Donnerstag, 29. Oktober 2015

Krisenspirale dreht sich weiter

Marktkommentar von Claus Vogt
Irre Zentralbanker-Logik: Probleme, die durch Gelddrucken entstehen, sollen durch noch mehr Gelddrucken gelöst werden 
Seit Ende der 90er Jahre befindet sich die Welt in einer regelrechten Spekulationsblasen- und Krisenspirale. Deren Mechanismus ist folgender: Die Zentralbanken sorgen mit einer ultra-expansiven Geldpolitik für die Entstehung einer Spekulationsblase. Die Blase platzt, und die negativen Folgen werden spürbar. Diese Folgen bekämpfen die Zentralbankbürokraten mit derselben Politik, die zu der gerade geplatzten Blase geführt hat, allerdings müssen sie die Dosis erhöhen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Das Ergebnis ist die Entstehung einer noch größeren Blase, deren unvermeidliches Platzen dann noch schlimmere Folgen hat, usw.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Wir schaffen das!

von Ralph Eisbär
Der Kollektivismus geht um. Freilich, er war nie weg. Das große Wir ist schon seit je her da, mal mehr, mal weniger. Was das große Wir nicht schon alles war. Papst, Fußball-Weltmeister, ein Automobil-Hersteller (Opel) oder die 99%. 

Im Moment schafft das Wir die Flüchtlingskrise. Sollte es zumindest. Nur Mut. Wir wissen nicht wie, wir haben keine Erfolgsbeispiele, keine Erfahrungen mit derartigen historischen Ereignissen, aber das ist egal. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und wenn es nicht klappt, naja, dann waren die anderen schuld, sicher nicht wir. Die anderen dürfen das Wir auch nicht verwenden, die sind auch nicht das Volk, egal, wie sehr sie darauf pochen. 

Das Wir heißt im Moment besonders oft Europa. Genauer genommen die EU, Europa ist schließlich älter und größer, aber das kümmert im Moment wenig. Europa muss dieses, Europa muss jenes, kann dieses, kann jenes. Europa ist an jenem schuld, an diesem schuld. Könnte scheitern und zerbrechen, aber auch in Krisen wachsen, die es mitunter selbst erst in diesem Maß herbeigeführt oder zumindest verstärkt hat.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Deutschlands Demagogen: Ja zum Markt – nein zum Markt

Verwirrend: Sahra Wagenknecht. Foto: 
Wikimedia Commons/Sven Teschke.
Die Realität auf den Kopf stellen 
von Dominik Ešegović
Welche Politikerin wurde wohl, ja es war eine Frau, in diesem Jahr am häufigsten in die bekannten deutschen Talkshows eingeladen? Na? Richtig! Sahra Wagenknecht. Die Dame, die eigentlich „Sarah“ heißt und in Oskar Lafontaine ihre große Liebe gefunden hat, darf sich über mangelnde Einladungen ins „öffentliche“ Fernsehen nicht beschweren. Neulich war sie wieder bei Anne Will zu Gast. Es ging, oh Wunder, um Griechenland. Auch wenn von einer Linken keine geistigen Höhenflüge zu erwarten sind, so sind ihr gleich zu Beginn zumindest zwei Dinge hoch anzurechnen: 1. ist sie nicht bei den Grünen und 2. könnte sie im Gegensatz zu Claudia Roth durchaus auch kürzere Röcke tragen ohne ein Millionenpublikum zu vergraulen. 

Wagenknecht kommt zudem zugute, dass Kleider bekanntlich Leute machen. Und schick ist ihr Auftritt immer. Da ruht der fernbedienende Daumen auch mal für einige Sekunden auf der Taste, wenn man ins Programm zappt, wo Sahra Wagenknecht das Wort erteilt wird: „Was von der Troika vorgeschlagen wurde“, so die Ostdeutsche, „würde das Wachstum nicht stärken. Als da ist z.B. eine zehn Prozent höhere Mehrwertsteuer.“ Höhere Steuern treiben den Wachstumsmotor nicht in den Turbo-Gang? Wer hätte denn so viel Einsicht von einer Linkspolitikerin erwartet? Doch es kommt noch besser: Es sei „Idiotie“ mit öffentlichem Geld Banken zu retten. Bingo! „Viel billiges Geld“ sei „genau das, was die Krise ausgelöst“ habe. Na geht doch, Sahra!

Montag, 26. Oktober 2015

Charter Cities gegen die Armut

Hongkongs Skyline. Foto: Wikimedia/Robster1983
von Jorge Arprin
Als die chinesische Führung nach dem von Maos Kommunismus hinterlassenen Desaster wirtschaftliche Reformen ins Auge fasste, gab es, neben der Einführung von Privateigentum in der Landwirtschaft, eine Maßnahme, die sich besonders positiv auswirkte: Die Schaffung von Sonderwirtschaftszonen. In diesen Zonen gelten andere rechtliche Bedingungen als im übrigen Land. Meistens heißt das: Der Handel ist freier (weniger oder keine Zölle), die Steuern sind niedriger, die Regulierungen im Arbeitsmarkt sind geringer – kurz gesagt: Die Anreize für Investitionen sind wesentlich besser als im Rest des Landes. In China trugen die Sonderwirtschaftszonen somit auch einen großen Anteil an dem großen Wachstum der letzten Jahrzehnte.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Irrenhaus Deutschland? Interview mit Schulverweigerer Martin Dulski

