Dienstag, 31. März 2015

Habermanns Richtigstellung: Soziale Gerechtigkeit


Friedrich August von Hayek
von Prof. Dr. Gerd Habermann
Dieses Mal: Soziale Gerechtigkeit
Die Gerechtigkeit des Marktes ist so präzise wie die Grammatik: Wer 100 Euro schuldet, muss eben diese 100 Euro zahlen. Die ,,soziale'' Gerechtigkeit ist hingegen eine Schimäre. Hier definieren Regierungen willkürlich, was jeweils als ,,gerecht'' anzusehen ist, wem was zukommt oder, mit Lenins Formel: wer wieviel? Umverteilung, die auf freiwilligem Wege dem Gefühl echter Solidarität, Nächstenliebe oder Barmherzigkeit entspricht, wurde plötzlich zur ,,Gerechtigkeit''. So konnte man, statt vom Nächsten Mitgefühl und Barmherzigkeit zu erwarten, auf sein ,,gutes Recht'' pochen, in dessen Tasche zu greifen und sich so mit gutem Gewissen selbst bedienen. Im Übrigen wird wohl Friedrich August von Hayek zuzustimmen sein:

Sonntag, 29. März 2015

Neue Kaufsignale bei Goldminenaktien - Schlagen Sie jetzt zu

Goldpreis in US-Dollar: Erfolgreicher Test des November-Tiefs ist ein bullishes Zeichen
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
entgegen der zahlreichen bearishen Prognosen ist der Goldpreis in $ im Lauf der jüngsten Abwärtswelle nicht auf 1.000 $ gefallen. Zwar hat er fast alle Gewinne seit dem Zwischenhoch bei 1.307 $ pro Unze wieder abgegeben. Aber das November 2014-Tief von 1.130 $ wurde nicht mehr ganz erreicht. Das Tief am 17. März lag mit 1.141 $ leicht darüber. Das ist ein gutes Zeichen und bestätigt meine Analyse.

Samstag, 28. März 2015

Landesvertretungen in Berlin und Brüssel: Wie Behörden wachsen und wuchern

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
der deutsche Staat ist geprägt durch eine starke Verflechtung zwischen Bund und Ländern. Die Bundesebene ist im Laufe der Zeit immer stärker geworden, hat immer mehr Kompetenzen an sich gezogen. Die Länder, deren politisches Gewicht geringer geworden ist, stemmen sich gegen diesen Bedeutungsverlust. Insbesondere über den Bundesrat versuchen sie, auf die Bundespolitik einzuwirken und ein wenig mitzuregieren. Wo wichtige Entscheidungen fallen, da wollen die Länder präsent sein. Dementsprechend haben alle sechzehn Bundesländer Vertretungen, also quasi Botschaften, beim Bund und später auch bei der EU eingerichtet. Diese Vertretungen wurden, wie das bei Behörden so ist, nach und nach immer größer und teurer. Aber diese Ausprägung des deutschen Föderalismus sollte uns Steuerzahlern doch die vielen Millionen Euro wert sein, die das kostet. Oder etwa nicht?

Donnerstag, 26. März 2015

Nur für kurze Zeit: ,,Produktion der Sicherheit'' von Gustave de Molinari für nur 3,60 Euro!

Für nur 3,60 Euro jetzt bestellen!
Kurz vor Ostern haben wir für unsere Leser eine kleine Aktion vorbereitet: Das in der Edition Freitum erschienene Buch ,,Produktion der Sicherheit'' von Gustave de Molinari ist nun in gedruckter Fassung für 3,60 Euro erhältlich. Man spart sich also rund 20%. Günstiger geht's nicht! Und die ,,Gründungsschrift'' des Anarchokapitalismus sollte in keinem libertären Bücherregal fehlen.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Veranstaltungshinweis: Die unkonventonielle Workshop-Serie Exobase kommt wieder nach Europa


Nach der erfolgreichen 2014er Tour bringt Exosphere jetzt zum zweiten Mal den Exobase Workshop nach Europa - von Mai bis Juni macht das Team Station in zwölf Städten und elf Ländern

Am 16. Mai startet die Unternehmergemeinschaft Exosphere ihre zweite Europa-Tour und lädt Menschen jeden Alters und in allen Lebenslagen zur Teilnahme ein. Exobase ist ein ganztägiger Entrepreneurship-Workshop und wurde bereits in 18 verschiedenen Städten in Europa, Nord- und Lateinamerika abgehalten. Die Teilnehmer setzen sich mit Philosophien und praktischen Werkzeugen auseinander, die notwendig sind, um die nächsten Schritte in Richtung gelebter Selbständigkeit zu gehen. Der einzige Stop in Deutschland ist am 6. Juni in Berlin an der Humboldt-Universität.

