Sonntag, 28. Juni 2015

Homo-Ehe in den USA: Libertäre Vorarbeit

von Simon Scherrer
"Libertär"? Ein Wort bestens geeignet, quer durchs politische Spektrum allenthalben allergischen Ausschlag, mindestens aber verächtlich zuckende Mundwinkel hervorzubringen. Die Sozialdemokraten aller Parteifarben denken beim Wort "libertär" gleich an waffennärrische, truckfahrende, überbeleibte, filzlausbärtige und baseballcaptragende Südstaaten-"Amis", die zu dumm und zurückgeblieben sind für Modernes wie Sozialstaat und Waffengesetze. Reaktionäre Rednecks! Ungebildete Ultrakonservative! Staatsfeindliche Sklavenhalternachfahren! (Im Hintergrund summt der Tea-Party-Groove.)

Oben beschriebene Sozialdemokraten, die auf "Libertäre" so wunderbar erwartbar reagieren, haben in den letzten Tagen auch so wunderbar antizipierbar ihre Profilbilder in Regenbogenfarben getränkt. Nur: Wem verdanken sie den Supreme-Court-Entscheid zur Ehe für alle?

Samstag, 27. Juni 2015

Mehrere EU-Staatsbürger in Kroatien unrechtmäßig verurteilt und inhaftiert

Foto: liberland.org
Mitteilung des Liberland Settlement Association
Am Sonntag, den 28. Juni 2015 findet eine Demonstration an der kroatischen Botschaft, Ahornstraße 4, 10787 Berlin von 15:00 bis 17:00 Uhr unter dem Motto „Free Liberland“ statt. 

Hintergrund: Es gab bisher mehrere Verhandlungen in Beli Manastir mit der Anklage „Illegale Einreise, bzw. Ausreise von und nach Kroatien“. Mehrere EU-Staatsbürger wurden verhaftet und erhielten Geldstrafen. Einige wurden unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert. Wir protestieren um die Gangart Kroatiens zukünftig zu unterbinden, da diese Aktionen nicht rechtmässig sind.

Freitag, 26. Juni 2015

Die Willkür politischer Grenzen

von Ralph Eisbär
Die Willkür politischer Grenzen: Drei Beispiele, der Bedeutung nach geordnet (von unwichtig bis wichtig):

1.) wenn ich ein Paket von der Post holen will, muss ich 1,4km (laut Google Maps 18 Gehminuten, inklusive dem Hügel rauf zum Apollo-Kino) auf mich nehmen. So weit ist es von mir daheim zum zuständigen Postamt. Wo die Paketabholung neuerdings übrigens maschinell, also ohne oftmals herrlich unfreundlichen Wiener Grantlerpostler vonstatten geht; was nachdenklich macht. Obwohl das nächstgelegene Postamt 150m entfernt liegt (2 Gehminuten). Nur befindet sich das eben in einem anderen Bezirk. Ich gehe auf die 30 zu, ich hab nicht so viel Zeit. Also entweder ihr verschickt Pakete irgendwann per Drohne in mein Wohnzimmer oder die Postämter richten sich nicht nach Bezirk, sondern nach faktischer Nähe. Aber wer weiß, vielleicht drucken wir unsere Bestellungen (in dem Fall Einlagen für meine hinnigen Füße – eh schon wissen, Sportverletzungen, ich hätte sonst Profi werden können, blablabla) bald ohnehin daheim mit unseren 3D-Druckern.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Kann Bitcoin die Griechen vor dem Euro retten?

von Aaron Koenig
Angesichts des näher kommenden Staatsbankrotts in Griechenland wird die Möglichkeit diskutiert, dass Griechenland aus dem Euro aussteigt und stattdessen den Bitcoin als offizielle Währung einführt. Selbst Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat zu diesem Thema Stellung bezogen. Obwohl Bitcoin dem Euro meiner Ansicht nach weit überlegen ist, halte ich dies dennoch für keine gute Idee. Bitcoin eignet sich nicht dafür, die Probleme des griechischen Staates zu lösen. Der Staatsapparat ist aufgebläht und ineffizient, er gibt weitaus mehr Geld aus, als er einnimmt. Ohne das staatliche Geldmonopol wäre es nie so weit gekommen. 

