Donnerstag, 19. März 2015

Magermodelverbot in Frankreich: Dick und doof statt schlank und smart?

von Christoph Frädrich
Wenn ich den am Dienstagabend erschienenen Artikel der Welt-Online lese, dann weiß ich nicht mehr ob ich weinen oder lachen soll. Die französische Regierung möchte die Magermodels aus den Laufstegen in der Modemetropole Paris verbannen. Um dies zu erreichen, wollen die Sozialisten um Hollande mit satten Strafen drohen: Wenn gegen den Zusatzartikel in einem Gesundheitsgesetz verstoßen wird, ist von sechs Monaten Haft mit 75.000€ Geldstrafe die Rede.

Als Maßstab für dieses Gesetz soll der BMI (Body-Mass-Index) gelten. Die französische Gesundheitsministerin begründete ihre Idee gegenüber einem TV-Sender so: „Ich finde, dass man sich als Model gut ernähren und auf seine Gesundheit achten muss.“

Dieser Artikel wurde auch auf Facebook geteilt und sorgte für Diskussionen. Für mich mit überraschend positiven Aussagen, denn mehr als 60%, von denen über die Hälfte Frauen sind, erachten diese Idee der Regierung als richtig. Von einem sinnvollen Zeichen oder dem Ende der Magermodelshows ist die Rede. Ich frage mich persönlich was an einem Arbeitsverbot positiv sein soll. 

Die Gründe, warum man dieses Verbot nun positiv findet, erschließen sich mir nicht logisch, denn jede Person auf diesem Planeten ist ein Individuum, das heißt jeder Mensch ernährt sich anders, isst mehr oder isst weniger. Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel: manch einer sieht nur eine Pizza und hat sofort ein Kilo mehr auf den Rippen und andere sorgen bei All-You-Can-Eat-Restaurants für Existenzängste und nehmen nichts zu. Was nun am Ende zu dem „Hurra-Effekt“ bei einem Arbeitsverbot führt, bleibt offen. Meistgenannt ist es die hoffnungslose Einbildung, dass ein Zusatz in einem Gesetz die Ernährungsweise von Menschen oder gar das Schönheitsideal verändern kann.

Wieder mal zeigt die französische Regierung, was sozialistische Parteien oder Regierungen bringen, nämlich unnötig viele Gesetze gegen Dinge, für die sich ein Mensch, der am Tag mindestens sechs Stunden produktiv arbeitet, überhaupt gar keine Gedanken machen kann. Leider ist das Wort „produktiv“ im sozialistischen Wortschatz ein Feindbild, deswegen geht man auch mit aller Macht dagegen vor. 

Um wieder auf die Idee der Regierung zurückzukommen: Die Modelagenturen laufen natürlich Sturm gegen diesen Zusatzartikel. Logisch, denn das wäre ein großer Einschnitt für die Agenturen. Vor allem würde sich so die gesamte „Modellandschaft“ verändern und für Pleiten einiger Modelagenturen sorgen, die zur Zeit ihren angestellten „Magermodels“ hohe Gagen zahlen und somit ihre Verträge brechen müssten, um die Gesetze der Regierung einzuhalten. 

Frankreich versinkt weiter im sozialistischen Sumpf und in Deutschland steht eine breite Masse applaudierend da, wie schon bei der Einführung des Mindestlohns. Mich interessiert es herzlich wenig, wie viel ein Model wiegt oder nicht. Schönheit ist immer Geschmackssache und Geschmäcker sind individuell und nicht durch Gesetze festlegbar. Natürlich ist es traurig und schlimm, wenn ein Model durch „Magerwahn“ in die Magersucht abrutscht oder gar daran stirbt, aber dies wird auch ein Gesetz nie verhindern können.

Kommentare:

  1. Im real existierenden Sozialismus ist Gleichheit ein erstrebenswertes Ziel! Alle Menschen haben gleich zu sein (mit Ausnahme der Parteiführung). Man verdummt die Klugen durch verheerende Bildungssysteme oder Gender-Wahn. Man verbietet, dünn zu sein. Man vermischt die Rassen. Irgendwann wird es verboten, der Normgröße oder der hellbraunen Normhautfarbe nicht zu entsprechen. War es nicht Korea, wo man Intellektuelle umbrachte, die man daran "erkannte", dass sie eine Brille trugen? Alles schon gehabt. Irgendwann verbietet man die Mode und steckt alle in die blaue Ameisenkluft. Die Grande Nation hat fertig.

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  2. Das war in Kambodscha.

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  3. Alle Tiere sind gleich manche Tiere sind gleicher !

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