Samstag, 28. Februar 2015

Freitum goes Twitter


Bisher haben wir Twitter gemieden. Dies ist nun anders: Nun sind auch wir auf Twitter vertreten und würden uns freuen, wenn Ihr uns folgen würdet. Uns findet man hier.

Freitag, 27. Februar 2015

Eine 'ideale Gesellschaft' wäre der Friedhof menschlicher Größe...

Dostojewski. Foto: Wikipedia.
von Jonathan Danubio
Fjodor Dostojewskij, einer der größten Autoren der Weltliteratur und ein glühender Gegner des Sozialismus (genauer: des russischen Nihilismus), gilt einigen als Kassandra, da er die sozialistischen Tyranneien des 20. Jahrhunderts voraussah, ihm aber niemand Glauben schenkte. Mag diese These auch stark übertrieben sein, so überraschen und schockieren seine Beschreibungen einer "idealen Gesellschaft" dennoch. Als Beleg sei eine Stelle aus seinem politischstem Werk, "Böse Geister" (1873), angeführt. Par parenthèse: das Werk bildet den Höhepunkt seiner drei anti-nihilistischen Romane (1. "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch"; 2. "Verbrechen und Strafe").

Cannabis auf Rezept?

von Jan Hübner
Und wieder einmal ist die Debatte um Cannabis entfacht. Nachdem im letzten Jahr in den USA schon einige Schritte in Richtung Liberalisierung gemacht wurden, scheint sich auch in der Bundesrepublik etwas zu tun. Cannabis ist die am meisten konsumierte illegale Droge in Deutschland, von CBD Hanfsamen bis hin zum fertig gerollten Joint scheinen die Bürger die Pflanze fast genauso zu schätzen wie den Alkohol. Aber in dieser politischen Diskussion geht es einmal nicht um die komplette Freigabe des Rauschmittels, sondern um seine gesundheitlichen Vorteile und die potenzielle Freigabe für schwerkranke Schmerzpatienten.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Von echten Demokraten und Schwätzern

von Kurt Kowalsky
In einer von der freien Universität Berlin durchgeführten Umfrage, stimmten 61 Prozent der These zu, dass wir uns in keiner "echten Demokratie" befänden, weil die Wirtschaft und nicht die Wähler das Sagen hätten.

42 Prozent der Befragten meinten, dass ihnen "soziale Gleichheit" wichtiger wäre als die Freiheit des Einzelnen.

Solche Umfrageergebnisse beunruhigen besonders die "Freiheitsfreunde", welche klammheimlich der Illusion anhängen, Deutschland über politische Wahlen irgendwie zu befreien. Hat man doch in der Vergangenheit schon soviel auf des Nachbarn Ochsen eingeredet, dass man ihn fast vom eigenen Liberallala überzeugt hat. Leider hat er dann am Schluss doch die SPD gewählt oder andere Halunken - nur eben nicht die "Richtigen".

Mittwoch, 25. Februar 2015

Die staatliche Problemverursachung

von Tommy Casagrande
Die Probleme, die Menschen haben, sind zumeist staatlich verursacht. Entweder durch direktes staatliches Handeln oder als indirekte Folgeerscheinung aufgrund von Problemen, die staatliches Handeln hervorgebracht hat. Das menschliche Leben besteht aus individuellen Situationen, individuellen Problemstellungen und individuellen Problemlösungen. Da Menschen Individuen sind, sind sie unterschiedlich. Unterschiedliche Menschen brauchen demnach unterschiedliche Strategien. Dafür brauchen unterschiedliche Menschen aber auch unterschiedliche Mittel. Und da Mittel auch einen Preis haben, wägen unterschiedliche Menschen ab, zwischen ihrer individuellen Lebenssituation, ihrer individuellen Problemstellung, ihrem individuellem Bedürfnis nach Lösungsansätzen und den individuellen Präferenzen hinsichtlich der Mittel in Relation zum Preis-Leistungs-Prinzip, sprich, was kostet ein Mittel und welchen Nutzen verspreche ich mir.

