Dienstag, 29. Dezember 2015

Das Murray Rothbard Institut stellt sich vor

Erfreuliche Neuigkeiten gibt es aus Berlin zu vermelden: Das Murray Rothbard Institut für Ideologiekritik wurde dort gegründet und befindet sich im Aufbau. Auch das Freitum-Team wird die Arbeit des Instituts verfolgen und unterstützen. Die Website des MRI ist bereits online. 

Dort stellt sich das Institut bereits vor:

Die Situation
Als »Freiheit« gilt heute deren Gegenteil: Im Namen der Opfer von Zensur werden mit Zensur neue Opfer geschaffen. Im Namen des Kampfes gegen die Diskriminierung wird Diskriminierung institutionalisiert. Im Namen von Umweltschutz wird die Zerstörung der Umwelt betrieben. Im Namen des Schutzes vor Ausbeutung, Missbrauch, Krankheit, tatsächlich oder vermeintlich selbstzerstörerischem Verhalten oder Betrug werden Freiräume für Eigenverantwortlichkeit und freie Kooperation beseitigt. Um Vielfalt zu sichern, wird Einfalt eingebläut. Die »Kultur des Willkommens« erheischt Grenzwälle mit Selbstschussanlagen. Freiheit der Bildung heißt, dass jede Abweichung von der politischen Korrektheit zum Gedankenverbrechen erklärt wird. Vor allem die weltweiten militärischen Operationen der von den USA angeführten westlichen Welt, die im Namen der Freiheit geschehen, deren Geist jedoch mit Füßen treten, haben zum schlechten Ruf der Freiheit dort geführt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Als Recht gilt heute sein Gegenteil: Das Recht sollte formal und für alle gleich sein. Heute gilt es wieder als Recht des Souveräns, willkürliche Bestimmungen über Lebensformen und über den freiwilligen Austausch zwischen Mündigen zu erlassen, Bestimmungen, demokratisch erlassen, die weiter reichen als jemals die Willkür früherer Potentaten.

Was ist Ideologiekritik?
Hinter staatlichen Handlungen und Bestimmungen, die die Freiheit einschränken und das Recht beugen, stehen ökonomische Interessen. Dabei wird die Entwicklung des Staats nicht durch bösen Willen, sondern durch die staatliche Struktur vorgegeben.

Die Massenmedien (von denen, die sich für die Opposition halten, das System aber stärker stützen als dessen Protagonisten, gerne zur »Lügenpresse« stilisiert) sind nicht die Ursache, sondern Abbild der öffentlichen Meinung. Nicht der Kampf gegen die Medien kann der Ansatzpunkt einer Veränderung sein, sondern die Wandlung der öffentlichen Meinung.

Praktische Bedeutung der Theorie
Die Rückeroberung der Macht für den Staat gegenüber der liberalen Aufklärung wurde durch ein intellektuelles Klima begünstigt, das sowohl »rechte« als auch »linke« Ausprägungen kennt, aber seit den 1960er Jahren vor allem durch linke, ab den 1980er Jahren dann auch grüne Theorien vorangetrieben wurde. Es gibt keine schweigende Mehrheit mehr, die dem Trend zum Wachstum des Staats zumindest konservativ-bremsend entgegensteht.

Die Anrufung der »schweigenden Mehrheit« durch die Konservativen war überdies ineffektiv, denn die schweigende Mehrheit blieb schweigend und passiv. Der Verlust der Macht führt dazu, dass konservative, manchmal sogar rechte Kreise sich für die libertären Gedanken öffnen (mehr als die linken Kreise, die im Besitze der Macht sich wähnen); die Frage lautet immer, ob sie tatsächlich für die Freiheit eintreten oder ob dieses Eintreten nur als Etappenziel bis zur Wiedererlangung der Macht ansehen.

Der Grundsatz
Immer Partei für die Opfer nehmen. Niemals für staatliche Repression, immer für Alternativen der freiwilligen Kooperation. Die Opfer staatlicher Repression nicht durch Shitstorm erneut zu Opfern machen.

Der Stil
Gepflegte Polemik mag hier und da unvermeidlich sein, das Murray Rothbard Institut für Ideologiekritik steht jedoch für qualifizierte Kritik herrschender Theorien und solcher Theorien, die den Bereich der Herrschaft ausweiten wollen – seien es die Einführung von Tierrechten oder das Gendermainstreaming. Nicht »einfach«, sondern richtig ist das Kriterium.

Die Richtschnur
Richtschnur – aber selbstredend nicht dogmatische Grundlage – der Tätigkeit des Murray Rothbard Instituts für Ideologiekritik ist das Werk von Murray Rothbard, besonders »For A New Liberty« (1973/1978), in dt. »Für eine neue Freiheit«.

Kommentare:

  1. Gender Mainstreaming strebt nicht - wie häufig behauptet - die ultimative Gleichberechtigung an, sondern die Gleichstellung, also letztlich nicht die Chancengleichheit, vielmehr die (nivellierte) Ergebnisgleichheit an.
    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden und prägenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. zu negieren.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4; EUR 7,90]

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  2. Mehr als 30 Jahren wurde meine Ideologiekritik am Feminismus unterdrückt, medial totgeschwiegen und nicht verlegt. Jetzt sind erst zwei von vielen Bänden geruckt, doch verschwiegen und diffamiert wird genauso. Die Buchreihe "Die beiden Geschlechter" weist nach, wie feministische Ideologie aller Wellen eine breite Mehrheit unterdrückte, sind eine kleine, militante Minderheit durchsetzte und bereits bestehende Frauenbevorzugung zu einem enormen Ungleichgewicht vergrößerte. Auch die schweigende Mehrheit der 1970er Jahre wurde zum Verschwinden verschwiegen, doch gab es diese - und den Begriff! - während aller feministischen Wellen. Um aus dem geschlossenen ideologischen Weltbild ausbrechen zu können, bedarf es systematischer wissenschaftlicher und philosophischer Analyse und Ideologiekritik. Die Buchreihe "Die beiden Geschlechter" leistet dies, widerlegt alle Grundannahmen als falsch, zeigt, wie schief und verfehlt Begriffsbildungen, Fragestellungen und Ansätze sind, wie unwissenschaftlich die Methoden von "Frauen-" und "Genderforschung".

    Wer Ideologie überwinden und kritisieren will, sollte unbedingt die bislang fünf Bände der Reihe "Die beiden Geschlechter" lesen, auch den fünften Band "Die Unterdrückung der Männer". Wer das zu lesen versäumt, wird viele ideologischen Ideen, die uns von Kindheit an aufgedrängt wurden, unbewußt für normal halten und selbst verwenden. Die Buchreihe ist entscheidend dafür, sich von unterschwellig unterschobener Ideologie zu befreien zu können!

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