Mittwoch, 25. März 2015

Absturz eines Billigfliegers: Die Zunahme des Staates führt zu einer Abnahme an Qualität und Sicherheit

von Tommy Casagrande
Ich möchte das Thema Sicherheit und Kosten aufgreifen, da manche vermutlich schon darüber nachsinnen, ob der Staat nicht am besten Billigfluglinien verbieten oder sie zwingen sollte, höhere Preise zu verlangen, damit das Geld in die Sicherheit investiert werden kann. Ich werde versuchen mit meinen Gedanken aufzuzeigen, warum das Gegenteil von Staat die richtige Lösung wäre. Meiner subjektiven Wahrnehmung nach häufen sich die Flugzeugunglücke. Mir ist auch bewusst, dass es für jeden Absturz individuelle Ursachen gibt. Und ob Billigflieger "problematischer" sind als die teuren, weiß ich nicht. Diese Frage tendiert zur Aufrechnung und man könnte dann ebenso vergleichen, ob Billigflieger weniger Passagiere pro Flugzeug haben.

Rezension: Ein Appetitanreger, der Lust auf eine intensivere Beschäftigung mit den Austrians macht

Dieses Buch kann hier oder über
Amazon bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Thorsten Polleit: Ludwig von Mises: Leben und Werk für Einsteiger, 152 Seiten, 14,99 Euro, FinanzBuchVerlag.
Die Herausgabe dieses Buches, welches einen sehr guten Überblick zum Leben und Werk von Ludwig von Mises bietet, wurde 2013 zum vierzigsten Todestag durch den Präsidenten des deutschen Ludwig-von-Mises-Instituts besorgt.

Der Beitrag, den Hans-Hermann Hoppe, emeritierter Ökonomie-Professor, diesem Buch beisteuert, zeichnet den intellektuellen Lebensweg von Ludwig von Mises nach.
Ein Leben, das als Mikro-Geschichte konzentriert wie durch ein Brennglas die Makro-Geschichte des verdammten 20. Jahrhunderts symbolisiert.

Ludwig von Mises wurde am 29. September 1881 in Lemberg geboren und verstarb am 10. Oktober 1973 in New York. Hans-Hermann Hoppe zeichnet das Bild eines der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie - eines Wirtschaftstheoretikers, Sozialphilosophen und Politikberaters von außergewöhnlichem Format.

Dienstag, 24. März 2015

ef-Nachwuchsautoren-Wettbewerb: Deutschland 2030


Deutschland 2030. Wie wird unser Land in 15 Jahren aussehen? Eine im Freihandel blühende Wirtschaft? Oder Unternehmer hinter dicken Zollschranken? Oder Gitterstäben? Schüler und Studenten zwischen Tausenden von Blüten unterschiedlichster Bildungseinrichtungen oder im grauen Alltagstrott staatlicher Anstalten? Bürger, die sich eigenverantwortlich engagieren, Familien, die zusammenhalten? Oder ein großes graues Kollektiv am Rockzipfel der Bürokratie?

Das Monatsmagazin eigentümlich frei veranstaltet zu diesen Fragen einen Nachwuchsautoren-Wettbewerb. Und dank der großartigen Unterstützung eines interessierten Gönners stehen tolle Preise bereit.

Montag, 23. März 2015

Das Blockupy-Desaster und die staatliche Produktion von Sicherheit

von Dominik Ešegović
November 2014: das viertägige Protest-Festival von Blockupy in Frankfurt ist weitgehend friedlich verlaufen. Allerdings hatten rund 80 Demonstranten nach einer Kundgebung den Zaun zum Neubau der EZB überwunden und die Fassade mit Farbe beworfen. Mehrere Polizisten und Demonstranten wurden verletzt. 

