Montag, 27. Oktober 2014

Rezension: Beeindruckendes Werk über die Machenschaften des IPCC

Dieses Buch kann hier oder bei
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Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Donna Laframboise: Von einem Jugendstraftäter, der mit dem besten Klimaexperten der Welt verwechselt wurde, 220 Seiten, 19,90 Euro, TVR Medienverlag Jena.
Donna Laframboise hinterfragt in diesem Buch, in welchem die Ergebnisse einer umfangreichen Recherchearbeit zusammengefasst werden, die Ansprüche, die der UNO-Weltklimarat (IPCC) an die eigenen Wissenschaftsreports, die weltweit die Grundlage und Legitimation der Politiker in Sachen Klima-, Energie- und Umweltpolitik sind, stellt.

Rajendra Pachauri, seit 2002 Vorsitzender des Weltklimarats, hatte stets vor der Presse und vor Politikern betont, dass die folgenden Punkte die Messlatte der Wissenschaftsberichte/-politik des IPCC's sind:

- Das IPCC beschäftige für ihre Berichte nur die weltweit besten Wissenschaftler, nur die weltweit anerkannten Experten und Spezialisten des jeweiligen Fachgebietes werden beim Wissenschaftsreport zugelassen.

- Die absolute Transparenz darüber, wie und von wem die Berichte erstellt werden und aufgrund welcher wissenschaftlichen Forschungsergebnisse etc., garantiert der IPCC. Außerdem ist Transparenz eine Selbstverständlichkeit im Rahmen der Politik des IPCC's. 

Wir empfehlen, dieses Buch bei der Buchausgabe zu bestellen.

- Bei der Erstellung der Wissenschaftsberichte werden nur wissenschaftlich einwandfreie Quellen genutzt. Alle Publikationen des umfangreichen Quellenverzeichnisses sind grundsätzlich ,,fachbegutachtet" (Peer-Review); Publikationen, die nicht dem Standard des ,,Peer-Review" der wissenschaftlichen Fachzeitschriften entsprechen, finden keinerlei Berücksichtigung.

- Die Wissenschaftsreports des IPCC, die sog. ,,Klimabibeln" selbst, werden selbstverständlich auch, bevor diese Berichte veröffentlicht werden, durch eine Vielzahl von Wissenschaftlern sozusagen ,,fachbegutachtet", deren Vorschläge, Einwände etc. selbstverständlich Gehör finden.

Die Recherchen von Donna Laframboise belegen, dass nicht selten die Experten, die als zutragende oder auch koordinierende Autoren an Klimabibeln mitarbeiten, frisch graduierte Studierende aus Master- oder Doktorandenprogrammen sind, also Twens für das IPCC schon zur Crème de la Crème der Wissenschaft zählen, während die wirklichen Experten, die schon seit Jahrzehnten zu den Themen der Klimabibeln forschen, selten als Autoren verpflichtet werden.

Die Urteile verschiedener der wirklichen Experten zur Behandlung wichtiger Themen der Klimabibel besagen, dass die Klimabibeln wohl von Amateuren verfasst worden sind. Oder wirkliche Experten kündigen, ob der Zustände beim IPCC - z. B. ein tatsächlicher Hurrikan-Fachmann -, die Mitarbeit beim IPCC auf; eben auch, weil sie durch die IPCC-Granden abgekanzelt und vorgeführt werden.

Die IAC hatte eine Befragung unter den Autoren der IPCC-Klimabibel durchgeführt. Donna Lamframboise hat diese Befragung ausgewertet, mit den niederschmetternden Ergebnissen, dass von Transparenz beim IPCC nichts zu sehen ist und dass die ,,Fachbegutachtung" der Klimabibeln selbst nur eine Farce ist, da jeder kleine IPCC-Autor Einwände kommentarlos abweisen kann.

Ebenfalls der Anspruch, dass nur ,,fachbegutachtete" Literatur zur Erstellung der Klimabibeln herangezogen wird, ist reine Chimäre. Im Bericht von 2007 wurde 30% nicht fachbegutachteter Literatur zitiert. Mitunter wurde sogar die aufgelistete fachbegutachtete Literatur ignoriert, weil die Behauptungen in Zeitungsartikeln als Ergebnis besser zum Vorurteil des IPCC's passten. Usw., usf.!

Der Höhepunkt der Publikumsveralberung stellt aber die Zusammenfassung der Zusammenfassungen der Kapitel einer Klimabibel dar. Von jedem Kapitel wird eine Zusammenfassung erstellt und aus diesen Zusammenfassungen wird noch einmal für die Spitzenpolitiker und für die Presse eine Zusammenfassung der Zusammenfassungen erstellt. Diese Zusammenfassung der Zusammenfassungen unterliegt aber einer politischen Vorzensur, denn zunächst müssen aber politische Vertreter aller involvierten Staaten dem Text zustimmen - so wird dann an jedem Wort gefeilscht, über jeden Satz usw. gestritten, bis alle mit dem Text einverstanden sind.
Dieser vorzensierte Text wird dann der Presse als die einheitliche Stimme der Wissenschaft verkauft.
Und die Politiker berufen sich darauf, auf die Stimme der Wissenschaft, damit legitimieren die Politiker ihre Umweltpolitik. So wurden in den letzten zwanzig Jahren, aufgrund politisch vorzensierter ,,Wissenschaftsreports" hunderte von Milliarden Dollar bewegt - Dollar die den ,,gläubigen Bürgern" abzupressen waren.

Das Buch von Donna Laframboise ist sehr zu empfehlen, es ist eine grandiose Fundgrube zum IPCC, der eben keine Wissenschaft betreibt, sondern Politik, um die Welt nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Aber Vorsicht beim Lesen, denn das Buch regt an zum Selberdenken. Und plötzlich ist der Leser ein Häretiker: Er glaubt den Politikern der EU und der BRD die alternativlose Umwelt-, Energie- und Klimapolitik nicht weiter - dadurch wird er, der Leser, zur Unperson im ,,alternativlosen Merkelland".

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