Christoph Heuermann im Gespräch mit Martin Dulski
Martin Dulski ist 17 - und wird zum Besuch der Schule gezwungen. Dabei möchte er nicht - und hat gute Gründe dafür. Martin ist ein ganz normaler junger Mann, wurde aber bereits ins Irrenhaus eingewiesen und steht wieder kurz davor. Christoph Heuermann sprach mit ihm über die eigentlichen Irren, die alle Kinder jahrelang in deutschen Schulen knechten und dafür auch noch Dank haben wollen.
Wir berichteten bereits zuvor über den ,,Fall Martin Dulski''.



Wer etwas über das staatliche Bildungswesen aus einer libertären Perspektive heraus lesen möchte, dem empfehlen wir das Buch ,,Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt''.

Samstag, 24. Oktober 2015

Virtuelle Bücherverbrennung? Ein offener Brief an Amazon

von Uwe Werler
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Bestürzung habe ich registriert, daß Sie die Werke von Akif Pirinçci aus Ihrem Sortiment genommen haben.

Sind wir in Deutschland schon wieder so weit? Was ist das Wesen eines totalitären Regimes?

Noch heute fragen sich viele Menschen, wie ein Verbrechersystem Maos, Stalins oder Hitlers funktionieren konnte. Eine Erklärung dafür: durch Mitläufertum, vorauseilenden Gehorsam, Duckmäusertum, Feigheit und Anpassung.

Ich habe Ihr Unternehmen unterstützt, als die Hetzkampagne wegen der angeblich unwürdigen Bedingungen für Ihre Saisonarbeiter gestartet wurde. Damals habe ich weiterhin bei Ihnen bestellt und im Freundes- und Bekanntenkreis sowie in den sozialen Medien immer wieder Gegendarstellungen verbreitet.

Nun machen Sie sich genau mit jenen gemein, die damals versuchten, Amazon zu schädigen, aus niederen Beweggründen.

Sprachkontrolle für das leicht verhetzbare Volk

von Kurt Kowalsky
Es ist ein Unding, Worte, Bilder und Vergleiche aus dem Dritten Reich zu benutzen. Stets sollte man darauf Rücksicht nehmen, dass bestimmte Mitmenschen sich schneller empören, als sie in der Lage sind, die kümmerlichen Reste ihres Gehirns einzuschalten.

Man sollte überhaupt auf die kümmerliche Existenz dieses leicht verhetzbaren Volkes mehr Rücksicht nehmen. Hat es doch bereits bewiesen, dass es auf staatliche Weisung auch Millionen seiner Mitbürger zum Bahnhof begleiten kann, um dann von nichts zu wissen. Dass es allzeit bereit ist, seine Nachbarn zu überfallen, und dass es ihm auch vor den hässlichsten Führern nicht graut.

Freitag, 23. Oktober 2015

Braucht die Bundeswehr wirklich einen eigenen Fernsehsender?

Brauchen Bundeswehrsoldaten ihren eigenen Fernsehsender?
Foto: Wikimedia Commons/SSGT Maria J. Lorente, USAF
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

wir erleben es zurzeit schmerzlich, dass den Spitzen unserer Regierung jegliches Verständnis für die Kosten gut gemeinter Entscheidungen fehlt. Vergleichbares gibt es hierzulande auch im Kleinen: Man will Gutes tun, kümmert sich aber nicht um preiswerte Lösungen und verschwendet so ohne Sinn und Verstand hart erarbeitete Steuergelder!

Jüngst wurde ein solcher Fall aus dem Bereich der Bundeswehr bekannt, über den man nur den Kopf schütteln kann. Im Kern geht es darum, ob die Bundeswehr einen eigenen Fernsehsender für die deutschen Soldaten im Auslandseinsatz braucht. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Frage, ob sich die Soldaten über Sportereignisse in der Heimat informieren können, sprich: die Spiele der Fußballbundesliga sehen können.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rezension: Quergedacht? Nein, präzise analysiert!

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Horst Demmler: Wider den grünen Wahn: Eine Streitschrift, 410 Seiten, 20,40 Euro, Monsenstein und Vannerdat.
Der Autor, der im Ruhestand lebt, war viele Jahre Professor der Volkswirtschaft an der Universität in Gießen.
Der (Un)Ruheständler untersucht in diesem Buch, das mehr als 400 Seiten umfasst, die vergangenen Jahrzehnte der ökologistisch-ideologischen Politiken.
Sein Buch nennt der Autor selbst eine "Streitschrift". Dies überrascht, denn "Streitschriften" sind regelmäßig nicht so umfangreich, führen die Leserschaft meist mittels plakativ-vereinfachender Formulierungen in den "Streit" ein und versuchen die Leserschaft durch einen suggestiven Stil für die eine oder andere Seite des "Streits" zu vereinnahmen.
Trotzdem ist die Bezeichnung "Streitschrift", die der Autor wählt, korrekt - es handelt sich um eine "Streitschrift", in welcher der Autor seine Positionen als Wissenschaftler darlegt, der es gewohnt ist sachlich-methodisch zu Werke zu gehen und endlich Luft ablassen kann, ohne auf irgendwelche universitären Empfindlichkeiten weiter Rücksicht nehmen sollen zu müssen.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Vorsicht vor Ikonen

