Samstag, 10. Januar 2015

''Unsere'' ''Satire''

von Luke Lametta
Satire? Das heißt bitteschön: Sich über die FPÖ lustig machen. Über die FDP, Investmentbanker und den zu schönen Karl-Heinz Grasser. Über BILD, Kronen Zeitung oder die Katholerer Kirche. Schreiend komisch und immer das Überraschungsmoment auf seiner Seite! Die Anstalt, Stermann & Grissemann, Gernot Hassknecht und die heute-show - bistdugscheit, die trauen sich echt was. Keine Satire dagegen (exemplarisch, unvollständig):

1.) Spott in Richtung Feminismus - erstens rückschrittlich (Errungenschaften! 1950er! Herd! Muff!) und zweitens "sexistisch".

2.) Lang deppert tölend Mitbürger mit Homosexualitätshintergrund nachäffen - "diskriminierend" und ein Hate crime. (Zugegeben: oft tatsächlich nicht lustig - machen viele, können die wenigsten aber gut genug.)

3.) Klimaleugner. Die sollte man ohnehin abholen und wegsperren. Das Thema ist nun wirklich zu ernst für das leichte Fach (Menschheit! Mutter Gaia! Das globale Gesamtgute!).

4.) Wer schlichtweg nicht kapiert, dass der Islam nichts mit dem Islam zu tun hat, also entsprechend karikiert oder ätzt - dem gebricht es bestenfalls an Gehörtsich, in der Regel aber ist er einfach nur ziemlich Adolf. Irgendwie "ewiggestrig" halt - also mindestens heimlich. End of story. Jaja, das streiten die dann spitzfindig ab, aber: Schafspelz! Anfänge! Rechtsrechter, rechtspopulistischer Rechtspopulismus. KenntManJa! "Extremismus der Mitte", erklärbärt ja nun seit Seymour Lipset echt jede_r Politologe_in.

5.) Wenn -solche- Leute dann auch noch Scherze mit dem Soziolekt von, zum Beispiel, anatolischen Migrant•·.· ´ ¯`·.·•§_Innen machen, ist's mE final ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Verhetzung! Jawohl!

Außer sie sind selbst Migranten. 
Dann ist es "Ethno-Comedy". 
Da darf man dann wieder ein wenig l̶a̶c̶h̶e̶n̶ schmunzeln. 
Aber nicht zuviel!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

Name

E-Mail *

Nachricht *