Montag, 31. August 2015

Unterbringung von Behörden: Wie der Flächenbedarf reduziert werden kann

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

zur Erfüllung ihrer Aufgaben haben Bund und Länder eine ganze Reihe von Behörden eingerichtet, in denen eine Vielzahl von Beamten und Angestellten tätig ist. Um die vielen Mitarbeiter unterzubringen, werden in großem Umfang Büros und sonstige Räume benötigt. Wie man immer wieder lesen kann, wird bei der Unterbringung häufig recht großzügig verfahren, die Kosten trägt ja der Steuerzahler. Und der kann sich ja bekanntlich gegen solche Großzügigkeiten nicht wehren!

Nach wie vor nutzen die meisten Behörden Gebäude, die im Eigentum des Bundes bzw. des betreffenden Bundeslandes stehen. Aber häufig werden auch Gebäude angemietet, um den Raumbedarf der verschiedenen Dienststellen zu decken. Der Bund und mehrere Bundesländer haben sich zentrale Einrichtungen für das Liegenschaftsmanagement geschaffen, die sich um die staatlichen Immobilien sowie um Anmietungen kümmern und für die Unterbringung von Behörden zuständig sind.

Freitag, 28. August 2015

Sieben Länder, deren offene Grenzen Dich (und fast jeden) einfach einreisen lassen

von Christoph Heuermann, der gerne staatenlos ist
Eine Welt ohne Grenzen wäre eine schöne Welt, oder? Leider sind wir bloß von dieser Welt meilenweit entfernt. Grenzen bestimmen die Realität und die Nachrichten. Hunderte Menschen flüchten täglich illegal über geschlossene Grenzen – und einige davon ertrinken, verdursten, erfrieren oder werden ermordet.

Als Deutsche, Österreicher oder Schweizer denken wir daran meist nicht, insbesondere wenn wir als junge Europäer die Schengen-Zone gewöhnt sind. Wir haben es auch darüber hinaus noch vergleichsweise gut: mit unserem Reisepass können wir in über 170 Länder visa-frei einreisen – das sind fast 90% der verfügbaren Länder. Selbst die restlichen 10% sind in der Regel kein Problem: die nötigen Visa, Einladungen oder sonstigen Bescheinigungen werden uns vergleichsweise schnell und unkompliziert ausgestellt.

Donnerstag, 27. August 2015

Der Schwangerschafts-Chauvinismus

von Jorge Arprin, ohne Rücksicht auf Gefühle
Seit es die Möglichkeit gibt, mittels künstlicher Befruchtung schwanger zu werden, sind wir nicht mehr auf die klassischen biologischen Prozesse angewiesen, um ein Kind zur Welt zu bringen. Allerdings ist künstliche Befruchtung nicht die einzige Möglichkeit, um auf nicht-klassischem Wege schwanger zu werden. Die Leihmutterschaft ermöglicht es, seinen Embryo bei einer anderen Frau zu implantieren, die dann das Kind zur Welt bringt. Mit der Methode des “Social Freezing” kann man Eizellen einfrieren lassen, um so auch im späten Alter, wenn die “biologische Uhr” abgelaufen ist, noch ein Kind bekommen zu können. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) wiederum bezeichnet das Untersuchen von Embryos nach bestimmten genetischen Ausstattungen, dadurch werden sogenannte “Designerbabys” möglich.

Mittwoch, 26. August 2015

Gold in Dollar: Ein verheißungsvoller Anfang ist gemacht

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2014 bis 2015: Der PMO hat
inzwischen ein Kaufsignal gegeben. Quelle: StockCharts.com
Marktkommentar von Claus Vogt
Fast alles spricht für den Beginn einer Goldhausse 

Vorige Woche habe ich an dieser Stelle die von einer deutschen Bank ausgegebene Parole „Weg mit dem Gold!“ in einen historischen Kontext gestellt. Wenn Sie diesen Beitrag noch nicht gelesen haben, sollten Sie das unbedingt nachholen, damit Sie die Bedeutung dieser radikalen Verkaufsempfehlung für Gold besser einordnen können.

