Sonntag, 7. Dezember 2014

Eine wichtige Woche für Gold: Der Weg nach oben ist jetzt frei

Selbst die Schweiz macht mit beim Gelddruckmaschinenkult
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
voriges Wochenende waren die Schweizer per Volksabstimmung dazu aufgerufen, über einen Vorschlag abzustimmen, der ihre Zentralbanker zu einer etwas seriöseren Geldpolitik verpflichten sollte. Konkret ging es darum, die Notenbank zu einem mindestens 20%-igen Goldanteil ihrer Bilanzsumme zu verpflichten. Immerhin waren es noch im Jahr 2007, also am Beginn der Banken- und Finanzsystemkrise, rund 30%.

Als aggressiv kann dieser erste Versuch, sich dem geldpolitischen Pfad der Tugend wieder anzunähern, also nicht bezeichnet werden. Dennoch entschieden sich die Schweizer mehrheitlich dagegen. Auch wenn die Schweizer Medien das Ihre dazu getan haben, dass dieser bescheidene Vorschlag sogar in der Schweiz von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wurde, zeigt dies einmal mehr, wie tief der Glaube an die übernatürlichen Fähigkeiten der Zentralbankbürokraten inzwischen weltweit verwurzelt ist. Die Hohepriester des Gelddruckmaschinenkults sitzen weiterhin fest im Sattel. Und sie werden wohl nicht eher ruhen, bis sie den geschundenen Gaul zu Tode geritten haben.

Moderne Geldpolitik: Auf den Kopf gestellt und widersprüchlich

In einen historischen Kontext gestellt wurde Geldpolitik in den vergangenen 20 Jahren gewissermaßen auf den Kopf gestellt: Alles, was bis dato – und völlig zu recht – als falsch, gefährlich und Wohlstand vernichtend galt, soll heutzutage richtig, gefahrlos und sogar auf wundersame Weise Wohlstand erschaffend sein. Vorausgesetzt, es findet in den „richtigen“ Ländern, das heißt den westlichen Industrienationen statt. Denn in Ländern wie Simbabwe, Argentinien oder neuerdings auch wieder Russland sollen erstaunlicherweise noch immer die alten Gesetze gelten. Während Staatsschuldenorgien und hemmungsloser Einsatz der Gelddruckmaschine im Westen angeblich für das ökonomisch Gute stehen, soll die gleiche Politik im Rest der Welt noch immer zu Staatsbankrott, Währungsverfall und Inflation führen.

Erstaunlicherweise scheint diese Schizophrenie den meisten Zeitgenossen gar nicht aufzufallen. Und in den gleichgeschaltet wirkenden Massenmedien wird tatsächlich so getan, als sei das alles das Normalste der Welt.

Das Nein der Schweizer ist bullish für Gold

Nach der Bekanntgabe des negativen Votums in der Schweiz ging es mit dem Goldpreis zunächst bergab. Offenbar waren ein paar Terminmarktspekulanten der Meinung, es sei für den Goldpreis eine bearishe Nachricht, dass auch die kleine Schweiz dem geldpolitischen Irrsinn nicht abgeschworen hat und damit weiterhin als staatlicher Goldkäufer ausfällt.

Aber halt, ist diese Logik denn korrekt? Steht nicht auch dieses Argument gewissermaßen Kopf? Lehren die Geschichte und der gesunde Menschenverstand denn nicht das genaue Gegenteil?

Immer schon haben sich Menschen erfolgreich mit Gold vor den verheerenden Folgen einer verantwortungslosen Geld- und Staatsschuldenpolitik geschützt. Das ist der Grund, warum ich seit Anfang der 2000er Jahre einen hohen strategischen Goldanteil empfehle. Und solange unsere (geld-)politische „Elite“ auf dem beschrittenen Holzweg bleibt, sollten Sie Ihr Vermögen und Ihre Familie mit dem Kauf von Gold schützen.

Das Schweizer Nein zu etwas mehr Gold in der Bilanz ihrer Zentralbank muss folglich als bullishe Entwicklung für den Goldpreis gesehen werden. Denn es macht einmal mehr deutlich, dass der Holzweg nicht verlassen werden soll.

Gold: Test der Tiefs mit viel Getöse ist ebenfalls bullish

Es sollte nicht lange dauern, bis sich diese Erkenntnis durchsetzte. Von seinem im frühen Handel erreichten Tief von 1.146,57 $ ging es mit dem Goldpreis anschließend wieder steil nach oben, so dass der Goldpreis den Handel schließlich mit 1.212,25 $ beendete.

Aus charttechnischer Sicht war diese Achterbahnfahrt, die der Goldpreis am Montag vollführt hat, überaus interessant. Sie stellt nämlich einen erfolgreich verlaufenen Test des November-Tiefs dar. Die Vehemenz und Schnelligkeit, mit der dieser Test verlaufen ist, sowie die Tatsache, dass er aus einer offensichtlich verqueren Logik hervorgegangen ist, sprechen dafür, dass der Weg des geringsten Widerstandes für den Goldpreis jetzt nach oben weist. Ich halte die Wahrscheinlichkeit für groß, dass wir die Tiefs der zyklischen Goldbaisse, die im Jahr 2011 begonnen hat, jetzt hinter uns haben.

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2013 bis 2014

Die jüngste Achterbahnfahrt beinhaltet eine bullishe Botschaft.
Quelle: StockCharts.com
Goldminenaktien versprechen spektakuläre Kursgewinne – Positionieren Sie sich jetzt

Unser mittelfristig orientierter Gold-Preisbänder-Indikator, den ich an dieser Stelle schon einmal vorgestellt habe, hat allerdings noch immer kein Kaufsignal gegeben. Erinnern wir uns: Sein bisher letztes Kaufsignal erfolgte im Jahr 2011! Aber er hat sich bereits deutlich verbessert und nähert sich jetzt wieder seiner Signallinie.

Dieser Indikator und seine zukünftigen Signale werden uns im zweiten Teil der langfristigen Goldhausse, an dessen Anfang wir uns wahrscheinlich befinden, ähnlich gute Dienste erweisen wie in den Jahren 2001 bis 2011. Er soll uns vor allem als Steuerungsinstrument unserer Goldminen-Positionen dienen. Wir haben in Krisensicher Investieren bereits die ersten jetzt schon besonders attraktiven Goldminenaktien zum Kauf empfohlen. Von diesen bisher vier Goldminen-Empfehlungen befinden sich immerhin schon drei im Gewinn – mit 1,4%, 4,7% und 14,5%. Der Anfang ist also gemacht.

In die Vollen werden wir aber erst dann gehen, wenn unser bewährter Preisbänder-Indikator endgültig grünes Licht gegeben hat und den Beginn der nächsten zyklischen Goldhausse bestätigt. Dann wird es im Edelmetallsektor spektakuläre Kursgewinne geben. Lassen Sie sich diese Chancen nicht entgehen und positionieren Sie sich jetzt richtig, indem Sie noch heute meine Börsenpublikation Krisensicher Investieren bestellen – noch sind die ersten 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit 

Ihr 
Claus Vogt 

P.S.: Unsere Risikoindikatoren für die Aktienmärkte zeigen in allen Zeitfenstern von langfristig über mittelfristig bis hin zu kurzfristig die höchste Risikostufe an. Seien Sie auf der Hut.

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