Donnerstag, 31. Dezember 2015

Guten Rutsch ins neue Jahr!


Liebe Leser,

ein turbulentes Jahr nähert sich seinem Ende. Ein Jahr sich verschärfender politischer und wirtschaftlicher Krisen, deren Ursache mangelnde Freiheiten sind, die aber wiederum - umso fataler! - mit weiteren Freiheitseinschränkungen bekämpft werden (sollen), was nicht zu deren Lösung, sondern zu deren Verschärfung beiträgt. 

Freiheit ist nicht das Problem, sondern die Lösung. Umso wichtiger ist es deshalb, die Stimme der Freiheit zu erheben. Wir tun das - mit zunehmendem Erfolg: Verglichen mit dem ohnehin erfolgreichen Vorjahr konnten wir unsere Seitenaufrufe um 11% steigern, unsere Facebookseite hat eine große und größer werdende Reichweite, mit Gustave de Molinaris ''Produktion der Sicherheit'' gaben wir unsere erste hauseigene Publikation heraus, und unsere Autoren sind immer häufiger als Vortragende auf verschiedenen Veranstaltungen gefragt. Wahrlich kein Grund zum Ausruhen - wir machen weiter: Es erwarten Sie im kommenden Jahr weitere Artikel und Buchprojekte - Sie dürfen schon gespannt sein.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Das Murray Rothbard Institut stellt sich vor

Erfreuliche Neuigkeiten gibt es aus Berlin zu vermelden: Das Murray Rothbard Institut für Ideologiekritik wurde dort gegründet und befindet sich im Aufbau. Auch das Freitum-Team wird die Arbeit des Instituts verfolgen und unterstützen. Die Website des MRI ist bereits online. 

Dort stellt sich das Institut bereits vor:

Die Situation
Als »Freiheit« gilt heute deren Gegenteil: Im Namen der Opfer von Zensur werden mit Zensur neue Opfer geschaffen. Im Namen des Kampfes gegen die Diskriminierung wird Diskriminierung institutionalisiert. Im Namen von Umweltschutz wird die Zerstörung der Umwelt betrieben. Im Namen des Schutzes vor Ausbeutung, Missbrauch, Krankheit, tatsächlich oder vermeintlich selbstzerstörerischem Verhalten oder Betrug werden Freiräume für Eigenverantwortlichkeit und freie Kooperation beseitigt. Um Vielfalt zu sichern, wird Einfalt eingebläut. Die »Kultur des Willkommens« erheischt Grenzwälle mit Selbstschussanlagen. Freiheit der Bildung heißt, dass jede Abweichung von der politischen Korrektheit zum Gedankenverbrechen erklärt wird. Vor allem die weltweiten militärischen Operationen der von den USA angeführten westlichen Welt, die im Namen der Freiheit geschehen, deren Geist jedoch mit Füßen treten, haben zum schlechten Ruf der Freiheit dort geführt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Montag, 28. Dezember 2015

Deutsche Schulden über alles, über alles … in der Welt

Ständig am Wachsen: Deutschlands Schulden.
Foto: Wikipedia Commons/Elwood j blues.
184.000 Milliarden Euro Schulden weltweit – Und es nimmt kein Ende
von Roland Leuschel
„Deutschland, Deutschland, über alles, über alles wächst mal Gras. Ist das Gras ein Stück gewachsen, frisst’s ein Schaf und sagt, das war’s”, pflegte in Anspielung auf die erste Strophe von Hoffmann von Fallerslebens Deutschlandlied am Ende jeder seiner Büttenreden drei Jahrzehnte lang der „Bote vom Bundestag”, der Mainzer Jürgen Dietz, zu sagen. 

Keine Angst, ich möchte jetzt nicht auf meine alten Tage in die Karnevalszunft wechseln. Doch würden Sie nur ein Wort dieses pointierten Schlusssatzes durch ein anderes ersetzen, würde es wunderbar zu dem folgenden Text passen:

184.000 Milliarden Euro: Auf diese kaum vorstellbare Zahl beläuft sich die Weltverschuldung. An und für sich ist diese Zahl eben nur eine Zahl. Gefährlich ist dagegen die Dynamik, die hinter ihr steckt: Vor sieben Jahren betrug die Weltverschuldung 130.000 Milliarden Euro: Sie ist in dieser kurzen Zeit also um 41% gestiegen. Besonders dynamisch hat sich dabei die Staatsverschuldung mit einem Plus von 76% entwickelt, während die Schulden der privaten Haushalte „nur“ um 21% gestiegen sind.

Freitag, 25. Dezember 2015

Wie der Staat die Ausgaben für die rechtliche Betreuung reduzieren kann

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

die Ausgaben des Staates für die rechtliche Betreuung erhöhen sich seit Jahren. Bestrebungen der zuständigen Justizbehörden, hier gegenzusteuern, sind jedoch kaum erkennbar. Dabei liegen viele Vorschläge zur Kostendämpfung auf dem Tisch, man muss sie nur endlich in die Tat umsetzen!

Bei der rechtlichen Betreuung geht es darum, für eine volljährige Person, die wegen Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst wahrnehmen kann, einen Betreuer zu bestellen. Dieser Betreuer, der vom Amtsgericht eingesetzt wird, darf Rechtshandlungen für die betreute Person vornehmen. Die rechtliche Betreuung wurde 1992 eingeführt, sie ist an die Stelle der früheren Entmündigung, Vormundschaft für Erwachsene und Gebrechlichkeitspflegschaft getreten. In Deutschland werden zurzeit etwa 1, 3 Millionen Menschen rechtlich betreut.

Der Betreuer wird für seine Tätigkeit bezahlt, und zwar grundsätzlich von dem Betreuten. Ist dieser mittellos, was bei 85 Prozent aller Betreuten der Fall ist, kommt das Geld aus der Staatskasse. Bei diesen vom Steuerzahler zu tragenden Kosten hat sich in den letzten Jahren eine erschreckende Entwicklung vollzogen: Betrugen die Ausgaben für die Betreuung 1992 lediglich fünf Millionen Euro, beliefen sie sich 2004 bereits auf 444 Millionen Euro und dürften inzwischen bei jährlich rund 900 Millionen Euro liegen!

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!


Liebe Leser,
wir wünschen Ihnen festliche, geruhsame und besinnliche Weihnachten in angenehmer Gesellschaft. Wir verbleiben zunächst mit einem schönen, zur Weihnachtszeit passendem Zitat von Grace Noll Crowell:

Montag, 21. Dezember 2015

Veranstaltungshinweis: Roland-Baader-Treffen 2016


Am 13. und 14. Februar 2016 findet in Kirrlach/ Waghäusel das Roland-Baader-Treffen 2016 statt. Im Vordergrund steht auch dieses Jahr wieder der gesellige Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten.

