Sonntag, 30. November 2014

Spekulationsblasendynamik funktioniert immer noch - doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Zentralbankbürokraten reden die Märkte nach oben
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
als sich die jüngsten Kursrückgänge an den US-amerikanischen Börsen Mitte Oktober der 10%-Marke näherten, traten diverse US-Zentralbankbürokraten vor die Mikrofone und ließen die Welt wissen, dass sie für weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen bereitstünden. Das war zwar nicht neu. Aber im aktuellen Umfeld der inzwischen wohl größten Spekulationsblase aller Zeiten reichten diese Äußerungen aus, um den gerade erst begonnenen Abwärtstrend an der Weltleitbörse zu stoppen und sogar umzukehren. 

Interessanterweise weigerten sich die europäischen Indizes, den US-Vorgaben zu folgen. Zwar kam es auch hier zu einer gewissen Kurserholung. Aber diese war deutlich schwächer als in den USA und passte völlig problemlos in das Bild einer beginnenden Baisse, die dem normalen Börsenmuster „zwei Schritte vor, einen zurück“ folgt.

Staatsknete für die Kirchen: Für immer und ewig?

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn ich frühmorgens in die Zeitung schaue, muss ich nur die Überschriften lesen um zu wissen: Das wird wieder teuer für uns Steuerzahler! Kommt es irgendwo in der Welt zu Naturkatastrophen, Kriegen oder Wirtschaftskrisen, ist Deutschland fast immer finanziell mit von der Partie. Ständig kommen neue Anforderungen hinzu, denen sich unser Staat nicht entziehen kann oder will.

Dagegen fallen nur selten Belastungen weg, erledigen sich im Laufe der Zeit. Ja, es gibt sogar Altlasten, deren Entstehung sich im Nebel der Geschichte verliert, die aber immer weiter bedient werden. Das gilt beispielsweise für bestimmte Zahlungen an die Kirchen, welche die Staatskassen immer noch belasten, auch wenn die zugrunde liegenden Ereignisse schon hunderte von Jahren zurückliegen. Da fragt man sich als braver Steuerzahler, ob das ewig so weiter gehen soll oder ob nicht auch bei diesen Leistungen irgendwann einmal Schluss sein sollte.

Freitag, 28. November 2014

Nur mit der Schere bewaffnet – Ana-Marijas Streben nach Glück

Ana-Marija. Foto: Monika Hrsak (facebook)
von Ana-Marija Hota aus dem Kroatischen übersetzt von Dominik Ešegović
Dies ist ein kleiner Bericht einer Frau aus einem Frisörsalon der Hauptstadt eines kleinen Balkanstaates. Ihre Geschichte erschien nicht auf einer libertären Internetseite, die sich dezidiert mit den Lehren der Österreichischen Schule beschäftigt. Es ist eine einfache Geschichte einer einfachen Frau, die bis vor kurzem noch nie etwas von den Lehren Mengers und Mises gehört hat. Die Idee der Freiheit und der Wille zum Fortschritt bedürfen jedoch keines Wissenschaftsstudiums. Manchmal genügt es auf seine eigene Intuition und auf seinen Verstand zu hören. Um sich persönlich zu entfalten, muss man gesetzte Grenzen überschreiten.

Ana-Marijas Blog „Leben in Dublin“ („Život u Dublinu“) ist eine lesenswerte Quelle für alle, die sich für ein Leben im weit entfernten Dublin interessieren und nicht davor zurückschrecken, die (post-)sozialistische Heimat zu verlassen. Auch wenn Irland kein libertäres Paradies darstellt, bietet seine Marktstruktur besonders Menschen aus ehemals kommunistischen Staaten eine Möglichkeit ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Mittwoch, 26. November 2014

Rezension: Die Christenverfolgung wird immer schlimmer

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Joachim Feyerabend: Wenn es lebensgefährlich ist, Christ zu sein: Kampf der Religionen und Kulturen, 304 Seiten, 13,95 Euro, Olzog.
Im Jahre 2010 erschien dieses Buch zum Thema Christenverfolgungen von Joachim Feyerabend. Jetzt, im Jahre 2014, ist die Lage für die Christen in vielen Ländern noch bedrohlicher und gefährlicher geworden. Fast scheint es so, als ob es in den Gegenden, in welchen vor 99 Jahren mehr als zwei Millionen Mitglieder der armenisch-katholischen, assyro-chaldäischen, syrisch-orthodoxen und syrisch-katholischen Kirche ermordet worden sind, wieder zu Massenmord an und Vernichtung von Christen kommen wird.