Für all jene, die meinen letzten Marktkommentar verpasst haben, wiederhole ich das Ergebnis dieser Überlegungen gerne noch einmal: Das gesamte Stimmungsbild rund um den Edelmetallsektor passt perfekt zu der Frühphase einer großen Hausse, die fast immer von großer Ignoranz und Ungläubigkeit gekennzeichnet ist.

Dienstag, 25. August 2015

Franz Josef Strauß und Co.: Der Glaube an die feinen Unterschiede

Franz Josef Strauß im Cockpit
von Kurt Kowalsky
Franz Josef Strauß soll eine Briefkastenfirma unterhalten haben, um Schmiergelder zu kassieren, meldete der Spiegel. Ich gehe davon aus, dass der durchschnittliche Bildungsbürger auch außerhalb Bayerns weiß, wer Franz Josef Strauß war. Unverständlich ist mir wieder einmal die Empörung, welche sich im einschlägigen Wirrwarr der Kommentare durchsetzt.

Unter den sogenannten Libertären kann man den Reflex feststellen, dass sie diese Meldung als rote Propaganda abtun.

Ja, die über 60-jährige Indoktrination der christlich-liberalen Gewalttäter, die von Konrad Adenauer über Ludwig Erhard, Franz Josef Strauß bis zur ersten Wahl von Frau Merkel andauerte, hat ihre Spuren hinterlassen.

Montag, 24. August 2015

Martin Dulski: Ein Schulverweigerer in Deutschland - Folge: Zwangseinweisung

Wir berichteten bereits über den ,,Fall Martin Dulski'': Martin Dulski wurde vom Staat in die psychiatrische Anstalt zwangseingewiesen, weil er aus verständlichen Gründen die Schule schwänzte. Die Sons of Libertas trafen Dulski und führten ein Interview mit ihm durch.

Students For Liberty demonstrieren gegen den Überwachungsstaat

Veranstaltungsfoto vor SPD-Geschäftsstelle
Am 28. August 2015 demonstrieren die Rheinischen Libertarier und FreitAixt auf der „Freiheit statt Angst“-Demonstration gegen die zunehmende Überwachung durch den Staat. Die beiden lokalen Gruppen, die dem Students For Liberty-Netzwerk angehören, setzen sich konsequent für die Privatsphäre jedes Individuums ein.

Jeder Mitstreiter ist herzlich willkommen sich der Demonstration am Kölner Neumarkt anzuschließen.

Überlegungen von Politikern, die Vorratsdatenspeicherung einzuführen, ist auch von libertärer Seite aus entgegenzutreten.

Sonntag, 23. August 2015

Regionalflughäfen: Wenn Politiker sich ein Spielzeug gönnen

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

Flughafen, da denkt man an ferne Länder, an die große weite Welt. Auch Provinzpolitiker geraten ins Schwärmen, wenn sie dieses Wort hören. Wie schön wäre es doch, im eigenen Bundesland, und sei es noch so klein, einen Flughafen zu haben. Ob dafür ein Bedarf besteht, ob sich ein Flughafen fern der Ballungszentren wirtschaftlich trägt, all das wird zur Nebensache. Entscheidend ist der politische Wille, sagt ja auch unsere Kanzlerin immer wieder. Am Ende müssen wir Steuerzahler dann, wie so oft, für solche Politikerträume bezahlen, wie das Beispiel der Regionalflughäfen belegt.

Bis vor wenigen Jahren gab es in Deutschland nur eine sehr überschaubare Anzahl von Verkehrsflughäfen. Dann kam es in den 1990er Jahren, angetrieben von der EU-Kommission, zur Liberalisierung des Luftverkehrs in Europa, was eine starke Zunahme der Flugbewegungen erwarten ließ. Überdies wurden damals durch den Abzug der alliierten Streitkräfte an vielen Standorten Militärflugplätze frei.