Dieses Mal mit Vorträgen von Lukas Reimann, Frank Schäffler und Rahim Taghizadegan zu Roland Baaders Themenkomplex „Geldsozialismus“. Zur besseren Planung und Koordinierung wird jeweils um eine kurze Anmeldung per E-Mail unter info@ifaam.de gebeten.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 51/2015)

Michael Auksutats' Statements zur Woche

Über die Kanzlerin, die zwangsläufig Recht behalten wird:
Die Kanzlerin verspricht: Keine Steuererhöhungen wegen der Flüchtlinge.
Der kluge Mann weiß: Natürlich nicht. Steuern werden grundsätzlich nicht zweckgebunden erhoben.
Sie wird also zwangsläufig Recht behalten.

Über die Befürchtung, der IS würde Terroristen mit falschen Pässen nach Europa schleusen:
Gott! Hoffentlich drehen die Typen nicht durch und fangen an in den hiesigen Kneipen zu Rauchen, Ölwechsel auf Wiesen zu machen oder gar den Müll nicht zu trennen.

Bundesfinanzminister im Glück: Wie man ohne zu sparen einen ausgeglichenen Haushalt erreicht

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

derzeit erlebt Deutschland ein kleines finanzpolitisches Wunder: Der Haushalt des Bundes kommt seit zwei Jahren ohne neue Schulden aus! Hat es das jemals gegeben? Hat da der Bundesfinanzminister eisenhart gespart, hat er alle Begehrlichkeiten seiner Ministerkollegen abwehren können? Nun, bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass er gar nicht gespart hat, dass die Ausgaben der Bundesministerien sich sogar kräftig erhöht haben. Der Bundesfinanzminister hat seinen ausgeglichenen Haushalt im Wesentlichen den stark steigenden Steuereinnahmen und den sinkenden Zinsausgaben zu verdanken.

Ein Finanzminister hat es nicht leicht: Ständig tragen die Ministerien neue Forderungen an ihn heran. Immer neue Bedarfe werden entdeckt, die unbedingt befriedigt werden müssen. Dagegen kommt es nur selten vor, dass Zahlungsverpflichtungen sich verringern oder ganz wegfallen.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

''Staatenlos'' durch Bitnation

Bild: Satoshi.
Christoph Heuermann im Gespräch mit Erik Vollstädt
Heute widmen uns mal den Möglichkeiten der Zukunft. Während das Bankgeheimnis ab 2016 durch den automatischen Informationsaustausch Geschichte wird, gibt es längst neue Möglichkeiten sein Geld mit Krypto-Währungen wie Bitcoin weltweit sicher, günstig und anonym zu transferieren.

Welche Möglichkeiten sich heute bereits mit Bitcoin bieten, habe ich in einem vergangenen Webinar deutlich gemacht. Was viele vergessen, die von Bitcoin hören, ist aber, dass längst nicht nur der Währungs- und Spekulationsaspekt das Spannende ist. Viel mehr bietet die Bitcoin-Blockchain äußerst spannende Möglichkeiten, die Welt durch Dezentralisierung ein bisschen besser zu machen.

Das Blockchain-Verfahren – grob gesagt die durch das Mining von Krypto-Währungen erzeugten Blöcke – können potentiell sämtliche noch zentralisierte Systeme durch dezentrale ersetzen. Da die Blockchain öffentlich einsehbar und weder zu löschen noch kaum zu manipulieren ist, ist sie der perfekte Speicherort von Verträgen und weiteren Dingen. So geht Bitcoin als größte Krypto-Währung mittlerweile nicht nur der Finanzindustrie an den Kragen, sondern droht in Gestalt der Blockchain auch anderen Branchen mit heftigen Veränderungen.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Wohnungsmarkt: Staatliche Interventionen und Deregulierung

von Tommy Casagrande
Auf einem freien Markt werden menschliche Bedürfnisse gehandelt. Es kommt somit so gut wie immer zu einer Befriedigung. Ansonsten wäre ein freier Markt in sich unlogisch. Freier Markt bedeutet, dass Menschen mit individuellen Freiheitsrechten versehen sind und im Sinne dieser Rechte zueinander in Beziehung treten. Wo auch immer das beschnitten wird, findet (mit fadenscheinigen Behauptungen) ein Angriff auf diese Rechte statt. 

Umgelegt auf die Thematik Wohnbau findet derzeit keine Befriedigung von Bedürfnissen hinsichtlich Preis-Leistung statt. Oder es mangelt an Angeboten hinsichtlich des Preises oder hinsichtlich der Leistung. In einem freien Wohnungsmarkt konkurrieren Unternehmen darum, den Kunden bestmöglichst zu dienen. Der Kunde ist kein Almosenempfänger, der mit dem zufrieden zu sein hat, was man ihm liefert und ansonsten habe er den Mund zu halten. Das wäre Sozialismus. Im Sozialismus sind Kundenwünsche wertlos.

Montag, 14. Dezember 2015

Flucht? Der Teufel ist überall!

Der Teufel ist überall.
Foto: Pixabay.
von Kurt Kowalsky
Akzeptierte Lebensformen!
Da "wandern" täglich kleine Menschen ins Land, können weder laufen, noch sprechen und sind auch sonst hilfsbedürftig und maximal abhängig.

Mit zunehmendem Lebensalter schwinden dann so manche diverse Hoffnungen der Erziehungsberechtigten, dass aus dem Nachwuchs das wird, was man sich insgeheim für sich vorstellte. Natürlich lernen die Kleinen fast alle laufen und sprechen, doch das Deutsch ist bei manchen miserabel und wird auch nicht besser.

Ich würde mich nicht darüber auslassen, wenn wenigstens die maximale Abhängigkeit und Hilfsbedürftigkeit mit der Zeit schwinden würde. Doch auch da ist es schlecht bestellt. So bekommt man Kindergeld bis zum 26. Lebensjahr und danach übergangslos Sozialhilfe oder Beamtenbezüge - was für mich sich nur dem Grade - und nicht dem Grunde nach unterscheidet.

Grenzerfahrungen: Das Gesicht der Flucht

Videobeitrag der Sons of Libertas
,,Alle reden über Flüchtlinge - wir reden mit ihnen! Wir waren an Grenzübergängen um mit den Betroffenen vor Ort zu sprechen und uns die Situation einmal näher anzuschauen...''

,,Everybody is talking about refugees - we talked with them! We have been at border checkpoints to speak with affected people on site to get a closer look at their situation...''

Sonntag, 13. Dezember 2015

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 50/2015)

Michael Auksutats' Statements zur Woche

Über mögliche Imagestrategien des IS:
Die derzeit eher kritische Grundhaltung gegenüber seinen Praktiken könnte der Islamische Staat deutlich ändern, wenn es ihm gelänge, seine Ideologie um einen strammen Klimaschutz, Vermögensabgaben und ein garantiertes Grundeinkommen zu ergänzen. Dann könnte man ihm sicherlich bei den Steinigungen entgegenkommen und würde sich nicht so peinlich an das Abendland klammern.

Über den ambitionierten Germanen:
Früher kämpfte der Germane an sich für Volk, Führer und Vaterland - heute macht er es fürs Währung, Wetter und Weltfrieden.
Mangelnde Ambition war noch nie sein Problem.

Wirtschaft, Aktien, Gold: Die aktuelle Lage gleicht 2001

Marktkommentar von Claus Vogt
Erinnern Sie sich noch an das Jahr 2001? Hoffentlich, denn die aktuelle Lage gleicht auf erstaunlich deutliche Weise eben diesem Jahr – jedenfalls in Bezug auf Wirtschaft, Aktien und Gold, worauf ich gleich noch zurückkommen werde.