Damals, 2010, beschrieb Feyerabend eine Situation, die auch schon zu jener Zeit in vielen Ländern für Christen mehr als nur prekär war. Feyerabend schildert die tagtägliche Gewalt gegen Christen in rund fünfzig Staaten, von denen die meisten Länder islamisch geprägt sind; während China und Nordkorea - damals wie auch heute - das Kreuz mit Hammer und Sichel bekämpfen.
Auch in der Türkei, die gemäß Feyerabend als trojanisches Pferd in die EU will, sind Christen nur Menschen zweiter oder dritter Klasse.

Montag, 24. November 2014

Toter Liberalismus ist die erste Voraussetzung auf dem Weg in den Totalitarismus

von Björn Düßmann
Derzeit steht der Präsident der Europäischen Kommission J.-C. Juncker in der Kritik. Nicht etwa, weil es sich bei ihm um einen machtgeilen Berufspolitiker übelster Sorte handelt, für den der Zweck die Mittel heiligt. Nein, weil er in der Vergangenheit einmal etwas richtig gemacht hat, nämlich mitverantwortlich ist für niedrige Unternehmenssteuern in seinem Heimatland Luxemburg.

Man könnte ihm nun zu Recht Unglaubwürdigkeit vorwerfen, ein Attribut, für das er ohnehin gut als Allegorie taugt. Denn sein früheres Handeln steht offensichtlich im Widerspruch zu seiner jetzigen politischen Agenda, die im Wesentlichen aus Harmonisierung, Zentralisierung und Gleichschaltung besteht. Die Kritik aus Medien und Politik besteht aber hauptsächlich darin, die Legitimität einer Steueroase in Frage zu stellen. Junckers Unglaubwürdigkeit wird bei der Kritik nur als Nebeneffekt abgetan, verständlich, da sie längst kein Alleinstellungsmerkmal seiner Person ist.

Erste Kaufsignale bei Goldminenaktien - Nutzen Sie diese Jahrhundert-Chance auf satte Gewinne

Endlich ist es soweit - die Zeichen für ein Ende der Edelmetallbaisse mehren sich
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
Börsianer sind schon ein sonderbares Volk. Jedenfalls sorgen sie dafür, dass an den Finanzmärkten eine der Grundregeln des Wirtschaftens keine Gültigkeit hat: Normalerweise führen steigende Preise zu einer geringeren Nachfrage und fallende Preise zu einer höheren Nachfrage. Nicht so an der Börse. Dort verhält es sich genau umgekehrt. Je länger ein Aufwärtstrend anhält, desto mehr Interesse zieht der entsprechende Markt auf sich. Und je länger und stärker es nach unten geht, desto mehr Börsianer ziehen sich frustriert von diesem Markt zurück.

Samstag, 22. November 2014

Die Museen der öffentlichen Hand: Mehr unternehmerisches Denken ist erforderlich

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
Museen sammeln Zeugnisse der Menschheitsgeschichte, um sie zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Aufmerksamkeit der Museen, welche größtenteils durch Steuergelder finanziert werden, ist durch diese fachliche Ausrichtung stark auf die Vergangenheit bezogen. Dagegen fällt es ihnen deutlich schwerer, sich mit den Anforderungen der Gegenwart auseinander zu setzen. Da liegt manches im Argen, da muss betriebswirtschaftliches Denken viel stärker als bisher zum Einsatz kommen.

Donnerstag, 20. November 2014

Rezension: Durch kapitalistischen Erfolg zum sozialistischen Staat?