Samstag, 22. August 2015

Steuerliche Mitbestimmung

von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Gestern feierte Österreich den Tax Freedom Day. An diesem Tag im Jahr haben die Österreicher im Durchschnitt genug gearbeitet, um vom ihrem Jahreslohn alle jährlichen Abgaben an den Staat zu bezahlen. Bis zum heutigen Tag haben sie also für den Staat gearbeitet, den Rest des Jahres arbeiten sie dann für sich selbst. Kaum ein Land ist so kaputt wie Österreich. In Deutschland feiert man den Tax Freedom Day am 11. Juli, in der Schweiz am 2. Juli. Um diese Zustände zu ändern, fordern Parteien wie die Neos in Österreich drastische Steuerreformen, die auf eine Vereinfachung und Senkung der Steuern hinauslaufen. Diese Reformen umzusetzen, ist jedoch im realen Politikbetrieb ein Ding der Unmöglichkeit.

Freitag, 21. August 2015

Investieren in Kuba - drei Möglichkeiten vom Ende des US-Embargos zu profitieren

von Christoph Heuermann, der gerne staatenlos ist
Investieren in Kuba – geht das überhaupt? Kuba ist schließlich wohl der größte Anachronismus der westlichen Welt. Keine 100km südlich von Miami und östlich von Cancun liegt eine Insel von der Größe Östereichs und der Schweiz zusammengenommen. Als größte Karibikinsel warten über 11 Millionen Salsa und Rum-liebende Einheimische auf neugierige Besucher, von denen mittlerweile bis zu 3 Millionen jährlich auf die Insel strömen. Sie erwartet nicht nur weiße Strände, karibische Rhythmen und schmackhafte Zigarren – sondern auch derKommunismus! So jedenfalls ging es diesem Autor, der die Insel im Mai 2015 für 3 Wochen einmal komplett bereiste. Der um sich greifenden Kuba-Romantisierung konnte er dabei überhaupt nichts abgewinnen. Investieren in Kuba ist hingegen eine Möglichkeit, mit der er sich zu Eurem Vorteil auseinandergesetzt hat.

Donnerstag, 20. August 2015

Habermanns Richtigstellung: Neoliberalismus

Wilhelm Röpke und Friedrich August von Hayek.
von Prof. Dr. Gerd Habermann
Dieses Mal: Neoliberalismus
Neuerdings konfuser Kampfbegriff gegen alle Strömungen, die versuchen, den bürokratisch erstarrten Wohlfahrtsstaat der Gegenwart und den sozialnationalistischen Protektionismus zurückzudrängen. Selbst die zahme ,,Agenda 2010'' der Schröder-Regierung fiel unter dieses Verdikt. 

Ursprünglich wurde dieser Ausdruck für den wiedererstarkten Liberalismus nach dem Zweiten Weltkrieg, die Wiederherstellung einigermaßen freier Ordnungen nach dem totalitären Zwischenspiel, gebraucht. 

In Deutschland galten unter anderem Walter Eucken, Wilhelm Röpke, Ludwig Erhard, Franz Böhm, Friedrich August von Hayek als Neoliberale. Heute wird unter ,,neoliberal'' auch reiner Ökonomismus bekämpft, der mit den Idealen des ursprünglichen deutschen Erhard-Liberalismus wenig zu tun hat.

Mittwoch, 19. August 2015

Wie das Vorsorgeprinzip den Fortschritt bremst

Als Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins am 16. Juli 1969 ihre Reise zum Mond antraten, hatte Nixon zwei Reden vorbereitet, die er vor der ganzen Nation halten sollte. Die eine war die Rede, die er später hielt, die andere wurde erst 1999 veröffentlicht – sie sollte gehalten werden, falls die Mission der Astronauten scheitert und sie sterben. Es war eine kurze Rede, 12 Sätze mit 233 Wörtern, aber sie hatte es in sich:

,,Fate has ordained that the men who went to the moon to explore in peace will stay on the moon to rest in peace. These brave men, Neil Armstrong and Edwin Aldrin, know that there is no hope for their recovery. But they also know that there is hope for mankind in their sacrifice.''

und an anderer Stelle wurde es richtig martialisch:

,,In ancient days, men looked at stars and saw their heroes in the constellations. In modern times, we do much the same, but our heroes are epic men of flesh and blood.''