Das Finanzgedächtnis der meisten Menschen ist allerdings sehr kurz. Gewöhnlich reicht es nur zwei bis drei Jahre zurück, wie Untersuchungen gezeigt haben. Deshalb knüpfen viele Anleger ihre Zukunftserwartungen an die Entwicklungen der jeweils letzten zwei, drei Jahre und neigen dazu, diese völlig unkritisch in die Zukunft fortzuschreiben. 

Die meisten Menschen wollen sich keine Veränderungen vorstellen 

Diese Vorgehensweise kommt den meisten Menschen auch deshalb entgegen, weil sie Veränderungen hassen und prinzipiell davon ausgehen, dass morgen genauso sein wird wie gestern und heute. Die meiste Zeit kommen sie mit dieser Grundhaltung auch sehr bequem durchs Leben. Denn viele Dinge verändern sich recht langsam oder aber nur sehr selten. Letzteres gilt vor allem für die wirklich großen, das heißt historischen Veränderungen. Sie treffen die große Masse der Bevölkerung stets aus heiterem Himmel – auch wenn sich die Wendepunkte schon lange zuvor mit deutlichen Signalen angekündigt haben.

Samstag, 12. Dezember 2015

Sponsoring in der öffentlichen Verwaltung

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

immer wieder einmal befassen sich die Medien mit dem Thema Sponsoring in der öffentlichen Verwaltung. Häufig wird in diesem Zusammenhang kritisiert, dass sich Ministerien Sommerfeste und andere Veranstaltungen von Unternehmen finanzieren lassen. Solche Aktivitäten könnten die Objektivität und Neutralität von staatlichen Stellen gefährden, wird befürchtet. Aber welche Bedeutung hat Sponsoring in der öffentlichen Verwaltung tatsächlich, kommt es in diesem Zusammenhang zu größeren Problemen?

Unter Sponsoring wird hier die Gewährung von Geld oder geldwerten Vorteilen an eine öffentliche Einrichtung verstanden, wobei das finanzierende Unternehmen neben der Förderung auch eigennützige Ziele verfolgt. Dem Sponsor kommt es auf eine Profilierung in der Öffentlichkeit an (Imagegewinn, kommunikative Nutzung).

Erstickende Gleichförmigkeit: Lieber Einzelgänger

Einzelgänger: Maulwurf. Foto: pixabay/CC0 Public Domain.
von Jonathan Danubio
Mein liebster Autor, Nicolás Gómez Dávila, schreibt in seinen “Scholien”: 

"Der Moderne glaubt, in einem Pluralismus der Meinungen zu leben, während uns heute doch die Gleichförmigkeit erstickt."

Unglücklicherweise ist das, was bei diesem immer schnelleren Marschieren in dieselbe Richtung auf der Strecke bleibt, gerade nicht der unnötige Ballast, sondern der für eine Kultur überlebenswichtige Proviant. Dieser Proviant bezeichnet einen bestimmten, heute leider aussterbenden Menschentypus, den ich persönlich - insbesondere in der Gestalt Dávilas - um so mehr bewundere, als ich weiß, daß mir Kraft und Wille für einen solchen Lebensweg wohl fehlen (würden). 

Der 24-jährige Truman Capote hatte vielleicht eine ähnliche Vorahnung, als er in seinem Debütroman “Andere Stimmen, andere Räume” (1948) schrieb:

Freitag, 11. Dezember 2015

Der Unternehmer als friedlicher Revolutionär

von Tommy Casagrande
In einer Situation, in der sich Menschen über Konzerne und Unternehmen beklagen, drückt sich die Unfreiheit der Gesellschaft aus. Aufgrund staatlicher Eingriffe gibt es weniger Marktwirtschaft als möglich wäre. Marktwirtschaft ist ein Zustand von Wettbewerb, bei dem nicht nur um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis konkurriert wird, sondern auch um Ideen.

Wären die Menschen freier und die Marktwirtschaft von staatlichen Fesseln befreit, würden die Menschen nicht ohnmächtig zusehen und klagen müssen, wie sich Konzerne und Unternehmen verhalten. Sie könnten selbstständig werden und versuchen, die Welt unternehmerisch zu verändern. Schon Joseph Alois Schumpeter sah im Unternehmertum eine revolutionäre Kraft des Wandels. Diese Kraft jedoch entfaltet sich umso mehr, je freier die Menschen sind. Umso mehr staatliche Vorschriften, Steuern, Abgaben es gibt, desto starrer und monopoltendenziöser wird das, was vom Markt noch übrig bleibt.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

2016 wird das Jahr der Wahrheit - 70%ige Rezessionswahrscheinlichkeit in den USA

Marktkommentar von Claus Vogt
Schwacher Einkaufsmanagerindex lässt Wall Street-Ökonomen kalt 
Wenig beachtet von der Öffentlichkeit ist der am Dienstag dieser Woche mit 48,6 Punkten veröffentlichte US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe unter die Schwelle von 50 Punkten gefallen, welche die Grenze zwischen Wachstum und Rückgang im Produktionssektor darstellt. Die Produktion ist also rückläufig.

Das ist der erste Wert unter 50 Punkten seit November 2012; und es ist der niedrigste Stand seit Juni 2009, als die US-Wirtschaft gerade aus der schlimmsten Rezession seit der Weltwirtschaftskrise auftauchte. Die Details sehen Sie auf der folgenden Grafik. Der gelbliche Balken kennzeichnet die Rezession, die im Dezember 2007 begonnen hatte und bis Mitte 2009 andauerte.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Habermanns Richtigstellung: ,,Chancengleichheit''

von Prof. Dr. Gerd Habermann
Dieses Mal: ,,Chancengleichheit''
Freiheitsvernichtende Schimäre der Sozialpolitik: in einer freien Gesellschaft kann es nur Rechtsgleichheit geben.

,,Zu verlangen, dass alle, die zu derselben Zeit in einem gegebenen Land leben, von demselben Stand beginnen sollen, ist mit einer sich entwickelnden Zivilisation ebenso wenig vereinbar, wie zu verlangen, dass diese Gleichheit Menschen zugesichert werden sollte, die zu verschiedenen Zeiten oder an verschiedenen Orten leben'' (Friedrich A. von Hayek).

Dieses Ziel zu erreichen, müsste die Regierung die gesamte physische und soziale Umgebung aller Personen kontrollieren, welche die ,,Gleichheit'' tangieren. Dieses Ideal ernst zu nehmen und durchzuführen ist geeignet, einen Albtraum hervorzubringen: die totale Unterwerfung der Menschen unter das Kommando einer Elite, welche deren Privatangelegenheiten managt.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Wenn bei einer Privatisierung Fehler gemacht werden

Wo sind meine Steuegroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

gegen die Privatisierung von Staatsaufgaben gibt es in Deutschland seit jeher große Widerstände. Werden Fehlentwicklungen bei Privatisierungsmaßnahmen bekannt, sehen sich die Privatisierungsgegner sogleich in ihrer grundsätzlichen Ablehnung bestätigt. Dabei sprechen einzelne Missstände nicht unbedingt gegen die Aufgabenübertragung auf Private. Eher zeigen sie auf, welche Fehler vermieden werden müssen, damit eine Privatisierung erfolgreich verläuft, d.h. dass die öffentliche Hand bei gleichbleibendem Qualitätsniveau der erbrachten Leistungen Einsparungen erzielen kann.