Dieses Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 552 Seiten, 22,90 Euro, UTB.
Zunächst geht Schumpeter auf die marxistische Wirtschaftstheorie ein. Diese lässt sich plakativ mit den folgenden Schlagworten umreissen:
- die Theorie des Klassenkampfes zwischen Kapitalisten und Arbeitern;
- die Arbeitswerttheorie, diese ist die Quelle der Ausbeutungstheorie, weil dem Arbeiter der geschaffene Mehrwert aus seiner Arbeitsleistung von den Kapitalisten vorenthalten wird;
- ein Teil des Mehrwertes wird von den Kapitalisten in Maschinen (Kapital) investiert, die erhöhte Kapitalmenge führt zu einer sinkenden Ertragsrate, daraus resultiert das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate, folglich können nur die Kapitalisten längerfristig bestehen, die einen immer größeren Kapitaleinsatz finanzieren können;
- dieser vermehrte Kapitaleinsatz bedingt die Verelendungstheorie, immer mehr Arbeit wird durch Maschinen ersetzt, daraus folgt eine fortgesetzte Senkung der Lohnsumme verbunden mit Freisetzungen von Arbeitskräften, also zu steigender Arbeitslosigkeit, der Lebensstandard der Massen wird bis zur Verelendung abgesenkt;
- diese Verelendung führt schließlich zur Weltrevolution, die Massen der Arbeiterklasse enteignen die besitzende Klasse der Kapitalisten.

Mittwoch, 19. November 2014

Minarchisten und Anarchokapitalisten: Gemeinsam an einem Strang ziehen!

von Uwe Werler
Ich glaube, man kann sich der gesamten Problematik rund um Macht- und Herrschaftsansprüche auf zwei Wegen nähern. Der eine Weg läuft auf eine moralphilosophische Auseinandersetzung hinaus und stellt im Kern ganz allgemein die Frage, ob und wie Macht- und Herrschaftsansprüche legitimieren sich lassen. Dazu ist die Position der Anarchokapitalisten meines Erachtens eindeutig, indem sie konstatieren, daß diese Ansprüche nur dann legitimieren sich lassen, wenn das Momentum der Freiwilligkeit gegeben ist. Werden Menschen gezwungen, sich einem Machtmonopolisten unterzuordnen, dann kann diese Herrschaft eben keine Legitimität für sich beanspruchen. Diesen Widerspruch versuchen Minarchisten durch Verweis auf das empirische Phänomen der Existenz von Staaten „aufzulösen“.

Montag, 17. November 2014

Teil 2 der langfristigen Goldhausse wird spektakulär

Edelmetallmesse: Entspannte Goldanleger, frustrierte Goldminenaktionäre
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
letztes Wochenende fand in München die Edelmetallmesse statt. Ich habe mich sehr gefreut, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. Viele von Ihnen besuchten mich an unserem Messestand oder lauschten meinen insgesamt drei Vorträgen, einer davon im Rahmen unseres Krisensicher Investieren-Lesertreffens. Vielen Dank an dieser Stelle für die guten Gespräche und interessanten Anregungen.

Natürlich hatte ich während dieser beiden Tage auch reichlich Gelegenheit, einen Eindruck von der Stimmungslage der Goldanleger zu bekommen. Dabei zeigte sich ein sehr deutlicher Unterschied zwischen den Goldanlegern einerseits und den Käufern von Goldminenaktien andererseits.

Die öffentliche Verwaltung und ihre Berater

Wo sind meine Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
in Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen mit den unterschiedlichsten Qualifikationen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Diese große Anzahl an Mitarbeitern scheint aber für die Aufgabenerledigung immer noch nicht auszureichen, denn zusätzlich geben Bund, Länder und Kommunen eine Menge Geld für externe Berater aus. Da fragt man sich schon, ob das alles nötig ist.

Externe Berater, das sind zumeist große und renommierte Unternehmen des Privatrechts, werden bei neuen komplexen Aufgaben eingesetzt, welche die öffentliche Verwaltung mit eigenen Kräften nicht bewältigen kann. Der Einsatz von externen Beratern in der öffentlichen Verwaltung hat in den letzten Jahren tendenziell zugenommen. Die Beratungsunternehmen sollen konkrete Probleme lösen, Handlungsempfehlungen entwickeln und gegebenenfalls deren Umsetzung begleiten. In der Praxis besonders bedeutsam sind Beratungen in den Bereichen Organisation und Informationstechnik, aber auch Strategie-, Personal- und Kommunikationsberatungen kommen vor.

