Montag, 3. August 2015

Endpunkt der Goldbaisse erreicht - oder Beginn einer neuen Abwärtswelle?

Marktkommentar von Claus Vogt
Charttechnischer Ausbruch nach unten 

Aus charttechnischer Sicht hat der Goldpreis seinen in 2011 begonnenen Abwärtstrend bestätigt, indem der Kurs unter das November 2014-Tief von 1.130 $ pro Unze gefallen ist. Prompt wurden zahlreiche Stimmen laut, die einen weiteren Kursrückgang auf 975 $ bis 850 $ prognostizieren.
Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2011-2015: Aus chart-
technischer Sicht wurde der Abwärtstrend des Goldpreises mit dem vor zwei
Wochen erfolgten Ausbruch nach unten bestätigt. Quelle: StockCharts.com
Tatsächlich lässt sich das Unterschreiten einer wichtigen charttechnischen Marke um immerhin 5,1% nicht mehr als unbedeutende Ausweitung einer lang anhaltenden Handelsspanne interpretieren. Rein charttechnisch gesehen, gibt es hier also keinerlei Interpretationsspielraum mehr. Das Chartbild ist eindeutig bearish. Aber es steht in einem krassen Widerspruch zu den Ergebnissen anderer wichtiger Analysemethoden.

Meine fundamentalen und makroökonomischen Analysen sind rundum bullish für Gold

Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass ich die technische Analyse nur als eine Hilfsfunktion betrachte, die sich den Ergebnissen meiner fundamentalen und makroökonomischen Analysen unterordnen muss. Und die Ergebnisse dieser Analysen, die ich regelmäßig in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren veröffentliche, sind rundum bullish für Gold. 

Der Kauf von Gold dient vor allem Ihrem Schutz vor den Folgen einer unseriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik. Insofern ist Gold ein Investment in geld- und staatsschuldenpolitisches Durcheinander und Chaos, das stets von hohen Risiken und großer Unsicherheit begleitet wird und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Geldentwertung, Staatsbankrotten, Finanzmarktturbulenzen und nicht selten sogar zum Zusammenbruch des Finanzsystems führt. Und spätestens seit der großen Krise von 2008 sind wir alle Versuchskaninchen in einem der radikalsten geldpolitischen Experimente in der langen und turbulenten Geschichte des Geldes. 

Deshalb sehe ich die zahlreichen bearishen Goldpreisprognosen mit großer Skepsis und halte Gold für ein zwingend gebotenes Investment.


Sentimentindikatoren und Terminmarktpositionen ebenfalls

Außer fundamentalen und makroökonomischen Überlegungen sprechen noch andere Argumente gegen einen weiteren Rückgang des Goldpreises. In dem am Samstag, den 25. Juli erschienenen Wochenupdate meines gemeinsam mit Roland Leuschel verfassten Börsenbriefs Krisensicher Investieren gehe ich vor allem auf die Sentimentindikatoren und die Positionierung der Terminmarktteilnehmer ein. 

Darauf basierend führe ich sieben Argumente auf, die gegen eine Fortsetzung der Edelmetallbaisse sprechen. Alle von mir untersuchten Kennzahlen haben inzwischen Extremwerte erreicht. Einige davon haben sogar die alten Rekorde aus der Zeit um die Jahrtausendwende gebrochen. Damals notierte Gold bei 250 $ und befand sich am Vorabend einer spektakulären Hausse, in deren Verlauf der Kurs bis auf 1.900 $ gestiegen ist.


Interessante Analogien zur Bodenbildung des Jahres 1999

In meinem nächsten Wochenupdate, das voraussichtlich am Samstag, den 1. August erscheinen wird, werfe ich einen höchst interessanten analytischen Blick auf die Bodenbildung des Goldmarktes im Jahr 1999. Die Übereinstimmungen zum aktuellen Geschehen sind frappierend. 

Damals war es goldrichtig, in großem Stil Gold und Goldminenaktien zu kaufen. Warum sollte es dieses Mal anders sein? Zumal die fundamentalen Rahmenbedingungen heute noch sehr viel deutlicher für Gold sprechen als damals?

Die Botschaft der Finanz- und Wirtschaftsgeschichte ist klar: Nutzen Sie diese Gelegenheit und positionieren Sie sich jetzt. Welche Goldinvestments zu meinen Favoriten gehören, lesen Sie in der nächsten Ausgabe von Krisensicher Investieren. Bestellen Sie Krisensicher Investieren jetzt 30 Tage kostenlos.

Im Jahr 1999 habe ich persönlich übrigens meine ersten Goldbarren gekauft.

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