Mittwoch, 25. Februar 2015

Die staatliche Problemverursachung

von Tommy Casagrande
Die Probleme, die Menschen haben, sind zumeist staatlich verursacht. Entweder durch direktes staatliches Handeln oder als indirekte Folgeerscheinung aufgrund von Problemen, die staatliches Handeln hervorgebracht hat. Das menschliche Leben besteht aus individuellen Situationen, individuellen Problemstellungen und individuellen Problemlösungen. Da Menschen Individuen sind, sind sie unterschiedlich. Unterschiedliche Menschen brauchen demnach unterschiedliche Strategien. Dafür brauchen unterschiedliche Menschen aber auch unterschiedliche Mittel. Und da Mittel auch einen Preis haben, wägen unterschiedliche Menschen ab, zwischen ihrer individuellen Lebenssituation, ihrer individuellen Problemstellung, ihrem individuellem Bedürfnis nach Lösungsansätzen und den individuellen Präferenzen hinsichtlich der Mittel in Relation zum Preis-Leistungs-Prinzip, sprich, was kostet ein Mittel und welchen Nutzen verspreche ich mir. 

Das ist ein Grund, warum Gewaltmonopole nicht funktionieren und stets Probleme verursachen, während sie vorgeben, sie zu lösen. Aus diesem Grunde häufen sich die Probleme immer weiter an, bis sie derart komplex werden, dass sie kaum noch lösbar sind und jeder nur versucht seine eigene Haut zu retten. 

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise ist nicht vorbei. Es wird Benzin ins Öl gegossen. Ein freier Markt existiert nicht. Die Zentralbank ist nicht Ausdruck eines freien Marktes, sondern Ausdruck des Gedankens einer gelenkten, gesteuerten Wirtschaft - Planwirtschaft. Diese kann nicht funktionieren, haben schon Hayek und Mises immer wieder betont. Die Zentralbank setzt den Leitzins nach Belieben. Im gegenwärtigen Falle, beliebig nach unten. So ist der Preis für das Gut namens Geld niedrig und Kredite billig. Davon profitieren Staaten, die sich zu günstigen Konditionen verschulden können, um das Wahlvolk mit Illusionen zu kaufen, die andernfalls nicht finanzierbar wären. Ebenso verdienen Geschäftsbanken daran, die sich am Leitzins orientieren und ihren Kunden ermöglichen, zu günstigen Konditionen Geld zu nehmen, um im Sinne der staatlichen Ökonomie die Wirtschaft anzukurbeln. Allerdings kurbelt man auf diese Weise die Wirtschaft nicht an. 

Ein solches System hat mit einer freien Marktwirtschaft nichts zu tun, sondern ist, wie oben erwähnt, Planwirtschaft. Es profitieren kurz- und mittelfristig verschiedene Branchen, aber langfristig ist es für die ganze Gesellschaft schädlich, weil es zu einer Blasenwirtschaft kommt. Zudem profitieren die Erstbezieher des neu geschaffenen Geldes auf Kosten der Letztbezieher, weil sich die Preise erhöhen, umso mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt wird - Inflation. Das aber geschieht natürlich ungleich, sonst würde Inflation keinen Sinn ergeben. Die Kaufkraft des Geldes schwindet, sparen lohnt sich nicht mehr, es entsteht ein künstlicher Aufschwung, der in einer Wirtschaftskrise endet. Außerdem ist dieser planwirtschaftliche Eingriff ökologisch zerstörend und ressourcenverschwendend, weil die ökologischste und nachhaltigste Wirtschaftsordnung eine solche ist, wo es ein freies Zustandekommen von Preisen und freies Geld gibt. Dann nämlich wäre der Preis ein Ausdruck von Knappheit und reguliert die Verschwendung. Das würde zu einer ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft führen. 

Viele Produktionen basieren gegenwärtig darauf, Strukturen errichtet zu haben, die auf die gegenwärtige Nachfrage aufgrund unfreien, billigen Geldes abzielen. In einer Wirtschaftskrise werden derartige Fehlinvestitionen entlarvt und es muss umstrukturiert werden. Die Struktur des gegenwärtigen Wirtschaftsgebildes beruht auf einem unfreien Zins und einem unfreien Geld, was auf die Preise einwirkt. Natürlich gibt es auch noch tausende Gesetze, die den Menschen alles mögliche verbieten, obwohl es des Menschen Recht wäre, dieses und jenes zu tun und selbst zu organisieren. Und diese tausenden Gesetze beeinflussen ebenfalls die Preise von einer anderen Seite. Man nehme nur mal den unfreien staatlichen Arbeitsmarkt und das staatliche Berechtigungswesen als Zugangsberechtigung oder Beschränkung zu den Berufen. Das wirkt sich ebenfalls auf Löhne, Preise, Perspektiven, Angebot und Nachfrage, Arbeitslosigkeit und vieles mehr aus. Umverteilt wird immer von unten nach oben. Sowohl bei den Chancen als auch beim Einkommen. Und die Ursache ist immer bei staatlichen Aktivitäten zu finden.

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