In einem der neuen Bundesländer findet derzeit eine Diskussion über die Privatisierung des Winterdienstes statt. Vor einigen Jahren hat die Straßenbauverwaltung dieses Bundeslandes die Winterdienstleistungen auf ein Unternehmen des Privatrechts übertragen, das seitdem dafür zu sorgen hat, dass Straßen und Autobahnen im Winter schnee- und eisfrei bleiben.

Kinderschokolade: Irreführende Verpackung

Kinderschokolade. Fotografiert von
A. Kniesel /Wikimedia Commons.
von Kurt Kowalsky
Ich habe jetzt die Schnauze voll. Noch heute strenge ich als Verbraucher eine Klage gegen Ferrero wegen Irreführung an. In der Kinderschokolade sind nämlich überhaupt keine Kinder drin. (Siehe Inhaltsangabe.) Gleichzeitig fühle ich mich als älterer Mensch diskriminiert. Ich erwarte zumindest einen aufgedruckten Hinweis auf der Verpackung: "Auch für Erwachsene und Alte!"

Schwule können sich übrigens meiner Klage anschließen. Mit etwas gutem Willen könnte man nämlich auf die Schokolade drauf schreiben: "Kinderschokolade auch für Erwachsene, Schwule, Transsexuelle, Alte, Neger und Frauen. Kann Spuren von Nüssen enthalten ist jedoch ohne Kinder."

Da in diesem Schokoladenriegel auch noch Fett drin ist, fehlt ein Warnhinweis, dass Fett zu Übergewicht führen kann. Im ganzen Satz und um hier nicht als Besserwisser und Rechtsfriedensstörer aufzutreten (wir sind ja schließlich freie Menschen), schlage ich dem Unternehmen folgenden Text auf der Verpackung vor:

Montag, 7. Dezember 2015

Das große Übel vom kleineren Übel

Gab es keine Alternative zur Kooperation
mit dem Gulag-Regime?
von Jorge Arprin
Manchmal stehen wir in der Politik und im Alltag vor Situationen, die sich ähneln. Das ist besonders dann der Fall, wenn es so aussieht, als müssten wir uns zwischen zwei Dingen entscheiden, die uns nicht gefallen. In dem Fall tendieren die meisten Menschen dazu, sich für das zu entscheiden, was sie für das “kleinere Übel” halten. Die Folgen dieses Denkens sind, dass in der Politik brutale Herrscher, die wir hassen, von uns unterstützt werden, weil wir Angst vor einer noch schlechteren Alternative haben, und dass wir uns im Alltag mit vollkommen unzufriedenen Situationen abfinden und sie sogar verteidigen, um bloß nicht unsere Lage zu verschlimmern.

Im Zweiten Weltkrieg schien die Sowjetunion das kleinere Übel zu sein als Nazi-Deutschland, also entschieden sich die Westmächte mit der Sowjetunion zu kooperieren. Irgendwie musste man ja die Nazis in Schach halten. Solch tragische und weitreichende Entscheidungen müssen wir im Alltag nicht ständig treffen, aber es gibt viele schwere Entscheidungen, die sich auf unser Wohlbefinden auswirken. Wenn eine Person in einem Job gefangen ist, den sie hasst, oder in einer unglücklichen Ehe, scheint es meistens das kleinere Übel zu sein, einfach weiterzumachen und nichts zu ändern. Irgendwie muss man ja Geld verdienen oder man will den Kontakt zu seinen Kindern nicht verlieren.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 49/2015)

Michael Auksutats Statements zur Woche

Über aktuelle Rechenspielchen des Focus im Zuge der Pegida-Demonstrationen:
Der Focus rechnet gerade vor, wie viel die Sicherung der Pegida-Demos den Steuerzahler kostet.
Da sollte man wirklich einmal darüber nachdenken, ob das Grundgesetz in der Form noch haltbar ist.
Ein klein wenig erinnert das an die Mathe-Bücher, die man einst beim Großvater auf dem Dachboden gefunden hat: "Ein Schwachsinniger kostet das Deutsche Reich RM1200 jährlich, wie viele Ehestandsdarlehen..."
Wird noch spannend.

Über den ,,provokanten'' Auftritt von Tilo Jung auf der Bundespressekonferenz:
"Du stellst Fragen, die uns nicht interessieren" werfen die Hauptstadtjournalisten dem Jung vor.
Ich fasse es mal so zusammen: Der Bursche hat einen reichlichen Linksdrall. Das ist ok. Aber ihm geben die Leute sogar Spenden, während die Journalisten nach einer GEZ zur Finanzierung ihrer Ergüsse rufen.
Die Seite meiner Sympathie dürfte damit eigentlich klar sein.

Freitag, 4. Dezember 2015

Frei leben in Private Cities - ein Interview mit Dr. Titus Gebel

Nettes Pflaster: Monaco. Foto: Pixabay.
Der staatenlose Christoph Heuermann im Gespräch mit Dr. Titus Gebel
Einigen unserer Leser ist sicherlich Dr. Titus Gebel bekannt. In einer Podiumsdiskussion zur aktuellen Situation des Unternehmertums in Deutschland gab er klare Worte von sich und legte nahe, sich die Auswanderungsoption als Alternative vorzubehalten.

Er selbst ist – oder besser war – erfolgreicher Unternehmer mit mehreren Projekten. Als Gründer der Deutschen Rohstoff AG führte er das Unternehmen bis zum Jahr 2014. Mittlerweile hat er sich jedoch aus Deutschland verabschiedet und genießt das Leben im Zwergstaat Monaco. Mit 48 ist er freilich längst noch nicht im Ruhestand, sondern brennt darauf die Welt freier und besser zu machen. Daher hat er sich dem Projekt der „Private Cities“ bzw. „Chartered Cities“ verschrieben.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Zwei weitere Kaufsignale für den Edelmetallsektor - Das wird ein goldenes 2016

Marktkommentar von Claus Vogt
Die Häufung der Kaufsignale signalisiert eine spektakuläre Hausse, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten 

In den vergangenen Wochen konnte ich Ihnen schon eine ganze Reihe von Kaufsignalen für den Edelmetallsektor vorstellen. Vielleicht denken Sie jetzt: „Nicht schon wieder Kaufsignale“. Diese Häufung von Signalen ist aber keineswegs eine langweilige Wiederholung, sondern für sich genommen ein weiteres wichtiges Signal. Typischerweise kommt es nämlich nur im Vorfeld einer sehr starken und lang anhaltenden Hausse zu einer solchen Fülle einzelner Signale. So war es jedenfalls in den Jahren 1999/2000 bei den Edelmetallen oder 2008/2009 an den Aktienmärkten. Deshalb deutet die aktuelle Entwicklung nicht nur darauf hin, dass die nächste Gold- und Goldminenaktienhausse nicht mehr lange auf sich warten lassen wird, sondern lässt auch darauf schließen, dass die nächste Hausse spektakulär ausfallen wird.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Wenn Behörden bei der Verwaltungsmodernisierung nicht mitziehen

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

in Deutschland hat es in den letzten Jahren viele Bestrebungen zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung gegeben. Moderne Managementmethoden sollen bei den staatlichen Stellen Einzug halten und dort für mehr Effizienz sorgen. Aber setzen die Behörden die Modernisierungsansätze auch in die Tat um? Es gibt durchaus Anlass, hieran zu zweifeln.