Samstag, 15. November 2014

Ronald Reagan: Ein libertärer Mythos

von Tommy Casagrande und Stefan Blankertz
Ronald Reagan hatte einst gesagt: ,,Es ist nicht so, dass der Staat so viel Geld einnimmt, wie er braucht. Vielmehr gibt er alles Geld aus, das er kriegen kann.''

Was er gesagt ist - falls er das überhaupt gesagt hat - richtig. Beziehungsweise, derjenige, der diesen Text damals für Reagan geschrieben hat, hat es richtig geschrieben. Dennoch ist dieser Satz ein Theater, ein Schauspiel, eine Inszenierung und mehr nicht.

Reagan hat den Staatsapparat in seiner Amtszeit nicht runter, sondern weiter hochgefahren. Die Wirtschaft wurde durch keynesianische Konjunktureingriffe zum Laufen gebracht, die Inflation auch gleich mit angeheizt.

Mittwoch, 12. November 2014

Die grellrosa Wogen gehen hoch: Angiegate bei NEOS - Das Neue Österreich!

von Luke Lametta
"Es zeigt sich, dass einige Formen der Diskriminierungen unbewusst geschehen und auch auftreten können, wenn die betroffenen Personen oder Gruppen sich nicht diskriminiert fühlen."

Hilarious. Und so praktisch. Da geht einem als Politikerin "die Diskriminierung" ja niiie aus. Welche Universität hat den kichernden Keks nochmal promoviert? Eine Degree Mill in China? So wie ich die Partei kennengelernt habe, lief es vielleicht irgendwie so:

Enter: NEOS, marktwirtschaftlicher Flügel.
"Hört mal. Wir haben momentan medial ziemlichen Gegenwind und ein paar echt schwindlige Fehler in kürzester Zeit gemacht. Kann sich der eine oder andere öffentlich mal bitte etwas zurücknehmen? Lasst uns Nebenkriegsschauplätze erst intern ausdiskutieren. Feri macht dann ab jetzt die "einheitliche Kommunikation". Lasst uns doch draußen einfach mal ganz nüchtern und aufgeräumt den Bildung/enkelfit/UnternehmischesÖsterreich-Stiefel runterspielen. Beate und der Wien-Wahl zuliebe. Wir liegen selbst dort nur mehr bei 7%. Und dabei wollten wir doch die völlig desolate Rathaus-SPÖ samt Manfred Juraczka und "Wirtschafts"bund ärgern. 
Die hätten's -sowas- von verdient."

Ende des Drogenkrieges 2014?

von Sara Engel
Der Krieg gegen die Drogen läuft in den USA und in vielen anderen westlichen Ländern der Welt seit Jahren fort, ohne positive Resultate zu erbringen. Nun scheint es einen Paradigmenwechsel zu geben, zumindest was die Einstellung zu weichen Drogen wie Cannabis betrifft. In den USA haben nach Washington und Colorado nun auch die Bundesstaaten Oregon und Alaska die Freizeitnutzung von Cannabis erlaubt. Das bedeutet: Haschisch und Marihuana dürfen legal konsumiert werden, Hanfsamen dürfen legal gekauft und -pflanzen legal für den Eigenanbau gezüchtet werden.

Dienstag, 11. November 2014

Ein ‘Schwarzer Kanal’ zum 25-Jahr-Jubiläum seiner Einstellung

von Luke Lametta
Wie könnte der ORF 25 Jahre nach dem Mauerfall bei Im Zentrum” würdig jener Unschuldigen gedenken, die von der mittlerweile mehrmals umbenannten Linkspartei an der Grenze wie die Karnickel abgeknallt wurden? Genau, indem man fünf “Sozial”demokraten einlädt, die die Ermordeten an der innerdeutschen Grenze mit keiner Silbe erwähnen und sich stattdessen, erraten, am Neoliberalismus” abarbeiten. Der zwangsfinanzierte, offensichtlich-unredliche Rundfunk bewies gestern abermals sein schon sprichwörtliches und ganz und gar untendenziöses Händchen. Gratulation.

