Dienstag, 20. Oktober 2015

Was gehört zu Deutschland?

Kann der Islam deutsch werden?
von Jorge Arprin
Nachdem hunderttausende Flüchtlinge muslimischen Glaubens in Deutschland angekommen sind, stellt sich mal wieder die Frage: Gehört der Islam zu Deutschland? Diese Debatte ist sinnlos, da sie keine sinnvolle Definition voraussetzt, was unter “zu Deutschland gehören” und “Islam” (ist die Religion gemeint, die dazugehörige Kultur, oder einfach nur die Muslime?) gemeint ist. Selbst wenn man demographische, historische oder kulturelle Definitionen anlegt, um zu beurteilen, ob etwas zu Deutschland gehört, ist die Frage kaum zu klären, da man eine genaue Definition bräuchte, ab wann etwas demographisch, historisch oder kulturell zu Deutschland dazugehört. Schließlich bleibt noch die Frage ungeklärt, ob es überhaupt etwas Gutes wäre, wenn der Islam zu Deutschland gehörte.

Schauen wir uns zunächst einige Definitionen an:

Demographisch: Es gibt 4 Millionen Muslime in Deutschland. Somit könnte man argumentieren: Der Islam gehört zu Deutschland. Aber ab wie vielen Anhängern gehört eine Religion zu Deutschland? Es gibt in Deutschland sicher auch Anhänger von Scientology, des Jainismus oder vom Jedi-Kult. Gehört eine Religion zu Deutschland, wenn sie schon einen Anhänger im Land hat? Oder ab 1.000? Ab 100.000? Ab 1 Million?

Historisch: Deutschland wurde historisch von Dingen geprägt, die von Muslimen gemacht wurden. Deutschland übernahm die arabischen Zahlen, einige arabische Erfindungen und kämpfte oft gegen oder mit dem Osmanischen Reich. Aber Deutschland übernahm auch Kartoffeln aus Südamerika und Feuerwaffen aus China. Gehören die Inkas und die Chinesen auch zu Deutschland? Oder Papua-Neuguinea, das immerhin eine deutsche Kolonie war?

Kulturell: Moscheen und Döner sind in Deutschland zwar vielleicht nicht genauso oft vorzufinden wie Kirchen und die Currywurst, aber sie sind sehr verbreitet. Moscheen findet man öfter vor als Synagogen, und Dönerstände öfter als Burger King-Filialen. Aber auch hier hat keiner einen Punkt festgelegt, ab wann etwas “zu Deutschland gehört”, also kann die Frage wieder nicht objektiv beantwortet werden.

In einem Artikel beim “European” hat Hasso Mansfeld die ganze Debatte bereits schön auf den Punkt gebracht: Es ist eine aus politischer Faulheit geborene Phrase, die vollkommen das Thema verfehlt.

Die Aussage “Der Islam gehört zu Deutschland” kann höchstens eine faktische Aussage sein, keine qualitative. In der Debatte wird sie jedoch gleichgesetzt mit der Aussage “Ich finde den Islam gut”. Deswegen sind es vor allem die Islamfreunde, die ständig betonen, der Islam würde zu Deutschland gehören. Auf der anderen Seite sind es die Leute, die dem Islam kritisch gegenüberstehen, die darauf beharren, der Islam würde nicht zu Deutschland gehören. Es geht bei dieser unnötigen Diskussion also gar nicht um Fakten, sondern um die Frage, ob man den Islam mag oder nicht, und jeder kann sich in der Diskussion mit seiner Definition die ihm passende Antwort zurechtrücken. Völlig außen vor bleibt die Frage, ob es etwas Gutes wäre, wenn der Islam zu Deutschland gehören würde.

Wir sollten endlich diese unnötige Diskussion beenden und uns mit den wichtigen Fragen auseinandersetzen. Dabei handelt es sich um Fragen wie: Wie viele Muslime haben Werte, die nicht mit den Werten einer freien Gesellschaft vereinbar sind, wie z.B. Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung von Mann und Frau? Wie kann man mit dieser Bedrohung wirksam umgehen? Welche Maßnahmen können unternommen werden, damit sich die Muslime besser wirtschaftlich integrieren? Während die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, gar nicht geklärt werden kann und kein Problem löst, kann man auf diese Fragen durchaus eine Antwort und damit auch wirksame Handlungsanweisungen für die reale Welt finden.

1 Kommentar:

  1. "Dabei handelt es sich um Fragen wie: Wie viele Muslime haben Werte..."

    sowas von lächerlich, oder soll das jetzt eine rhetorische Frage werden?
    Leider darf ich hier keine Antwort schreiben, sonst ratz-fatz ab in den Gesinnungsknast, da wird ja heutzutage bekanntlich nicht lange gefackelt, wenn man öffentlich seine Meinung zu derartigen "Bereicheren" abgibt. Aber nur soviel sei gesagt:

    Man schaue einfach mal in deren Heimat-Kulturkreisen nach (vermutlich 1/4(?) aller Nationen weltweit haben moslemische Kulturen), dann weis man was bei denen abgeht.
    Jeder der die gerne hier hat, dem wünsche ich nur aus tiefsten Herzen, dass er (und/oder seine Frau, Tochter etc..) mal 20 von diesen Fachkräften nachts in dunkler Gasse begegnet.

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