Stiftung vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen und staatliche Geldzuwendungen an sie zu stoppen. Kahane und ihrer Stiftung geht es mit ihrer Arbeit „gegen Nazis“ ja gerade gezielt darum, konservative, liberale und libertäre Stimmen in die Nähe von Neonazis zu rücken. So weit, so perfide und bekannt.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Rezension: Liberalismus im Deutschland des 19. Jarhhunderts

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Ralph Raico: Die Partei der Freiheit: Studien zur Geschichte des deutschen Liberalismus. Lucius & Lucius, 298 Seiten, 39 Euro
Hans-Hermann Hoppe schreibt im Vorwort der deutschen Ausgabe seines Buches ''Demokratie: Der Gott, der keiner ist'', folgendes: "Im gegenwärtigen Deutschland gibt es keine anti-etatistische bürgerliche Fundamentalopposition. Vielerorts gelten Deutschland und Antietatismus geradezu als unvereinbar. Doch wie der amerikanische Historiker Raico gezeigt hat, hat es bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland eine solche Opposition gegeben."

Genau diese liberale Fundamentalopposition untersucht Raico in diesem Buch und erweist sich als sehr guter Kenner der Geschichte der Freiheitsidee im Deutschland des 19. Jahrhunderts.

Von den Wurzeln im 18. Jahrhundert bis hin zum 1. Weltkrieg und der Weimarer Republik verfolgt Raico zielsicher die verschiedenen Stränge des deutschen Liberalismus. Dabei liegt ein Schwergewicht auf Eugen Richter, der für Raico "über drei Jahrzehnte lang in Deutschland der politische Vertreter der alle Kulturvölker umfassenden liberalen Bewegung war".

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Nachruf: Zum Tode des libertären Historikers Ralph Raico

Raico. Bild: Mises Institute [GFDL or
CC-BY-SA-3.0], via Wiki Commons
von Tomasz M. Froelich
Traurige Kunde war gestern aus den Vereinigten Staaten zu vernehmen: Der amerikanische Historiker Ralph Raico starb im Alter von 80 Jahren. Raico lehrte unter anderem am Buffalo State College und war eng verbunden mit dem Ludwig von Mises Institute in Auburn, Alabama. Außerdem war er Herausgeber der „New Individualist Review“, einer freiheitlich orientierten Zeitschrift, in der namhafte Autoren zu Wort kamen, wie etwa Russell Kirk, William Buckley, Jr., Murray Rothbard oder Ludwig von Mises.

Letzterer nahm in der akademischen Laufbahn Raicos eine Sonderstellung ein: Raico studierte bei Mises und lernte auf dessen Anraten die deutsche Sprache. Die wurde ihm nützlich, als er Ludwig von Mises‘ Klassiker „Liberalismus“ und diverse Schriften Friedrich August von Hayeks, unter dessen Leitung er an der renommierten University of Chicago promovierte, vom Deutschen ins Englische übersetzte.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Onlinejournalismus: Investigativ, oder so

Bild: Pixabay / Alexas_Photos / CC0 Public Domain
von Michael Auksutat
Was ich immer wieder faszinierend finde, ist, wenn mediennahe Leute von der strahlenden Kraft des investigativen Onlinejournalismus schwärmen.

Ich habe mir da mal einen Dialog zuspielen lassen, wie er sich so, oder etwas anders, in einer wichtigen Redaktion zugetragen haben könnte:

"Hallo? Spreche ich mit dem Bundesumweltamt? Ja? das ist fein! Hier spricht Meier von der TANZ. Die kennen Sie? Ja, genau! Tanz Dir Deine Meinung! Ich hätte da einmal einige Fragen zu den Spenden von Steuerzahlergeldern an die Clinton-Privatstiftung. Da gibt es immer wieder den Vorwurf, es hätte sich um politische Einflussnahme gehandelt. Nein? Brunnenbau? In Burkina Faso? Aha! Ja, das klingt plausibel. Natürlich. Ja, das wäre auch meine erste Idee gewesen. Man überweist also das Geld nach Amerika, weil wir ja so etwas wie eine Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit oder ähnliches nicht haben und dann geht das Geld direkt in Projekte nach Afrika, weil die Stiftung halt das entsprechende Know-how hat. Ja, das klingt logisch. Und das Projekt ist jetzt auch beendet und deswegen gibt es keine Zahlungen mehr? Hat also absolut überhaupt nichts mit der Wahl in den USA zu tun? Aha, ja klar! Bitte? Ah. Zweifel an dieser Praxis sind also vom Russen gestreut worden? Aha. Vertrauen in die Organe des Staates untergraben? Ja, das kann ich so übernehmen. Tatsache? Dem Trump Informationen zugespielt? Unglaublich. Ja, da machen wir eine Story draus. Ja genau. Verfluchter Ivan, sie sagen es. Na, dann bedanke ich mich für die Klärung und hoffe wir hören uns bald mal wieder. Ja, ihnen auch! Danke! Tschüss!"

Montag, 12. Dezember 2016

Über die tatsächliche Motivation der Politik: Wirklich edel, hilfreich und gut?

von Philipp A. Mende
Der gesamte „professionelle“ Politbetrieb dient nur vordergründig dem Wohle von Menschen, die den schicken Labertaschen sämtlicher Parteien letztlich völlig unbekannt sind. Sich angeblich „aus Überzeugung“ oder „aufgrund moralischer Überzeugungen“ für Klientel A oder B einzusetzen, soll den Anschein eines ehrlichen, um Fremde besorgten, anständigen, kurzum edlen Charakters vortäuschen. Dass der Entschluss, im Gerangel um die Herrschaft über unschuldige Menschen mitmischen zu wollen, alle eben genannten Charaktereigenschaften nicht nur über Bord wirft, sondern ins genaue Gegenteil verkehrt, wird im Folgenden ersichtlich.

