Freitag, 11. Dezember 2015

Der Unternehmer als friedlicher Revolutionär

von Tommy Casagrande
In einer Situation, in der sich Menschen über Konzerne und Unternehmen beklagen, drückt sich die Unfreiheit der Gesellschaft aus. Aufgrund staatlicher Eingriffe gibt es weniger Marktwirtschaft als möglich wäre. Marktwirtschaft ist ein Zustand von Wettbewerb, bei dem nicht nur um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis konkurriert wird, sondern auch um Ideen.

Wären die Menschen freier und die Marktwirtschaft von staatlichen Fesseln befreit, würden die Menschen nicht ohnmächtig zusehen und klagen müssen, wie sich Konzerne und Unternehmen verhalten. Sie könnten selbstständig werden und versuchen, die Welt unternehmerisch zu verändern. Schon Joseph Alois Schumpeter sah im Unternehmertum eine revolutionäre Kraft des Wandels. Diese Kraft jedoch entfaltet sich umso mehr, je freier die Menschen sind. Umso mehr staatliche Vorschriften, Steuern, Abgaben es gibt, desto starrer und monopoltendenziöser wird das, was vom Markt noch übrig bleibt.

Menschen schauen ohnmächtig auf die Verhältnisse ihres Umfeldes, während der Staat an Macht gewachsen ist. Der Staat müsste die Macht an die Menschen zurückgeben - nicht im Sinne einer demokratischen Wahl, bei der die Allmacht beim Staat verweilt, aber die Menschen abstimmen dürfen, wofür sie genutzt wird (Problem des Kollektivismus), sondern durch Staatsabbau, der gleichzeitig ein Aufbau von individueller Freiheit, Bürgerrechten und Machtgewinn für die Menschen bedeutet, damit sie ihre eigene Lebenssituation verbessern, aber auch ihr Umfeld gestalten können. 

In einer solchen Situation benötigt es keine politische Einmischung mehr, um Verhältnisse zu verändern, die einen stören. Man könnte es selbst in die Hand nehmen. In diesem Sinne ist der unternehmerische Geist eine Kraft der friedlichen Revolution.

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