Montag, 17. August 2015

Rezension: Staatliches Zwangsgeld ist schlechtes Geld

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Thorsten Polleit, Michael von Prollius: Geldreform: Vom schlechten Staatsgeld zum guten Marktgeld, 288 Seiten, 14,99 Euro, FinanzbuchVerlag
Staatliches Zwangsgeld ist schlechtes Geld! Dies ist die Botschaft der beiden Autoren des Buches, Thorsten Polleit und Michael von Prollius, da das Staatsgeldsystem ethisch defekt ist, weil es die Regierungen und ihre Kombattanten auf Kosten der übrigen Bevölkerung bereichert; da das Staatsgeldsystem chronisch inflationär ist und dadurch die Sparer enteignet; da das Zentralbankwesen der Garant für diese chronische Inflationierung ist; da dadurch das Staatsgeldsystem langfristig die Tauschmittelfunktion des Geldes zerstört - Geld wird immer weniger zur Recheneinheit und dient nicht weiter der Wertaufbewahrung; da das Staatsgeldsystem und das Zentralbankwesen verantwortlich für die Wirtschaftskrisen sind, z. B. für die Weltwirtschaftskrise von 1929, für die Subprime-Krise, für die sogenannte Weltfinanzkrise und auch für die Spekulation gegen den Euro-Raum. Die konjunkturellen Krisen sind regelmäßig das Ergebnis der beiden Eckpfeiler der staatlichen Politik, und diese heißen ''staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld'' und ''zentralplanwirtschaftliches Zinsdiktat''. Außerdem ist das Teilreserve-Banksystem mit der Zentralbank als "lender of last resort" (dem Verleiher der letzten Zuflucht) ein für die Regierungen unbedingt notwendiges Instrument in Sachen Enteignungs- und Freiheitszerstörungspolitik.

Sonntag, 16. August 2015

"Weg mit dem Gold!" bestätigt Kaufgelegenheit bei Gold

Dow Jones Industrial Average, 1900 bis 2015: Wer sich 1979 gegen die 
herrschende Mehrheitsmeinung stellte und Aktien kaufte, machte das 
Geschäft seines Lebens. Quelle: StockCharts.com
Marktkommentar von Claus Vogt
Damals „Tod der Aktie“, heute „Weg mit Gold!“ 

„Weg mit dem Gold!“ So lautete am 7. August 2015 eine Schlagzeile in der FAZ. Und das Handelsblatt lässt in seiner Kolumne „Parkettgespräch“ den Chefstrategen der einstigen Privatbank Sal. Oppenheim folgendermaßen zu Wort kommen: „Wir sehen in Gold eine volatile und riskante Anlageform ohne inneren Wert.“ Als weitere Begründung seiner sehr bearishen Äußerungen verweist er darauf, dass Gold keine Zinsen zahle und keine Dividenden ausschütte.

Beim Sichten dieser Artikel, die sich extrem negativ gegenüber der langfristig so bewährten Anlageklasse Gold äußern, musste ich unwillkürlich an einen unter US-Börsianern berühmt gewordenen Artikel der Wirtschaftszeitschrift Businessweek denken, mit dem sie die Aktie als Anlageklasse beerdigte. Der Aufmacher der Titelseite lautete „The Death of Equities“ (der Tod von Aktien).

Samstag, 15. August 2015

Die finanzielle Lage der Kommunen ist bedenklich

Wo sind meine Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

die Städte und Gemeinden in Deutschland erzielen seit einigen Jahren immer neue Einnahmerekorde. Dennoch geht es vielen Kommunen finanziell ziemlich schlecht. Bei ihnen wachsen die Ausgaben schneller als die Einnahmen. Auch sind viele Städte und Gemeinden hoch verschuldet und wissen nicht, wie sie jemals aus ihren Schulden wieder herauskommen sollen. Da fragt man sich schon, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte.

