Sonntag, 8. November 2015

Habermanns Richtigstellung: Sozialer Darwinismus

von Prof. Dr. Gerd Habermann
Diesmal: Sozialer Darwinismus
Eine falsche Übertragung des Darwinismus auf die ,,soziale Frage''. (Der Klassenkampf ist das linke Pendant zum biologistischen ,,Rassenkampf''.) 

Von der Wettbewerbsgesellschaft wird behauptet, dass sie den Starken auf Kosten des Schwachen begünstige. In Wirklichkeit kann jedoch der Starke nur stark dadurch sein, dass er seinen Mitmenschen nützliche Dienstleistungen bietet, insoweit ist seine Macht nur ,,geliehen'' und der ,,Schwache'' wird nicht ,,vernichtet'', sondern nur darauf verwiesen, Kapital und Arbeit möglichst nutzbringend einzusetzen. Dies gilt auch für ausscheidende Unternehmen.

Eine Politik des ,,sozialen Darwinismus'' verfolgen, indessen die Gewerkschaften, indem sie durch Hochlohnpolitik und ,,Sockelei'' der Niedriglöhne die einfache, unqualifizierte Arbeit aus dem Markt drängt und für die Abwanderung ganzer Industrien ins Ausland sorgt.

Sozialer Darwinismus ist es auch, wenn, gestützt auf demokratische Mehrheiten, wohlhabende Minoritäten durch Mehrheitsbeschlüsse teilweise entrechtet und enteignet werden, etwa durch unmäßige Progression, ,,Reichensteuer'', im einseitigen Kündigungsschutz oder bei der gesetzlichen ,,Mitbestimmung''.


1 Kommentar:

  1. Darf ich hier auf einige luzide Gedanken eines Hauptschülers zum Thema hinweisen?

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/evolution_im_wohlfahrtsstaat

    Hier skizziert Akif in Kürze, wie das Auslesprinzip auch im Sozialstaat funktioniert.
    Allerdings mit langfristig üblen Auswirkungen für ein Volk ...

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