Eines der ersten Propagandabilder: Paul Reveres
Stich vom Boston-Massaker 1775.
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht auf Gefühle
Manchmal prägen sich Bilder in die Köpfe der Menschen ein. Sie werden zu Ikonen ihrer Zeit -wenn wir sie ansehen, wird uns eine ganze Zeit vor Augen geführt. Dazu gehört das Bild von Paul Reveres Stich des Boston-Massakers 1775 oder das von Robert Capa im Jahr 1936 geschossene Foto des fallenden Soldaten im spanischen Bürgerkrieg. Bei diesen Ikonenbildern geht es in erster Linie um die Botschaft. Sie soll die Menschen aufrütteln. Das kann durchaus was Gutes sein, ist aber in zweierlei Hinsicht problematisch: Manchmal sind sie unehrlich, denn sie stellen eine Situation übertrieben dar oder inszenieren sie komplett. Das zweite Problem ist, dass sie oft nur auf Emotionen appellieren und nicht das Ziel haben, vernünftige Lösungsvorschläge für ein Problem anzubieten.

Fälschungen sind bei Ikonenbildern nicht ungewöhnlich. Paul Revere hat in seinem Stich des Boston-Massakers die Ereignisse propagandistisch verfälscht. In Wirklichkeit standen die britischen Soldaten nicht in einer Reihe und schossen auf die Opfer, es war ein gegenseitiger Aufruhr, und es fand nicht tagsüber, sondern um 21 Uhr statt. Auch bei Robert Capas Foto kamen nach seinem Tod Zweifel auf, ob sein Foto vom fallenden Soldat nicht gestellt wurde. Oft werden auch Geschichten erfunden, mit denen sich die Menschen identifizieren sollen, wie die des Armeniers Soghomon Tehlirian, der Talaat Pascha, den Planer des Völkermords, oder die des tunesischen Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi, dessen Tod den arabischen Frühling auslöste.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Was gehört zu Deutschland?

Kann der Islam deutsch werden?
von Jorge Arprin
Nachdem hunderttausende Flüchtlinge muslimischen Glaubens in Deutschland angekommen sind, stellt sich mal wieder die Frage: Gehört der Islam zu Deutschland? Diese Debatte ist sinnlos, da sie keine sinnvolle Definition voraussetzt, was unter “zu Deutschland gehören” und “Islam” (ist die Religion gemeint, die dazugehörige Kultur, oder einfach nur die Muslime?) gemeint ist. Selbst wenn man demographische, historische oder kulturelle Definitionen anlegt, um zu beurteilen, ob etwas zu Deutschland gehört, ist die Frage kaum zu klären, da man eine genaue Definition bräuchte, ab wann etwas demographisch, historisch oder kulturell zu Deutschland dazugehört. Schließlich bleibt noch die Frage ungeklärt, ob es überhaupt etwas Gutes wäre, wenn der Islam zu Deutschland gehörte.

Schauen wir uns zunächst einige Definitionen an:

Demographisch: Es gibt 4 Millionen Muslime in Deutschland. Somit könnte man argumentieren: Der Islam gehört zu Deutschland. Aber ab wie vielen Anhängern gehört eine Religion zu Deutschland? Es gibt in Deutschland sicher auch Anhänger von Scientology, des Jainismus oder vom Jedi-Kult. Gehört eine Religion zu Deutschland, wenn sie schon einen Anhänger im Land hat? Oder ab 1.000? Ab 100.000? Ab 1 Million?

Montag, 19. Oktober 2015

,,Grenzen dicht!'' Oder der Widerspruch, Freiheit zu wollen und Staat zu fordern

Grenden dicht? Bild: pixabay.com
Eine Kritik an Oliver Janich von Tommy Casagrande
Oliver Janich argumentiert, dass er dagegen ist, wenn Flüchtlinge vom Sozialstaat alimentiert werden, so wie er auch dagegen ist, dass andere Geld vom Staat bekommen. Da es einen Sozialstaat gibt, weiß er, dass der Sozialstaat die Flüchtlinge unterstützen wird. Der Sozialstaat würde aufblähen und der verhängnisvolle Automatismus jener etatistischen Gegenwart zu noch mehr Staat führen. Er sei zwar gegen den Staat, aber ... es gehe darum, in der gegebenen Situation, realistisch, das Bestmögliche zu fordern. Dabei räumt er ein, dass auf Einladung von deutschen Staatsbürgern Flüchtlinge die Staatsgrenze passieren dürfen sollen, die dann von eben diesen mit Hilfe versorgt werden. Die Existenz des Sozialstaates erzwinge es, die Grenzen zu schließen, weil der Sozialstaat keine endlosen Ressourcen habe.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Ruhe in Frieden, Irwin Schiff!