Seit der Aufhebung der Golddeckung des Dollars im Jahr 1971 können die staatlichen Zentralbanken aus dem Nichts neues Geld schaffen. Dadurch ist es für Politiker sehr viel einfacher geworden, Geld auszugeben, das sie nicht haben. Die versteckte Steuer der Inflation, die die Einkommen und Ersparnisse der Bürger schleichend entwertet, ist bei Politikern beliebt, da sie weniger auffällt als direkte Steuererhöhungen. Auch die Verschuldung ist im Zeitalter des beliebig vermehrbaren Geldes sehr viel einfacher geworden. Seit Ende der Golddeckung sind die Schuldenberge fast aller Staaten in bisher ungekannte Höhen gestiegen. Griechenland ist da keine Ausnahme.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Griechenland eröffnet Ihnen einen Blick in die Zukunft fast aller Industrienationen

Die Finanzgeschichte ist voller Staatsbankrotte, Bankenkrisen und Inflationen
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,

die Finanzgeschichte ist voller Staatsbankrotte, Bankenkrisen und Inflationen. Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Vorgänge in und um Griechenland nur eine weitere kleine Episode in einer nicht enden wollenden Serie staatlicher Misswirtschaft. Deshalb sollten Sie das Gezerre um den griechischen Staatsbankrott und vor allem die politischen Vorgänge und sozialen Veränderungen in Griechenland selbst sehr genau verfolgen. Denn dieses Schauspiel ist kein kurioser und isolierter Einzelfall. Im Gegenteil. Es ist der Beginn einer ganzen Reihe von Staatspleiten, welche die Bevölkerung der Industrieländer in den kommenden Jahren in Atem halten wird, und die letztlich zum Zusammenbruch des bestehenden Weltwährungssystems führen wird.

Dienstag, 23. Juni 2015

Abschiebungen sinken, Kosten bleiben hoch

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
über die Abschiebung von Ausländern wird in Deutschland mit viel Emotion und nur selten auf der Basis von Fakten diskutiert. Beispielsweise hört und liest man kaum etwas über die Kosten, die dem Staat in diesem Zusammenhang entstehen. Es ist deshalb hoch anzuerkennen, dass vor kurzem ein Landesrechnungshof, nämlich der Rechnungshof von Berlin, sich an diese Thematik herangewagt und einige interessante Zahlen vorgelegt hat.

Bei der Abschiebung handelt es sich um eine Zwangsmaßnahme, durch welche der unrechtmäßige Aufenthalt eines Ausländers beendet wird. Wenn ein Ausländer nicht freiwillig ausreist, kann Abschiebungshaft zur Sicherung und Vorbereitung der Abschiebung richterlich angeordnet werden. Die Haft ist Sache der Länder, die eigentliche Rückführung - meist per Flugzeug - erfolgt dann durch die Bundespolizei.

Montag, 22. Juni 2015

Tierschutz, Recht und Libertarismus

von Tommy Casagrande und Stefan Blankertz
Tommy Casagrande: Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Weder bin ich für Tierquälerei, noch übe ich sie selber aus. Wogegen ich aber bin ist ein staatliches Verbot von Tierquälerei und die Auffassung, es gäbe kein menschliches Recht dazu. Menschen ändern sich durch ökonomische Bedingungen und sie ändern sich durch Freiheit, wenn sie sich überhaupt ändern. Durch Zwang ändert sich niemand. Im Gegenteil, wird dann alles heimlich und im Verborgenem passieren. Menschen ändern sich ebenso durch Vorbilder, denen sie nacheifern können, aber aus freien Stücken auch nacheifern wollen. Menschen ändern sich durch ein in sich gehen, dem nachspüren eigener Empfindsamkeiten und Bedürfnisse, nicht dadurch, dass einem diese unter Androhung von Strafen aufgezwungen werden.