Die Situation der deutschen Kommunen ist durchaus unterschiedlich, es hat sich eine regelrechte Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickelt: Die einen hatten in den letzten Jahren einen ausgeglichenen Haushalt oder erzielten sogar Überschüsse, so dass die Verschuldung abgebaut werden konnte. Bei den anderen sind die Haushalte seit Jahren defizitär, sie versinken immer tiefer im Schuldensumpf. Bei den kommunalen Schulden handelt es sich überdies zu einem hohen Prozentsatz um Kassenkredite, die eigentlich nur zur Deckung eines kurzfristigen Liquiditätsbedarfs bestimmt sind.

Freitag, 14. August 2015

Mit der 183-Tage-Regelung legal nie mehr Steuern zahlen!

von Christoph Heuermann, der gerne staatenlos ist
Nie mehr Steuern zahlen? 

Ja, du hast richtig gehört: niemals mehr Steuern zahlen – zumindest keine Einkommenssteuer. Das bedeutet für Dich mehr Zeit und mehr Geld wie auch weniger Stress und weniger Gedanken ob Du moralisch das Richtige tust.

Direkte Steuern wie die Einkommenssteuer kannst Du nämlich ganz einfach vermeiden, wenn Du nach der 183-Tage-Regelung lebst. Die 183-Tage-Regelung ermöglicht Dir der Steuerpflicht völlig legal zu entkommen und ein staatenloses Leben zu führen.

Ohne Einkommenssteuern zahlen zu müssen, hast Du mit der 183-Tage-Regelung

Donnerstag, 13. August 2015

Handel kennt keine Grenzen

Sind zu viele Importe schädlich?
von Jorge Arprin
Man stelle sich folgenden Tagesablauf vor: Eine in Deutschland lebende Person mit deutscher Staatsbürgerschaft geht morgens zu einer Samsung-Filiale, um ein neues Handy zu kaufen, mittags kauft sie Bananen aus Ecuador und nachts schaut sie sich bei Netflix fünf neue Folgen der neuen Staffel von Game of Thrones an. Auf den ersten Blick wirkt das unspektakulär. Niemand würde etwas Besonderes dahinter vermuten. Und doch hat dieser Bürger gemäß einer weit verbreiteten ökonomischen Theorie seinem Land geschadet. Er hat als Deutscher bei Anbietern aus Südkorea, Ecuador und den USA sein Geld ausgegeben. Er hat seinem Land Geld entzogen und dem “außenwirtschaftlichen Gleichgewicht” geschadet.

Die Theorie des “außenwirtschaftlichen Gleichgewichts” geht davon aus, es sei für ein Land wichtig, nicht mehr Waren zu importieren als man selbst exportiert. Obwohl sie schon zu Zeiten von Adam Smith massiv kritisiert wurde, lebt die Theorie noch heute weiter. Politiker in aller Welt machen sich Sorgen um Leistungsbilanzdefizite. Mit protektionistischen Maßnahmen werden einheimische vor ausländischen Unternehmen geschützt. In der Eurokrise werfen viele Deutschland vor, mit seinen hohen Exporten Griechenland ruiniert zu haben. Macht das alles Sinn? Nein. Tatsächlich gibt es keinen Anlass, sich zu sehr über außenwirtschaftliche Gleichgewichte zu kümmern.

Mittwoch, 12. August 2015

Dort, wo früher Naumann stand, steht heut' ein alter Querulant: Eugen Richter!