Irwin Schiff (1928-2015)
von Tomasz M. Froelich
Im ,,Star-Spangled Banner'', der Nationalhymne der Vereinigten Staaten von Amerika, werden selbige als das ,,Land of the Free'' bezeichnet. Ob diese Selbstbezeichnung gerechtfertigt ist, mag bezweifelt werden. Irwin Schiff hätte mit ihr vermutlich so seine Probleme gehabt, war es doch der US-amerikanische Staat, der ihn für viele Jahre hinter Gitter brachte. Viele sahen in ihm einen politischen Gefangenen.

Irwin Schiff, dessen Sohn Peter sich für wirtschaftliche Freiheit einsetzt und einst wirtschaftspolitischer Berater von Ron Paul war, befasste sich während seiner Studienzeit mit der Österreichischen Schule der Ökonomie - Hayek und Hazlitt haben es ihm angetan. Er setzte sich für freie Märkte, einen begrenzten Staat, eine strikte Auslegung der amerikanischen Verfassung und ein Ende der Staatsausweitung in der Post-New-Deal-Ära ein, was in seinem Buch ,,The Biggest Con: How the Government is Fleecing You'', welches unter anderem im Wall Street Journal besprochen wurde, besonders stark zum Ausdruck kommt. Weitere Bücher sollten folgen, von denen eines - ,,The Federal Mafia'' - verboten wurde, da es laut Gericht falsche Informationen erhalte und die Menschen dazu animiere, ihre Einkommenssteuern nicht zu zahlen. 

Samstag, 17. Oktober 2015

Bearmarketrally an den Aktienmärkten wahrscheinlich vorüber – Setzen Sie jetzt auf fallende Kurse

Marktkommentar von Claus Vogt
Die Aktienmärkte befinden sich in der Frühphase einer Baisse 

Wie ich Ihnen hier schon mitgeteilt habe, befinden sich die Aktienmärkte in der Frühphase einer Baisse. Den Auftakt dieses noch sehr jungen Abwärtstrends, der aller Voraussicht nach mindestens anderthalb bis zwei Jahre dauern wird, bildete der kleine Crash vom 24. August 2015. Der gesamte Kursverlauf, der seither folgte, ist eine typische Bearmarketrally. Sie hat dafür gesorgt, dass sich die Gemüter der Anleger wieder beruhigt haben und ihre Sorglosigkeit zurückgekehrt ist. Damit ist der Boden bereitet für die nächste Abwärtswelle.

Freitag, 16. Oktober 2015

Kosten des Strafvollzugs - ein unbeliebtes Thema

Quelle: Das Bundesarchiv.
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

in Deutschland sind die Bundesländer für den Strafvollzug zuständig. Dessen Kosten betragen insgesamt rund drei Milliarden Euro im Jahr. Angesichts dieses Kostenblocks bemühen sich die Länder, hier zu Einsparungen zu kommen. Das ist aber, wie sich mehrmals gezeigt hat, gar nicht so einfach.

Für die Politik ist der Strafvollzug nur von geringem Interesse. Man gewinnt keine Wählerstimmen, wenn man sich in diesem Bereich engagiert, kann sich jedoch eine Menge Ärger einhandeln, wenn im Strafvollzug etwas schiefläuft. Wann immer Gefangene aus einem Gefängnis entweichen, werden Schuldige gesucht. Schnell wird der Rücktritt des jeweiligen Justizministers gefordert. Soll irgendwo ein neues Gefängnis gebaut werden, gibt es Widerstand von Seiten der Bürger. Dabei sind Gefängnisneubauten dringend erforderlich, denn viele Haftanstalten stammen noch aus Kaiser Wilhelms Zeiten und werden modernen Anforderungen längst nicht mehr gerecht.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Empfehlung: Peace Love Liberty - Der Blog

Einigen wird das Magazin ,,Peace Love Liberty'' von den deutschsprachigen European Students For Liberty sicherlich schon ein Begriff sein. Vor kurzem erweiterten die Macher des Magazins ihre publizistischen Dienste um einen Blog, auf dem mehrmals pro Woche neue und spannende Artikel zu verschiedenen Themen zu lesen sind. Chefredakteur Timotheus Stark dazu: ,,Wir werden dabei eine große Bandbreite von zeitlosen politischen und gesellschaftlichen Problemen behandeln, aber auch aktuelle Entwicklungen wie die Flüchtlingskrise sorgfältig analysieren und bewerten.''

Kontroverse, Eigenständig, Mut - diese Attribute heften sich die Macher von ,,Peace Love Liberty'' auf ihre Fahne. Man möchte Diskussionen anregen und sich auch mit anderen Sichtweisen auf bestimmte Themen auseinandersetzen. Es bleibt zu hoffen, dass sich das Projekt weiterhin in eine gute Richtung entwickelt - die Anfänge sind jedenfalls vielversprechend, wie etwa das gerade erschienene Interview mit keiner geringeren als Deirdre McCloskey.

Das Problem der Diskriminierung

Tommy Casagrande
von Tommy Casagrande
Das Problem der Diskriminierung sind die systemischen Strukturen, die an sich schon diskriminierend wirken - beispielsweise auf Geringqualifizierte. Hier macht seltsamerweise niemand den Mund auf und erwägt gegen Diskriminierung zu klagen. Er müsste nämlich auf einen entstaatlichten Arbeitsmarkt klagen.

