Mittwoch, 25. März 2015

Absturz eines Billigfliegers: Die Zunahme des Staates führt zu einer Abnahme an Qualität und Sicherheit

von Tommy Casagrande
Ich möchte das Thema Sicherheit und Kosten aufgreifen, da manche vermutlich schon darüber nachsinnen, ob der Staat nicht am besten Billigfluglinien verbieten oder sie zwingen sollte, höhere Preise zu verlangen, damit das Geld in die Sicherheit investiert werden kann. Ich werde versuchen mit meinen Gedanken aufzuzeigen, warum das Gegenteil von Staat die richtige Lösung wäre. Meiner subjektiven Wahrnehmung nach häufen sich die Flugzeugunglücke. Mir ist auch bewusst, dass es für jeden Absturz individuelle Ursachen gibt. Und ob Billigflieger "problematischer" sind als die teuren, weiß ich nicht. Diese Frage tendiert zur Aufrechnung und man könnte dann ebenso vergleichen, ob Billigflieger weniger Passagiere pro Flugzeug haben.
 

Man könnte dann aufrechnen, dass, falls die Billigflieger kleiner sind, bei Tragödien teurerer und größerer Flugzeuge mehr Menschen um´s Leben kommen. Das würde man dann gegeneinander aufrechnen durch Statistiken. Dem jedoch will ich nicht viel Gewicht geben. Betrachten wir uns aber mal den Staat und die politischen Systeme. Unternehmerische Dienstleistungen befinden sich in der Greifzange.* Planwirtschaftliche Zentralbanken und ihre Inflationierung des Geldes, staatliche Besteuerung und staatliche Eingriffe in die Handelsbeziehungen der Menschen und Märkte verursachen einen Kostendruck. Gewinnorientiert zu wirtschaften wird immer schwieriger. Die Qualität und die Sicherheit sinkt

Gleichzeitig wirken sich die Phänomene Inflation, Steuern, Abgaben und staatliche Eingriffe in die Handelsbeziehungen der Menschen natürlich auch so aus, dass relativ gesehen zunehmend mehr Menschen immer ärmer werden. Unfreie Menschen haben logischerweise ohne Freiheit wenig Chancen ihr Leben zu verbessern, materiell und immateriell. Diese ärmer werdenden Menschen - und dazu zählen auch immer größere Teile der ehemaligen Mittelschicht -, schauen immer mehr aufs Geld. Die billigen Fluglinien wollen diesen Menschen das Reisen möglich machen und natürlich auch damit Geld verdienen. Die ärmer werdenden Menschen fragen verstärkt billigere Dienstleistungen nach. Dadurch ist es denkbar, dass Qualität und Sicherheit abnehmen. 

Auch Überarbeitungen, die zu menschlichen Fehlern führen, können aus Kostendruckgründen heraus resultieren. Die Flugtragödien sind nicht die einzigen Fälle, an denen man diese Abwärtsspirale sehen kann. All dies gilt für alle möglichen Bereiche: Lebensmittel, Mobilitätswesen, Ausbildungswesen, die tägliche Arbeit, mehr arbeiten für das gleiche Geld usw. Und darum ist es gar nicht so wichtig, ob jeder einzelne Flugzeugabsturz in meine Analyse passt, vielmehr geht es um eine Tendenz und um eine logische, prinzipielle Erkenntnis. Auch die Freiheit ist nicht das Paradies, in dem das Geld von den Bäumen fällt. Aber jeder Mensch wäre in der Lage, sein Leben und das Leben anderer Menschen zu verbessern, weil niemand es einem verbieten würde, woraus eine Aufwärtsspirale resultieren würde. 

Und diese Aufwärtsspirale würde sich in der Zufriedenheit und dem Glücksempfinden der Menschen widerspiegeln, nicht an irgendwelchen BIP-Daten, die ein kollektiv-systemisches Aggregat darstellen, welches sich auch dann erhöht, wenn man ohne Nutzen für irgendjemanden mit Steuergeld subventioniert, ein Loch im Erdboden gräbt und wieder zuschüttet. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Absturztragödien, vor allem aber die generelle Zunahme an Qualitäts- und Sicherheitsverlust, ihre Ursache in der Zunahme von Staat und Gesetzen haben. Umso unfreier die Menschen werden, desto schlechter ist am Ende der Zustand, in dem eine Gesellschaft und ihre Dienstleistungen sich befinden. Das sieht man an allen Ländern, in denen der Staat alles dirigiert. Und von dieser Entwicklung gilt es abzukehren. 

Anmerkung zu *: Um nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, alle Unternehmer existierten in einer Gegnerschaft zum Staate - so ist es nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Viele Unternehmer setzen sich für diverse staatliche Privilegien ein. Ein gemeinsames, gleiches Interesse aller Unternehmer gibt es nicht. Ihre Interessen agieren häufig gegeneinander mit dem damit verbundenen Ziel, Wettbewerbsvorteile zu erhalten, Wettbewerbsnachteile durch zuvor entstandene Vorteile für andere zu reduzieren oder auszugleichen oder einfach die Möglichkeit zu nutzen, eigene Interessen mit dem Staat durchzusetzen. Dass ein solches System, dem eigenem Wirtschaften auch Knüppel in die Beine wirft, beklagen meist und konsequent jene, die zu den Kleinsten gehören und deren Interessen am geringsten nachgegangen wird, oder jene, die vorgeben Idealisten zu sein (oder es tatsächlich sind), auch wenn sie durch das System und dessen Strukturen gegenüber anderen Konkurrenten bevorteilt sind.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

Name

E-Mail *

Nachricht *