Dominik Ešegović, Eugen Richter, Tomasz M. Froelich.
Im April wurde in einem diebischen Akt auf dem Gelände der Theodor-Heuss-Akademie die Friedrich-Naumann-Büste gestohlen. Um eventuell sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens liefern zu können, war ein Freitum-Team vor Ort. Die Suche nach den besagten Hinweisen blieb jedoch erfolglos. Dennoch hat sich die Reise nach Gummersbach ausgezahlt: Eine erste Skizze der Eugen-Richter-Büste wurde vor Ort erfolgreich eingeweiht.

Montag, 10. August 2015

Verkaufssignal für Apple - Setzen Sie jetzt auf fallende Kurse


Marktkommentar von Claus Vogt
Nur 6 Aktien für die Hälfte der Kursgewinne verantwortlich  
Kürzlich hat das Wall Street Journal über eine interessante Statistik berichtet: Die Marktkapitalisierung der NASDAQ sei seit Jahresanfang um 664 Mrd. $ gestiegen, wobei mehr als die Hälfte dieser Kursgewinne auf nur sechs Aktien zurückgehen: Amazon, Apple, Facebook, Gilead Sciences, Google und Netflix.

Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis dieser glorreichen Sechs beträgt 156,2 Punkte. Apple und Gilead sind mit einem KGV von 13,3 bzw. 12,5 Punkten vergleichsweise günstig bewertet, während Amazon und Netflix mit einem KGV von 335,1 bzw. 508,0 Punkten jenseits von Gut und Böse sind. Im Vergleich dazu erscheinen Facebook mit einem KGV von 45,6 und Google mit 22,8 fast schon moderat bewertet.

Samstag, 8. August 2015

Kunst am Bau: Der Staat als Mäzen der bildenden Kunst

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

wenn unser Staat baut, stellt er einen kleinen Prozentsatz der Baukosten für Kunst am Bau zur Verfügung. Meist werden mit diesem Geld Skulpturen, Installationen, Mosaike, Brunnen, Wandmalereien und ähnliche Kunstwerke angeschafft, die mit dem Bauwerk oder dessen Freiflächen fest verbunden sind. Die Begründungen für die Förderung von Kunst am Bau haben sich im Laufe der Zeit gewandelt, die Ausgaben sind geblieben.

Ursprünglich sollte durch Kunst am Bau die finanzielle Not von bildenden Künstlern gelindert werden, deren wirtschaftliche Situation nach dem Zweiten Weltkrieg äußerst schwierig war. Dementsprechend ersuchte der Deutsche Bundestag im Jahr 1950 die Bundesregierung, bei allen Bauaufträgen des Bundes (Neu- und Umbauten) einen Betrag von mindestens ein Prozent der Auftragssumme für Werke bildender Künstler vorzusehen.

Freitag, 7. August 2015

Die besten Maßnahmen für den Tierschutz

von Jorge Arprin, ohne Rücksicht auf Gefühle
Cecil ist tot. Die Welt ist in Aufruhr. Die Menschen in Simbabwe haben sicher andere Sorgen als den Tod eines Löwen, doch die Herzen der Tierschützer und Tierrechtler in den reicheren Ländern der Welt sind gebrochen. Einen ähnlichen Aufruhr gab es, als im Februar 2014 eine Giraffe in einem dänischen Zoo geschlachtet und an einen Löwen verfüttert wurde. Es ist erstaunlich, dass es Löwen und Giraffen schaffen, zum Symbol für das von Menschen verursachte Leid von Tieren zu werden, während Schlachthöfe keine prominenten Opfer hervorbringen. Wahrscheinlich gibt es einfach zu wenige Jäger, während sich die Fleischesser, zu denen auch ich gehöre, in der großen Mehrheit befinden.

