Donnerstag, 19. Februar 2015

Der Schwindel vom Aufschwung dank fallender Ölpreise

Phantasie statt Sachverstand
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
derzeit können Sie fast überall lesen, dass fallende Ölpreise einen ähnlich positiven Effekt für den Verbraucher und die gesamte Wirtschaft hätten wie eine Steuersenkung. In beiden Fällen hätten die Menschen mehr Geld für Konsumausgaben in der Tasche, so heißt es.

Klingt gut, ist aber leider falsch. Ich weiß zwar nicht, wie es sich bei durchschnittlichen Ökonomieprofessoren und Analysten verhält. Aber bei mir und meinen Freunden – darunter übrigens auch ein paar Ökonomieprofessoren – besteht ein ganz erheblicher Unterschied zwischen den Wirkungen einer Steuersenkung und den Folgen sinkender Energiepreise. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es bei Ihnen, liebe Leser, ganz genauso ist.

Fallende Ölpreise wirken nicht wie eine Steuersenkung, …

Bei einer Steuersenkung haben Sie tatsächlich mehr Geld zur Verfügung, das Sie entweder ausgeben oder sparen können. Das ist ein rundum positiver Effekt für Sie und die gesamte Wirtschaft. Sie können mehr konsumieren und die Wirtschaft profitiert entweder direkt von Ihren zusätzlichen Ausgaben oder – über gewisse Umwege – von Ihrer höheren Sparquote.

Bei fallenden Energiepreisen tritt dieser Effekt allerdings nicht ein. Warum? Weil in diesem Fall Ihr Einkommen ja gar nicht steigt. Sie verfügen bei einem Ölpreis von 50 $ pro Barrel noch immer über dasselbe Einkommen wie bei einem Ölpreis von 100 $. Das einzige, was sich verändert, ist der Mix Ihrer Ausgaben und eventuell die Höhe Ihrer monatlichen Ersparnis.

… sie verändern nur den Mix Ihrer Ausgaben

Zwar sinken Ihre Konsumausgaben für Heizöl und Benzin. Das an dieser Stelle eingesparte Geld können Sie selbstverständlich für andere Zwecke verwenden und beispielsweise shoppen oder essen gehen. Das freut den Verkäufer und den Wirt, und sicherlich auch Sie, weil Ihnen der Kauf eines neuen Spielzeugs oder eines leckeren Menüs wahrscheinlich mehr Freude bereitet als der Kauf von Heizöl und Benzin.

Aber die Summe Ihrer Konsumausgaben bleibt natürlich bestenfalls konstant. Und wenn Sie sich dafür entscheiden, einen Teil der niedrigeren Energierechnung nicht anderweitig zu verbraten, sondern im Hinblick auf das marode Rentensystem zu sparen, dann nehmen Ihre Konsumausgaben in der Summe sogar ab.

Plus 15% für unsere Leser mit einem Öl-Zertifikat

Kommen wir nun zum praktischen Teil dieses Artikels. Der folgende Chart zeigt Ihnen die Ölpreisentwicklung der vergangenen Jahre und darunter einen Sentimentindikator. Wie Sie sehen, ist die Stimmung der Ölmarktteilnehmer auf ein Niveau gefallen, das zuvor nur in der Endphase der großen Krise von 2008/09 zu sehen war.


Rohölpreis der Marke WTI in $ pro Barrel, Sentimentindikator, 2005 bis 2015

Die Stimmung der Akteure am Ölmarkt ist so schlecht wie zuvor nur während
der Endphase der großen Krise 2008/09. Quelle: sentimenttrader.com

Meinen Lesern habe ich in der am Dienstag, den 27.01.2015 erschienenen Februar-Ausgabe unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren dazu geraten, umgehend auf eine kurzfristige Erholung des Ölpreises zu setzen. Denn selbst wenn sich die US-Wirtschaft und mit ihr der Rest der Welt auf dem Weg in eine Rezession befinden sollten – und einige Frühindikatoren deuten darauf hin – sprechen Markttechnik, Sentimentindikatoren und die Positionierung der Terminmarktteilnehmer für eine bald beginnende Zwischenerholung des Ölpreises.

Tatsächlich ist der Ölpreis und mit ihm das von mir empfohlene Zertifikat inzwischen um rund 15% gestiegen. Ich gehe davon aus, dass sich diese erst wenige Tage alte Rally noch etwas fortsetzen wird, so dass unsere Krisensicher Investieren-Leser demnächst wahrscheinlich einen Gewinn in der Größenordnung von 25% bis 30% realisieren können. Es ist also auch für Sie noch nicht zu spät, um von einer Zwischenerholung des Ölpreises zu profitieren. Wie das funktioniert, erfahren Sie in Krisensicher Investieren. Jetzt für 30 Tage kostenlos anfordern.

Haussesignal bei Gold in US-Dollar bisher ausgeblieben

In den vergangenen Wochen habe ich auch an dieser Stelle sehr bullishe Artikel über Gold veröffentlicht. Tatsächlich ist der für uns Anleger der Eurozone relevante Goldpreis in Euro seither kräftig gestiegen. Darüber hinaus erfreuen sich unsere Krisensicher Investieren-Leser bei den meisten der von uns erst vor wenigen Wochen empfohlenen Goldminenaktien über stattliche Kursgewinne. Und auch im $ hat sich der Goldpreis von seinen Tiefs ein gutes Stück erholt.

Goldpreis pro Unze in US-Dollar, 2013 bis 2015 

Das bullishe Gesamtbild hängt erneut am seidenen Faden.
Quelle: StockCharts.com

Allerdings ist es beim Goldpreis in $ noch immer nicht zu den klaren Haussesignalen gekommen, die zur Bestätigung einer neuen weltweiten Goldhausse unerlässlich sind. Inzwischen hat sich hier das technische Gesamtbild sogar wieder bedenklich eingetrübt. Wird es jetzt doch noch zu einer neuen Abwärtswelle kommen? Oder präsentiert sich Ihnen hier gerade eine attraktive Kaufgelegenheit? Was sollten Sie jetzt tun? Gewinne realisieren? Oder im Gegenteil die Positionen aufstocken?

In den kommenden Tage und Wochen werden am Goldmarkt wichtige Weichenstellungen vollzogen. Für unsereKrisensicher Investieren-Leser werden wir diese spannende und wichtige Phase, in der sich der Goldmarkt jetzt befindet, sehr eng verfolgen. Wir werden sie mit up to date-Informationen und Analysen versorgen, damit sie jederzeit angemessen reagieren können. Jetzt Krisensicher Investieren 30 Tage kostenlos anfordern.

Ich wünsche Ihnen einen schöne restliche Woche und viel Spaß beim Tanken, Heizen oder Shoppen. 

Ihr 
Claus Vogt 

P.S.: Aus strategischer Sicht bleibt Gold in diesen irren Zeiten als Basisinvestment ein Muss. Oder wollen Sie Ihre Zukunft und Ihre Altersvorsorge ausschließlich Politikern und EU-Bürokraten anvertrauen?

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