Tatsächlich sollte man sich die Spielwiese der Politik wie einen ökonomischen Futtertrog vorstellen, der seinen Mitspielern die ganz „legale“ Möglichkeit bietet, die eigenen „Schäfchen ins Trockene zu bringen“, ohne hierfür erstens eine produktive Tätigkeit anbieten zu müssen, die von Menschen freiwillig nachgefragt wird, und zweitens jener produktiven oder freiwillig nachgefragten Tätigkeit bis ins hohe Alter nachgehen zu müssen, um sich finanziell abzusichern. Im „professionellen“ Politzirkus müssen deren Akteure verhältnismäßig kurz „durchhalten“, um finanziell ausgesorgt zu haben, wofür wiederum diejenigen aufzukommen gezwungen sind, deren „Wohlergehen“ angeblich auf den Agenden politischer Raubritter steht. Oder kurz und knapp: Es geht neben dem Willen zur Macht in erster Linie um Kohle und um nichts anderes.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 49/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über zu verstaatlichende soziale Medien:
Soziale Medien gehören in die Hand des Staates. Nur er kann ein gleichmäßig hohes Niveau der Diskussion gewährleisten. Und jeder muss das Recht haben, frei und ohne Gefahr von Repressalien, der Politik seiner Regierung die vollste Zustimmung auszusprechen. Und dafür kämpfen wir, als Demagogen des Guten.

Über demographische Probleme:
Welche Zukunft hat ein Land, das bei der Buchstabenkombination "HH" nicht etwa an eine heiße Hexe, High Heels oder den Hammer-Hintern, sondern an einen fast hundert Jahre toten Sozi denkt? Die demographischen Probleme sind durchaus erklärbar.

Über den Begriff ''Deutsche'':
Ich mag ja den Begriff "Deutsche" nicht und bevorzuge "Die, die sich schon immer für Arschgeigen den Rücken buckelig gearbeitet und zur Not ihre Kinder und Landsleute verheizt haben". Er mag sperrig sein, schließt aber dafür niemanden aus.

Samstag, 10. Dezember 2016

Propaganda des Establishments: „Postfaktische Politik“

Bild: Pixabay / Clker-Free-Vector-Images /
CC0 Public Domain
von Tomasz M. Froelich
Seit dem Brexit und dem Triumph Trumps avanciert der Begriff „postfaktische Politik“ zum Lieblingswort im kampfrhetorischen Vokabular des Politestablishments und der Hauptstrommedien. Der Begriff ist Vorwurf zugleich, der da lautet: Populisten – die natürlich ausschließlich in der allseits als böse anerkannten rechten Ecke vorzufinden sind – gehe es nicht um Fakten, sondern um Emotionen, es gehe ihnen nicht um die Wahrheit, sondern um die Bestätigung des eigenen Weltbildes.

Das hat etwas Paradoxes: Ausgerechnet jene, die uns einst versicherten, dass niemand vorhabe, eine Mauer zu bauen, dass die Renten sicher seien, dass „wir“ „das“ schaffen würden, dass der Sozialismus der freien Marktwirtschaft überlegen sei, dass Geschlecht ein soziales Konstrukt sei, ausgerechnet diese Herrschaften möchten uns nun weismachen, was faktisch und was postfaktisch ist.

Freitag, 9. Dezember 2016

Konservatismus, Freiheitlichkeit und Patriotismus anstatt postfaktischer Politik

In seinem Vortrag in Hamburg holte Prof. Dr. Jörg Meuthen weit aus und rechnete mit der ihre ursprünglichen Werte verratenden Union, der Bundeskanzlerdarstellerin Merkel, den Politikerdarstellern der anderen Parteien und den öffentlich-rechtlichen Medien ab. All die genannten Akteure würden das machen, was sie anderen vorwerfen: postfaktische Politik bzw. postfaktische Berichterstattung.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Steueroase Internet

Bild: Pixabay / bykst / CC0 Public Domain
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

vor drei Jahren sagte eine der höchsten Autoritäten in unserem Lande, nämlich die Bundeskanzlerin, dass das Internet Neuland für uns alle sei. Da verwundert es nicht, dass auch unsere Finanzverwaltung Probleme mit dem Internet hat. Genauer gesagt mit dem grenzüberschreitenden Handel über das Internet. Die deutschen Finanzämter sind nämlich nicht in der Lage, umsatzsteuerpflichtige Leistungen von ausländischen Anbietern zu ermitteln, sondern darauf angewiesen, dass diese ihre Umsätze freiwillig deklarieren.

In der Europäischen Union bieten EU-Unternehmer und Unternehmer mit Sitz außerhalb der Europäischen Union Internetleistungen an, z. B. Musik, Videos, E-Books und Software. Solche Leistungen an private Abnehmer unterliegen der Umsatzbesteuerung in dem EU-Mitgliedstaat, in dem der Abnehmer wohnt (Verbrauchsstaat). Deutschland als Verbrauchsstaat hat damit prinzipiell einen Steueranspruch gegen nicht in Deutschland ansässige Unternehmer.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Goldminen- und Ölaktien: Bereiten Sie sich auf neue Käufe vor

Marktkommentar von Claus Vogt
Sentimentindikatoren der Edelmetalle auf Kaufniveau 

Wieder einmal geht unter Anlegern im Edelmetallsektor die Angst um. Das zeigen vor allem die kurzfristigen Sentimentindikatoren für Gold und Silber. Sie haben ähnliche Extremwerte erreicht wie vor einem Jahr. Damals kündigten diese Werte den Beginn einer sehr dynamischen Haussebewegung an, in deren Verlauf der XAU-Goldminenindex um mehr als 150% gestiegen ist.

Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, notiert dieser Index trotz der Korrektur der vergangenen drei Monate auch jetzt noch doppelt so hoch wie an seinem Mitte Januar 2016 erreichten Tief, also mit 100% Plus. Dennoch ist die Stimmung der in diesem Sektor aktiven Anleger heute genauso schlecht wie sie bei 50% niedrigeren Kursen gewesen ist.

Montag, 5. Dezember 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 48/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über ''Mad Dog'':
Einen "Mad Dog" fürs Pentagon. Die sind drauf, die Amerikaner. Vollkommen unverständlich, wieso da keine militärstrategische Fachfrau wie unsere Frau von der Leyen, deren soldatische Fähigkeiten weltweit gerühmt werden und einer beeindruckenden Armee wie der Bundeswehr durchaus angemessen sind, nominiert wurde. Mir ist schleierhaft, wie die USA in Zukunft gedenken mit Deutschland auf Augenhöhe die Konflikte der Erde zu diskutieren.

Über die Unterwanderung des deutschen Verfassungsschutzes:

Nur um es noch mal kurz zusammen zu fassen: Der Verfassungsschutz wurde untergraben von einem Gay-Porno-Darsteller, der sich in einer erstaunlichen Metamorphose zu einem Islamisten gewandelt hat und dessen Wirken nur deswegen aufgedeckt wurde, weil er auf allen verfügbaren Kanälen Dienstinterna herausgepustet hat? Vorm Russen sind die Deutschen definitiv sicher. Ich mache mir mal eine Flasche Wein auf.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Der Fall Maria L.: Das Schweigen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Bild: Pixabay / PublicDomainPictures / 
von Tomasz M. Froelich
Es ist schon beachtlich: Wenn ein mutmaßlicher Dorfneonazi in seiner geistigen Hohlheit in irgendeinem ostdeutschen Kaff ein Hakenkreuz vorzugsweise spiegelverkehrt an die Fassade einer Hausruine schmiert, zeigt sich die Gesinnungsgendarmerie, bestehend aus den etablierten Parteien und dem zwangsfinanziert-massenmedialen Großkomplex wie auf Knopfdruck empört. Neue Kampagnen werden ins Leben gerufen und finanziert und der Kampf gegen Rechts wird intensiviert.

Bei der brutalen Vergewaltigung und Ermordung der 19-jährigen Studentin Maria L., mutmaßlich durch einen 17-jährigen Migranten aus Afghanistan, übt sich die Gesinnungsgendarmerie im Schweigen. Wie schon bei den Ereignissen rund um die Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Großstädten. Auf die Frage, weshalb hierüber kaum berichtet wird, antworten die Journalistendarsteller der ARD, daß die Vergewaltigung und der anschließende Mord nur regionale Bedeutung hätten. Ein interessantes Verständnis von Relevanz: So scheinen etwa Steuerhinterziehungen von Uli Hoeneß relevanter gewesen zu sein als ein derart brutales Verbrechen - jedenfalls wurde über den Hoeneß-Prozeß wesentlich intensiver berichtet.

Freitag, 2. Dezember 2016

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Verträge mit GEZ-Medien kündigen, Zwangsbeitrag abschaffen!

In seiner Parlamentsrede über die ,,Kündigung aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkstaatsverträge'' fordert Prof. Dr. Jörg Meuthen eben diese. Die öffentlich-rechtlichen Medien haben keine Existenzberechtigung mehr und es ist skandalös, dass Bürger dieses Landes, die es sich teilweise kaum leisten können, ihren Nächsten Weihnachtsgeschenke zu kaufen, dazu gezwungen sind, jährlich über 200 Euro für eine Leistung zu zahlen, die sie gar nicht in Anspruch nehmen, und bei Nichtzahlung sogar zwangsinhaftiert werden, so Meuthen, der ergänzt, dass das mit den Grundsätzen einer freien Gesellschaft nicht vereinbar sei.

Teil 1:




Donnerstag, 1. Dezember 2016

„Emotionalisierung“: Eltern braucht das Land

Bild: Pixabay / PublicDomainPictures /
CC0 Public Domain
von Frank Jordan
Was de Tocqueville bereits um 1840 als Gefahr erkannt hatte, nämlich, dass Demokratie, die Gleichheit noch vor Freiheit anstrebt, die Individualisierung an einen Punkt brigen kann, wo sie die Gemeinschaft zersetzt, ist heute längst Realität. Mehr noch: die perfide Ironie, dass jene Staatsform, die vordergründig Gleichheit herstellen soll, ihre Bürger unter die Herrschaft des hyperindividualisiert Subjektiven gebracht hat, wo sie als in ewiger Nabelschau befangene Ich-Anbeter leben, wurde nicht nur erkannt, sondern zum Ziel erhoben. Auf den Gedanken, wahre Mitbürger zu haben, die die eigenen Interessen und Sorgen teilen könnten, kommt ein grosser Teil der Menschen heute gar nicht mehr. Der Horizont bleiben beim Blick Richtung Nabel die eigenen Zehennägel.