Prophezeiung im Parlament

Die Polizei sei „trotz der Erfahrungen aus den Blockupy-Protesten der letzten Jahre, an der EZB völlig unterbesetzt“ gewesen, kritisierte der hessische FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich im Landtag. Er erklärte die angeblich auf „Deeskalation“ und „Kooperation“ mit den Protestierenden angelegte Sicherheitsstrategie der Landesregierung für gescheitert und forderte von dieser: „Nehmen Sie jetzt wenigstens die für März angekündigten Proteste ernst, und sorgen Sie für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Nehmen Sie Ihre Verantwortung gegenüber der Polizei wahr.“ Der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Bauer antwortete auf die Kritik lapidar: „Die Polizei wird alles tun, um die öffentliche Sicherheit bei der EZB-Eröffnung zu gewährleisten. Panikmache der FDP ist daher völlig unangebracht.“ (1)

Sonntag, 22. März 2015

Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt: Interview mit Tomasz M. Froelich

Vom Wert der besseren Bildung berichtet Tomasz M. Froelich (Betreiber von Freitum) im Interview mit den Sons of Libertas. Im Interview wird Froelichs aktuelles Buch ,,Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt'' besprochen, welches hier für lediglich 6,99 Euro bestellt werden kann.


Den Leser dieses Buches erwarten schlagende Argumente, die alle eines gemeinsam haben:

Samstag, 21. März 2015

Zentralbanken haben mit Kapitalismus nichts zu tun

Herz versus Hirn oder warum Sie jetzt manches kritisch hinterfragen sollten
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
eines der besten Bonmots über den Unterschied zwischen Sozialisten und Kapitalisten lautet:

„Wer mit 16 kein Sozialist ist, der hat kein Herz; und wer mit 18 immer noch Sozialist ist, der hat kein Hirn.“

Wie es sich vor diesem Hintergrund mit Journalisten verhält, die „Blockupy“, also den gewaltsamen Protest gegen die Europäische Zentralbank (EZB), als „Kampf gegen den Kapitalismus“ bezeichnen, weiß ich nicht. Allerdings weiß ich, dass die Institution Zentralbank mit Kapitalismus genauso viel gemeinsam hat wie Islamistische Gotteskrieger und das Weltbild der Aufklärung. Also nichts, rein gar nichts.

Zentralbanken sind nämlich planwirtschaftliche Fremdkörper in einer Marktwirtschaft. Sie verwalten das staatliche Papiergeldmonopol und verhindern den Preisfindungsmechanismus freier Märkte. Und das ausgerechnet bei dem mit Abstand wichtigsten Preis einer Volkswirtschaft: Dem Preis von Geld und Kapital, das heißt dem Zins.

Entwicklungshilfe: mehr Schaden als Nutzen

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
auf manchen politischen Feldern werden jahrelang völlig falsche Ansätze verfolgt. Besonders augenfällig ist dies im Bereich der Entwicklungspolitik. Hier sind Erfolge dünn gesät, aber die politisch Verantwortlichen weigern sich beharrlich, die Realität zur Kenntnis zu nehmen und den Kurs zu ändern.

Unter Entwicklungshilfe sind die Bemühungen der Industrieländer zu verstehen, die Lebensverhältnisse in den unterentwickelten Ländern durch finanzielle und sonstige Hilfen zu verbessern. Entwicklungshilfe gibt es seit Anfang der 1960er Jahre, nachdem in der Zeit davor fast alle europäischen Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen worden waren. Heutzutage wird allerdings der Begriff Entwicklungshilfe im offiziellen Sprachgebrauch nicht mehr gerne verwendet, stattdessen wird zartfühlend von Entwicklungszusammenarbeit gesprochen.

Freitag, 20. März 2015

Gedicht zur aktuellen politischen Lage der Nation

von Björn Düßmann
Frei im Versmaß, frei in der Reihenfolge der Strophen, frei in Gedanken:

Der Grüne, mit Blick auf seine Wählerschaft,
einen Vorschlag zur Freigabe von Cannabis macht.
Der Liberale aber Freiheitsrechte ganzheitlich denkt,
die Diskussion somit auch auf Waffenrechte lenkt.