Sonntag, 21. Juni 2015

Rezension: Scholastische Wurzeln moderner Wirtschaftstheorie

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Diesmal: Thomas E. Woods: Sternstunden statt dunkles Mittelalter: Die katholische Kirche und der Aufbau der abendländischen Zivilisation, 304 Seiten, 22,70 Euro, MM Verlag.
Ein wirklich lesenswertes Buch des libertären Professors Thomas E. Woods; ein Buch, welches mit vielen Vorurteilen über das Mittelalter und die katholische Kirche aufräumt.
Jedem Leser zu empfehlen, der auch bereit ist sich mit seinen eigenen - eventuell auch lieb gewonnenen - Vorurteilen kritisch auseinanderzusetzen.
Auch und gerade für Ökonomen, die die Geschichte und Wurzeln ihrer Wissenschaft nachfragen, interessant.

Im Kapitel über Kirche und Wirtschaft geht Woods der Geschichte der Wirtschaftstheorie nach. Er zeigt überzeugend, dass die Lehre vom freien Markt nicht ihren Ursprung mit Adam Smith in der Epoche der Aufklärung hat, sondern längst weitgehend von scholastischen Gelehrten theoretisch erfasst worden war:

Samstag, 20. Juni 2015

Habermanns Richtigstellung: Demographisches Problem


von Prof. Dr. Gerd Habermann
Dieses Mal: Demographisches Problem
Die kritische demographische Entwicklung Deutschlands und anderer Wohlfahrtsstaaten Westeuropas hängt besonders mit den Strukturen der Sozialversicherung zusammen, die die Illusion verbreitet, man könne sich auch ohne Familie jederzeit auf den Staat stützen, namentlich, was die Versorgung im Alter betrifft. Gegenwärtig prämiert die gesetzliche Renten- und Pflege- sowie auch die Krankenversicherung sogar Kinderlosigkeit, d. h. beutet die Familie mit Kindern aus. Es wird auch dann eine unverkürzte Rente gegeben, wenn man (aus freier Entscheidung für den Gegenwartskonsum) nichts zur biologischen Weiterexistenz der Rentenversicherung beigetragen hat.

Freitag, 19. Juni 2015

Goldanleger verdienten sich nach dem Zusammenbruch von Bretton Woods eine goldene Nase – Jetzt besteht auch für Sie die Chance auf hohe Gewinne

Weltwährungssysteme und Staatsfinanzierung vor dem Kollaps
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
wenn Sie meinen Marktkommentar oder meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren regelmäßig lesen, wissen Sie es bereits: Währungssysteme kommen und gehen. Das war schon immer so, und es wird wohl auch immer so bleiben. Denn die Machtgier der Herrschenden und ihr unstillbarer Wunsch, über ihre Verhältnisse zu leben, torpediert immer wieder die dauerhafte Etablierung eines seriösen und gerechten Währungssystems. 

Jetzt mehren sich die Zeichen für den baldigen Niedergang des derzeitigen Weltwährungssystems, das seit dem 15. August 1971 existiert und damit schon sehr alt ist. Es ist das mit Abstand gefährlichste und ungerechteste Währungssystem, das je das Licht der Welt erblickt hat. Denn es basiert ausschließlich auf beliebig vermehrbaren Währungen, und das weltweit. Damit hat es die Voraussetzung für die Staatsschuldenorgie der vergangenen Jahrzehnte geschaffen, die seit der Krise von 2008/09 in neue Dimensionen vorgestoßen ist. Jetzt wird immer deutlicher, dass dieses System seine Grenzen erreicht hat und kollabieren wird.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Der Geist von Schloss Flehingen: Von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung

Pressemitteilung der Partei der Vernunft (PDV)
In Form eines dreitägigen „Sommercamps“ auf Schloss Flehingen hat die PDV ihren Bundesparteitag vom 12. bis 14 Juni 2015 abgehalten. Einigkeit, von der Basis bis hin zum neugewählten Vorstand, wurde real erlebt und nicht beschworen. Neben der umfangreichen Tagesordnung gab es Seminare, Workshops und viel Platz für gute Gespräche. Auch externen Beobachtern fiel die positive Atmosphäre angenehm auf. 