Offenkundig wird also zwischen richtiger und falscher Diskriminierung unterschieden. Und die Unterscheider gehören wohl eher zur privilegierten Gruppe, oder meinen es zu tun.

Im gegenwärtigen System ist natürlich problematisch, wenn zur systemischen Diskriminierung sich auch noch die persönliche/menschliche hinzugesellt. Dann wiegt Diskriminierung doppelt schwer.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Sherry statt Scharia: To Hell With Your Double Standards. Just a Rant.

Cheers! Foto: Wikimedia Commons/
Matt Saunders
von Achim Hecht, Antibürokrat
Bepisst Euch doch aus Angst vor den globalen Migrationsströmen, die nun auch “uns” treffen! Ihr werdet sie nicht verhindern. Und wenn, dann nur um den Preis der Offenen Gesellschaft.

Aber wir haben tatsächlich ein Problem hier: die staatliche Umverteilung und das Schneeballsystem, das sich “Wohlfahrtsstaat” nennt (unsere Kinder werden die Loser am Ende der Kette sein). Eine Wertevergessenheit, die Rechtsstaat abhängig von der politisch korrekten Meinung oder der Herkunft macht. Die sich feige wegduckt, wenn sie “unsere” Wirtschaftsbeziehungen gefährdet sieht, wenn stattdessen internationales Engagement gegen iranische Bombenbauer oder widerwärtige kriegstreiberische Tyrannen in Syrien und anderswo gefordert wäre.

Eine Linke, die aus geilem, eingeübtem Hass auf “das System” eine Perversion der Aufklärung und der Offenen Gesellschaft darstellt – und noch mit dem dreckigsten Islamistenpack gemeinsame Sache macht, wenn’s denn nur ihrem “Rassismus”-Konstrukt dient, mit dem sie sich arrogant über die Ängste der Autochthonen vor den Veränderungen und Problemen, die massenhafte Zuwanderung nun einmal mit sich bringt, hinwegsetzt.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Zehn Vorzüge einer Privatisierung des Bildungswesens

Vortrag von Tomasz M. Froelich
Tomasz M. Froelich, Autor des Buches ,,Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt'' hielt im Rahmen des von ,,Liberale Zukunft'' organisierten Freiheitstages 2015 in Kassel den Vortrag ,,Bildung auf dem freien Markt: Über die Vorzüge einer Privatisierung des Bildungswesens'', bei dem er zehn Vorzüge freier und privater Bildung gegenüber staatlicher Bildung herausarbeitete.



Montag, 12. Oktober 2015

Staatenlose Staaten? Deine Chancen in Bergkarabach

Bergkarabach - schöne Landschaften. Foto: (c) Wikimedia
Commons/Sergey Yakovlev CraculaARM.
von Christoph Heuermann, der gerne staatenlos ist
Staatenlose Staaten? Ja, selbst die gibt es. Sie sind zwar unabhängige Staaten mit eigenen Parlamenten, werden jedoch von keinem Land der Welt diplomatisch anerkannt. Bei diesen meist russisch beeinflussten Gebieten handelt es sich neben Transnistrien, Südossetien und Abchasien auch um Bergkarabach, welches der Autor im September 2014 bereiste.

Bergkarabach? Nie gehört!

Bergkarabach liegt mitten im Kaukasus und grenzt ans befreundete Armenien, feindliche Aserbaidschan und tolerante Iran. 50000 Menschen leben hier in der kargen Bergwelt im ständigen Konflikt mit ihren aserbaidschanischen Nachbarn. Bergkarabach liegt nämlich auf dem eigentlichen Territorium von Aserbaidschan, ist aber seit jeher von ethnischen Armeniern bewohnt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion mündete das in einem Krieg zwischem dem muslimischen Aserbaidschan und christlichen Karabach, den die Bergkarabacher trotz ihrer relativen Unterlegenheit für sich gewinnen konnten. Der Konflikt dauert bis heute an – ständig gibt es Schießereien an den Grenzen mit entsprechenden Opfern.

Sonntag, 11. Oktober 2015

10% Plus mit Silber: Bodenbildung erfolgreich abgeschlossen

Marktkommentar von Claus Vogt
Silbermine: Sogar plus 20% in einer Woche – Der Anfang ist gemacht 
Verpassen Sie den Einstieg bei Gold und Silber nicht, habe ich Ihnen vorige Woche an dieser Stelle geschrieben. Seither sind der Goldpreis um 4,5% und der Silberpreis um stattliche 10% gestiegen. Bei der Silberminenaktie, deren Kauf ich meinen Krisensicher Investieren-Lesern im Rahmen unseres Trading-Depots am 14. September 2015 empfohlen habe, beläuft sich der Kursgewinn sogar schon auf 20%. 

Doch all das ist erst der Anfang. Ich rechne in den kommenden Monaten mit weiteren ganz erheblichen Kursgewinnen im Edelmetallsektor. Diese Prognose basiert in erster Linie auf fundamentalanalytischen Überlegungen. Denn langfristig ist die völlig unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik der vergangenen Jahre extrem bullish für Gold und Silber. Und eine Fortsetzung und Ausweitung dieser Politik ist eine ausgemachte Sache, und das weltweit.