Die EZB dem heiligen Geldsozialismus frönt,
vor ihren Toren wirre Kapitalismuskritik ertönt.
Dem Staat dieser Widerspruch in die Karten spielt,
da er stets auf die Schwächung alles Liberalen zielt.

Der Equal Pay Day und seine Mythen

von Benjamin Menke

Heute ist “Equal Pay Day” - der Tag, an dem ein so hoher Anteil des Jahres verstrichen ist, wie Frauen in Deutschland im Schnitt weniger verdienen als Männer. Der Tag soll die durchschnittlichen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern illustrieren, die im letzten Jahr bei 22 Prozent [1] lagen, und befeuert jedes Jahr erneut politische Diskussionen über diese Lohndifferenz und Forderungen, sie per Gesetz zu schließen. Eine solche Forderung hat es im letzten Jahr in den Koalitionsvertrag geschafft und wird nun als Gesetzesentwurf von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in die Wege geleitet.

Nach allem, was bisher zu den Plänen der Ministerin bekannt ist, soll das Gesetz die Gehälter in Unternehmen „transparenter“ machen und dazu Personalabteilungen verpflichten, Mitarbeitern Auskunft über die Gehälter ihrer Kollegen in vergleichbaren Tätigkeiten zu geben. Neben der „Transparenz“ der Gehaltslisten soll gleichzeitig gewährleistet bleiben, dass dabei keine Daten zur Bezahlung individueller Mitarbeiter kenntlich gemacht werden und das Gesetz in diesem Spagat trotzdem nicht zu einem „Bürokratiemonster“ verkommt.

Donnerstag, 19. März 2015

Kopftuchurteil: Die Vorzüge eines freien Bildungswesens

von Tomasz M. Froelich
Die Debatte ist nervig wie vermeidbar: die Debatte um das sogenannte Kopftuchurteil, welches das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am letzten Freitag fällte. Künftig darf der Staat muslimischen Lehrerinnen das Tragen eines Kopftuchs während des Unterrichts nicht mehr verbieten. Damit kippte die seit dem Jahre 2003 bestehende Regelung, wonach es den Bundesländern überlassen war, ein entsprechendes Kopftuchverbot zu erlassen, wovon etwa Nordrhein-Westfalen Gebrauch machte.

Das Kopftuchurteil erhitzt die Gemüter: Die einen sehen in dem Urteil einen Beitrag zur Integration muslimischer Mitbürgerinnen in Deutschland, die anderen befürchten wiederum eine schrittweise Islamisierung der Schulen. Dementsprechend positioniert sich auch das Gros der Bevölkerung: Entweder man ist für oder gegen das Kopftuchverbot. Das gesellschaftliche Konfliktpotential wächst.

Magermodelverbot in Frankreich: Dick und doof statt schlank und smart?

von Christoph Frädrich
Wenn ich den am Dienstagabend erschienenen Artikel der Welt-Online lese, dann weiß ich nicht mehr ob ich weinen oder lachen soll. Die französische Regierung möchte die Magermodels aus den Laufstegen in der Modemetropole Paris verbannen. Um dies zu erreichen, wollen die Sozialisten um Hollande mit satten Strafen drohen: Wenn gegen den Zusatzartikel in einem Gesundheitsgesetz verstoßen wird, ist von sechs Monaten Haft mit 75.000€ Geldstrafe die Rede.

Als Maßstab für dieses Gesetz soll der BMI (Body-Mass-Index) gelten. Die französische Gesundheitsministerin begründete ihre Idee gegenüber einem TV-Sender so: „Ich finde, dass man sich als Model gut ernähren und auf seine Gesundheit achten muss.“

Mittwoch, 18. März 2015

Blockupy von Sinnen: Moderne Kapitalismuskritik

von Tomasz M. Froelich
Frankfurt am Main ist heute im Zuge der Eröffnung des Neubaus der EZB wieder einmal das Zentrum des antikapitalistischen Protests, zu dem Blockupy aufgerufen hat. 

Blockupy ist ein Netzwerk, das die Crème de la Crème der politischen Linken vereint: die Globalisierungsgegner von Attac, die Gewerkschaft Verdi, die Partei Die Linke und ihre griechischen Genossen von der Syriza, der Revolutionäre Sozialistische Bund und sogar die Krawallerie der Autonomen Antifa Frankfurt sind mit dabei. 

