Freitag, 9. Oktober 2015

Interview mit Richard Sulik: Ist das Hausrecht libertärer als eine Welt ohne Grenzen?

Die Freiheitspartei - Die Libertären im Gespräch mit Richard Sulik
Die deutschsprachigen Massenmedien nannten Richard Sulik den Mann, der die Euro-Zone im Jahr 2011 an den Rand des Untergangs brachte. Als Parlamentspräsident in der Slowakei hat er den ersten Euro-Rettungsschirm fast zu Fall gebracht, bis die EU das slowakische Parlament zu Fall brachte. Heute ist Sulik als Gründer und Abgeordneter der slowakischen Partei "Freiheit und Solidarität" Abgeordneter im EU-Parlament und in Nigel Farages Fraktion ''Europa der Freiheit und der Demokratie''. Die slowakische Partei hat in ihrem Programm sehr viele klassisch liberale und libertäre Punkte. In der Migrantenfrage bezieht Richard Sulik hingegen ganz klar eine stramm nationalistische Position: "Es gibt keine Pflicht Flüchtlinge aufzunehmen."(Anm. Freitum: Aus libertärer Sicht gibt es keine Pflicht Flüchtlingen zu helfen.) Stefan Jahnel, freier Journalist und seit einer Woche der neue Bundesvorsitzende der deutschen "Freiheitspartei - Die Libertären" traf sich in Straßburg mit ihm.

Kommentare:

  1. "Es gibt keine Pflicht Flüchtlinge aufzunehmen." ist ein Satz der libertärer überhaupt nicht sein kann. Woher soll denn die PFLICHT kommen, jemanden aufzunehmen? Sicher nicht aus libertären Prinzipien. Dass der Mann ein Nationalist ist, steht außer Frage, und die Gründe, aus welchen er da keine Pflicht sieht sind wahrscheinlich nicht die libertären Prinzipien, aber die Wahrheit der Aussage nicht aufheben.

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  2. Absolut richtig und in der Pressemitteilung der Freiheitspartei unglücklich formuliert.

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  3. @rote_pille
    Die Pflicht kommt vom "Recht auf Einwanderung" wie es Michael Huemer begründet (in seinem Aufsatz "Gibt es ein Recht auf Einwanderung?"). Bei diesem Recht handelt es sich nicht um einen Anspruch auf Unterstützung, sondern es folgt aus dem Recht, von schädlichem Zwang verschont zu werden: Der Flüchtling/Einwanderer könnte sich selber helfen, wenn er hier Arbeit und Unterkunft findet (oder von einer privaten Wohltätigkeitsorganisation unterstützt wird). Doch der Staat greift bei geschlossenen Grenzen aktiv ein, um die Einwanderung zu verhindern oder den Einwanderer abzuschieben.

    Die Regierung ist für Liberale nämlich nicht der Eigentümer des gesamten Staatsgebiets.

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