Parteigründer Oliver Janich sprach über Marketingstrategien, getragen von einem libertären Selbstbewusstsein, das konsequent freiheitlich auch unbequeme Themen anspricht. Etikettierungen durch die systemkonformen, politischen Gegner müsse man nicht nur aushalten, sondern zum eigenen Vorteil nutzen.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Verteilung des Steueraufkommens: Intransparent und ungerecht

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

die Bundesrepublik Deutschland hat sich ein überaus kompliziertes System zur Verteilung des Steueraufkommens zwischen Bund, Ländern und Gemeinden geschaffen. Belohnt dieses System nun jene Bundesländer und Kommunen, die durch eine aktive Wirtschaftspolitik für sprudelnde Steuerquellen sorgen? Oder werden eher diejenigen begünstigt, die ihre wirtschaftliche Basis nicht pflegen und sich ihr Geld lieber beim erfolgreichen Nachbarn holen? Wer die Politik in Deutschland kennt, die ja immer auf Konsens und Interessenausgleich bedacht ist, kann sich die Antwort auf die gestellten Fragen schon denken. 

In Deutschland gibt es über dreißig Steuerarten. Besonders aufkommensstark sind die Umsatzsteuer und die Lohnsteuer, welche eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer ist. Diese beiden Steuern sorgen für mehr als die Hälfte des gesamten Steueraufkommens.

Dienstag, 16. Juni 2015

Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert: Viva la revolucion anticapitalista?

von Tomasz M. Froelich
Denkt man an Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert, so kommen einem intuitiv viele antikapitalistische, marktfeindliche Bewegungen und NGOs in den Sinn, die sich mit kämpferisch klingenden Namen schmücken, wie etwa Blockupy, Occupy, Attac oder Campact. Ihr gemeinsamer Feind ist schnell ausgemacht: der freie Markt, der Kapitalismus. Mobilisiert wird beispielsweise gegen die EZB, gegen die Wallstreet, gegen die Globalisierung und gegen TTIP – man ist also in erster Linie dagegen. Wofür man eigentlich ist, ist weniger klar. Die meisten dieser Marktfeinde sind wahrscheinlich für mehr Sozialismus. Nicht wenige für Kommunismus. Das ist in diesen Kreisen halt hipp. Auch ohne tiefer nachzudenken.

Montag, 15. Juni 2015

Ein Herz für den Kapitalismus – who is John Gay?

von Dominik Ešegović
Gay Pride? Das sind doch Veranstaltungen, wo Homosexuelle und Transen zusammenkommen, um sich öffentlich zur Schau zu stellen. Dabei wird der öffentliche Verkehr lahmgelegt, wobei man den meist nichtschwulen Mitbewohnern noch zusätzlich durch schrille Musik und Trillerpfeifen einmal im Jahr auf den Geist geht. Ich war bisher eher skeptisch, wenn ich in den Nachrichten Bilder von leicht bekleideten schwulen Bodybuildern sehen durfte, die zu lauter Technomusik ihre muskulösen Glieder rhythmisch durch die Luft schwingen, während sie auf karnevalistischen Festtagswagen durch abgesperrte Straßen fahren. 

Gay Pride? Irgendwie so was wie Fasching für Schwule – dachte ich bisher zumindest. Um ehrlich zu sein, ganz unkritisch war ich noch nie gegenüber der Absicht einiger Pride-Teilnehmer, durch öffentliche Bekundung und Demonstration ihrer sexuellen Orientierung und Praktiken für Toleranz bei Intoleranten zu werben. Wer nämlich schon tolerant ist, der braucht durch eine Pride nicht umgestimmt zu werden und wer, wieso auch immer, ein Problem mit Homo- und Transsexualität hat, der wird sich durch halbnackte Homo- und Transsexuelle, die sich vor ihm die Zunge in den Hals stecken, wohl eher nur zögerlich von der Legitimität solcher Praktiken überzeugen lassen. Doch eines steht fest: vor allem in Ländern Ost- und Südosteuropas sind LGBT-Personen (Lesbian, gay, bisexual, transgender) teils negativer Diskriminierung ausgesetzt. Besonders in Ländern, in denen farbige Mitmenschen eine nachteilige Behandlung oder gar Misshandlungen wegen ihrer Hautfarbe zu fürchten haben, erleiden oft auch LGBT‘s Ähnliches.