Ziel der heutigen Proteste ist es, ein Zeichen gegen die EZB-Politik zu setzen, indem die Straßen rund um den neu errichteten Eurotower, der von den Blockupanten als Bastion des Kapitalismus erachtet wird, blockiert werden. Es ist ein Protest gegen ein System, das die Demonstranten scheinbar nicht verstehen.

Dienstag, 17. März 2015

Gold versus DAX: Der klare Sieger heißt Gold

Gold erfüllt in Euro gerechnet auch jetzt wieder seinen Zweck
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
schon seit Anfang der 2000er Jahre rate ich meinen Lesern, sich mit dem Kauf von Gold vor dem Kaufkraftverlust zu schützen, zu dem eine unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik zwangsläufig führt. Wer diesem Rat gefolgt ist, hat bis heute mit einem Plus von 265% sehr gut verdient, obwohl im Jahr 2011 eine zyklische Goldbaisse eingesetzt hat, die den langfristigen Aufwärtstrend vorübergehend unterbrochen hat. Im Verlauf dieser zyklischen Baisse korrigierte der Goldpreis in Euro gerechnet in der Spitze um rund 35% – nachdem er sich zuvor mehr als vervierfacht hatte.

Landesmedienanstalten: Wenn zu viel Geld vorhanden ist

Gotthilf Steuerzahler fragt sich ... was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
unser Land leistet sich eine Vielzahl staatlicher Behörden und Einrichtungen. Da gibt es wichtige und unwichtige, arbeitsmäßig stark belastete und andere, bei denen es eher ruhig zugeht. Manche klagen über zu wenig Geld und Personal, andere haben Geld und Mitarbeiter im Überfluss. Wie zum Beispiel die Landesmedienanstalten, von denen es insgesamt vierzehn gibt, in fast jedem Bundesland eine.

Landesmedienanstalten? Kennen Sie nicht? Nun, das ist keine Bildungslücke, es handelt sich um kleine Einrichtungen, von denen man nur selten etwas hört. Die Landesmedienanstalten wurden gegründet, nachdem die Politik Mitte der 1980er Jahre ihren Widerstand gegen den privaten Rundfunk und das private Fernsehen aufgegeben hatte. Die wichtigste Aufgabe der Landesmedienanstalten besteht darin, private Hörfunk- und Fernsehveranstalter zuzulassen und dafür zu sorgen, dass die für das Programmangebot geltenden Vorschriften eingehalten werden.

Weiterhin sind die Landesmedienanstalten auch um die Verbesserung der Medienkompetenz bemüht, fördern zum Beispiel den Bürgerrundfunk. Auch engagieren sie sich bei der Digitalisierung der Rundfunktechnik und in der Medienpädagogik. Die Landesmedienanstalten erhalten kein Geld vom Staat, sondern finanzieren sich aus dem seit Anfang 2013 von allen Haushalten zu zahlenden Rundfunkbeitrag (zuvor nannte sich die Abgabe Rundfunkgebühr). Ursprünglich standen den Medienanstalten zwei Prozent des Aufkommens aus der seinerzeitigen Rundfunkgebühr zu. Im Jahr 2005 wurde der Anteil auf einen geringfügig niedrigeren Wert reduziert, der derzeit noch gültig ist.

Krasse Fehlinformationen aus dem Umweltministerium Niedersachsen

von Christoph Frädrich
Zum vierten Mal jährt sich in diesem Monat die schreckliche Umweltkatastrophe von Fukushima in Japan. Damals wurden weite Teile der Ostküste Japans von einem Tsunami erfasst. Dieser sorgte großräumig für Zerstörung und Chaos. Ebenfalls von der Flutwelle erfasst wurde das Kernkraftwerk in Fukushima. Diese Flutwelle löste einen Ausfall im Kraftwerk aus, welcher eine Explosion und später mehrere Kernschmelzen zur Folge hatte. 

Diese Naturkatastrophe kostete 18.537 Menschen das Leben und über 6.100 wurden verletzt. In diesen Tagen wird den Menschen gedacht, nicht nur denen, die Hab und Gut verloren haben, sondern auch den Todesopfern.

Samstag, 14. März 2015

Rezension: Gut gemeint ist häufig das Gegenteil von gut!