Aber auch darüber sind wir, betrachtet man’s genau, längst mit Volldampf hinausgeschossen. Das Fluidum der Masse, die sich aus im ADHS-Modus laufenden Einzelnen zusammensetzt und deren Eintracht nur Synchronizität ist, wird mithilfe klassischer und sozialer Medien im Fluss gehalten. Das Zauberwort lautet „Emotionalisierung“. Debatten – will man das primitive Aufeinanderhetzen Ich-gläubiger Gruppen als solche bezeichnen – werden auf diese Weise fernab der Sache „unterhaltsam“ und „aufregend“ gestaltet, wo zum Besten der Gemeinschaft und des Einzelnen Stunden staubtrockener, stiller, präziser und sorgfältiger Auseinandersetzung mit Fakten notwendig wären. Dazu zwei Beispiele.

Mittwoch, 30. November 2016

Manipulieren Zentralbanken auch den Goldpreis?

Marktkommentar von Claus Vogt
Wer einen guten Preis bei einem Verkauf erzielen will, geht marktschonend vor 

Wenn Sie eine Aktie oder einen Terminkontrakt verkaufen, dann möchten Sie selbstverständlich einen möglichst hohen Preis dafür erhalten. Um dieses Ziel beim Veräußern einer sehr großen Position zu erreichen, müssen Sie marktschonend agieren. Sie werden also so vorgehen, dass Ihre Verkaufsorder möglichst keinen Kursrückgang auslöst, und alles daran setzen, durch Ihre eigenen Verkäufe keinen Preiseinbruch auszulösen.

Montag, 28. November 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 47/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über Anteilnahme am Tod Castros:
Jetzt einen Cafe Latte aus dem Jura-Vollautomaten genießen, sich an den Ikea-Schreibtisch setzen, das MacBook aufschlagen, wohlig die Füßchen in den Tschibo-Kuschelsocken strecken und einen kleinen Blog-Artikel darüber verfassen, welch großartigen Revolutionär die Welt verloren hat, der als einer der Letzten dem Kapitalismus die Stirn bot.

Über von der EU behauptetes Zahlenmaterial bezüglich der Haltung zu Vergewaltigungen.
Ich bin ja jetzt seit gut 20 Jahren von Verl bis Vladivostok und rundum unterwegs und habe mit jeder Art von Mann zusammengearbeitet. Vom feinfingrigen Akademiker bis hin zu echten Typen, die einen Doppel-T-Träger über den Nacken biegen. Zechen wie die Kesselflicker konnten die, unabhängig vom Abschluss, übrigens alle. Aber nie in dieser ganzen Zeit, egal wie sehr dem Alkohol zugesprochen wurde, habe ich von einem dieser Männern gehört, dass er Vergewaltigung gut heißt. Nie. Auf welche Art und Weise die EU-Kommission an Zahlenmaterial kommt, das dies für jeden vierten Deutschen behauptet, das würde mich einmal wirklich interessieren.

Sonntag, 27. November 2016

Ein würdiger Nachruf auf Fidel Castro

Che und Castro: Beide tot. Bild:
 Alberto Korda, via Wikimedia Commons
von Jorge Arprin
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zum Tod von Fidel Castro:

„Mit dem Tod von Fidel Castro verliert die Welt einen Staatsführer, der, wie viele andere, bei dem Versuch, seinem Volk mittels staatlicher Planwirtschaft zum Wohlstand zu führen, gescheitert ist. Kuba wird heute oft als gutes Beispiel für ein Land mit einem funktionierenden Sozialsystem genannt, weil es staatlich finanzierte, also „kostenlose“ Schulbildung und Gesundheitsversorgung für die ganze Bevölkerung hat. Diese Sicht auf Kuba unterschlägt aber die katastrophale Versorgung der Bevölkerung mit ihren Grundbedürfnissen, und dass diese Mängel längst auch das Schul- und Gesundheitssystem erfasst haben.

Schätzungen gehen davon aus, dass die Kubaner ein Durchschnittseinkommen von umgerechnet 20 Euro im Monat haben. Es gibt keine Supermärkte im Land. Lebensmittel werden seit 1962 rationiert, obwohl die Rationierung ursprünglich als vorübergehende Notmaßnahme gedacht war. Die Nahrungsmittelproduktion ist in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückgegangen, Kuba muss heute 85% seiner Lebensmittel importieren, darunter auch Zucker, das einstige Exportgut Nummer eins. Ein großer Teil der Versorgung der Bevölkerung stammt aus dem Schwarzmarkt, ohne ihn wären wohl schon hunderttausende Kubaner verhungert. Die Mehrheit der Kubaner kennt keine für uns selbstverständlichen Konsumgüter wie Waschmaschinen oder Kühlschränke, sogar Toilettenpapier und Handreiniger sind knapp, und auch Touristenhotels haben manchmal keine Toilettensitze. Luxusgüter wie Fernsehen, Computer und Smartphones sind für die meisten unbekannt (und wer einen Fernseher hat, empfängt höchstens fünf Sender). Die Häuser sind hoffnungslos veraltet, die Infrastruktur spottet jeder Beschreibung, die Strom- und Wasserversorgung ist ebenso desaströs. Castros Kuba ist ein Dritte-Welt-Land. Viele Touristen freut es, die alten Autos an den Straßen Havannas zu sehen, weil das für sie ein nostalgisches Flair hat. Aber können Sie sich vorstellen, dass das für die Kubaner kein Museum, sondern die tägliche Realität ist? Würden sie ihr Auto gegen einen Oldtimer aus Kuba eintauschen?

