Freitag, 14. August 2015

Mit der 183-Tage-Regelung legal nie mehr Steuern zahlen!

von Christoph Heuermann, der gerne staatenlos ist
Nie mehr Steuern zahlen? 

Ja, du hast richtig gehört: niemals mehr Steuern zahlen – zumindest keine Einkommenssteuer. Das bedeutet für Dich mehr Zeit und mehr Geld wie auch weniger Stress und weniger Gedanken ob Du moralisch das Richtige tust.

Direkte Steuern wie die Einkommenssteuer kannst Du nämlich ganz einfach vermeiden, wenn Du nach der 183-Tage-Regelung lebst. Die 183-Tage-Regelung ermöglicht Dir der Steuerpflicht völlig legal zu entkommen und ein staatenloses Leben zu führen.

Ohne Einkommenssteuern zahlen zu müssen, hast Du mit der 183-Tage-Regelung

- mehr Zeit für Dich, weil Du weniger für das gleiche Einkommen arbeiten musst und keine lästigen Steuererklärungen verfassen musst

- mehr Geld auf Deinem Konto, falls Du deine überschüssige Zeit in neue Ideen und ihre Umsetzung investieren willst

- weniger Stress, indem Du Dich nicht mit Steuererklärungen und anderen willkürlichen Pflichten und Regeln herumschlagen musst

- weniger negative Gedanken, ob du moralisch das Richtige tust, indem Du Dir sicher sein kannst, dass Dein Geld nicht für täglichen Schabernack oder Unterdrückung verwendet wird. Mehr Gedanken dazu am Ende dieses Beitrages.

Möchtest Du all das haben? Dann lese mehr über die 183-Tage-Regelung…

Was sagt die 183-Tage-Regelung aus?

Die 183-Tage-Regelung bedeutet grob gesagt, dass Du der Einkommens-Steuerpflicht in Deutschland entkommen kannst, indem Du weniger als ein halbes Jahr im Kalenderjahr in Deutschland wohnst. Die 183-Tage-Regelung ist freilich nur eines der Bedingungen, die Du erfüllen musst um der Steuerpflicht zu entkommen. Du kannst dem Fiskus legal entgehen, indem Du folgende weitere Bedingungen erfüllst, die sich mit der 183-Tage-Regelung ergänzen. Letztlich entscheidet das Finanzamt – doch mit 99%iger Wahrscheinlichkeit bist Du unter der 183-Tage-Regelung nicht steuerpflichtig wenn Du folgende Bedingungen erfüllst:

Abmeldung aus Deutschland: Du solltest Dich von Deinem letzten Aufenthaltsort in Deutschland abgemeldet haben und einen potentiellen Wegzug ins Ausland nachweisen können (Flugticket, …).

Immobilien: Deine Mietwohnung/Eigentum ist entweder gekündigt oder langfristig untervermietet. Die Untervermietung sollte nicht an Angehörige erfolgen. Genauso solltest Du keine volle Verfügungsgewalt (d.h. Schlüsselbesitz) über ein Zimmer bei Freunden oder der Familie besitzen. Was Verfügungsgewalt ist, ist oft Auslegungssache. Ein voller Kleiderschrank kann etwa schon Indiz dauerhaften Aufenthaltes sein. Eine sporadische Benutzung des Familien-Gästezimmers ist hingegen meist kein Problem.

Verträge: In Deutschland laufende Verträge wie etwa Mobilfunk oder Internet, die meisten Mitgliedschaften wie etwa beim ADAC und mehr oder Abonnements von deutschen Zeitungen sollten gekündigt sein. Ein potentielles eigenes Auto sollte ebenfalls vom eigenen Namen abgemeldet sein.

Um den Gesetzgeber laut §9 Abgabenordnung zu zitieren:

“Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Als gewöhnlicher Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes ist stets und von Beginn an ein zeitlichzusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer anzusehen […]“

Eine Abmeldung allein reicht also nicht aus – Du musst nachweisen, dass Deutschland nicht mehr Dein Lebensmittelpunkt ist. Wichtig: Schon das über Monate regelmäßige Übernachten für 2 bis 5 Tage pro Monat führt zum gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland und Verfall der 183-Tage-Regelung, selbst wenn Du keine 183 Tage an einem Stück hier lebst. Das ist etwa einst Boris Becker zum Verhängnis geworden, der vom Fiskus ausgenommen wurde, nachdem er in einem Zimmer seiner Mutter in Deutschland gelebt hat. Als Promi stand er allerdings auch unter gewisser Beobachtung der Presse- zumal sein Vermögen nicht unerheblich ist. Generell ist es schwer dies für Normalbürger zu überwachen, vorsichtig solltest Du dennoch sein.