Dienstag, 24. Februar 2015

Offener Brief an Yasmin Fahimi: Die Stundenzettel der Gauner und Doofen

Offener Brief von Susanne Kablitz an Yasmin Fahimi
Sehr geehrte Frau Fahimi,

am 20. Februar 2015 äußerten Sie sich wie folgt: „Wer es als Arbeitgeber nicht schafft, einen Stundenzettel ordentlich auszufüllen, ist entweder ein Gauner – oder schlichtweg zu doof.“ Die SPD werde in der Koalition keine Abstriche mehr beim Thema Mindestlohn machen. Die Union wolle „durch die Hintertür so viele Ausnahmen für Unternehmen durchsetzen“, „bis das Gesetz wirkungslos wird, das werden wir aber verhindern“, so die SPD-Generalsekretärin. „Der Mindestlohn ist eine historische Leistung, die lassen wir uns nicht kaputtmachen.“ (Quelle: n-tv.de)

Montag, 23. Februar 2015

Wann ist ein Volk ein Volk?

von Kurt Kowalsky
Rechtsanwalt Heinrich Schmitz veröffentlichte in "The European" eine Kolumne mit dem Titel "Diese Überschrift hat die CIA vorgegeben". Ich möchte ihm nicht widersprechen, denn meine Überschriften sind auch nicht besser. In dem Artikel beschäftigt sich der Autor mit Verschwörungstheoretikern. Unvermutet macht er sich aber fast ausschließlich über die sogenannten "Reichsbürger" lustig.

Um dann zu schreiben: "Eine andere Variante des BRD-GmbH-Gedankens ist die Bewegung Demokratie für Deutschland, die uns schon am 5.1.2015 eine neue Verfassung beschert hat. Wusstemalwiederkeiner. Die Mitglieder dieser kleinen Bewegung nennen sich zwar nicht „Reichsbürger“, sie sind aber ebenfalls davon überzeugt, dass Deutschland nur eine GmbH und kein richtiger Staat sei."

Sonntag, 22. Februar 2015

Rezession in den USA? Die Spannung steigt

Die US-Zentralbankbürokraten bekommen kalte Füße
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
in den vergangenen Monaten wurde über die Propagandamaschine der US-Zentralbank Fed die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung geschürt. Mit ihrem am Mittwoch dieser Woche veröffentlichten Sitzungsprotokoll haben die US-Notenbanker damit begonnen, zurückzurudern. In Bezug auf Zinserhöhungen werde man geduldig sein, heißt es dort. Die meisten „Fed-Beobachter“ und Analysten zeigten sich von dieser Wende im Duktus der Hohepriester des Gelddruckmaschinenkults überrascht.

Ich selbst habe die Story baldiger Zinserhöhungen nie geglaubt, weil der künstlich durch Staatsausgaben und Nullzinspolitik hervorgerufene Konjunkturaufschwung viel zu schwach und zerbrechlich ist, um auch nur den Hauch einer Zinserhöhung überleben zu können. Und weil eine Zinserhöhung wahrscheinlich sofort zum Platzen der riesigen Spekulationsblase an den Aktienmärkten führen würde.

LKW-Maut: Wie Lobbyisten ihre Interessen durchsetzen

Gotthilf Steuerzahler fragt sich ... was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

die Politik in diesem Lande ist sehr bemüht, bei ihren Entscheidungen den Wünschen wichtiger Interessengruppen Rechnung zu tragen. Da kommen dann Kompromisse zustande, über die man sich als Staatsbürger nur wundern kann. Wie zum Beispiel bei der LKW-Maut, die seit Anfang 2005 erhoben wird.

Bei der LKW-Maut geht es darum, vom Güterverkehrsgewerbe, also den Speditionen, eine Gebühr für die Nutzung der Bundesautobahnen (und einiger Bundesstraßen) zu verlangen. Das Speditionsgewerbe war – aus naheliegenden Gründen – von Anfang an gegen die Einführung der LKW-Maut. In dem Gesetz, welches die Einzelheiten der Mautpflicht regelt, wird zugleich angeordnet, dass ein Teil des Mautaufkommens über Förderprogramme wieder an die Speditionen zurückfließt. Der Staat kassiert und gibt sogleich wieder zurück, das verstehe wer will.