Samstag, 26. November 2016

Schulz und Merkel: Bankrotterklärungen der ''Volksparteien''

Charme eines Gebrauchtwagenhändlers:
Martin Schulz. Bild: EuropeDirect
[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Michael Auksutat
Ich meine, mal ganz ehrlich: Wie kann es eigentlich sein, dass in der großen, alten Volkspartei ausgerechnet Martin Schulz, den primär der Charme und die Seriosität eines Gebrauchtwagenverkäufers auszeichnet, zum großen Hoffnungsträger erkoren wird, während bei der Partei des Wirtschaftswunders eine Frau alternativlos ist, die durch ihre Kinderlosigkeit auf dieser Erde nichts zu verlieren hat und der man, wenn man sich ihre Zitate wirklich einmal ganz objektiv zu Gemüte führt, nicht die Führung seines Kraftfahrzeugs anvertrauen möchte - geschweige denn jene einer großen Industrienation?

Mal ganz davon abgesehen, dass die Programmatik der Genannten von einer kleinen Beamtenpartei geprägt ist, deren Vertreter im wirklichen Leben keinen Meter weit kommen würden. Und das bisschen was es an Opposition gibt, lehrt einem spätestens ab der dritten Reihe reichlich das Gruseln.

Wie kann ein 80-Millionen-Volk dermaßen ratlos sein, um sich von derartigen Figuren in den zweifellosen Untergang führen zu lassen? Und sich dabei noch moralisch und technisch überlegen fühlen?

Donnerstag, 24. November 2016

Vermögenssteuer: Grüne Fiskaljunkies und Umverteilungsultras

Die Grünen wollen die Vermögenssteuer einführen. Prof. Dr. Jörg Meuthen las den ,,Umverteilungsultras'' am Mittwoch die Leviten: ,,Man muss sich so langsam wirklich Sorgen um den Zustand unserer grünen Fiskaljunkies machen, die tagein, tagaus damit beschäftigt sind, die Steuerdosis zu erhöhen. Dabei ist die Steuerüberdosis doch schon längst erreicht. Das dürfte jedem crystal-, Verzeihung kristallklar sein, sofern er nicht fiskalisch ob der ständigen neuen Rekordsteuereinahmen bereits berauscht ist, wie es Grünen offenbar sind.''

Mittwoch, 23. November 2016

Milchmädchenbericht 2016: Einer der größten staatlichen Raubzüge der Geschichte

Bild: Pixabay / geralt / CC0 Public Domain
von Frank Jordan
Bei seinem Freitod 2008 hinterließ der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace ein unvollständiges Manuskript. 800 Seiten mit Fragmenten und editorialen Notizen zu einem Roman über Praktiken, Personal und Probleme einer Außenstelle der US-amerikanischen Steuerbehörde IRS in Peoria, Illinois Mitte der 80er Jahre, deren Fassade in der Wallaceschen Vorstellungswelt architektonisch detailgetreu dem damals gängigsten Steuerformular nachempfunden war. An einer Stelle schrieb er sinngemäß, eine der großen PR-Entdeckungen der modernen Demokratie sei jene, dass sensible Fragen der Staatsgewalt nur stumpfsinnig und obskur genug daherzukommen bräuchten, um sich von Amtsseite her den Aufwand des Verbrämens und Kaschierens ersparen zu können. Niemand achte mehr darauf, weil sich niemand für den monumentalen Stumpfsinn der in Frage stehenden Thematik interessiere.

Die Verschwörung

Bild: RadioKirk, vectorised by MesserWoland [GFDL,
CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wiki Commons
von Walter Schüle
Im Kanzleramt, kurz vor den Wahlen,
Kommen zu den Herren, die den Staat verwalten,
Ein paar gar seltsame Gestalten,
Die reden von sehr krummen Zahlen.

Montag, 21. November 2016

Vom deutschen Fetisch der Geschichtswiederholung

Bild: Pixabay / Lohrelei / CC0 Public Domain
von Philipp A. Mende
Ayn Rand soll 1964 gesagt haben: „Dies ist die Psychologie von Menschen, die, wenn ein Land zu einer Diktatur geworden ist, schreien: ‚Ich bin nicht schuld! Ich wollte nur, dass die Regierung die Preise, die Löhne, die Gewinne, die Industrie, die Wissenschaft, das Gesundheitswesen, die Kunst, das Bildungswesen, das Fernsehen und die Presse kontrolliert! Ich war nie für eine Diktatur!‘“

Würde mich im Jahre 2016 ein erwachsener Bürger der Buntesrepublik fragen, wie einst etwas wie das 3. Reich erschaffen bzw. möglich gemacht werden konnte, bestünde mein erster Reflex darin, nachzufragen, ob die Frage sarkastisch oder tatsächlich ernst gemeint sei.

Freitag, 18. November 2016

Ausbildungsstandard von Asyleinwanderern: Die Menschen lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen

Alice Weidel.
von Alice Weidel
BAMF-Chef Weise erklärt, dass der Ausbildungsstandard von Asyleinwanderern, die im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen sind, besser sei als erwartet. Glaubt man den Äußerungen aus Medien, Industrie und Politik wurden doch bereits hochausgebildete Fachkräfte, Ärzte und Ingenieure erwartet. Da ist es interessant, wie diese Erwartungen noch übertroffen werden konnten.

Von den Einwanderern hätten bereits 30.000 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Im Nebensatz liest man dann, dass es dabei im Wesentlichen um Hilfstätigkeiten handelt. 30.000 sind nur wenige Prozent derer, die in diesem Zeitraum ins Land gekommen sind.

Die Aussage von Weise reiht sich ein in die vielen Hurra-Meldungen, die wir seit über einem Jahr zur Asylkatastrophe zu hören bekommen. Offenbar glaubt auch Herr Weise immer noch, die Menschen mit dieser plumpen Methode von der erlebten Realität ablenken zu können. Die Wahlergebnisse zeigen aber, dass viele Bürger es leid sind, sich von Figuren wie BAMF-Chef Weise für dumm verkaufen zu lassen.