Ein sehr sinnvoller Modernisierungsansatz besteht darin, das in der Privatwirtschaft entwickelte Benchmarking-Verfahren auf die öffentliche Verwaltung zu übertragen. Beim Benchmarking geht es um einen systematischen Vergleich von Leistungen, Prozessen und Wirkungen. Ziel der an einem Leistungsvergleich teilnehmenden Stellen ist es, durch Lernen vom Besten selbst besser zu werden. Dem Gesetzgeber war der Leistungsvergleich zwischen Behörden so wichtig, dass er im Jahre 2009 sogar eine entsprechende Regelung in das Grundgesetz aufgenommen hat (Art. 91d GG).

Termine: Dezember 2015

Auch für den Dezember haben wir wieder eine Auswahl an interessanten Veranstaltungen zusammengefasst. Sollten wir wichtige Termine vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies mitzuteilen.

München, 2. Dezember, 19:30 Uhr: Die Freiheit in der Geschichte der Deutschen. Vortrag von Prof. Dr. Gerd Habermann. Veranstaltung der Münchner Burschenschaft Arminia-Rhenania. Ort: Villa Arminia, Maria-Theresia-Straße 20.

Karlsruhe, 3. Dezember, 19-21 Uhr: Flüchtlinge: Optimismus statt Krisen-Rhetorik. Vortrag von Clemens Schneider. Veranstaltung des Hayek-Club Karlsruhe. Ort: Universität Karlsruhe - Karlsruher Institut für Technologie, Redtenbacher Hörsaal, Gebäude 10.91, Kaiserstraße 12.

Leipzig, 8. Dezember, 19 Uhr: Treffen des Hayek-Clubs Leipzig mit Prof. Dr. Christian Hoffmann (Liberales Institut/Universität Leipzig). Ort: Universität Leipzig, Grimmaische Straße 12, Institutsgebäude , SR13, I274.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Ist Terror der Preis der Freiheit?

von Jorge Arprin
Immer nach Terroranschlägen gibt es einen Reflex, den man bei nahezu allen Parteien sieht: Die Forderung nach Gesetzen, die im Namen der Sicherheit die Freiheit einschränken. Dabei gibt es aber ideologische Unterschiede: Wer eher “links” ist, fordert eine Verschärfung des Waffenrechts, am besten ein komplettes Waffenverbot, wer sich dagegen als Nicht-Linker definiert, fordert eine Ausweitung der Internet-Überwachung durch die Geheimdienste. Eine der beiden Seiten setzt sich meistens durch, oft auch beide. Nur die prinzipientreuen Liberalen verteidigen weiterhin die Freiheit. Ihr Argument ist oft der schwülstige Spruch: “Der Terror ist der Preis der Freiheit.”

Montag, 30. November 2015

Massenmedien als Massenvernichtungswaffe?

Foto: Pixabay.
von Philipp Bogensberger
Immer häufiger lese ich, dass die Massenmedien Schuld an “falschen” Entwicklungen in der Gesellschaft seien. Durch Desinformation und einseitige Berichterstattung würden die Massen manipuliert und ruhig gehalten werden. Der Begriff “Lügenpresse” erlebt ein erneutes und vermutlich nicht sein letztes Comeback.

1968 waren es noch linke Gruppierungen, die unter anderem die Enteignung Springers und eine “demokratische Kontrolle” der Presse forderten. Die Pressekritik wurde damals durch Molotow-Cocktails, Steinwürfe und Attentate gegen Springer untermauert. Da der Marsch durch die Institutionen weitgehend geglückt ist und auch große Teile der Presselandschaft erfasst hat, geht die Pressekritik heute hauptsächlich von rechten Etatisten bei PEGIDA und AfD aus, die sich gegen den sogenannten linken Mainstream richten.

Sonntag, 29. November 2015

Saudi Arabien hui, Islamischer Staat pfui

Saudi Arabien hui?
von Ralph Eisbär
Es gibt für jedes Problem grundsätzlich zwei Herangehensweisen: Man kann die Symptome oder die Ursachen bekämpfen. Politik zelebriert, nicht zuletzt aufgrund der systemimmanenten Kurzsichtigkeit in Demokratien, wo kaum jemand über die eigene Wahlperiode hinausdenkt (nach der man sich gerne mal in die Pseudo-Privatwirtschaft vertschüsst), zumeist Symptombekämpfung.

Lehrbuchbeispiel Terror"bekämpfung": Bomben gegen den "Islamischen Staat", allen voran seine Hochburg Ar-Raqqa. Dort leben über 220 000 Menschen und nur der größte Naivling bis Realitätsverweigerer glaubt, dass dort stets nur seine Kämpfer und militärische Einrichtungen getroffen werden. Sogar in "Foreign Policy", nicht gerade ein übermäßig kritisches Magazin, wurden die offiziellen Zahlen zu den zivilen Opfern offen angezweifelt. Interessanterweise gibt es nur wenige Berichte über zivile Opfer. Anscheinend hat man die Aufdeckerjournalisten, sofern es überhaupt welche gibt, mittlerweile besser im Griff; oder der "Islamische Staat" ist wirklich so böse, dass er auch aus den letzten Humanisten kaltblütige Utilitaristen im Sinne von "der Zweck heiligt die Mittel" – vulgo: Auch "Kollateralschläden", übrigens das Unwort des Jahres von 1999 – macht.

Samstag, 28. November 2015

Heute in Brüssel: Die Bürger wollten und wissen es nicht

von Kurt Kowalsky
In der DDR war das Essen von Bananen wohl nicht verboten, aber die Exekution des politischen Willens einiger hundert Dummköpfe führte zu einem penetranten Mangel nicht nur an Südfrüchten. Folglich war die Gefahr, auf Bananenschalen auszurutschen, auf ein Minimum reduziert. So leisteten also auch geistig Minderbemittelte ihren Beitrag zur Unfallverhütung.

Es ist dann auch kein Zufall, dass diese Republik heute von Personen regiert und repräsentiert wird, die in der sowjetisch besetzten Zone ihre Karriere begannen. Die generelle Überwachung und Bevormundung, also die Gleichschaltung der Menschen, muss gelernt sein. Dabei verkennen wir nicht, dass die fortschreitende Bevormundung, die nahezu lückenlose Überwachung der Bürger, ähnlich wie die ständige Boykott- und Kriegshetze und die wachsende Zentralisierung der Macht, nur deshalb möglich sind, weil breite Schichten der Bevölkerung diese faschistoide Entwicklung noch nicht einmal erkennen.