Die Einnahmen aus der LKW-Maut stehen dem Bund zu. Sie beliefen sich in den letzten Jahren auf jährlich rund viereinhalb Milliarden Euro.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Der Schwindel vom Aufschwung dank fallender Ölpreise

Phantasie statt Sachverstand
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
derzeit können Sie fast überall lesen, dass fallende Ölpreise einen ähnlich positiven Effekt für den Verbraucher und die gesamte Wirtschaft hätten wie eine Steuersenkung. In beiden Fällen hätten die Menschen mehr Geld für Konsumausgaben in der Tasche, so heißt es.

Klingt gut, ist aber leider falsch. Ich weiß zwar nicht, wie es sich bei durchschnittlichen Ökonomieprofessoren und Analysten verhält. Aber bei mir und meinen Freunden – darunter übrigens auch ein paar Ökonomieprofessoren – besteht ein ganz erheblicher Unterschied zwischen den Wirkungen einer Steuersenkung und den Folgen sinkender Energiepreise. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es bei Ihnen, liebe Leser, ganz genauso ist.

Dienstag, 17. Februar 2015

André F. Lichtschlag erhält die „Roland-Baader-Auszeichnung 2015“

Pressemitteilung des IfAAM

Der Düsseldorfer Verleger und Publizist André F. Lichtschlag erhält in diesem Jahr die renommierte Roland-Baader-Auszeichnung. Die Verleihungsfeier mit Laudatio findet statt am Samstag, 06. Juni um 16 Uhr im Empire Riverside Hotel Hamburg.

André F. Lichtschlag ist als Herausgeber und Chefredakteur des Monatsmagazins eigentümlich frei einer der profiliertesten und meistgelesenen libertären Autoren in Deutschland. Mit Mut zum verlegerischen Risiko und großem persönlichen Engagement hat er die Zeitschrift innerhalb von weniger als zwei Jahrzehnten zum führenden Sprachrohr der libertären, freiheitlichen Bewegung im deutschsprachigen Raum ausgebaut und damit das Meinungsspektrum in Deutschland um Ideen und Denkanstöße bereichert, die lange Zeit ein Privileg der angelsächsischen Welt waren.

Montag, 16. Februar 2015

Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung: Potentiale werden nicht ausgeschöpft

Gotthilf Steuerzahler fragt sich ... was machen eigentlich meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

die öffentliche Verwaltung in Deutschland ist sehr bemüht, ihre Leistungsfähigkeit und Bürgerfreundlichkeit zu verbessern. Zunehmend nutzt sie die Möglichkeiten der modernen Informationstechnik (IT), um diese Ziele zu erreichen. Aber sie tut sich schwer mit dem Einsatz der Datenverarbeitung, der Rückstand gegenüber der Wirtschaft ist nicht zu übersehen.

Zwar sind viele Behörden fast ausschließlich damit beschäftigt, Informationen zu verarbeiten, man denke zum Beispiel an die Finanzämter oder die Gerichte, so dass eine IT-Unterstützung nahe liegt. Jedoch sind Behörden - anders als Unternehmen - keinem Wettbewerbs- und damit Kostendruck ausgesetzt. Das hat zur Folge, dass kostensenkende technische Innovationen häufig erst mit Verzögerung eingeführt werden. Auch ist die öffentliche Verwaltung bei der Erledigung ihrer Aufgaben an eine Vielzahl von Vorschriften gebunden, was den Technikeinsatz erschwert. Schließlich ist die Politik an Fragen der Datenverarbeitung in der öffentlichen Verwaltung in der Regel nicht interessiert.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Der Boykott als passiver Ausdruck in einem unfreien System