Donnerstag, 6. August 2015

Über den Verfall der Tugend

Es gibt auch eine gute Eris: Hesiod. 
von Jonathan Danubio
Der erste namentlich bekannte Dichter der europäischen Literatur, Hesiod (wohl ca. 740-670 v. Chr.), ging in seiner "Theogonie" davon aus, daß die Eris (Personifikation des Streites, der Zwietracht etc.) schlecht sei. In "Werke und Tage" revidiert er seine Auffassung und schreibt, daß es auch eine gute Eris gebe. Die schlechte Eris entspricht dabei dem Streit, der sich u. a. in Kriegen, Verbrechen etc. ausdrückt. Die gute Eris entspricht dem Wettkampf, d. h. der marktwirtschaftlichen Konkurrenz zwischen den Menschen. Bei Hesiod klingt das so:

"Nicht also gab es nur eine Art von Eris, sondern zwei sind es auf Erden. Die eine nun wird loben, wer sie erkennt, die andere verdient Tadel. Sie haben nämlich ganz verschiedenen Sinn, mehrt doch die eine schlimmen Krieg und Hader, die verderbliche. […] Die andere aber gebar die dunkle Nacht zuerst, und der hochthronende Kronide, der im Äther wohnt, barg sie in den Erdwurzeln und schuf sie den Menschen zu größerem Segen. Ist einer auch träg, treibt sie ihn doch ans Werk. Sieht nämlich der Nichtstuer, wie sein reicher Nachbar mit Eifer pflügt, sät und sein Haus wohl bestellt, dann eifert der Nachbar dem Nachbarn nach, der zum Wohlstand eilt. Fördernd ist solcher Wetteifer für die Menschen, und so grollt der Töpfer dem Töpfer und der Zimmermann dem Zimmermann, der Bettler neidet dem Bettler, und der Sänger dem Sänger.“ (Übers.: Otto Schönberger)

Mittwoch, 5. August 2015

Bericht aus der ''Abfallwirtschaft''

von Kurt Kowalsky
Der Herr Generalbundesanwalt ist nach § 54 BBG politischer Beamter und weisungsgebunden. Er hat mit den politischen Zielen der Bundesregierung übereinzustimmen. Wer sich darüber empört, hat die Systematik der sogenannten Rechtspflege nicht verstanden oder ist ein Rosstäuscher.

Der (wie alle Gesetze) auf Grund politischer Willkür entstandene § 94 StGB definiert den Straftatbestand des Landesverrats unter anderen wie folgt:

"Landesverrat begeht, wer ein Staatsgeheimnis ... sonst an einen Unbefugten gelangen lässt oder öffentlich bekanntmacht, um die Bundesrepublik Deutschland zu benachteiligen oder eine fremde Macht zu begünstigen, und dadurch die Gefahr eines schweren Nachteils für die äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland herbeiführt."

Netzpolitik.org und die Angst des Staates

von Christoph Frädrich
Bevor ich zum eigentlichen Kernpunkt meines Artikels komme, möchte ich den Autoren von netzpolitik.org gratulieren. Ich möchte ihnen gratulieren, den bestmöglichen Zeitpunkt gefunden zu haben, um ihren Leak zu veröffentlichen. Im Moment dieser Veröffentlichung fand kein sportliches Großevent statt, die Politiker befinden sich in der „Sommerpause“, und so richtig wissen auch nicht die Zeitungen, was sie täglich schreiben sollen, und so musste der Leak, welcher für viele keine Überraschung war, ein zurecht großes Ding werden. Zudem muss man auch den Mut der Quellen und der Journalisten honorieren, die Daten zu veröffentlichen. 

Nun, kommen wir zum Kernpunkt des Artikels. Die Ermittlungen wegen Landesverrates sollten nicht lange auf sich warten lassen. Die Reaktion auf die Ermittlungen war allerdings sehr interessant, denn so richtig wollte keiner dazu stehen bzw. es wurde auch kritisiert. Der Einzige, der wohl laut sagte, was alle Regierungsmitglieder und ranghohen Bediensteten des Staates dachten, war Bundesanwalt Range.