Ab Minute 40:00 wars Schriftsteller Josef Haslinger, der den erlösenden Bogen zum fürchterschröcklichen ‘Neoliberalismus’ schlug. Nach einer Einleitung Ingrid Thurnhers, deren weltanschaulicher bias einen bei ihrer eigenwilligen Interpretation der Moderatorenrolle auch immer verlässlich aus dem Knopfloch anspringt, “ob das denn gut gewesen sei, dass der Kapitalismus übrig geblieben sei?”

Rezension: Gerechtigkeit - ein umstrittener Begriff?

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Hardy Bouillon: Wirtschaft, Ethik und Gerechtigkeit, 223 Seiten, 19,90 Euro, buchausgabe.de.

Folgt man bei dieser Frage dem Prof. Dr. Hardy Bouillon, einem Schüler des 2006 verstorbenen Philosophieprofessors Gerard Radnitzky (o. Prof. für Wissenschaftstheorie in Bochum und Trier), dann ist die Antwort ein klares "Nein".

Prof. Bouillon legt in diesem Buch sehr viel Wert auf eine unmissverständliche Sprache. Die Begriffe, welche behandelt werden, sind exakt zu formulieren – Prof. Boullion fordert eine saubere Sprache in der philosophischen Analyse. Aus diesem Grunde führt Prof. Boullion den Leser (und hier gerade Nicht-Philosophen wie mich) in den einleitenden Bemerkungen sehr umfassend und mit sprachlich akribischer Exaktheit in die Fragen zur "Ethik, Wirtschaft, Gerechtigkeit und Wirtschaftsethik" ein.

Montag, 10. November 2014

Kreditfinanzierte Aktienkäufe auf Rekordniveau – Richten Sie sich auf eine verheerende Baisse ein

Grenzenloser Börsenoptimismus an der Wall Street
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
die folgende Grafik zeigt Ihnen den Verlauf des Weltleitindex S&P 500 sowie die Entwicklung der Summe aller US-Wertpapierkredite in Prozent des nominalen US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit 1994. Diese Kennzahl gibt Ihnen einen guten Eindruck davon, wie populär das Spekulieren auf Kredit an den Aktienmärkten ist. 

Insofern handelt es sich bei dieser Kennzahl um einen Sentimentindikator. Denn die weitverbreitete Aktienspekulation auf Kredit zeugt von einer sehr hohen Risikobereitschaft der Akteure und von überschäumendem Börsenoptimismus. Deshalb warne ich Sie in der aktuellen Situation eindringlich davor, Aktien auf Pump zu kaufen.

Paukenschlag: PDV-Bundesvorstand tritt zurück und aus!

Paukenschlag bei den politisch organisierten Libertären in Deutschland: Mit dem 9. November 2014 ist ein großer Teil des Bundesvorstands der Partei der Vernunft von allen Parteiämtern zurück- und gleichzeitig aus der Partei ausgetreten. Im Folgenden der Brief der ehemaligen PDV-Bundesvorstandsmitglieder Susanne Kablitz, Uwe Schröder, Peter Bruchmann, Johannes Roßmanith, Peter Abel, Gerhard Breunig, Thomas Stahl und André Liedgens an die Parteimitglieder in voller Länge:

Liebe Mitglieder der Partei der Vernunft,

mit diesem Schreiben erklären wir, die Mitglieder des Bundesvorstandes, Susanne Kablitz (Bundesvorsitzende), Uwe Schröder (stellvertretender Bundesvorsitzender und kommissarischer Landesvorsitzender Niedersachsen), Peter Bruchmann (stellvertretender Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender Thüringen), Johannes Roßmanith (Bundesgeschäftsführer), Gerhard Breunig (Bundesgeneralsekretär), Peter Abel (Bundesfinanzvorstand und Landesgeschäftsführer Hessen), André Liedgens (Mitglied des Bundesvorstandes und Mitglied des Landesvorstandes NRW) und Thomas Stahl (Mitglied des Bundesvorstandes und Mitglied des Landesvorstandes Bayern) zum 09.11.2014 unseren Rücktritt von allen Parteiämtern und unseren gleichzeitigen Austritt aus der Partei der Vernunft.

