Samstag, 24. Oktober 2015

Sprachkontrolle für das leicht verhetzbare Volk

von Kurt Kowalsky
Es ist ein Unding, Worte, Bilder und Vergleiche aus dem Dritten Reich zu benutzen. Stets sollte man darauf Rücksicht nehmen, dass bestimmte Mitmenschen sich schneller empören, als sie in der Lage sind, die kümmerlichen Reste ihres Gehirns einzuschalten.

Man sollte überhaupt auf die kümmerliche Existenz dieses leicht verhetzbaren Volkes mehr Rücksicht nehmen. Hat es doch bereits bewiesen, dass es auf staatliche Weisung auch Millionen seiner Mitbürger zum Bahnhof begleiten kann, um dann von nichts zu wissen. Dass es allzeit bereit ist, seine Nachbarn zu überfallen, und dass es ihm auch vor den hässlichsten Führern nicht graut.

Die heutigen Machthaber sind ästhetisch betrachtet nicht weniger hässlich. Doch sie vermeiden jedes Unding, weshalb auch die zahlreichen Richter, Staatssekretäre, Ministerpräsidenten, Bundeskanzler und Präsidenten ihre Hakenkreuzarmbinden abgenommen haben, bevor sie der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat damals in den Staatsdienst übernommen hat.

Am besten ist es, man spricht überhaupt nicht mehr über die Vergangenheit.

Wussten Sie eigentlich, dass in der deutschen Sprache Zusammensetzungen von einfachen, unflektierten Adjektiven bedeutungsverstärkende oder bedeutungsmindernde erste Bestandteile haben können, mit denen sich oft längere Reihen bilden lassen? Das wäre zum Beispiel bei „dunkelrot“ oder „superklug“ der Fall.

Längere, in Zusammenschreibung unübersichtliche Zusammensetzungen aus gleichrangigen Adjektiven schreibt man dagegen mit Bindestrich. Die Zusammensetzung „freiheitlich-demokratisch“ ist entsprechend dieser Regel schwerer wiegend und auf Grund ihrer Widersprüchlichkeit besonders schwer verdaulich.

Das sollten Sie bitte bei Ihren völkischen Äußerungen berücksichtigen, dann kommen Sie auch nicht in der „Blöd“-Zeitung.

1 Kommentar:

  1. Was ist schlecht am Nazitum?

    "Das wirklich Böse hinter dem Nazitum ist der Kollektivismus. Es ist die Idee, dass die Rechte des Individuums aufgegeben werden können und aufgegeben werden sollten, zugunsten der Gemeinschaft… oder dem Land… oder der Nation oder was auch immer für einen Schwachsinnsbegriff [zB "FDGO"] du verwenden willst, um die Unterdrückung eines Individuums im Namen einer Gemeinschaft zu rechtfertigen" (Larken Rose).

    Dass dieser autoritäre Kollektivismus etwas fundamental Böses ist, ist in der Tat eine Einsicht, die den allermeisten Mitmenschen abgeht. Und der größte Witz ist, dass sich manche dieser Kollektivisten (ja, wenn's nur der "richtige" ist) neuerdings sogar noch (aus tiefster Überzeugung) "libertär" nennen.

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