Sonntag, 14. Juni 2015

Rezension: Rationale Ignoranz

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diesmal: Karel Beckman, Frank Karsten: Wenn die Demokratie zusammenbricht: Warum uns das demokratische Prinzip in eine Sackgasse führt, 192 Seiten, 14,99 Euro, FinanzBuchVerlag.
Frank Karsten und Karel Beckman sezieren eine "heilige Kuh", nämlich das demokratische Prinzip der westlichen ''Liberal-Demokratien'' und den Legenden und den Mythen, die sich um dieses Prinzip ranken.

Vorweg: Die beiden Autoren erinnern mich sehr stark an die fundamentale Kritik und die fundamentalen Analysen, welche der kurz vor Ende des letzten Jahrtausend verstorbene Privatgelehrte Erik von Kuehnelt-Leddihn auch erfrischend klar, logisch frech und beherzt publizierte.

Dabei habe ich stets irgendwie das Gefühl, als ob dieses Buch immer wieder noch irgendwo stetig ergänzt wird durch eine gute Prise "Hans-Hermann Hoppe".

Freitag, 12. Juni 2015

Vor der Schulpflicht auf der Flucht: Julia-Friederike Morgenroth im Interview

Ermöglicht ihren Kindern Bildung in Freiheit:
Julia-Friederike Morgenroth. Foto: Privat.
Tomasz M. Froelich im Gespräch mit Julia-Friederike Morgenroth
Julia-Friederike Morgenroth ist 2012 mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern (acht und drei Jahre alt) vor der deutschen Schulpflicht geflohen. Im Interview, welches auch im Buch ,,Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt'' von Tomasz M. Froelich abgedruckt wurde, erläutert sie die Beweggründe dieser Entscheidung.

Froelich: Frau Morgenroth, Sie sind von Deutschland nach Frankreich ausgewandert, was nicht weiter ungewöhnlich ist. Ungewöhnlich ist jedoch der Grund Ihrer Auswanderung, nämlich das deutsche Bildungswesen. Warum sind sie vor dem deutschen Bildungswesen geflohen?



Morgenroth: Weil uns die deutsche Gesetzgebung keine andere Wahl ließ. Da es in Deutschland eine Schulanwesenheitspflicht gibt, sich diese aber nicht mit unserem Familienleben vereinbaren ließ, mussten wir in ein Land umziehen, in dem auch andere Modelle toleriert werden. 

Froelich: Drohten Ihnen bei Verletzung gegen die Schulanwesenheitspflicht Repressionen vonseiten des deutschen Staates?








Donnerstag, 11. Juni 2015

Neues kurzfristiges Kaufsignal für Goldminenaktien - Nutzen Sie die Gelegenheit

Gold-Preisbänder-Indikator weiterhin in Habachtstellung
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,

der Goldpreis in US-Dollar und die stark von ihm abhängigen Kurse der Goldminenaktien stellen unsere Geduld weiterhin auf die Probe. Während sich der für deutsche Anleger entscheidende Goldpreis in Euro längst wieder in einer Hausse befindet, hat mein Gold-Preisbänder-Indikator für den Goldpreis in Dollar noch immer kein Kaufsignal gegeben. Aber er befindet sich weiterhin in einer Konstellation, aus der heraus eine relativ kleine Goldrally ausreichen würde, um ein solches Signal zu geben, das interessanterweise das erste Signal dieses treffsicheren Indikators seit 2011 wäre.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Bei der PDV tut sich wieder was: Bundesparteitag der Partei der Vernunft 2015


Pressemitteilung der Partei der Vernunft (PDV)
Die geballte Vernunft gegen zu viel staatlichen Einfluss trifft sich im Schloss Flehingen in Oberderdingen. Dort findet der Bundesparteitag der PDV vom 12. bis 14. Juni 2015 statt. Die Partei der Vernunft steht für mehr individuelle Freiheit und Verantwortung des Einzelnen. Sie stellt sich damit gegen die ständig zunehmenden Eingriffe des Staates in das Privatleben der Bürger.