Freitag, 27. November 2015

Romantisierung der Armut: Wohlstandsverwahrloste Schönrederei

Foto: Pixabay.
von Holger Pinter
Einem Freund hatten sie den Strom abgestellt. Der wollte zu lange nicht wahr haben, dass sein kleines Unternehmen Verluste machte und plötzlich war er richtig pleite.

Ja, das ist dumm. Dumme Entscheidungen haben wir alle schon getroffen. Wenn Du jetzt rufst: "Ich nicht!", gratuliere ich Dir dazu, dass Du klüger bist als ich.

Jedenfalls habe ich meinem Freund geholfen, an Brennholz zu kommen und gelegentlich brachte ich ihm eine Flasche Schnaps mit, denn es war Winter und er sollte nicht erfrieren. Der Nachbar legte ihm ein Verlängerungskabel über den Hof, damit er zumindest Licht machen und Radio hören konnte, doch offenbar ist das verboten und so ein Arsch vom Ordnungsamt hat gepetzt.

Als ich die Situation meines Freundes in einem Gespräch mit einem alten Bekannten erwähnte, der bei der Stadt tätig war, wollte der mir zuerst nicht glauben, dass in seiner Gemeinde ein Mensch ohne Elektrizität auskommen muss. Als ich ihn nach ein paar Tagen wieder traf, wusste er es besser und erzählte mir, allerdings ganz vertraulich, dass in dieser Gemeinde wenigstens ein Dutzend Haushalte dauerhaft ohne Strom lebte.

Mittwoch, 25. November 2015

Die Aufmerksamkeitsökonomie: Keine Bösartigkeit

,,Je suis Paris'' -
Aufmerksamkeit als knappes Gut.
von Jorge Arprin
Nach den Terroranschlägen in Paris setzte eine gigantische Welle der Empathie ein. Menschen überall auf der Welt taten das, was man in unseren Zeiten tut, wenn man seine Betroffenheit ausdrücken will: Sie änderten ihr Facebook-Profilbild. Sofort witterten andere Facebook-Nutzer und mediale Persönlichkeiten Heuchelei: War nicht vor wenigen Tagen eine etwa gleich große Zahl an Menschen bei einem Terroranschlag der gleichen Organisation in Beirut gestorben? Warum hat Facebook da nicht angeboten, Profilbilder mit libanesischer Flagge zu verzieren? Sind Libanesen weniger wert als Franzosen? Ist die libanesische Flagge nicht schön genug?

Ähnliche Reaktionen gab es nach der weltweiten Anteilnahme nach dem Tod von Michael Jackson und gibt es ständig bei der medialen Aufmerksamkeit des israelisch-palästinensischen Konflikts. Ist Michael Jackson mehr wert als die Kinder in Afrika? Ist Gaza mehr wert als Südsudan? Es ist leicht, den betroffenen Menschen bösartige Motive zu unterstellen und sich für moralisch besser zu halten, wenn man diese Diskrepanz bei der Anteilnahme bemerkt. Doch diese Unterstellung kommt, wie so oft, wenn man anderen Bösartigkeit unterstellt und sich für besser hält, nur zustande, weil man wenig Ahnung von Ökonomie hat. In diesem Fall von der Ökonomie der Aufmerksamkeit.

Dienstag, 24. November 2015

Gold in Dollar: War das die Wende?

Marktkommentar von Claus Vogt
Endlich: Langfristindikator gibt Startschuss für neue Goldhausse 
Vorige Woche habe ich Sie darauf aufmerksam gemacht, dass ein Langfristindikator gerade ein Kaufsignal für Gold und Goldminenaktien gegeben hat. Dabei handelt es sich erst um das vierte Kaufsignal dieses Indikators seit 1975. Und die ersten drei Signale waren Volltreffer. Details zu dieser wichtigen Entwicklung lesen Sie in der aktuellen Ausgabe meines Börsenbriefs Krisensicher Investieren

Dieses seltene Kaufsignal, dessen Bedeutung langfristiger Natur ist, wird sich wahrscheinlich als der Startschuss zu einer spektakulären Goldhausse herausstellen. Denn nach vier Jahren Edelmetallbaisse, in deren Verlauf die Minenaktien verheerende Verluste zu verzeichnen hatten, sind fast alle Ingredienzen vorhanden, die idealerweise in der Endphase eines großen Bärenmarktes beobachtet werden können.

Hinweis: Petition gegen das Verbot halbautomatischer Schusswaffen

Hinweis der Freitum-Redaktion
Da wir davon ausgehen, dass einige unserer Leser gerne eine Petition zur Legalisierung halbautomatischer Waffen unterzeichnen wollen würden, nachdem die EU vor kurzem einen entsprechenden Gesetzesentwurf in die Wege geleitet hat, weisen wir auf eine solche Petition hin, die man nun im Internet unterzeichnen kann. Hier der Originalwortlaut zu besagter Petition:

,,Am Morgen des 7. Januar 2015 griffen Terroristen die Redaktion von Charlie Hebdo mit vollautomatischen, unregistrierten und illegalen Schusswaffen an.

Seitdem hat die EU eine neue Gesetzgebung vorbereitet, um halbautomatische Schusswaffen zu verbieten, welche sich in den Händen von rechtschaffenen EU-Bürger befinden. Dies geschieht trotz der Tatsache, dass solche Waffen nicht von den Terroristen eingesetzt wurden und nicht einmal typischerweise von Kriminellen eingesetzt werden.

Sonntag, 22. November 2015

Externe Berater in der öffentlichen Verwaltung

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

seit Jahren lassen sich Dienststellen der öffentlichen Verwaltung durch externe Berater unterstützen, was in vielen Fällen sinnvoll und nutzbringend ist. Allerdings treffen die verantwortlichen staatlichen Stellen in diesem Zusammenhang so manche Fehlentscheidungen, welche dann die Staatskasse belasten!

Entgeltliche Beratungen von Behörden durch externe Dienstleister gibt es zu den unterschiedlichsten Themen (von der unentgeltlichen „Beratung“ durch Lobbyisten soll nachfolgend nicht die Rede sein). Häufig werden Externe damit beauftragt, ein Gutachten zu speziellen Fachfragen der jeweiligen Behörde zu erstellen. Rechtsanwälte und Steuerberater werden zur Beratung in Rechts- und Steuerangelegenheiten herangezogen. Gar nicht selten führen Unternehmensberater Organisationsuntersuchungen in der öffentlichen Verwaltung durch, wobei sich das Honorar für eine größere Organisationsuntersuchung auf einige Hunderttausend Euro und mehr belaufen kann.

Freitag, 20. November 2015

,,Ich hasse und bekämpfe nicht den einzelnen Kapitalisten, sondern das System, welches diesen Kapitalisten so privilegiert.'' (Georg Engel)

Anarchokapitalismus:
Markt statt Befehl!
von Tommy Casagrande
Man hat zu unterscheiden zwischen Anarchokapitalismus und Staatskapitalismus. Das sind zwei verschiedene Dinge. 