Allgemeine Steuerpflicht in Deutschland

An dieser Stelle sei einmal an die 4 Kategorien der Steuerpflicht in Deutschland erinnert. Als Staatenloser lebst Du nach der 4. Kategorie – Du bist mit Anwendung der 183-Tage-Regelung nicht steuerpflichtig. Falls Du allerdings ein Unternehmen in Deutschland hast und viel Geld in ein Niedrigsteuerland verlagerst, könntest Du in die 3. Kategorie fallen.
Unbeschränkte Steuerpflicht (§1 EStG): Dein offizieller Wohnsitz befindet sich in Deutschland bzw. du hältst Dich dort gewöhnlich auf. Damit wäre Dein weltweit erzieltes Einkommen im Inland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig – auch wenn Du die 183-Tage-Regelung einhältst.

Beschränkte Steuerpflicht (§49 EStG): Deutschland ist nicht Dein gewöhnlicher Aufenthaltsort, Du beziehst jedoch (erhebliche) Einkünfte aus Tätigkeiten im Inland. Das hieße, dass Du nur die inländischen Einkünfte in Deutschland versteuern musst. Wichtig:passives Einkommen über Bücher/Info-Produkte, die von deutschen Kunden gekauft werden, sind keine inländischen Einkünfte! Auf diese ist nur eine EU-weite Mehrwertsteuer fällig. Es ist entscheidend, ob die Einkünfte aus Tätigkeit im Inland stammen und dort verwertet werden. Hierunter fallen etwa Mieteinnahmen, Kapitaleinkünfte oder Einkünfte aus angemeldetem Gewerbe.

Erweiterte beschränkte Steuerpflicht (§2 AStG): Falls Du in einem Steuerparadies lebst (weniger als ein Drittel der deutschen Steuerbelastung) und wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland aufrecht erhältst, ist Dein in Deutschland erzieltes Einkommen steuerpflichtig.
Nicht steuerpflichtig: Dein gewöhnlicher Aufenthalt und Deine Einkünfte (z.B. Gewerbe, Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen) sind nicht in Deutschland. Da Du weder unbeschränkt noch beschränkt steuerpflichtig bist, bist Du im Umkehrschluss nicht steuerpflichtig. Die 183-Tage-Regelung ist Dein Schlüssel dazu.

Im Gegensatz zu den USA (und Eritrea) wirst Du in Deutschland und Österreich nicht nach Staatsbürgerschaft besteuert, sondern nach Deinem Aufenthaltsort (Ausnahme: Doppelbesteuerungsabkommen).

Mit der 183-Tage-Regelung kannst Du so Deiner Steuerpflicht entkommen, falls Du Dich weniger als ein halbes Jahr in Deutschland aufhältst und dieses nachweislich kein Lebensmittelpunkt mehr ist.

Falls Du einen festen Aufenthaltsort im Ausland hast, läufst Du natürlich Gefahr dort besteuert zu werden. Falls Du jedoch keinen festen Wohnsitz hast und nach der Philosophie des Perpetual Traveling ein staatenloses Leben führst, bist Du weltweit nicht steuerpflichtig. Und falls Du Dich aus guten Gründen irgendwo niederlassen möchtest, kannst Du mithilfe der FlaggentheorieDeine Steuerlast zumindest reduzieren! Vielleicht macht es sogar für Dich Sinn eine neue Staatsbürgerschaft zu erwerben? Viele Karibik-Staaten bieten etwa ihre Pässe zum Verkauf an.

Wie Du Dich von der Steuer ,,abmeldest''

Wenn Du dich beim Einwohnermeldeamt aus Deutschland abgemeldet hast, bekommt das Finanzamt automatisch Bescheid. Du musst in der Regel nichts darüber hinaus tun. Falls Du bisher schon Selbstständiger in Deutschland warst, musst Du noch eine letzte Steuererklärung in Deutschland abgeben, auf der Dein Wegzug vermerkt ist.