Dazu gehören u. a. Forderungen wie die Abschaffung der Rundfunkbeiträge und die Reduzierung und Streichung von Steuern, Solidaritätszuschlag und Subventionen, ein freies Marktgeld. Auf der Agenda stehen ferner die Verhinderung der Vorratsdatenspeicherung, die Beendigung der Energiewende und einer europäischen Geldpolitik, die zur Enteignung der Sparer führt.

Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit: Wenn Ideologien unseren Wohlstand bedrohen

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten in Deutschland eng zusammen. Das sichert den Wohlstand in einem rohstoffarmen Land, welches auf den Fleiß und die Kreativität seiner Bewohner angewiesen ist. Aber seit einigen Jahren erschwert der Zeitgeist diese Zusammenarbeit mehr und mehr, zum Nachteil von uns allen.

Wirtschaft und Wissenschaft kooperieren auf mannigfache Weise miteinander. Am wichtigsten ist die Auftragsforschung, in deren Rahmen die Wirtschaft konkrete Fragestellungen gegen Entgelt von der Wissenschaft untersuchen lässt. Mehrere Milliarden Euro fließen auf diese Weise Jahr für Jahr den staatlichen Universitäten und Fachhochschulen sowie den steuerfinanzierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu. Viel Geld, auf das die chronisch unterfinanzierte Wissenschaft dringend angewiesen ist. In vielen technischen Disziplinen wie etwa dem Maschinenbau wäre Forschung ohne die Gelder aus der Industrie gar nicht mehr möglich.

Montag, 8. Juni 2015

„Bei uns hätte es das nicht gegeben“: Ein Interview mit dem stolzen Europäer Sultan Abdülhamid I.

Stritt sich mit den Russen bevor es
cool war: Sultan Abdülhamid I.
Bild: Stefan Kunze 
Das Gespräch mit Sultan Abdülhamid führte Dominik Ešegović (Freitum) in Abdülhamids Suite auf dem Balkan (Wiener Neustadt).

Freitum: Herr Sultan, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben.

Abdülhamid: Ich habe momentan nichts besseres zu tun. 

Freitum: Sie sind der Herrscher eines großen Reiches. Zu Zeiten seiner größten Ausdehnung reichte es vom Kaspischen Meer bis zum Jemen über Nordafrika sogar bis nach Wien. Sind Sie stolz, Herrscher eines solchen Weltreichs zu sein? 

Abdülhamid: Es ist eine große Verantwortung, Oberhaupt der Muslime und Verteidiger der heiligen Stätten zu sein. 

Freitum: Zwei Ihrer Vorgänger haben erfolglos versucht Wien zu erobern. Seit der Gründung Ihres Reiches standen Sie in Konflikt mit europäischen Mächten. Hassen Sie Europa und die Europäer?

Freitag, 5. Juni 2015

Klares Verkaufssignal des Dow Jones Transportation Average und weitere Zeichen einer Trendwende

Steht der Aktiencrash jetzt kurz davor? Bemerkenswerte Parallelen zum Jahr 2000
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,

letztens habe ich hier auf das deutliche Warnsignal hingewiesen, das von der Dow Theorie für die Aktienmärkte gegeben wird. Inzwischen ist der Dow Jones Transportindex mit hohen Umsätzen aus seiner Topformation nach unten ausgebrochen. Auf dem aktuellen Niveau von 8.367 Punkten notiert er schon etwas mehr als 10% unter seinem Ende Dezember vorigen Jahres erreichten Hoch, während sich der sehr viel populärere Industrieindex nur 1,4% unter seinem erst vor wenigen Tagen erreichten Allzeithoch befindet. Diese von mir bereits beschriebene negative Divergenz hält also nicht nur an, sie wird sogar noch ausgeprägter. Doch damit nicht genug.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Vernachlässigte Infrastruktur: Wenn an der falschen Stelle gespart wird