Donnerstag, 17. November 2016

Habermanns Richtigstellung: ,,Amerikanische Verhältnisse''

Bild: Pixabay / stux / CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Gerd Habermann
Diesmal: ,,Amerikanische Verhältnisse''
Unter der Floskel ,,Wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse!'' sollen echte Reformen abgewehrt werden. Dies beruht jedoch auf einer Verkennung dieser ,,Verhältnisse''.

Beispiel Arbeitsmarkt: In den USA haben nur 18 Prozent der Erwerbstätigen Angst vor Arbeitslosigkeit, in Deutschland sind es 30. Der Wiedereinstieg in Arbeit nach drei Monaten beträgt in den USA 74 Prozent, in Deutschland 17 Prozent. 

Die Massenarbeitslosigkeit und vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit ist eine direkte Folge des ,,unamerikanisch'' rigiden deutschen Arbeitsrechts und der guten Sozialversorgung. Das liberaler Arbeitsrecht in Amerika - sowie auch der Schweiz - sorgen dafür, dass man nicht nur leichter entlassen, sondern auch leichter eingestellt werden kann (hire and fire and - rehire!, was oft vergessen wird!).

Dienstag, 15. November 2016

Wegbierverbot: Wie dem kleinen Mann seine letzten Freuden genommen werden

Bild: Pixabay / CC0 Public Domain /
Clker-Free-Vector-Images
von Michael Auksutat
Ich lese gerade, dass die Städte planen, das sogenannte "Wegbier" zu verbieten. Sofort wird natürlich eine schleichende Islamisierung vermutet. Ich persönlich halte das für Quatsch. Es ist viel einfacher.

Schon vor fünfzehn, zwanzig Jahren hatte ich anregende Diskussionen zum Verhalten von Menschen. Eine der Aussagen, die ich immer wieder gehört habe, ist: "Smoking is lower class behavior". Rauchen ist also ein Unterklassenvergnügen. 

Damals hat sich das noch nicht mit dem gedeckt, was man allgemein wahrgenommen hat, doch das sollte sich schnell ändern. Alles was dem Arbeiter gefällt, um sich nach seinem Schaffen die Zeit zu versüßen, steht zur Disposition: Die Schlosser, die sich noch in öligen Arbeitsklamotten in der verrauchten Kneipe gegenseitig zugeprostet haben? Vergangenheit. Das Schnitzel, Pommes-Mayo, das nach einem Acht- oder Zehn-Stunden-Tag wahrlich verdient ist? Die Attacken werden täglich schärfer. Der Urlaubsflug nach Malle? Inbegriff der Umweltschändung. Das Auto, das erst als Massenware den Arbeiter von den Transportbedingungen des Staates und seiner hohen Herren unabhängig und frei gemacht hat? Sein Status als individuelles Eigentum steht zur Disposition. Die Proletarier-Sprache, die in ihrer Derbheit durchaus in der Lage ist, Sachverhalte klar darzulegen ohne Rücksicht auf die Verstimmtheit des Gegenübers? Als Hate-Speech geächtet. Und nun auch noch das Wegbier, als kleiner weiterer Tropfen, um dem Arbeiter den öffentlichen Raum zu entziehen. Denn allein darum geht es.

Montag, 14. November 2016

Mehr Ludwig Erhard wagen!

In seiner Rede über Universitätsausbildung und Gründerkultur plädierte Prof. Dr. Jörg Meuthen für eine praxisnähere Ausbildung und für einen besseren ordnungspolitischen Rahmen. Sein Credo: Mehr Erhard wagen:

,,Ein guter Staat, ist ein schlanker, zugleich aber starker Staat. Ein schlechter Staat hingegen ist ein aufgeblähter Staat, mit Beamtenheeren, die sich zum Teil mit Aufgaben befassen, die es ohne sie nicht gäbe. Das wusste auch Ludwig Erhard, der Vater der sozialen Marktwirtschaft. Erhard sprach sich gegen einen allzu großen Wohlfahrts- und Beamtenstaat aus, da dieser die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken lässt. Wir sollten einfach wieder mehr Erhard wagen! Und an der Stelle dürften dann ruhig auch mal die Damen und Herren von der CDU applaudieren, falls sie noch erinnern, wer Ludwig Erhard war. Ich habe da bei so manchem ja meine Zweifel.''

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 45/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über Allah und die gottlosen Vollpfosten:
Es gibt ungefähr zwei Dutzend Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist und die Führung eines Lebenswandel im Sinne und Geiste Mohammeds, des großen Kriegsherrn und Führers, nicht nur gern gesehen, sondern auch nach Kräften legislativ unterstützt wird. Es gibt nur knapp ein Dutzend Länder, in denen Du morgens um zwölf Uhr aufstehen und frühstücken, Dich selbst, Deine drei Frauen und Deine fünfzehn Kinder warm, sauber und satt durchbringen, ohne einen Handschlag zu tun und stets und zu jeder Zeit Verständnis für Deinen Glauben an einen weisen allmächtigen Mann in den Wolken einfordern kannst. Allerdings sind diese Länder, in denen Milch und Honig fließen, gesegnet mit allerhand amoralischem und gottlosen Gekröse. Woran erkennt man nun die Liebe zu Allah? Daran, dass man seine Koffer packt und nicht etwa in eines der Länder reist, in dem er ohnehin überall präsent ist. Nein! Man nimmt es auf sich und geht dorthin, wo sein Ruf noch nicht von allen Türmen schallt. Und das tut man gern. Die Milch und den Honig muss man da ja quasi schon zwangsweise mitnehmen. Wenigstens geben sie gern. Die gottlosen Vollpfosten.

