Montag, 13. April 2015

Nullwachstum in den USA - schlecht für Aktien, gut für Gold

Fed-Modell signalisiert Stagnation im ersten Quartal 2015
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
am 20. Februar 2015 habe ich Sie an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen, dass sich in den USA ein Konjunkturabschwung ankündigt. Inzwischen hat sich das Bild weiter eingetrübt, da die meisten treffsicheren Frühindikatoren ihre Abwärtstrends fortgesetzt haben. Einige dieser Indikatoren notieren sogar schon auf Niveaus, die sie in der Vergangenheit ausschließlich in Rezessionen erreicht haben.

In diesem Zusammenhang haben wir unseren Lesern in der vor gut zwei Wochen erschienenen April-Ausgabe von Krisensicher Investieren ein neues Prognosemodell vorgestellt, das von der US-Zentralbank veröffentlicht wird. Erklärtes Ziel der Zentralbankbürokraten ist es, mit Hilfe dieses Modells eine möglichst zeitnahe und korrekte Schätzung des Wachstums des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf Quartalsbasis zur Verfügung zu stellen. Dazu verwenden sie die regelmäßig veröffentlichten und allgemein zugänglichen makroökonomischen Daten, die für die Berechnung des BIP relevant sind.

Die folgende Grafik zeigt Ihnen im Zeitablauf in Grün die Ergebnisse dieses Prognosemodells für das erste Quartal 2015. Die blaue Linie darüber bildet die Konsensprognose der Wall Street-Volkswirte ab, während das blaue Band die Spanne der Wall Street-Schätzungen erfasst.


US-BIP-Prognose der Atlanta Fed für das 1. Quartal 2015 (grün) und Wall Street-Schätzungen inklusive Konsensschätzung (blau)



Kein Aprilscherz: Fed-Modell fällt am 1. April auf 0,0%

Wie Sie sehen, prognostizierte das Modell noch im Februar dieses Jahres ein US-BIP-Wachstum für das 1. Quartal 2015 von 2,3%. Danach ging es in zwei Wellen bergab, so dass ausgerechnet am 1. April 2015 die Nulllinie erreicht wurde. Obwohl die Prognose aufgrund neu eingegangener Daten nur einen Tag später auf 0,1% angehoben wurde, hat es sich hier aber nicht um einen Aprilscherz gehandelt. Und die seither veröffentlichten makroökonomischen Zahlen deuten sogar auf eine weitere Abschwächung des Ergebnisses hin.

Ob die US-Wirtschaft in den ersten drei Monaten dieses Jahres letztlich noch um 0,1% gewachsen ist oder nicht, spielt natürlich keine Rolle. Wichtig ist allein die Tatsache, dass der immer wieder verkündete selbsttragende Aufschwung in den USA erneut nicht stattgefunden hat. Und das, obwohl die Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren drastisch erhöht wurde und die Zentralbankbürokraten die Bilanzsumme der Fed um 3.300 Mrd. Dollar ausgeweitet haben – natürlich mit neu gedrucktem Geld.


Das größte neokeynesianische Experiment aller Zeiten ist kläglich gescheitert …

Damit ist offensichtlich, dass dieses größte neokeynesianische Experiment aller Zeiten kläglich gescheitert ist. Eigentlich müsste sich diese Erkenntnis, die aus Sicht der Österreichischen Schule der Ökonomie ja zu erwarten war, jetzt endlich allgemein durchsetzen, auch und gerade bei den politisch Verantwortlichen.

Davon ist jedoch nichts zu spüren. Im Gegenteil. Mit Ben Bernanke hat einer der Hauptverantwortlichen gerade die Veröffentlichung eines Buches angekündigt, in dem er den Versuch unternimmt, ebendiese Politik als das Ei des Kolumbus und die Rettung der Welt darzustellen. Aber dass moderne Gelddrucker an Chuzpe kaum zu übertreffen sind, ist seit den Zeiten Alan Greenspans allgemein bekannt.


…und wird trotzdem unbeirrt fortgesetzt

Weltweit zeigen sich die Geld- und Staatsschuldenpolitiker weiterhin fest entschlossen, den eingeschlagenen Holzweg nicht zu verlassen. Sie werden wohl nicht eher ruhen, bis sie den Mittelstand ruiniert und den Niedergang des globalen Finanzsystems ungedeckter Gelder herbeigeführt haben. Um sich und Ihre Familie vor diesen absehbaren Entwicklungen zu schützen, brauchen Sie Gold – heute mehr denn je.

Und was ist mit Aktien, werden Sie jetzt wahrscheinlich fragen. Müssen die Aktienkurse in diesem Szenario nicht unaufhaltsam weiter steigen?

Tatsache ist, dass sich die Aktienmärkte in einer Spekulationsblase befinden, die teilweise sogar die alten Rekorde des Jahres 2000 gebrochen hat. Zu diesem Ergebnis kommen alle bewährten Bewertungsmethoden. Eine Rezession in den USA würde nicht nur zum Platzen dieser gigantischen Spekulationsblase an den Aktien- und Rentenmärkten führen, sondern auch den naiven, aber sehr weit verbreiteten Glauben an die Allmacht der Zentralbanken erschüttern. Und es war allein dieser Glaube, der in den vergangenen Jahren den Zusammenbruch des Finanzsystems verhindert und zu riesigen Spekulationsblasen an den Aktien- und Rentenmärkten geführt hat.

Wenn Sie wissen wollen, wie sich die ökonomischen Frühindikatoren von hier aus weiterentwickeln und wie Sie Ihr Vermögen vor den Folgen einer Rezession schützen können, dann bestellen Sie noch heute meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren. Dort verraten wir Ihnen auch, welche Edelmetallaktien Sie jetzt schon kaufen sollten, um von der sich abzeichnenden Goldhausse, die in Euro gerechnet längst begonnen hat, überproportional zu profitieren. Die kommenden zwei bis drei Jahre versprechen überaus spannend zu werden – und sehr profitabel für Anleger, die ihre Hausaufgaben gemacht haben und nicht an das Märchen von den allwissenden und allmächtigen Zentralbankbürokraten glauben.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche und viel Erfolg an der Börse. 

Ihr
Claus Vogt

P.S.: Im Moment reden zwar alle vom DAX. Aber es geht auch anders: Anstatt bei dieser höchst riskanten Spekulationsblase mitzulaufen, haben unsere Leser in meinem Krisensicher Investieren-Depot beispielsweise mit dem Schweizer Franken 24% Plus gemacht.

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