Das Buch kann man hier kaufen
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Dambisa Moyo: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann, 236 Seiten, 14,95 Euro, Haffmans & Tolkemitt.
Die Autorin des Buches, Dambisa Moyo, wurde 1969 in Sambia geboren, sie studierte an der American Universität in Washington D.C [Abschlüsse: Bachelor of Science (B.S.) in Chemie und Master of Business Administration (MBA) in Finanzwirtschaft], an der Harvard Universität [Abschluss: Master of Public Administration (MPA)] und schloss die Studien an der Universität Oxford mit dem Doktorat in Volkswirtschaftslehre ab.
Dambisa Moyo hat im Anschluss an ihre Studien für die Weltbank und Goldman Sachs gearbeitet.

Mit diesem Buch - das englische Original erschien 2009 - erfolgte durch Dambisa Moyo ein Frontalangriff auf die herkömmliche und übliche Art der Entwicklungshilfe, die aus den sogenannten entwickelten Staaten in die unterentwickelten Staaten Afrikas fließt.

Donnerstag, 12. März 2015

Haussesignal für Goldminenaktien - jetzt ist Kaufzeit

Nicht nur die Sentimentindikatoren sprechen für eine Goldhausse
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
die zyklische Baisse des Edelmetallsektors hat Ihre Geduld und wohl auch Ihre Leidensfähigkeit in den vergangenen drei Jahren auf eine harte Probe gestellt. Inzwischen ist das Stimmungsbild sogar so einseitig negativ geworden, wie es gewöhnlich nur am Ende einer ausgeprägten langfristigen Baisse und in der Frühphase der darauf folgenden Hausse beobachtet werden kann. Ich kann Sie beruhigen, die Zeit des Leidens ist bald vorbei. Denn es sind nicht nur die Sentimentindikatoren, die den Beginn einer spektakulären Hausse im Edelmetallsektor ankündigen. Mit dem Coppock-Indikator hat jetzt auch ein langfristig orientierter technischer Indikator ein Kaufsignal für Goldminenaktien gegeben.

Dienstag, 10. März 2015

Frauenquote - die Pauschalbeleidigung für alle Frauen

von Christoph Frädrich
Freitag 6. März 2015, lächelnd und fröhlich schneidet Manuela Schwesig, Bundesfamilienministerin, eine dreistöckige Torte an, auf deren roten Guss verschiedene weibliche Figuren stehen. Ungefähr eine Stunde zuvor postete sie ähnlich fröhlich auf Facebook: ,,Heute ist ein Tag, auf den wir stolz sein können: Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wurde im Bundestag verabschiedet. Ein historischer Schritt, der einen Kulturwandel in Wirtschaft und Gesellschaft einleiten wird!”

Ich bin kein Mensch der gläubig ist, aber zurzeit fliegt mir ein Zitat durch den Kopf, der in der Bibel steht: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Scheinbar wissen sie wirklich nicht mehr, was sie tun. Die Frauenquote, welche so hoch angepriesen wurde, ist für jede Frau in Deutschland eine Beleidigung. Eine Freundin sagte mal zu mir, dass diese Idee für sie eine metaphorische Ohrfeige sei. Es ist auch eine, denn sie sagt aus, dass Frauen in Deutschland nicht qualifiziert genug seien um eine leitende Positionen in einem Unternehmen zu übernehmen.

Montag, 9. März 2015

Wie Partei zu ergreifen Frieden behindert

Martin Buber. Foto: DHM.
von Stefan Blankertz
Der Konflikt zwischen dem Staat Israel und den mehr oder weniger terroristischen, mehr oder weniger selbsternannten »Vertretern des palästinensischen Volkes« (also diverse, konkurrierende Protostaaten mit Unterstützung interessierter etablierter Staaten) gehört zu denen, in welchem der anständige Mensch Farbe zu bekennen und Partei zu ergreifen hat. Ich bin aufgewachsen in einer Zeit, in der das offizielle Westdeutschland »zu den Israelis hielt«, Ostdeutland und die westdeutsche »außerparlamentarische Opposition« (APO) dagegen »den« Palästinensern den Vorzug gab. Die damaligen APO-Leute besetzen heute zum Teil hohe Stellungen in Staat und Medien. Die öffentliche Parteiergreifung ist nicht mehr einseitig, sondern gespalten. Die Nötigung, Partei zu ergreifen, flaute dadurch nicht ab. Beide Seiten haben das Gefühl, die jeweils andere Seite dirigiere die Medien und erkläre ihre Position für die politisch korrekte. Ein merkwürdiger Umstand, der nachdenklich machen sollte.