von Tommy Casagrande
Ein Boykott ist in erster Linie ein Verzicht. Und jeder Mensch verzichtet jeden Tag, ohne dass er die Intention verfolgt, einen Boykott auszuüben. Manche Menschen verzichten jedoch bewusst in jenem Sinne, weil sie annehmen oder hoffen, mit dieser Handlung etwas an den gegenwärtigen gesellschaftlichen Strukturen zu verändern. Das aber wird nicht gelingen, weil man selbst immer noch im System verweilt. Auch ein Boykott ist Teil des Systems, wenn er innerhalb dessen stattfindet. Es verschieben sich lediglich die Anteile der gewinnenden, respektive der verlierenden Seiten. Man ändert das System nicht durch einen Boykott. Das merkt man auch daran, weil man das System selbst nicht ändert, wenn man es boykottiert. Man ändert lediglich Inhalte des Systems. Doch wie zuvor angesprochen sind sich ändernde Inhalte innerhalb eines Systems nichts anderes als sich verschiebende Anteile von Gewinn oder Verlust unter der Beibehaltung von Strukturen, die individuelles Handeln in vielen Fällen im Keim ersticken. Eben genau jene Strukturen sind es, die den Boykott als einzig wahrnehmbare Möglichkeit einer Restfreiheit übrig lassen. Eine Ausdrucksform, die passiv ist, in der man auf Verzicht setzt. Dies ist eine der wenigen Freiheiten der Menschen, um im gegenwärtigen System kund zu tun, dass sie unzufrieden sind. Das bezieht sich auch auf Nichtwähler, die genauso einen Boykott ausüben.

Dienstag, 10. Februar 2015

Habermanns Richtigstellung: Staatswirtschaft

von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: Staatswirtschaft.
Der Staat als Unternehmer hat im 20. Jahrhundert in fürchterlicher Weise versagt und dies gilt noch heute, wo er als solcher, auch in ,,scheinprivatisierter'' Form auftritt.
Die Deutsche Bahn AG z. B. hätte längst nachfragegerechte Strukturen, wenn sie nicht mit Subventionen, die höher als ihr Umsatz sind, und Konkurrenzschutz (z. B. hohe steuerliche Belastung des konkurrierenden Straßenverkehrs) daran gehindert würde.
Die Eisenbahn machte im 19. Jahrhundert Überschüsse, dann wurde sie verstaatlicht. Anschließend machte sie bald Defizite und die ist so bis heute, in allen europäischen Ländern.
Es gibt nichts, was ein Staat nicht gelegentlich an sich gezogen hätte, auch auf der Ebene der Kommunen. Der Staat verkauft gelegentlich Brot, Speiseeis, er unterhält Cafés, Saunas, Nagelstudios, in Berlin sogar bis vor kurzem die größte Kuhherde Europas. Durch den unsichtbaren Hoheitsadler im Briefkopf der Staatsbetriebe und durch den Rückhalt, den Staatsbetriebe regelmäßig im steuerfinanzierten ,,Mutterbetrieb'' finden, kommt es unvermeidlich zu Wettbewerbsverzerrungen mit der Privatwirtschaft.

Montag, 9. Februar 2015

Rezension: Eine Fundgrube ökonomischer Vernunft

Dieses Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Hansjörg Klausinger: Machlup, Morgenstern, Haberler, Hayek und andere: Wirtschaftspublizistische Beiträge in kritischer Zeit (1931-1934), 400 Seiten, 29,80 Euro, Metropolis.
Zu Beginn der 1930er Jahre, also während der Weltwirtschaftskrise, wurden Vertreter der dritten und vierten Generation der "österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre" (Gottfried Haberler, Friedrich August von Hayek, Fritz Machlup, Oskar Morgenstern) journalistisch aktiv, um auch den Nicht-Ökonomen die wirtschaftlichen Grundlagen zum Verständnis ob der Hintergründe und Ursachen dieser Krise zu vermitteln.

Eine Vielzahl dieser Pressebeiträge aus jener Zeit sind in diesem Buch gesammelt und auch in exzellenter Weise kommentiert. Der Leser erhält ausführliches wirtschaftshistorisches und personenbezogenes Hintergrundwissen über jene Zeit.

Damals wie heute war und ist es in den veröffentlichten Meinungen populär, eine Wirtschaftskrise als Marktversagen zu verdammen und vom Versagen des Kapitalismus zu sprechen - ohne jedoch fundierte ökonomische Kenntnisse zu besitzen. 
In den hier versammelten Beiträgen, mit denen sich die "Austro-Liberalen" journalistisch in die Tagespolitik einmischten, spürt man den Wunsch und das Motiv, dem breiten Lesepublikum die interventionistische Chaospolitik der Staatsregierungen als Hauptursache der Weltwirtschaftskrise verständlich zu machen. Von daher wundert es nicht, dass man die Artikelsammlung auch mit 'Mehr Kapitalismus wagen' oder 'Mehr Marktwirtschaft wagen' betiteln könnte.

