Donnerstag, 20. August 2015

Habermanns Richtigstellung: Neoliberalismus

Wilhelm Röpke und Friedrich August von Hayek.
von Prof. Dr. Gerd Habermann
Dieses Mal: Neoliberalismus
Neuerdings konfuser Kampfbegriff gegen alle Strömungen, die versuchen, den bürokratisch erstarrten Wohlfahrtsstaat der Gegenwart und den sozialnationalistischen Protektionismus zurückzudrängen. Selbst die zahme ,,Agenda 2010'' der Schröder-Regierung fiel unter dieses Verdikt. 

Ursprünglich wurde dieser Ausdruck für den wiedererstarkten Liberalismus nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiederherstellung einigermaßen freier Ordnungen nach dem totalitären Zwischenspiel, gebraucht. 

In Deutschland galten unter anderem Walter Eucken, Wilhelm Röpke, Ludwig Erhard, Franz Böhm, Friedrich August von Hayek als Neoliberale. Heute wird unter ,,neoliberal'' auch reiner Ökonomismus bekämpft, der mit den Idealen des ursprünglichen deutschen Erhard-Liberalismus wenig zu tun hat. 

Die echten ,,Neoliberalen'' verkennen nicht, dass es wichtige Dinge gibt, die jenseits von Angebot und Nachfrage liegen, dass der Markt nicht alles regeln, vor allem nicht sich selbst reproduzieren kann. Sie gestehen den freien Gemeinschaften daher eine bedeutende Rolle zu. Diese ,,Neoliberalen'' trifft jedenfalls der Vorwurf des ,,Ökonomismus'' nicht, soweit man ihn überhaupt als Vorwurf akzeptiert.

Kommentare:

  1. Wie sagte Mises zu Ihnen: "Ihr seid alle nur ein Haufen Sozialisten!"

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