Das Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern der Staat. In der Historie hat es aber nur Staatskapitalismus gegeben. Anarchokapitalismus war immer nur die Theorie, wie sich Wirtschaft entwickeln würde, wenn sie frei wäre. Frei war sie aber nie in der Realität, weil es mit dem Staat durchgesetzte Privilegien gab, die für andere Hürden waren, über die sie nicht springen konnten. 

Das schuf stets ein Ungleichgewicht, aus dem heraus sich auch die Linken gebildet haben. Die Propaganda war immer, ''wir seien frei'', ''wir haben Kapitalismus''. Das war und ist aber nur die Propaganda. Sie dient nicht dazu die Frage aufzuwerfen, ob ein Staat an sich vielleicht ein Konzept ist, das für Menschen gar nicht passt, weil sie zu individuell und verschieden sind, während ein Staat sich eine Gewalt anmaßt und auch Urteile fällt, die gegen die Freiheit eines Einzelnen verstoßen. Damit sind Staat und Recht, oder Staat und Freiheit, jeweils zwei verschiedene Dinge. Die Propaganda aber behauptet, es sei das gleiche. Auch hier, um den Staat vor Kritik zu immunisieren. Und wie man merkt, klappt es ganz gut.

Mittwoch, 18. November 2015

Der nächste Schritt der Entkriminalisierung

Bild: Wikimedia Commons/
Christopher Thomas
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht auf Gefühle
Jetzt ist es soweit: Cannabis soll in Deutschland legal werden. Allerdings nicht für den Privatkonsum, sondern als Schmerztherapie und von einer staatlichen Agentur überwacht. Der Staat wird also zum Dealer. Schon heute dürfen in seltenen Ausnahmefällen Patienten Cannabis nehmen, das dafür aus den Niederlanden importiert wird. Mit dem neuen Gesetzesvorstoß sollen weit mehr Patienten legal kiffen dürfen, private Anbieter sollen auf Anfrage der Cannabis-Agentur den Bedarf decken, und erstmals wird der Staat durch den Cannabis-Konsum auch Steuern einnehmen. Der Vorschlag kommt von der für ihre progressiven Ansichten bekannten CSU.

Es wäre natürlich besser, wenn der Staat sich komplett raushalten würde und auch den Privatkonsum legalisieren würde, wie z.B. in den Niederlanden, Uruguay und einigen US-Bundesstaaten, doch Entkriminalisierung ist ein erster Schritt in Richtung kompletter Legalisierung und der Staat verdient letztlich in allem etwas mit, das ist derzeit der Normalzustand, wenn etwas legal ist, also wird es auch bei einer Cannabis-Legalisierung nicht anders sein. Es bleibt zu hoffen, dass der aktuelle Vorstoß tatsächlich durchkommt und den Weg für die komplette Liberalisierung ebnet (nicht, weil Cannabis toll ist, sondern weil die Prohibitionspolitik überall gescheitert ist).

Dienstag, 17. November 2015

Was Du tun kannst, um Deinen politischen Fußabdruck zu verkleinern

von Victor Frei
Im Folgenden zehn Ratschläge zur Verkleinerung Deines politischen Fußabdrucks:

1. Verschiebe so viele Tätigkeiten wie möglich auf den grauen Markt

Die allermeisten menschlichen Interaktionen finden auf dem weißen Markt statt. Dieser ist jedoch streng reguliert, kontrolliert, überwacht und nahezu alle Interaktionen auf dem weißen Markt (mit ein paar Ausnahmen bei den Steuerfreibeträgen, siehe unten) werden besteuert, das heißt, dass die interagierenden Akteure bestohlen werden. Der graue Markt verbindet die positiven Aspekte des weißen Marktes (freiwilliger Tauschhandel aller Güter) mit den positiven des schwarzen Marktes (befreiter Markt ohne Einmischung des Gewaltmonopolisten). Hier sind Kontakte besonders wichtig. Du kennst einen Imker? Kaufe Deinen Honig bei ihm ohne Rechnung. Du kennst einen Musiklehrer? Mache Deine Musikstunden  bei ihm gegen Barzahlung. Du kennst einen Tätowierer? Lass ihn Dein Tattoo stechen. All das stärkt den grauen Markt, die Individuen dahinter - der Gewaltmonopolist geht leer aus, während im Idealfall die interagierenden Akteure Geld sparen. Für weitere theoretische Hintergründe empfehle ich den Begriff „Agorismus“ bei einer Suchmaschine Deines Vertrauens (z.B. startpage.com) einzugeben und sich generell die Werke dessen Schöpfers Samuel Edward Konkin III (dessen ,,Neulibertäres Manifest'' demnächst erstmalig auf deutscher Sprache in der Edition Freitum erscheinen wird) einzulesen. Besonders „An Agorist Primer“ und „The Agorist Class Theory“ seien hier erwähnt.

Montag, 16. November 2015

Ruhe in Frieden, Martin Prange!

Bild: Wikimedia Commons/Niki
Nachruf der Freitum-Redaktion
Mit großer Trauer vernahmen wir die Kunde vom Tod des Martin Prange. Am Donnerstagnachmittag ist Martin, Betreiber der Facebook-Seite ,,Entbrüsselt Euch'' und aktives Mitglied der deutschsprachigen libertären Szene, auf der A81 zwischen Villingen-Schwenningen und Rottweil mit seinem Jaguar frontal in das Heck eines Lasters geprallt, nachdem er das Stauende übersehen hatte. Er hat den Unfall nicht überlebt.

Diejenigen, die ihn kannten, beschrieben ihn als Ästheten, der einen Sinn für das Schöne hatte; als aufmerksamen und freiheitlichen Geist mit großen Interesse an tiefgründigen Diskussionen; als netten, höflichen und hilfsbereiten Menschen.

Seine Beiträge waren uns stets eine Bereicherung: satirische Kommentare, interessante Reiseberichte und schonungslose Kritik an der Brüsseler Misswirtschaft aus der Feder von Martin Prange haben wir immer wieder gerne gelesen.

Sonntag, 15. November 2015

Langfristindikator gibt Kaufsignal für Gold – erst das vierte Signal seit 1975

Bild: Wikimedia Commons/Szaaman.
Marktkommentar von Claus Vogt
Mitte Oktober durchbrach der Goldpreis in Dollar die massive Widerstandszone bei 1.150 $ bis 1.180 $. Damit sah es so aus, als habe der Goldmarkt nach vier Baissejahren endlich nach oben gedreht und eine neue Hausse begonnen, zumal sowohl die fundamentalen Rahmenbedingungen als auch die Extremwerte der Sentimentindikatoren ausgesprochen bullish sind für Gold. 

Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, kam es zunächst aber ganz anders. Anstatt nach oben durchzustarten, ging es mit dem Goldpreis in einer sehr schnellen Bewegung wieder zurück in den Bereich der Jahrestiefs bei rund 1.080 $. Damit hat sich das unmittelbar bullishe Szenario, das zuvor so überzeugend aussah, wieder in Luft aufgelöst.

