Montag, 17. August 2015

Rezension: Staatliches Zwangsgeld ist schlechtes Geld

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Thorsten Polleit, Michael von Prollius: Geldreform: Vom schlechten Staatsgeld zum guten Marktgeld, 288 Seiten, 14,99 Euro, FinanzbuchVerlag
Staatliches Zwangsgeld ist schlechtes Geld! Dies ist die Botschaft der beiden Autoren des Buches, Thorsten Polleit und Michael von Prollius, da das Staatsgeldsystem ethisch defekt ist, weil es die Regierungen und ihre Kombattanten auf Kosten der übrigen Bevölkerung bereichert; da das Staatsgeldsystem chronisch inflationär ist und dadurch die Sparer enteignet; da das Zentralbankwesen der Garant für diese chronische Inflationierung ist; da dadurch das Staatsgeldsystem langfristig die Tauschmittelfunktion des Geldes zerstört - Geld wird immer weniger zur Recheneinheit und dient nicht weiter der Wertaufbewahrung; da das Staatsgeldsystem und das Zentralbankwesen verantwortlich für die Wirtschaftskrisen sind, z. B. für die Weltwirtschaftskrise von 1929, für die Subprime-Krise, für die sogenannte Weltfinanzkrise und auch für die Spekulation gegen den Euro-Raum. Die konjunkturellen Krisen sind regelmäßig das Ergebnis der beiden Eckpfeiler der staatlichen Politik, und diese heißen ''staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld'' und ''zentralplanwirtschaftliches Zinsdiktat''. Außerdem ist das Teilreserve-Banksystem mit der Zentralbank als "lender of last resort" (dem Verleiher der letzten Zuflucht) ein für die Regierungen unbedingt notwendiges Instrument in Sachen Enteignungs- und Freiheitszerstörungspolitik.

Das Buch ist flüssig geschrieben und gut zu lesen, gerade auch für Nicht-Ökonomen. Ich wünsche dem Buch viele Leser, welche die Botschaft des Buches verstehen und beherzigen: ein Staatsgeldsystem lädt Regierungen immer zum Betrug ein.

Die Geschichte des staatlichen Geldwesens ist bis auf wenige kurze Zeiträume, wie Friedrich August von Hayek dies aufzeigte, immer eine Geschichte von Lug und Trug gewesen. Dies ist zwar schon seit dem Mittelalter (Nicolas von Oresme) bekannt, ist aber den meisten Mitbürgern leider kaum bewusst.

Der verstorbene Schweizer Privatbankier Ferdinand Lips hatte einmal zum heutigen Staatsgeldsystem/Zentralbankwesen gesagt: ,,Zum ersten Mal in der Geschichte ist alles Geld der Welt von nichts gedeckt. Das ist das übelste System, das je von Menschenhand erfunden wurde." Um dieses Übel aus der Welt zu schaffen, plädieren die beiden Autoren für die Abschaffung des Staatsgeldsystems, des Teilreserve-Banksystems und der Zentralbanken. Das Geld soll dem Markt, wo es - wie die beiden Autoren zeigen - entstanden ist, zurückgegeben werden. Und das freies Marktgeld besser funktioniert als das staatliche Falschgeldsystem, dies zeigen die beiden Autoren in ihrer Analyse am Beispiel des historisch erprobten "Free Banking".

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