Samstag, 7. Februar 2015

,,An Jacobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken!"

von Kurt Kowalsky aus der Reihe ,,Kowalskys Presseagentur meldet''
Klimaerwärmung: Die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche wird den für höhere Lebewesen kritischen Wert von 30 Grad in Kürze überschreiten.

Nach übereinstimmender Aussage von Wissenschaftlern, wird sich die Leuchtkraft der Sonne in ihrem derzeitigen Hauptreihenstadium in naher Zukunft auf das Dreifache erhöhen und ihr Radius auf fast das Doppelte ansteigen. Es ist erwiesen, dass die Sonne zunehmend rötlicher wird und sich innerhalb kurzer Zeit bis zur Umlaufbahn der Venus ausbreiten wird. Der Temperaturanstieg auf der Erde wird dann + 100 Grad sein.

Diese widerliche Kuh von den Grünen sagte uns in einer ersten Stellungnahme, dass es nie zu spät wäre, die Sonne zu besänftigen. Doch die derzeitige Regierung spiele wie immer auf Zeit. (Wir können das Weib nicht wörtlich zitieren, weil sie unseren Bleistift geklaut hat.)

Donnerstag, 5. Februar 2015

Rezension: Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt - voll ins Schwarze

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Tomasz M. Froelich: Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt: Bessere Bildung für alle ohne Staat, 108 Seiten, 6,99 Euro, Forum Freie Gesellschaft.
Bevor ich zum Buch selber komme, eine Vorbemerkung: Tomasz M. Froelich, der Verfasser dieses Buches, ist "konsequent libertär"; d. h., er ist ein "Anarcho-Liberaler" – auch "Anarcho-Kapitalist" genannt.

Dagegen bin ich ''nur'' ein "Minarchist" (="klassischer Liberaler"), also jemand, der einen "Minimalstaat" akzeptiert. Meine Einstellung soll nicht signalisieren, dass ich das Konstrukt "Staat" mag. Nein, vielmehr bin ich der Meinung, dass die Logik der Argumente bei den "Anarcho-Liberalen" zu finden ist – nicht bei den "Minimalstaatlern".

Auch nach klassisch-liberaler Sichtweise (Ludwig von Mises) ist eine gute Regierung ein Widerspruch in sich; denn Regierungspolitiker neigen immer dazu ihre Macht auszudehnen – also schlechte Regierungen zu sein! Folgt man den Thesen von Randall G. Holcombe, Anthony de Jasay und Mancur Olson, dann ist der Staat zwar nicht notwendig, aber unausweichlich; weil regelmäßig viele Menschen immer wieder das scheinbar Sicherheit bietende Gezelt des Staates vorziehen. Und dies, obwohl – wie dies z. B. Rafael Rosenzweig (Das Streben nach Sicherheit) in einer theoretischen und empirischen Analyse zeigte – der Staat eine solche Sicherheit keinesfalls zu garantieren vermag. Jedoch, Freiheit heißt Verantwortung – und Verantwortung möchten viele Menschen eben nicht übernehmen, geschweige denn tragen.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Sicherheit durch Gewaltmonopol oder Gewaltwettbewerb?

,,Godfather'' des Anarchokapitalismus:
Gustave de Molinari.
von Dr. Michael von Prollius
1849 erschien im Journal des Économiste ein epochaler Aufsatz: „De la production de la sécurité“, verfasst vom belgischen Ökonom Gustave de Molinari (1819-1912). Die Kernaussage lässt sich mit nur einem Ein-Satz-Zitat wiedergeben: „Das Interesse des Konsumenten eines jedweden Gutes muss immer Vorrang gegenüber dem Interesse des Produzenten genießen.“ Ein einziges Wort macht den Unterschied: jedweden. In seinem überaus anregenden Aufsatz versucht der relativ junge Molinari nämlich zu belegen, dass Sicherheit nicht von dem herkömmlichen Monopolisten, also dem Staat, gewährleistet werden soll, sondern im Wettbewerb auf dem Markt. Im Rückblick war mit diesem Gedanken der Anarchokapitalismus geboren.