Samstag, 8. November 2014

Die Deutungshoheit der Räuber

von Tommy Casagrande
In den Medien wurde gesagt, Luxemburg zocke andere Länder ab, weil Großkonzerne sich aufgrund der geringeren Steuerlast in Luxemburg niederlassen.

Ich möchte nicht die Problematik ansprechen, die mit Großkonzernen verknüpft ist. Mir geht es nur um das Herausheben etatistischer Positionen, die absurd sind. 

Wenn dasjenige Land die anderen Länder abzockt, indem es relativ gesehen mehr Freiheiten gibt, dann ist klar, wohin der Zug fahren soll: in den Totalitarismus, wo die unfreien Länder als moralisch gut und die relativ freieren Länder als moralisch schlecht bewertet werden.

Freitag, 7. November 2014

Kosten der Parlamente: Darf`s ein bisschen weniger sein?

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie, und das ist auch gut so. Aber der Bundestag sowie sechzehn Länderparlamente - Landtag, Abgeordnetenhaus oder Bürgerschaft geheißen - kosten uns Steuerzahler eine Menge Geld. Da fragt man sich schon gelegentlich, ob die Ausgaben für das parlamentarische System in dieser Höhe erforderlich sind.

Für den Bundestag werden im aktuellen Haushalt 725 Millionen Euro bereitgestellt, die Ausgaben der Länder für ihre Parlamente erreichen eine ähnliche Größenordnung. Das sind zusammen annähernd 1,5 Milliarden Euro im Jahr, ein wirklich stattlicher Betrag. Das viele Geld wird nicht nur für die Diäten der Abgeordneten und deren Altersversorgung gebraucht, sondern auch für die Mitarbeiter der Abgeordneten, für den Bau und die Unterhaltung der Parlamentsgebäude sowie für die Parlamentsverwaltungen, um nur die wichtigsten Positionen zu nennen. Selbstverständlich gibt es für die Zahlung von Diäten und Pensionen oder für die Beschäftigung von Mitarbeitern eine gesetzliche Grundlage, rein rechtlich ist also alles in Ordnung.

Mittwoch, 5. November 2014

Habermanns Richtigstellung: Gewerkschaften

Prof. Gerd Habermann
von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: Gewerkschaften
Im 19. Jahrhundert nützlich gewesene Selbsthilfebewegung der Arbeiterschaft mit umfassendem sozialen Engagement (auch mit einem eigenen sozialen Sicherungsnetz gegenseitiger Hilfe), im 20. Jahrhundert, besonders nach 1918, mehr und mehr zu einem machtvollen Kartell am Arbeitsmarkt erstarrt, das die Löhne höher hält als es den Marktverhältnissen entspricht und dadurch Haupturheber der Massenarbeitslosigkeit war und ist, vor 1933 wie heute. 
Im Übrigen sind sie zu einem wichtigen Bestandteil des deutschen Korporatismus geworden, mit Mitbestimmungsrechten in Großbetrieben wie in der Arbeits- und Sozialverwaltung oder beim öffentlichen Rundfunk, während der eigentliche soziale Auftrag mehr und mehr an den Staat überging.

Montag, 3. November 2014

Rezension: Eine Streitschrift - Nichts für Vulgär-Keynesianer ...

Dieses Buch kann bei Amazon bestellt
werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: John Maynard Keynes: Krieg und Frieden, 157 Seiten, 20 Euro, Berenberg Verlag.
Dieses Buch ist sicherlich kaum für Alan Greenspan, einem Vulgär-Keynesianer mit marktliberaler Rhetorik, der geeignete Lesestoff - auch kaum geeignet für die vielen anderen Vulgär-Keynesianer. Vielmehr ist dies eine Streitschrift von John Maynard Keynes, die durch ökonomische Brillanz und Kompetenz glänzt!