In den endlosen Diskussionen um den Israel-Konflikt gehen vier Ebenen völlig durcheinander: Die Genese des Konflikts; die jeweils aktuellen Anlässe; die moralische Bewertung von Kampfhandlungen. Sowie, in Deutschland, die Anerkennung der mit der Judenverfolgung durch den nationalsozialistischen Staat entstandenen Schuld.

Staatlich finanzierte Forschungseinrichtungen

Gotthilf Steuerzahler fragt sich ... was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
über ganz Deutschland verteilt gibt es schätzungsweise vierhundert steuerfinanzierte Forschungseinrichtungen. Darunter befinden sich kleine Institute mit nur wenigen Mitarbeitern, aber auch große Einrichtungen mit mehreren Tausend Beschäftigten. Die öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen sind eigenständig, sie gehören nicht zu den staatlichen Universitäten. Da drängt sich doch die Frage auf, weshalb es so viele außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gibt und ob es nicht sinnvoll wäre, die Kapazitäten von Forschungseinrichtungen und Hochschulen, die ja ebenfalls Forschung betreiben, zusammenzufassen. Diese Frage wird in der Staatspraxis jedoch kaum gestellt.

Die großen, personalstarken Forschungseinrichtungen werden von Bund und Ländern gemeinsam finanziert. Sie wurden ehemals gegründet, um sich ungestört der Grundlagenforschung widmen zu können oder um große Forschungsthemen wie zum Beispiel Luft- und Raumfahrt in einer Institution umfassend bearbeiten zu können. Die kleineren Forschungsinstitute sind oft aus Universitäten heraus entstanden, etwa wenn ein Professor sich sein eigenes kleines Reich schaffen wollte.

Freitag, 6. März 2015

Ein Spaziergang durch den libertären Begriffsnebel: Anarchofeminismus


von Dominik Ešegović
Wer meint auf Cathy Reisenwitz‘ Blog Sex and the State fänden sich anzügliche Blogbeiträge über erotische Eskapaden der gar nicht mal so unattraktiven Feministin, wird enttäuscht. Mit Sex ist das Geschlecht gemeint. Vor allem das weibliche, welches vom männlichen stets Unterdrückung und Verfolgung zu befürchten hat. 

Reisenwitz lehnt jedwede klassische Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau konsequent ab. Schließlich sei ja schon der bloße Gedanke, es könnte Unterschiede zwischen Mann und Frau bezüglich der geschlechtsspezifischen Ausprägung besonderer Fertigkeiten geben, unlibertär. Die Rede davon, Frauen seien tendenziell sprachlich begabter, Männer hingegen eher mathematisch veranlagt, trüge dazu bei, dass täglich tausende junger Frauen im Mathetest versagten.

Mittwoch, 4. März 2015

Rezension: Es ist an der Zeit aufzuwachen

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Carlos A. Gebauer: Rettet Europa vor der EU: Wie ein Traum an der Gier nach Macht zerbricht, 200 Seiten, 17,99 Euro, FinanzbuchVerlag.

Carlos A. Gebauer unternimmt in diesem Buch eine tiefschürfende Analyse der EU - die politisch-bürokratischen Strukturen der EU-Behörden rund um Brüssel und Konsorten stellen also das ausgedehnte Feld der Analyse.

Gebauer erzählt den Traum eines Europas, in welchem die Völker friedlich zusammen leben und miteinander kooperieren. Dieser Traum ist in der Folge zweier verheerender Weltkriege entstanden. Diese Kriege haben hauptsächlich auf dem Schlachtfeld Europa stattgefunden und das alte Europa zerstört. Gebauer schildert dann ausgezeichnet, wie jener Traum eines friedlichen Europas durch Machtpolitiker missbraucht wurde und wird. Politiker, die im Grunde nur ihre eigenen machtgierigen Partikularinteressen verfolgen und denen die Menschen Europas mit ihren Nöten und Sorgen - hart formuliert - piep-egal sind.