Gut 50 Jahre zuvor hatte der englische Gelehrte William Godwin in seinem Hauptwerk „Enquiry concerning political justice“ die zentralen Elemente der anarchistischen Theorie formuliert. Jedwede staatliche Gewalt stelle einen Eingriff in die private Urteilskraft dar, schrieb Godwin 1793. Parallel zum klassischen Liberalismus entwickelte sich der Anarchismus – und für Molinari war das die konsequente Weiterentwicklung des Liberalismus selbst.

Dienstag, 3. Februar 2015

FDP: Auf zum letzten Gefecht!

von Petr Bystron
Nach ihrem Rausflug aus dem Bundestag sowie einer Reihe von Landtagen bläst die FDP zum letzten Gefecht. Die Monate außerhalb der Parlamente rückten die Partei an den Rand der Bedeutungslosigkeit. Die Liberalen nutzten die Zäsur zur Selbstreflexion, inneren Reinigung und einem neuen äußeren Anstrich.

Schlaues Marketing soll die FDP zurück an die Macht führen. Berater von Boston Consulting machten sich ans Werk und analysierten im Sommer letzten Jahres den Wert der Konkursmasse. Ihr Fazit lautete, die Marke FDP sei erstaunlich „intakt", vieles müsse man nicht ändern. Die Kreativen der Berliner Agentur Heimat kamen in den folgenden Monaten wohl zu einem anderen Schluss, denn sie verpassten der Partei ein neues Logo. Weg mit dem vielen Gelb und den spiddelligen drei Buchstaben. In kräftigen blauen Lettern heißt die Partei nun „Freie Demokraten". Das Kürzel FDP versteckt sich verschämt in einem rosa Kasten.

Montag, 2. Februar 2015

Termine: Februar 2015

Auch für den Februar haben wir alle uns bekannten, interessanten Termine zusammengestellt.

Besonders empfehlenswert sind das mittlerweile zur Tradition gewordene Roland-Baader-Treffen am 14. und 15. Februar, sowie das Liberty Event in Graz, das viele interessante Vorträge verspricht. 
Weitere Termine sind dem Kalender zu entnehmen.

Sollten wir wichtige und interessante Termine in unserem Kalender vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies per Mail (tomek.froelich@yahoo.de), auf unserer Facebook-Seite oder im Kommentarbereich mitzuteilen.

Kirrlach, 14.02.2015, 16 Uhr - 15.02.2015, 13:15 Uhr: Roland Baader Treffen 2015. Veranstaltung in Andenken an den großen Popularisierer freiheitlicher Ideen. Programm: Spaziergang zu Roland Baaders Grab, geselliges Beisammensein, Videobotschaft von Dirk ,,Mr. DAX'' Müller, Kurzvorträge von Susanne Kablitz, Peter Boehringer und Kristof Berking mit anschliessender Podiumsdiskussion. Ort: ,,Schützenhaus'' in der Waghäusler Straße 121 in Waghäusel-Kirrlach. Anmeldungen unter info@ifaam.de.

Sonntag, 1. Februar 2015

Auftakt zu Teil II der Goldhausse

Schützen Sie sich mit Gold vor der europäischen Draghiödie
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
in den vergangenen Wochen habe ich Ihnen an dieser Stelle schwerpunktmäßig Ausschnitte meiner zunehmend bullishen Analysen und Prognosen des Goldpreises in Euro präsentiert. Hier ist die Sachlage inzwischen klar: Der von mir vor allem aus fundamentalen Gründen – Stichwort: Europäische Draghiödie – erwartete Ausbruch aus der mächtigen Bodenformation der Jahre 2013/14 ist auf überzeugende Weise erfolgt. Damit ist die zyklische Baisse, die mit dem Doppeltop von 2011 und 2012 begonnen hat, vorüber. Mit anderen Worten: Wir befinden uns am Anfang einer neuen Goldhausse

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

Name

E-Mail *

Nachricht *