Donnerstag, 23. April 2015

Rezension: Klar, eindeutig und wichtig

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Helmut Krebs: Klassischer Liberalismus: Die Staatsfrage - gestern, heute, morgen, 216 Seiten, 7,99 Euro, Editiom Forum Freie Gesellschaft.
Helmut Krebs verknüpft in diesem Buch sehr fein, wie Gedankengut der Antike (z. B. Aristoteles und Cicero) vor mehr als 300 Jahren in der Zeit der europäischen Aufklärung von Denkern wie z. B. John Locke, David Hume oder Immanuel Kant aufgegriffen wurde.
Jene Denker entwarfen einen Gegenpart zum skrupellosen Machtstaat, wie dieser z. B. in der Staatstheorie von Niccolò Machiavelli zu finden ist.
Dieser Gegenentwurf ist der des Rechtsstaates, mit dem Ziel, diesen so zu gestalten, dass die Freiheit des einzelnen Menschen gegen die politisch Mächtigen geschützt, bewahrt und verteidigt werden kann.
So reiften in den Werken dieser genannten Denker die "Ideen der Freiheit". Diese Gedanken und Ideen wurden dann von Männern wie Frédéric Bastiat und Jeremy Bentham im 19. Jahrhundert fortgeführt und schließlich durch Ludwig von Mises (dem letzten Ritter des Liberalismus, wie er respektvoll von Prof. Hülsmann genannt wird) im 20. Jahrhundert konsequent weiterentwickelt.

Mit diesem Buch hat Helmut Krebs einen wichtigen Beitrag für die "Ideen der Freiheit" geleistet, die in Deutschland durch Journaille, Publizisten, Politik-Kaste und ganz besonders von den scheinbaren Intellektuellen in der Regel gröblich verzerrt und unwahr dargestellt werden.
Diese unwahre und verzerrende Darstellung der "Freiheitsideen" hat in Deutschland eine lange Tradition, insbesondere die Katheder-Sozialisten (die "jüngere deutsche historische Schule der Nationalökonomie" um Gustav von Schmoller) verbreiteten seit den 1870er Jahren jene - noch heute gängigen und von den "Nachfahren Schmollers" ständig wiedergekäuten - Unwahrheiten über die "Freiheitsideen". Gerade deshalb ist dieses Buch von Helmut Krebs sehr zu begrüßen, da es mit den gängigen Unwahrheiten und Verdrehungen aufräumt. Krebs stellt kenntnisreich, sachlich und klar die Theorien der wichtigsten Denker der "Freiheitsideen" vor; Krebs gießt zwar die Gedanken jener Denker in die heutzutage üblichen Sprachmuster, blendet aber dabei - dankenswerter Weise - immer wieder auch die originalen Texte jener Denker ein.

Das Buch ist m. E. gerade für diejenigen, die auf der Suche nach den "Ideen der Freiheit" sind, ein guter Einstieg - und für die "Freunde der Ideen der Freiheit" ein gutes und nützliches Handbuch. Ein Buch, dessen Ergebnis zeigt, dass die Zukunft der Freiheit auch und gerade heute in der Akzeptanz des "Laissez faire, laissez passer, le monde va de lui-même" verortet ist.

Kommentare:

  1. Ja, die antiken Denker ... Das grundsätzliche Problem ist schon viel früher beschrieben im Alten Testament: Am Ende der Zeit der Richter (ein historischer Vorläufer des modern gedachten Anarchokapitalismus) wird der Ruf laut nach einem König ("wie ihn die anderen Völker haben"), also nach einem Monopolisten. Und Gott spricht zu seinem Volk und macht es sehr deutlich auf die vielen Nachteile, Probleme und Ungerechtigkeiten aufmerksam, die die Verwirklichung dieser Idee mit sich bringen wird. Er hat natürlich recht behalten.
    Von daher ist es völlig legitim, sich eine neue "Richterzeit" zu wünschen, diese zu denken und zu verlangen. Und vielleicht aus den Lehren der Geschichte zu lernen.
    Meines Erachtens überhebt sich der Mensch, wenn er ein menschliches, ein weltliches Monopol verwirklichen will. Die Realität spricht da Bände. Es ist nun einmal unmöglich, mit unrechten Mitteln das Recht zu schützen.

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  2. Helmut Krebs hat sich immer wieder öffentlich FÜR einen Staat ausgesprochen. Der klassische Liberalismus den er vertritt ist eine Totgeburt.
    Man sollte diesen Etatisten nicht noch dadurch unterstützen, indem man seine Werke kauft.

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