Du bist in der Bringpflicht nachzuweisen, dass Du keinen gewöhnlichen Aufenthalt mehr in Deutschland hast. Dabei helfen Dir Deine Abmeldebestätigung, die Abmeldung von Fahrzeugen, die Kündigung sonstiger Verträge und die Beendigung der meisten Mitgliedschaften (etwa ADAC, Krankenkasse, …).Wenn Du diese beisammen hast, steht Deiner Steuerfreiheit durch die 183-Tage-Regelung nichts mehr im Weg.

Nie mehr Einkommenssteuer zahlen

Hast Du Dich abgemeldet, die anderen Bedingungen erfüllt und Deutschland verlassen, steht einem staatenlosen Leben ohne Einkommenssteuerpflicht nichts mehr im Wege. Du musst lediglich schauen, dass Du die 183-Tage-Regel nicht überschreitest.

In anderen Ländern lässt Du dich nicht dauerhaft nieder, sondern lebst mit Touristen-Visum zwischen 1 über meistens 3 bis zu 6 Monaten in einem Land Deiner Wahl.

Oft gelten dort auch die 183-Tage-Regelung oder ähnliche Gesetze.

Mit sich bringt das – je nach Perspektive Vor- oder Nachteile:
Touristen-Visa: Da diese nur zwischen 1 bis 6 Monaten gültig sind, sind regelmäßige Umzüge nicht zu vermeiden.

Bank-Konto: Ohne dauerhaften Aufenthalt ist eine Eröffnung oft schwierig bis unmöglich. Optionen für Perpetual-Traveler werde ich bald in Kürze in einem gesonderten Beitrag darstellen. Glücklicherweise ermöglicht neue Technologie über Krypto-Währungen wie Bitcoin eine elegante Lösung für die, die sich darauf einlassen wollen.

Unternehmen: Staatenlos ein Unternehmen zu registrieren könnte schwer fallen- ist in den richtigen Ländern aber kein Problem. Auch hier bieten Krypto-Währungen mit praktischen Anwendungen wie BitNation viel Potential.

Wahlteilnahme: Ich hoffe, Du wählst ohnehin nicht. Falls doch, solltest Du Dich mal mit den Moral-, Gruppen-, Staats-, Utopie-, Weltverbesserungs- und Gewissheitsfallen meines Buches „Die Staatenlos-Mentalität“ auseinandersetzen, das in Kürze veröffentlicht wird. Die Aufgabe Deiner Stimme alle paar Jahre mal solltest Du leicht verschmerzen können.

Dokumente: Die Beantragung eines neuen Reisepasses bei Botschaften ist – aus eigener Erfahrung – leicht komplizierter und teurer. Sofern Du ihn nicht verlierst, steht dieser Vorgang jedoch nur alle 10 Jahre an – ist also leicht zu verschmerzen in Hinblick auf den Gewinn von tausendmal soviel Zeit durch weniger Bürokatie allgemein.

Postanschrift: Eine fehlende feste Postadresse ist nur ein Problem, wenn man ohnehin Post bekommt. Man kann es einfach an Freunde auslagern oder Online-Briefkästen erwerben.

Versicherungen: Die gesetzlichen Zwangsversicherungen als Vorteil zu begreifen kommt Dir hoffentlich nicht in den Sinn. Mit internationalen Krankenversicherungen kommst Du oft deutlich günstiger bei besseren Leistungsumfang weg und kannst zudem mittels Medizin-Tourismus dort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wo es die besten Methoden oder günstigsten Preise gibt.

Gedanken zu Steuermoral und Steuervermeidung

Was jetzt kommt, kannst Du Dir schon denken, oder? Ungleich anderer Informationsquellen distanziert sich der Staatenlos-Blog ausdrücklich nicht von den hier bereitgestellten Informationen. Warum auch? Steuervermeidung ist völlig legal, wenn Du dabei im Gesetzesrahmen bleibst! Ich finde super, dass Du über die 183-Tage-Regelung liest. Ich finde es super, wenn Du Dich entscheidest, Steuern zu vermeiden. Ich finde es super, wenn Du damit einen weiteren Schritt zur Staatenlosigkeit gehen willst! Oder willst Du wirklich

- jedes Jahr bis zu drei Viertel Deines hart erarbeiteten Geldes an eine Zwangsinstitution abgeben, die Dir keine nennenswerten Vorteile bietet?