Wenn sich der Gesetzgeber nicht um die Kosten seiner Regelungen kümmert

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

Gesetze sind hierzulande häufig recht kompliziert. Das hängt damit zusammen, dass die Politik bei der Gesetzgebung vielfach schwer nachvollziehbare Kompromisse aushandelt, um unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen. Welche Kosten die Umsetzung der gefundenen Kompromisse bei den zuständigen Behörden verursacht, kümmert die politischen Akteure bei ihrem Ringen um Mehrheiten hingegen wenig.

In den Gesetzgebungsverfahren müssen regelmäßig die Interessen der Fachpolitiker und der Finanzpolitiker zum Ausgleich gebracht werden. Für Sozialpolitiker beispielsweise können die einzelnen Sozialleistungen gar nicht hoch genug und kann der Kreis der Leistungsempfänger gar nicht weit genug sein. Die Finanzpolitiker sehen dies gewöhnlich anders. Sie möchten die Höhe der Sozialleistungen niedrig halten und die Zahl der Leistungsempfänger nach Möglichkeit beschränken.

Mittwoch, 11. November 2015

Waffen und Gewaltverbrechen

Foto: Wikimedia Commons/
Michael Donnermayer
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Es dürfte kein anderes Thema geben, bei dem die politischen Ansichten zwischen den USA und Deutschland so weit auseinanderliegen wie beim Thema Waffenrecht. In den USA haben viele Bundesstaaten ein liberales Waffenrecht: die Bürger können leicht an Waffen rankommen und tun das oft auch. In Deutschland herrschen hingegen einige der strengsten Waffengesetze der Welt: jeder, der legal an eine Waffe kommen will, muss einen bürokratischen Marathon bewältigen und selbst nach Erlangen der Waffe mit ständigen Kontrollen rechnen. Während in Deutschland völliger Konsens herrscht, tobt in den USA seit Jahren eine heftige Debatte um Sinn und Unsinn der Gesetze. Beide Seiten benutzen dabei fragwürdige Argumente.

Dienstag, 10. November 2015

Vorstellung des Grundgesetzes: Artikel 5: Meinungsfreiheit

Bild: Pixabay.
von Kurt Kowalsky
So mancher hat wohl den Eindruck, dass in jüngster Zeit der Artikel 5 des Grundgesetzes irgendwie außer Kraft gesetzt wurde. Das ist nicht der Fall. Die hinterlistige Monstrosität der bundesdeutschen Verfassung öffnete für jedwede Sanktion dem Herrschaftsapparat die Spielwiese, die er braucht, seine Willkür frei zu entfalten.

Ja, diese Freiheit haben sich die Verfasser eingeräumt. Wie viel Freiheit Ihnen, liebe Untertanen, bleibt, können Sie sich an den Jackenknöpfen abzählen. (Aber bitte nicht so laut.)

Also hier Absatz 1 von Artikel 5 Grundgesetz:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Montag, 9. November 2015

Gesellschaftsvertrag ade! Warum auch Du bald digitaler Nomade bist!

Christoph Heuermann
von Christoph Heuermann, der gerne staatenlos ist
Einst bestand der Unsinn darin, Könige als die Umsetzung von Gottes Willen in der Welt anzusehen. In unserem „aufgeklärten“ Ländern besteht heute der Sinn darin, einen fiktiven„Gesellschaftsvertrag“ zu akzeptieren, der Dich seit Deiner Geburt in einem bestimmten Staat knechtet. Während der Vertrag seitens des Staates beliebig änderbar ist, darfst Du einmal alle paar Jahre, als einer unter ein paar Dutzend Millionen, zumindest darüber entscheiden, wer den Vertrag fortan stetig zu seinem Gunsten ändert. Und nicht zu vergessen: nebenbei bezahlst Du Billionen an Schulden, die Du selbst weder erschaffen noch gewollt hast.

Ist dies wirklich so sinnvoll? Oder möchtest Du nicht lieber den Unsinn von heute mit Sinn von morgen ersetzen? Schließlich ist der „Gesellschaftsvertrag“, so viele ihn auch implizit akzeptieren, letztlich doch nichts anderes als eine Fiktion. Eine Fiktion, aus der Du heute noch ausbrechen kannst um ein Leben nach Deinen eigenen Wünschen zu führen!

Sonntag, 8. November 2015

Habermanns Richtigstellung: Sozialer Darwinismus

von Prof. Dr. Gerd Habermann
Diesmal: Sozialer Darwinismus
Eine falsche Übertragung des Darwinismus auf die ,,soziale Frage''. (Der Klassenkampf ist das linke Pendant zum biologistischen ,,Rassenkampf''.) 

Von der Wettbewerbsgesellschaft wird behauptet, dass sie den Starken auf Kosten des Schwachen begünstige. In Wirklichkeit kann jedoch der Starke nur stark dadurch sein, dass er seinen Mitmenschen nützliche Dienstleistungen bietet, insoweit ist seine Macht nur ,,geliehen'' und der ,,Schwache'' wird nicht ,,vernichtet'', sondern nur darauf verwiesen, Kapital und Arbeit möglichst nutzbringend einzusetzen. Dies gilt auch für ausscheidende Unternehmen.

Samstag, 7. November 2015

Studierendenschaften: Spielwiesen für zukünftige Politiker

Bild: pixabay/CC0 Public Domain.
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

die deutschen Hochschulen klagen seit Jahren über ihre schlechte Finanzausstattung. Aber in fast allen Universitäten und Fachhochschulen gibt es ein kleines Biotop, wo an Geld kein Mangel herrscht und dementsprechend locker damit umgegangen wird. Gemeint sind die Studierendenschaften, die in den meisten Bundesländern gesetzlich verankert sind. 

Mitglieder einer Studierendenschaft sind – ob sie es wollen oder nicht – alle an der betreffenden Hochschule eingeschriebenen Studenten. Rechtlich gesehen handelt es sich bei den Studierendenschaften um Körperschaften des öffentlichen Rechts, die ihre Angelegenheiten selbst verwalten. Die Studierendenschaften haben die Aufgabe, sich um die fachlichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Studierenden zu kümmern. Organe der jeweiligen Studierendenschaft sind das Studierendenparlament und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA).

Freitag, 6. November 2015

,,Es wird Staatsbankrotte geben - auch in Europa!'': Interview mit Roland Leuschel und Claus Vogt

Skeptisch und realistisch: Claus Vogt.
Foto: clausvogt.com
Ralf Flierl und Ralph Malisch (Smart Investor) im Gespräch mit Claus Vogt und Roland Leuschel

Smart Investor: Herr Vogt, Herr Leuschel, eine der drängenden wirtschaftspolitischen Fragen ist die Staatsverschuldung. Wollen wir die theoretischen Optionen kurz durchdeklinieren, oder gibt es ohnehin keine praktikable Lösung?


Vogt: Selbstverständlich gibt es praktikable Lösungen, aber leider keine schmerzfreien. Dazu ist es längst zu spät. Die prinzipiell zur Verfügung stehenden Lösungen der Überschuldung lauten: Inflation, drastische Steuererhöhungen in Kombination mit Ausgabenkürzungen sowie Staatsbankrott.

Smart Investor: Müssen wir uns also auf Staatsbankrotte einstellen – auch innerhalb Europas?

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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