John Maynard Keynes war 1919 als Vertreter des britischen Schatzamtes Mitglied bei den Friedensverhandlungen in Versailles dabei. Keynes verließ damals jene Verhandlungen; er trat aus Protest zurück, und zwar wegen der irrationalen und hasserfüllten Forderungen, die bezüglich Reparationszahlungen durch die politischen Vertreter der Entente von Deutschland verlangt wurden.
In dieser Streitschrift, die auch und insbesondere als Protest gegen den Vertrag von Versailles zu lesen ist, schildert Keynes auch die geradezu paradiesisch-utopisch anmutenden Verhältnisse des alten Europas vor anno 1914, also vor dem Startschuss zum Beginn des neuen barbarischen Zeitalters; und:

Sonntag, 2. November 2014

Alan Greenspan rät zu Gold als Schutz vor seinesgleichen

,,Das Greenspan Dossier'' hat an Aktualität nichts eingebüßt
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
vor 12 Jahren habe ich zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ geschrieben. Es trägt den Untertitel „Wie die US-Notenbank das Weltwährungssystem gefährdet“ und ist die erste knallharte und sehr weitsichtige Abrechnung mit der von Alan Greenspan zu verantwortenden Geldpolitik. Deren verheerenden Folgen sind noch immer nicht ausgestanden, sondern werden die Welt auch in den kommenden Jahren noch maßgeblich prägen. Und da Greenspans Nachfolger an dem von ihm eingeschlagenen geldpolitischen Weg bis zum heutigen Tage festgehalten haben, ist dieses inzwischen 12 Jahre alte Buch heute noch genauso aktuell wie zur Zeit seiner Erstauflage.

Überfüllte Hörsäle: Es mangelt nicht an Geld, sondern an guter Organisation

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn öffentliche Einrichtungen medienwirksam eine bessere finanzielle Ausstattung fordern, weil zusätzliche Bedarfe zu erfüllen sind, weckt dies sogleich die Aufmerksamkeit der Politik. Und gewöhnlich ist die Politik früher oder später bereit, wenn der Druck nur lange genug anhält, mehr Geld für den betreffenden Bereich zur Verfügung zu stellen. Natürlich könnten sich die öffentlichen Einrichtungen auch bemühen, die zusätzlichen Bedarfe durch einen besseren Einsatz der vorhandenen Ressourcen aufzufangen. Aber das ist anstrengend und wird deshalb nur ungern gemacht.

Samstag, 1. November 2014

Termine: November 2014

Wie jeden Monat, haben wir auch für den November die interessantesten Termine zusammengestellt. 
Wir empfehlen insbesondere die Veranstaltungsreihe ,,Liberalismus - gestern und heute'' unserer eidgenössischen Freiheitsfreunde aus Zürich, wünschen dem neu gegründetem Hayek Club in Bayreuth eine gelungene Eröffnungsveranstaltung und hoffen auf ein großes Zusammenkommen Ende November auf der ESFL-Konferenz in München.

Im Folgenden eine Zusammenstellung interessanter Veranstaltungen im November:

Zürich, 03.11.2014, 19 Uhr:  Liberalismus - gestern und heute. 7. Veranstaltung. Siebenteilige Veranstaltungsreihe des Hayek-Club in Zürich. Weitere Informationen: hier.

Wien, 04.11.2014, 19 Uhr: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation. Meetup des Austrian Libertarian Movement mit Ronald Stöferle und Mark Valek. Ort: Hayek-Saal in der Grünangerstraße 1. Weitere Informationen: hier.

T-Shirt-Aktion: ¡Venceremos, Rothbarderos!

Im libertären Onlineshop We all are free gibt es noch die legendären ¡Venceremos, Rothbarderos!-Shirts zu einem sehr günstigen Preis zu haben. Was einst 35 Euro kostete, kostet nun nur noch 13,93 Euro, aber nur solange der Vorrat reicht. Unser Tipp: Zuschlagen!

Rothbard-Shirt: hier für nur 13,93 Euro

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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