Dienstag, 4. August 2015

Anarchisten gegen Liberale: Kann es nur einen geben?

von Dominik Ešegović
Der liberale Querdenker und Mises-Anhänger Helmut Krebs hat mal wieder gepoltert. Nach vergeblichen Versuchen in sozialen Netzwerken die sture Gemeinde der Anarchokapitalisten auf seine minimalstaatliche Seite zu ziehen, hat er nun nachgelegt. Vom Versuch der Missionierung ist er aber anscheinend endgültig abgerückt. In einem neuen Beitrag (1) erklärt der pensionierte Grund- und Hauptschullehrer, Liberalismus und Anarchismus „stehen sich feindlich gegenüber und bekämpfen sich.“ Der Libertarismus, der versuche, beide Positionen zusammenzuführen, sei gescheitert. Für Krebs steht fest: im Kampf Anarchismus gegen Liberalismus kann es am Ende nur einen geben.

Montag, 3. August 2015

Endpunkt der Goldbaisse erreicht - oder Beginn einer neuen Abwärtswelle?

Marktkommentar von Claus Vogt
Charttechnischer Ausbruch nach unten 

Aus charttechnischer Sicht hat der Goldpreis seinen in 2011 begonnenen Abwärtstrend bestätigt, indem der Kurs unter das November 2014-Tief von 1.130 $ pro Unze gefallen ist. Prompt wurden zahlreiche Stimmen laut, die einen weiteren Kursrückgang auf 975 $ bis 850 $ prognostizieren.
Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2011-2015: Aus chart-
technischer Sicht wurde der Abwärtstrend des Goldpreises mit dem vor zwei
Wochen erfolgten Ausbruch nach unten bestätigt. Quelle: StockCharts.com
Tatsächlich lässt sich das Unterschreiten einer wichtigen charttechnischen Marke um immerhin 5,1% nicht mehr als unbedeutende Ausweitung einer lang anhaltenden Handelsspanne interpretieren. Rein charttechnisch gesehen, gibt es hier also keinerlei Interpretationsspielraum mehr. Das Chartbild ist eindeutig bearish. Aber es steht in einem krassen Widerspruch zu den Ergebnissen anderer wichtiger Analysemethoden.

Zu viel Staatsknete für sportliche Großveranstaltungen

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

der Staat und der Sport sind in Deutschland seit jeher eng miteinander verflochten, wobei der Beitrag der öffentlichen Hand im Wesentlichen darin besteht, den Sport finanziell zu unterstützen. Obwohl doch, wie jedermann weiß, in vielen Bereichen des Sports eine Menge Geld verdient wird. Da stellt man sich als braver Steuerzahler schon mal die Frage, ob die vielen Millionen zur Förderung des Sports wirklich erforderlich sind.

Die Steuergelder gehen an Vereine und Verbände, sie ermöglichen die Ausrichtung von Sportveranstaltungen und -wettkämpfen, ferner werden aus ihnen Betreuungs- und Trainingszentren sowie Spitzensportler und Trainer bezahlt. Darüber hinaus baut und unterhält die öffentliche Hand in großem Umfang Sportstätten und stellt sie dem Sport - häufig kostenlos oder zu Vorzugspreisen - zur Verfügung. Insgesamt unterstützen Bund, Länder und Kommunen den Sport jährlich mit mehreren Hundert Millionen Euro.

Samstag, 1. August 2015

Termine: August 2015


Für den August konnten wir leider nur eine für den libertären Kalender relevante Veranstaltung finden: Am 28. August empfängt der Liberale Club Kiel Albert Duin, der über den - vom Staat geschaffenen? - Keil zwischen Arbeitgebern und -nehmern vortragen wird.

Weitere Termine sind dem Kalender zu entnehmen.

Sollten wir wichtige und interessante Termine in unserem Kalender vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies per Mail (tomek.froelich@yahoo.de), auf unserer Facebook-Seite oder im Kommentarbereich mitzuteilen.

Kiel, 28. August, 19 Uhr: Der Staat: Keil zwischen Arbeitgeber und -nehmer? Veranstaltung des Liberalen Clubs Kiel. Mit Albert Duin. Ort: Kieler Ratskeller. Anmeldungen bitte an liberalerclubkiel@gmail.com.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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