Sonntag, 13. Dezember 2015

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 50/2015)

Michael Auksutats' Statements zur Woche

Über mögliche Imagestrategien des IS:
Die derzeit eher kritische Grundhaltung gegenüber seinen Praktiken könnte der Islamische Staat deutlich ändern, wenn es ihm gelänge, seine Ideologie um einen strammen Klimaschutz, Vermögensabgaben und ein garantiertes Grundeinkommen zu ergänzen. Dann könnte man ihm sicherlich bei den Steinigungen entgegenkommen und würde sich nicht so peinlich an das Abendland klammern.

Über den ambitionierten Germanen:
Früher kämpfte der Germane an sich für Volk, Führer und Vaterland - heute macht er es fürs Währung, Wetter und Weltfrieden.
Mangelnde Ambition war noch nie sein Problem.

Über Demokratie als Show:
Demokratie ist, wenn sich eine Veranstaltung, die üblicherweise grundlegende Mathematik ignoriert, wenn es um Themen geht wie Rentenversicherung, Staatsschulden und Währungen, anmaßt ein chaotisches System wie das Weltklima auf 1,5°C zu regeln - und sich zu diesem Behufe von einer Population legitimieren lässt, deren Potential sich mehrheitlich in der Prozentrechnung erschöpft.
Aber die Show ist großartig.

Über den Terror grausamer Terroristen:
Die grausamen Verbrecher brauchen den Terror aus dem Hinterhalt wie die Luft zum Atmen, um ihre politischen und gesellschaftlichen Ziele durchzusetzen und die von ihnen kontrollierte Bevölkerung einzuschüchtern und ihre Zustimmung zu erzwingen.
Dabei geht es weniger um Ideologie oder Religion, sondern wie immer um das Erringen von Macht und die Verteilung von Pfründen für die eher schlichte Gemüter emotionslos in den Tod geschickt werden.
Und anders machen es ihre Gegner vom Islamischen Staat auch nicht.

Über ,,antifaschistischen'' Widerstand:
Mit Befriedigung vernehme ich aus der Ferne, dass unseren demokratischen Kräften in Leipzig gelungen ist, fast ohne Kollateralschäden die Landung des Führers zu verhindern.

Über den Fortschritt in Ost und West:
Während der Chinese ein Industriezentrum nach dem anderen hinklatscht, ist es ja nicht so, als wenn es im Westen keinen Fortschritt gäbe. Beispielsweise wird das Trans-Thema kontinuierlich um Dimensionen erweitert.

Über die Ernennung von Angela Merkel zur Person des Jahres durch das Time Magazine:
Das Time Magazine hat Angela Merkel zur Person des Jahres gekürt. Damit steht sie in der Tradition großer, deutscher Staatenlenker. Dem Führer zum Beispiel.

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