Unentgeltliche Beförderung von Schwerbehinderten

Bild: Wikimedia Commons/
Ltljltlj
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

in Deutschland gibt es ein kaum zu überblickendes System von Sozialleistungen, schließlich will die Politik ja Gutes tun. Wenn viel Geld im Spiel ist, wollen sich aber auch Gruppen bedienen, für welche die Sozialleistungen gar nicht bestimmt sind. Hat man eine solche Selbstbedienung erst einmal zugelassen, fällt es den zuständigen Stellen schwer, die Entwicklung wieder zurückzudrehen, wie das nachfolgende Beispiel beweist.

Schwerbehinderte Menschen werden von öffentlichen Verkehrsmitteln unentgeltlich befördert. Hat das Versorgungsamt eine entsprechende Schwere der Behinderung anerkannt, können Behinderte Eisenbahnen des Nah- und Regionalverkehrs, S-Bahnen, Linienbusse, U-Bahnen und Straßenbahnen benutzen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Gleiches gilt auch für Begleitpersonen und mitgeführte Gegenstände wie Rollstühle.

Samstag, 10. Oktober 2015

USA: Kleine Vorschau auf 2016

Rand Paul: Hat er eine Chance? Bild: Office of
United States Senator Rand Paul.
von Jorge Arprin
Was erwartet Amerika bei den Präsidentschaftswahlen 2016? Der eigentliche Wahlkampf hat noch nicht angefangen, es kann sich bezüglich der Kandidaten und der Favoriten noch alles ändern, und doch kann einem schon etwas gruselig werden. Denn die Kandidaten, die derzeit bei den beiden Parteien in den Umfragen vorne liegen, haben ein hohes destruktives Potenzial. Allerdings gibt es auch einen kleinen freiheitlichen Hoffnungsträger, der sich wacker hält. Schließlich gibt es bei beiden Parteien noch zwei Kandidaten, die Familiendynastien fortsetzen wollen und ziemlich langweilig wären, da sie kaum eine Änderung der aktuellen Politik bringen würden.

In den Medien macht die Kandidatur von Donald Trump am meisten Schlagzeilen. Das liegt wohl daran, dass viele in ihm den ungezogenen Bauernlümmel sehen, der er ist. Das sieht man vor allem an seiner nationalistischen Rhetorik. Einwanderer brachte er mit Drogen und Vergewaltigungen in Zusammenhang (auch wenn er betonte, es gäbe auch gute Einwanderer). Er will alle 11 Millionen illegale Einwanderer deportieren und eine Mauer um die Grenze nach Mexiko bauen, außerdem soll nicht mehr jeder, der in den USA geboren wurde, automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten. Das hat ihm den Ruf des ignoranten, rassistischen Republikaners eingebracht.

Freitag, 9. Oktober 2015

Interview mit Richard Sulik: Ist das Hausrecht libertärer als eine Welt ohne Grenzen?

Die Freiheitspartei - Die Libertären im Gespräch mit Richard Sulik
Die deutschsprachigen Massenmedien nannten Richard Sulik den Mann, der die Euro-Zone im Jahr 2011 an den Rand des Untergangs brachte. Als Parlamentspräsident in der Slowakei hat er den ersten Euro-Rettungsschirm fast zu Fall gebracht, bis die EU das slowakische Parlament zu Fall brachte. Heute ist Sulik als Gründer und Abgeordneter der slowakischen Partei "Freiheit und Solidarität" Abgeordneter im EU-Parlament und in Nigel Farages Fraktion ''Europa der Freiheit und der Demokratie''. Die slowakische Partei hat in ihrem Programm sehr viele klassisch liberale und libertäre Punkte. In der Migrantenfrage bezieht Richard Sulik hingegen ganz klar eine stramm nationalistische Position: "Es gibt keine Pflicht Flüchtlinge aufzunehmen."(Anm. Freitum: Aus libertärer Sicht gibt es keine Pflicht Flüchtlingen zu helfen.) Stefan Jahnel, freier Journalist und seit einer Woche der neue Bundesvorsitzende der deutschen "Freiheitspartei - Die Libertären" traf sich in Straßburg mit ihm.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Rezension: Ein Protokoll der Politik kollektiver Rechtsbrüche

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Frank Schäffler: Nicht mit unserem Geld! Die Krise unseres Geldsystems und die Folgen für uns alle, 272 Seiten, FinanzBuchVerlag, 19,99 Euro.
Frank Schäffler (FDP) war bis 2013 Mitglied des deutschen Bundestages. Er war von Anbeginn der sogenannten Griechenland-Krise bzw. Euro-Krise einer der wenigen Abgeordneten im Bundestag, die für die Einhaltung der europäischen Verträge plädierten.