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

die öffentlichen Haushalte in Deutschland stehen derzeit vergleichsweise gut da. Der Bund und einige Bundesländer kommen erstmals seit Jahrzehnten ohne neue Schulden aus, die übrigen Bundesländer wollen dies bis zum Jahr 2020 ebenfalls schaffen. Aber wurde dies durch ein vernünftiges, sparsames Wirtschaften erreicht? Natürlich nicht! Im Wesentlichen hat die Finanzpolitik von günstigen äußeren Umständen profitiert, aber gespart wurde nirgendwo.

Zum einen werden bei den Steuereinnahmen seit einigen Jahren immer neue Rekorde erzielt. Diese Rekordeinnahmen gehen auf das künstlich mit der Gelddruckmaschine erzeugte Wirtschaftswachstum der letzten Jahre zurück – teilweise auf Kosten anderer europäischer Länder.

Wächst die Volkswirtschaft, steigen die Steuereinnahmen überproportional an. Erfahrungsgemäß wachsen sie doppelt so stark wie die Wirtschaft. Außerdem muss der Staat in Zeiten guter Konjunktur weniger Geld für Sozialleistungen aufbringen.

Montag, 1. Juni 2015

Landtagswahlen in Österreich: Vom blauen (Wähler)Teich

von Ralph Eisbär
Heute Landtagswahlen. Nicht, dass sie sonderlich wichtig wären. Aber dennoch, weil ja jetzt wieder das klassische "OMFG, so viele Stimmen für die FPÖ" einsetzt, eine kleine Spurensuche (die folgenden Feststellungen lassen sich mutatis mutandis auch auf die AfD ummünzen).

Dabei wird man zum einen ausgerechnet heute (ein Naivling, wer an Zufall denkt) in der Presse fündig. Hauptaussage: die übrigen Parteien fürchten sich davor, die brisanten Themen unserer Zeit anzufassen, nicht einmal mit einem kilometerlangen Selfiestick. Damit überlassen sie der FPÖ – leider – die Deutungshoheit oder jedenfalls mehr Einfluss als sie verdient hat. Und wenn man sich doch äußert, bezieht man oft die komplette Gegenposition zur FPÖ, weil das Gegenteil von verkehrt ja nur korrekt sein kann; eine Rechnung, die freilich nur aufgeht, wenn man so zweidimensional denkt wie ein Videospiel aus den 80er/90ern. Mit Ernst Jandl (ihr wisst schon, der mit dem "lechts ist rinks"-Gedicht, Lehrplan Deutsch, 8. Klasse) sollte man sich insofern einmal mehr fragen, ob die gute alte rechts/links-Dichotomie im post-ideologischen Zeitalter beim Vermessen der politischen Landkarte hilfreich ist oder ob sie nicht vielmehr den Blick auf Wesentliches verstellt.

Termine: Juni 2015

Auch für den Juni haben wir alle uns bekannten, aus freiheitlicher Sicht interessanten Termine zusammengestellt.

Wer seine Kenntnisse auf dem Gebiet der Österreichischen Schule der Ökonomie verbessern möchte, der sollte in Bayreuth oder in Wien entsprechende Seminare besuchen, die diesen Monat dort stattfinden. Besonders empfehlenswert ist der Besuch der Mark Banco Anlegertagung des Instituts für Austrian Asset Management, auf der André F. Lichtschlag mit der Roland-Baader-Auszeichnung geehrt wird. Auch wir werden dabei sein.

Weitere Termine sind dem Kalender zu entnehmen.

Sollten wir wichtige und interessante Termine in unserem Kalender vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies per Mail (tomek.froelich@yahoo.de), auf unserer Facebook-Seite oder im Kommentarbereich mitzuteilen.


Wien, 02.06.2015, 19 Uhr: Stammtisch der Partei der Freiheit mit Impulsreferat. Ort: PentaHotel, Margaretenstraße 92.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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