Sonntag, 13. November 2016

Bargeldverbot: Der Weg in die digitale Knechtschaft

Vortrag von Tomasz M. Froelich
Am 25. Oktober sprach Freitum-Chefredakteur in Pfedelbach über das uns allen drohende Bargeldverbot. Bargeldgegner behaupten gerne, dass sich mit der Abschaffung des Bargeldes Kriminalität und Terrorismus besser bekämpfen ließen. Das ist nicht mehr als ein nettes Märchen. In Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes: Zum einen um die totale Kontrolle der Bürger, zum anderen um die Durchsetzung von Negativzinsen, die einer schleichenden Enteignung, einer finanziellen Repression gleichkommen. (Eine qualitativ höherwertige Aufnahme folgt wohl demnächst.) 

Samstag, 12. November 2016

Die Wahl von Trump ist bullish für Gold

Bild: Annika Laas (Own work) [CC BY-SA 4.0],
via Wikimedia Commons
Marktkommentar von Claus Vogt
Heftige Kursausschläge verwirren das Bild 

Der für viele Beobachter und das gesamte politische Establishment sehr überraschende Wahlsieg Donald Trumps hat sowohl an den Finanzmärkten als auch bei den Edelmetallen zu sehr heftigen Kursausschlägen geführt. Während die US-Märkte noch geschlossen waren, stürzten die Aktienmärkte um rund 5% ab und die Edelmetallpreise schossen nach oben.

Aber als der Handel in den USA begann, kam es zu einer dramatischen Wende. Jetzt ging es bei Gold und Silber bergab, während die Aktienmärkte ihre Anfangsverluste wieder aufholten und den Tag sogar mit deutlichen Kursgewinnen beendeten. An den folgenden beiden Tagen ging es dann weiter nach oben. 

„Politische Börsen haben kurze Beine“ 

„Politische Börsen haben kurze Beine“, besagt völlig zurecht ein bekanntes Börsenbonmot. Normalerweise beeinflusst ein Wahlausgang das Geschehen an der Börse nämlich nur sehr kurzfristig. Dafür gibt es einen guten Grund: Neue politische Weichenstellungen brauchen Zeit.

Der unsoziale Staat: Die Ausblutung des Marktes und die Schaffung von Sozialstaatsjunkies

Dank Staat: Motivation im Eimer. Bild: Pixabay /
Eirik_Raudi / CC0 Public Domain
von Michael Auksutat
"Auksutat, wieso eigentlich immer Markt vor Staat? Wir werden doch dann ausgebeutet! Sieh doch mal, wie viel schlechter es vielen Leuten geht!"

Nicht schlecht der Einwand. Aber falsch.

Kennt ihr diese historischen Schiebebilder von Berlin oder auch aus dem Ruhrgebiet? Eine Straße in den 70ern und dann heute? Was fällt euch da auf? Schiebt mal hin. Schiebt mal her. Also abgesehen von schwarz-weiß und bunt: Überall auf den Bildern der 70er seht ihr Kleingewerbetreibende. Hier eine Pommesbude. Dort einen Kiosk. Woanders eine kleine Disco.

Wo ist das jetzt? Und was machen die Leute, die eigentlich so etwas machen? Ganz einfach: Die sind auf Stütze.

Freitag, 11. November 2016

Linksgrünrote Utopiebesoffenheit hinterlässt eine ''belogene Generation'': Jörg Meuthen bringt Roland Baader ins Parlament

Am Mittwoch hat Roland Baader Einzug in die deutschen Parlamente gehalten. Jörg Meuthen wies in seiner Rede darauf hin, dass linksgrünrote Bildungspolitik in Baden-Württemberg, eine, um mit den Worten des Freiheitsdenkers Roland Baader zu sprechen, ,,belogene Generation'' hinterlässt, die ,,politisch manipuliert, statt zukunftsfähig informiert'' wird. Meuthen prangerte die destruktive Utopiebesoffenheit der Linken an und forderte ,,Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt''.

Donnerstag, 10. November 2016

Wahl in den USA: ,,Politik ist nicht die Lösung!''

Bild: Krassotkin (derivative), Gage Skidmore (Trump), Gage
Skidmore (Clinton) [CC BY-SA 3.0], via Wiki Commons
Tomasz M. Froelich im Gespräch mit Dominik Ešegović
Dominik Ešegović, Historiker, Freitum-Redaktionsmitglied und Autor bei ''eigentümlich frei'' hat in den letzten Monaten den Wahlkampf in den USA intensiv verfolgt und das lesenswerte Buch ''Politik ist nicht die Lösung: Die Geschichte der Libertarian Party bis zum Showdown zwischen Trump und Clinton'', welches im Lichtschlag-Verlag erschienen ist, verfasst. Tomasz M. Froelich sprach mit seinem freitümlichen Mitstreiter.

Froelich: Dominik, Trump nun US-Präsident. Hand auf's Herz: Überrascht? 

EšegovićJa, sicherlich. Trump lag in den Umfragen bisher immer hinter seiner Rivalin. Er hat Skandale epischen Ausmaßes wegstecken müssen. Sein Wahlkampf war auch rein strategisch gesehen alles andere als geschickt geführt. Ich werde mich vorerst mit Spekulationen zurückhalten. Sicher bin ich mir aber, dass nach diesem verrückten Wahlkampf eine nicht weniger aufregende Amtszeit Trumps folgen wird – sofern er denn am 20. Januar kommenden Jahres ins Amt eingeführt werden sollte. Offiziell gewählt wird er ja von den Wahlmännern, die erst am 19. Dezember zusammentreten werden. Vor allem als Libertäre sind wir gespannt, wie ein Präsident Trump seine Außen- und Handelspolitik gestalten würde. Man kann Trump viel vorwerfen, dass er aber in der Vergangenheit mit eindeutigen und felsenfesten Aussagen aufgefallen wäre, zu denen er bis zuletzt gestanden hätte, leider nicht.