Während die große Masse der Politiker in der Regel keinerlei Hemmungen hat die "kollektiven Rechtsbrüche" der EU zu tolerieren, gutzuheißen und den Vorgaben von Leuten zu folgen, die wie z. B. Christine Lagarde und Pierre Lellouche unumwunden zugaben, dass die Verträge gebrochen wurden, um das politische Prestigeobjekt "Euro" zu retten. Ein Projekt, welches als "alternativlos" hingestellt wurde und wird - deshalb: Bruch der "No-Bailout-Klausel", rechtswidrige Finanzierung staatlicher Defizite durch die EZB (eine Form des Münzbetrugs) und Umwandlung des zunächst befristeten (rechtswidrigen) Rettungsschirms in ein permanentes (rechtswidriges) Finanzierungsinstrument.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Der Asylwerber, das unbekannte Wesen

von Ralph Eisbär
Angesichts der momentanen Hysterie ist es Zeit für eine ganz simple Feststellung: Es gibt ihn nicht, den Asylwerber. Ebenso wenig wie es den Deutschen, den Österreicher, den Bayern oder den Moslem gibt. 

Nicht jeder, der über die Grenze kommt, um ein neues Leben anzufangen, ist eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Nicht zwangsläufig verhaftet in Clandenken und darauf aus, den Sozialstaat zu melken. Umgekehrt kommen auch nicht ausschließlich tolerante und mit den besten Absichten kommende Fachkräfte, die nur darauf warten, sich „integrieren zu lassen“ beziehungsweise ohnehin bereits eine quasi-westliche und wundervoll aufgeklärte Mentalität aufweisen.

Sozialismus und Kapitalismus: Auf die Freiwilligkeit kommt es an

Landauer: Sozialismus hat freiwillig zu
sein. Foto: Wikipedia.
von Tommy Casagrande
Bekannt ist der Ausspruch ,,Sozialismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen". Das ist leider wieder eine verkürzte, plakative Darstellung der Wahrheit. 

Freiwilliger Sozialismus ist kein Verbrechen. Staatlicher Sozialismus ist ein Verbrechen. Das gilt aber auch für den Kapitalismus. Freiwilliger Kapitalismus ist kein Verbrechen. Staatlicher Kapitalismus ist ein Verbrechen. 

Verbrechen ist jede Idee, wenn sie mit dem Staat umgesetzt werden soll, weil es bedingt, dass nur sein darf, was das Gewaltmonopol den Untertanen erlaubt. Darum missfällt mir die unter vielen Libertären naive Darstellung, Sozialismus sei an sich etwas schlechtes.

Sozialismus ist genauso wenig an sich schlecht wie Kapitalismus. Nur mit dem Staat werden beide Ideen zu etwas schlechtem und auf diese Weise systemisch instrumentalisiert. Das dient der Schaffung von Ideologie und Propaganda, auf die dann wiederum umgekehrt mit Ideologie und Propaganda reagiert wird.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Gold und Silber im Aufwärtstrend: Verpassen Sie nicht den Einstieg

Marktkommentar von Claus Vogt
Vor unseriösen Zentralbankbürokraten schützt Sie Gold und Silber 
Die Welt befindet sich im Würgegriff von Zentralbankbürokraten, die sämtliche geldpolitischen Erkenntnisse über Bord geworfen haben und alle Erfahrungen der Vergangenheit ignorieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass dem unseriösen, um nicht zu sagen irrwitzigen geldpolitischen Experiment der vergangenen Jahre ein Happyend beschieden sein könnte, tendiert gegen Null. Deshalb müssen Sie sich gerade als konservativer Anleger mit Gold und Silber vor den wahrscheinlichen Folgen dieser Politik schützen.

Wenn Sie das tun, dann haben Sie eine strategische Entscheidung getroffen, die Ihnen im Fall der Fälle das (finanzielle) Überleben sichert. Wie sehr die Edelmetallpreise auf dem Weg in das längst absehbare Chaos aus Staatsbankrotten, Steuererhöhungen, Sonderabgaben und Geldentwertung schwanken, müssen Sie vor diesem Hintergrund eigentlich ignorieren.

Freiheitspartei - Die Libertären mit neuem Parteivorstand

Pressemitteilung der Freiheitspartei - Die Libertären
Stefan Jahnel aus Moosburg in Bayern ist seit dem 3. Oktober 2015 der neue Bundesvorsitzende der Freiheitspartei. Der freie Journalist wurde einstimmig auf dem Parteitag in Swinemünde auf Usedom als Nachfolger des zurückgetretenen Manuel Peters gewählt. Stellvertretender Vorsitzender ist jetzt Joel Bangert, der in Bielefeld Jura studiert. Weiterhin neu in den Parteivorstand gewählt wurden Christian Jacken aus Berlin und Thomas Fremder aus Duisburg. Als Pressesprecher des Parteivorstands wird künftig Christian Jacken auftreten, der schon bekannt ist unter den deutschen Libertären, denn er ist auch der Botschafter Liberlands in der BRD. Die Freiheitspartei wird sich mit ihrem neuen Vorstand an drei libertären Projekten in Deutschland beteiligen. An der Etablierung der Tauschbörse fri.us.com mit einem lokalen Schwerpunkt im Raum Freising, an der Fortsetzung der Filmserien die eine libertäre Welt darstellen sollen und in Zusammenarbeit mit Liberland an einem aktuellen Medienprojekt. Damit wird langfristig jedem Libertären in Deutschland die Möglichkeit geschaffen wirtschaftlich komplett unabhängig vom staatlichen Zwangssytem zu überleben.