- die Faulheit anderer Menschen finanzieren, die mit Staatsgeld oft besser leben als Du selbst?

- den Schabernack bezahlen, den Du täglich in den Nachrichten siehst?

- die Unterdrückung gewisser Bevölkerungsgruppen oder gar anderer Völker finanzieren?

- Dein ganzes Leben von Politikern und Beamten versklavt sein?

- für Dein Privileg arbeiten zu dürfen bezahlen zu müssen?

- Deine eigene Überwachung, Kontrolle und Indoktrinierung weiter verstärken?

- einen stetig degenerierenden Staat am Leben erhalten?

Ich wette, dass Du das nicht willst, wenn Du bis hierhin gelesen hast. Daher handle jetzt und schaue wie Du Deine Steuerlast reduzieren kannst. Falls Du immer noch an die Legitimität von Steuern glauben solltest, lese doch gerne mein kostenloses „Staatenlos-Manifest“. Dort zeige ich Dir unter anderem wie Du den Moral- und Staatsfallen entkommen kannst, die Dich vielleicht noch glauben machen, dass Du eine Steuerpflicht hättest! Hier kannst Du dich dazu mit einem Klick anmelden!

Es ist nicht nur der Staat, der unmoralisch handelt, indem er mittels Zwang und Gewalt Steuern eintreibt, sondern Du, indem Du sie weiterhin brav zahlst!

Deine Stimme in Steuersenkungs-Kampagnen zu erheben wird wenig nützen. Setze besser ein Zeichen, indem Du Dich dem Hoch-Steuer-Staat verweigerst und schaust wie Du ihnvermeiden kannst. Mach es wie Wesselsky – streike, oder wandere gleich aus! Du hast schließlich nichts zu befürchten, wenn Du Dich ans Gesetz hältst! Die 183-Tage-Regelung zeigt Dir eine legale Möglichkeit dazu.

Abschlussbemerkung: Sämtliche bereitgestellte Informationen beziehen sich auf deutsches Steuerrecht. In Österreich verhält es sich ähnlich. Keine Garantie auf sämtliche Informationen – im Zweifel bitte immer den Rat eines qualifizierten Steuerberaters in Anspruch nehmen.

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Kommentare:

  1. Mir gefallen die Beiträge zur Staatenlosigkeit sehr gut, da es ein Thema ist mit dem ich mich noch wenig beschäftigt habe.
    Ich hätte eine Frage, zu der ich auch in dem Blog keine Antwort gefunden habe:

    Einer der Grundsätze ist ja, sich dort "anzumelden" wo man wenig/ gar nicht besteuert wird. Das bedeutet auch, dass man Staatsbürger dieses Landes wird. Birgt das nicht das Risiko, dass weitere Reisen schwerer durchzuführen sind, da der Reisepass alleine (ohne Visum) nun nicht mehr ausreicht um viele Länder zu besuchen? Oder gibt es Niedrigsteuerländer in denen der Pass eine ähnliche "Stärke" hat, wie der Deutsche?

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    1. Hallo Joscha,

      Du wirst keinesfalls Staatsbürger nur mit einer Anmeldung und dauerhaften Aufenthalt. Zum Staatsbürger musst Du je nach Land unterschiedlich (meist 4-6,oft auch deutlich mehr Jahre) dort leben (oft dauerhaft) um dich letztlich einbuergern lassen zu können.

      Dein Problem stellt sich also nicht. Zumal doppelte Staatsbürgerschaft in der Regel auch für Deutsche möglich ist (ausserhalb EU auf Antrag), du also den sehr guten deutschen Pass erhältst.

      Davon abgesehen bieten aber auch viele Niedrigsteuerlaender recht weite Steuerfreiheit. Top sind Hong-Kong und Singapur, aber auch viele lateinamerikanische und asiatische Niedrigsteuerlaender bieten um die min 120 visafreie Länder, darunter komplette EU.

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