Dienstag, 3. März 2015

Der Hass-Mail-Indikator gibt ein Warnsignal

Diese Erkenntnisse der Börsenpsychologie sollten Sie kennen
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
die Hass-Mail-Reaktionen auf meinen kostenlosen Marktkommentar haben in den letzten Wochen deutlich zugenommen. Das ist nicht ungewöhnlich, denn wer als Analyst immer wieder gegen den Strom schwimmt, der vertritt geradezu per Definition eine unpopuläre Position und zieht dadurch den Unmut einiger Menschen auf sich. Und wenn er darüber hinaus auch noch für radikal-liberale Prinzipien und Marktwirtschaft eintritt, dann macht er sich in unserer staatsgläubigen Gutmensch-Gesellschaft ganz schnell unbeliebt. Soweit, so normal.

Hass-Mail-Schreiber werden fast nur zu bestimmten Zeiten aktiv …

Interessanterweise gibt es aber auch bei den Hass-Mail-Schreibern ein gewisses Muster, das für Börsianer interessant ist: Gewöhnlich wagen sich die Hass-Mail-Schreiber erst dann aus der Deckung, wenn ein Trend schon sehr alt geworden ist. Dann erst werden sie so selbstsicher und mutig, dass sie einem Autor, der eine andere Meinung als sie selbst vertritt, ihren Hass entgegen schleudern. Deshalb können Hass-Mails auch als Sentimentindikator interpretiert werden. Insofern ist die aktuelle Hass-Mail-Häufung im Posteingang meines kostenlosen Marktkommentars lediglich ein weiteres Zeichen, dass wir uns in der Endphase einer riesigen Spekulationsblase befinden. Das gilt umso mehr, da sich die Ergebnisse unserer Krisensicher Investieren-Kaufempfehlungen durchaus sehen lassen können und keinen Anlass für Anfeindungen geben.

Montag, 2. März 2015

Inklusion im Schulbereich: Wenn die Kosten aus dem Ruder laufen

Gotthilf Steuerzahler fragt sich ... was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

für die Bildungspolitik in unserem Lande ist charakteristisch, dass eine Reform auf die nächste folgt, nie kehrt Ruhe ein. Bei der Planung von Reformmaßnahmen werden die Kosten häufig viel zu niedrig eingeschätzt. Stellt sich dann heraus, wie hoch sie tatsächlich sind, gibt es regelmäßig Auseinandersetzungen darüber, wer die finanziellen Lasten denn im Ergebnis tragen soll. Ein solcher Streit spielt sich gerade beim Thema Inklusion ab, dem derzeit wohl größten Reformvorhaben im Schulbereich.

Inklusion im Schulbereich heißt, dass behinderte wie nichtbehinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Die Förderschulen für behinderte Kinder, die früheren Sonderschulen, sollen nach diesem Modell weitgehend abgeschafft werden und möglichst alle Kinder die allgemeinen Schulen besuchen. Ausgangspunkt für diese Reform war die im Jahr 2009 beschlossene UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Alle Unterzeichnerstaaten dieser Konvention, wozu auch Deutschland gehört, haben sich verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu errichten, in dem der gemeinsame Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung der Regelfall ist.

Sonntag, 1. März 2015

Termine: März 2015

Auch für den März haben wir alle uns bekannten, aus freiheitlicher Sicht interessanten Termine zusammengestellt.

Besonders empfehlenswert ist die Veranstaltung ,,Mehr sozial, weniger Staat: Der europäische Wohlfahrtsstaat als Auslaufmodell?'' im schweizerischen Müllheim/Thurgau. Zu den prominenten Rednern zählen dort unter anderem Stefan Blankertz, David Dürr, Rahim Taghizadegan, Lukas Reimann und viele mehr.

Weitere Termine sind dem Kalender zu entnehmen.

Sollten wir wichtige und interessante Termine in unserem Kalender vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies per Mail (tomek.froelich@yahoo.de), auf unserer Facebook-Seite oder im Kommentarbereich mitzuteilen.

Köln, 01.03.2015, 16 Uhr: John Maynard Keynes: The End of Laissez-Faire. Lesekreis der Rheinischen Libertarier. Ort: Café Goldmund, Glasstraße 2.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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