Montag, 5. Oktober 2015

Warum es dem Staat so schwerfällt, seine Förderungen zu reduzieren

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

Bund und Länder geben Jahr für Jahr Milliarden an Steuergeldern für eine Vielzahl von Subventionen und sonstigen Fördermaßnahmen aus. Immer wieder wurde in der Vergangenheit gefordert, den Umfang dieser freiwilligen Leistungen zu verringern. Es gibt jedoch starke Kräfte im politischen Raum, die sich gegen Einsparungen bei den Fördermitteln stemmen, meistens mit Erfolg.

Geld vom Staat gibt es für alle möglichen Bereiche, zumeist in Form von Zuschüssen, seltener in Form von Darlehen. Da wird die Wirtschaft gefördert, die Entwicklungshilfe, der Tourismus, die Forschung, die Kultur, der Sport. Kinder- und jugendpolitische Anliegen werden ebenso unterstützt wie Maßnahmen im Sozialbereich. Und selbstverständlich müssen auch aktuelle politische Anliegen wie der Umwelt- und Klimaschutz sowie die Integration von Ausländern mit namhaften Beträgen vorangebracht werden.

Samstag, 3. Oktober 2015

Über die geplante Obsoleszenz

von Tommy Casagrande
Hartnäckig geistert umher, dass viele Unternehmen eine geplante Obsoleszens durchführen, um eine Quasi-Produzentenrente zu erhalten. 
Zu leugnen, dass dies vorkommt, mag unrichtig sein. Der Generalverdacht, dass es jeder tut, ist eine haltlose Unterstellung. Sie setzt ein Allwissen voraus, das keinem gegeben ist. Denn wer kann wissen, ob ein Unternehmen eine geplante Obsoleszenz betreibt? Wenn ein Unternehmen es von sich zugibt - in Ordnung. Aber Annahmen über sonstige Unternehmen aufzustellen gehört ins Reich der Spekulation. 

Ich denke, dass die geplante Obsoleszens allein deshalb vorkommt, weil manche Unternehmen sie anscheinend zugeben. Dennoch möchte ich einige Punkte auflisten, die eine Aufmerksamkeit lohnen, wie ich finde.

Freitag, 2. Oktober 2015

Gesellschaft und Moral: Noch ein Wort zur Immigrationskrise

von Jonathan Danubio
Das – mehr oder weniger bewußte – letzte Ziel jeder Gesellschaft ist notwendigerweise ihr eigener Erhalt. Würde ein Großteil der Mitglieder einer Gesellschaft dies anders sehen, so gäbe es diese Gesellschaft schlicht nicht mehr (umgekehrt folgt daraus die denkwürdige Tatsache, daß jede heute bestehende Gesellschaft die demonstrierte Präferenz eines Großteils der Mitglieder ist). Obwohl der Gesellschaftserhalt das letzte Ziel ist, folgt daraus – insbesondere in Massengesellschaften – nicht, daß die Mitglieder sich einig darüber wären, wie dieses Ziel am besten zu erreichen sei. Mehr noch: es herrscht nicht einmal Einheit darüber, wann dieses Ziel gefährdet ist und folglich Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Termine: Oktober 2015


Auch für den Oktober haben wir für den libertären Kalender einige relevante Veranstaltung finden können.

Auf drei Termine möchten wir besonders gerne aufmerksam machen: Am 3. Oktober findet in Kassel der Freiheitstag 2015 statt. Dort wird dann erstmals der Freiheitspreis vergeben. Als Vortragender ist unter anderem Tomasz M. Froelich geladen. Vom 16.-18. Oktober findet in Berlin erstmals die Libertäre Zukunftswerkstatt statt. Der Workshop wird vom deutschen Mr. Libertarian, Dr. Stefan Blankertz, geleitet. Am 31. Oktober lohnt sich die Reise nach Heidelberg zur diesjährigen Regionalkonferenz der Students for Liberty: Den Besucher erwarten Vorträge von Prof. Dr. Jörg Guido Hülsmann, Dr. Gerard Bökenkamp, Frank Schäffler und viele mehr.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Internet - Made in Germany

von Philipp Bogensberger
Das folgende fiktive Gespräch ist eine Ableitung aus Diskussionen, die ich selbst geführt, gelesen oder gesehen habe.

Wir begeben uns in ein fiktives Deutschland im Jahr 2005. Die Kommerzialisierung des Internets hat nie stattgefunden. Stattdessen ist das Internet staatlich geblieben. Die Regierungen der Welt betreiben das Internet und alle Dienste selbst. Das Internet umfasst eine Enzyklopädie, E-Mail, einen Kartendienst und eine Art Fernsehsender namens 'Unser Kanal'.

Jeder Bürger hat freien Zugang zu diesem Internet und kann die Services kostenlos nutzen.

Das Internet wird immer beliebter und die Zugriffszahlen steigen. Das Ministerium für Internet und Zukunft stößt langsam an Kapazitätsgrenzen und ist dringend auf neue Mittel angewiesen. Nun wird diskutiert, eine eigene Internetsteuer zu erheben.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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