Mittwoch, 9. November 2016

Trumps Triumph: Der letzte Tanz des Establishments

Bild: goodfreephotos.com / GDJ / CC0 Public Domain
von Thorben Schwarz
Ich gebe zu, dass ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Es waren die frühen Morgenstunden des 9. Novembers und ich wachte auf dem Sofa auf. Während die ARD-Redaktion im geselligen Plausch für Clinton frohlockte, musste ich wohl eingeschlafen sein. Da saß ich nun und blickte in die etwas entgeisterten Gesichter der Hauptstadtpresse, während das Unglaubliche über den Bildschirm flimmerte: The next President is Donald Trump. 

Ja, ich verspüre eine gewisse Genugtuung. Was mussten wir uns anhören! Der irre Kandidat Trump wird niemals eine Chance haben - ein völliger Aussenseiter, ein dümmlicher Hetzer: all die Sätze konnte man schon auswendig. 

In wöchentlichen Kommentaren stellte Spiegel Online Trump als "populistisch" dar und verunglimpfte seine vielen Wähler als ungebildete, frustrierte, weiße Männer. Hillary Clinton hingegen sei eine Heilsbringerin, die die Qualifikation zur Präsidentin habe, mit dem einzigen Auftrag Trump zu verhindern.

Privateigentum schützt Elefanten

Bild: Pixabay / DigitalDesigner / CC0 Public Domain
von Bill Wirtz
Einhundert führende Umweltschützer, Politiker und Promis haben in einem offenen Brief an die britische Regierung (der im Telegraph veröffentlicht wurde) ein komplettes Verbot von Elfenbein-Importen gefordert. Ziel sei es, aus Großbritannien einen globalen Vorreiter im Kampf gegen illegalen Elfenbeinhandel zu machen, um afrikanischen Wilderern die Stirn zu bieten. Da wir wissen, wie das Verbot eines gewissen Produktes sich auf den Erfolg von Schmugglerbanden ausübt, so müssten besonders letztere sich am meisten über diese Nachricht freuen. Die Alternative für die Lösung dieses Problems liegt im Privatsektor.

Würde man mich mit der Möglichkeit konfrontieren, der Al Capone des Elfenbeinhandels zu werden, so wäre die Versuchung nie größer als jetzt. In der Tat sind Staaten sehr talentiert darin, den Wert von Produkten durch ihr Verbot zu erhöhen. Milton Friedman sagte bereits über illegale Drogen:

Dienstag, 8. November 2016

Henry Louis Mencken: Der Mann, der Mr(s). Clump voraussah

Bild: Hellary Trump, Leigh Blackall, flickr.
von Jorge Arprin
,,Die Zivilisation wird mit der Zeit tatsächlich immer sentimentaler und hysterischer; besonders unter einer Demokratie tendiert sie, zu einem reinen Kampf der Verrücktheiten zu degenerieren. Der ganze Sinn von praktischer Politik ist es, die Bevölkerung alarmiert zu halten (und folglich nach Rettung schreiend), in denen man ihnen eine endlose Reihe an Schreckgespenstern androht, die meisten davon erfunden.''

Dieses Zitat stammt von Henry Louis Mencken, einem herausragenden Autor und Journalisten aus den USA. Er beschreibt darin den derzeitigen Zustand der westlichen Demokratien. Linke, Rechte und die Mitte tragen immer sinnlosere Kulturkämpfe aus. Es geht um Chlorhühnchen und Unisex-Toiletten, ob man „Flüchtling“ oder „Geflüchteter“ sagen soll oder ob es in Ordnung ist, bei der Nationalhymne nicht aufzustehen. Hinter jeder Ecke lauert eine Katastrophe, so dass man gar nicht wer weiß, welche man ernst nehmen soll: Die Klimakatastrophe, die Schere zwischen Arm und Reich oder den Untergang des Abendlands. So oder so geht die Welt unter: Für Clinton-Anhänger geht die Welt unter, wenn Trump gewinnt, für Trump-Anhänger geht die Welt unter, wenn Clinton gewinnt.

Quo vadis, Amerika?

Bild: VectorOpenStock (eigenes Werk)
[CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons
von Moritz M. Meier
In weniger als 24 Stunden werden wir wissen, wer der neue Präsident (oder die neue Präsidentin) der Vereinigten Staaten sein wird. Der Wahlkampf ist dann vorbei, doch besser oder auch nur ruhiger wird es danach nicht werden. Ganz im Gegenteil.

Die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Das gängige Narrativ berichtet dabei von einer abgehängten weißen Mittelschicht, die bei der Globalisierung auf der Strecke geblieben und auch ansonsten irgendwie rückständig ist, mit Waffen und einem ausgeprägten Hang zu Freiheit und/oder Religion - Dinge jedenfalls, mit denen gerade in Deutschland viele so rein gar nichts anfangen können.

In der Tat haben wir es zumindest zum Teil mit einem gesellschaftlichen, respektive kulturellen Phänomen zu tun, das sich jedoch ebenso in ganz realen, wirtschaftlichen wie politischen Erscheinungen manifestiert. Man muss weit in die Vergangenheit zurückschauen, um zu verstehen, was hier wirklich passiert.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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