Dienstag, 9. September 2014

Über den esoterischen Wahrheitsrelativismus

Es gibt keine Wahrheit/Jeder hat seine eigene Wahrheit/Es gibt kein richtig und kein falsch 
von Stefan Blankertz und Tommy Casagrande 
Zunächst einmal sind die beiden Thesen (,,jeder hat seine eigene Wahrheit" und auch ,,es gibt kein richtig und falsch") libertärer als die Ansichten der meisten Zeitgenossen, die sich im Besitz der Wahrheit wähnen und zu deren Durchsetzung meinen Gewalt einsetzen zu dürfen oder sogar zu müssen. Andere wiederum verkünden lautstark, es gäbe keine Wahrheit und werden oft selbst zu totalitären Wahrheitsverfechtern, wenn es um Ökologie usw. geht. Da kann man sie meist packen und ihnen zeigen, dass sie sehr wohl davon ausgehen, es gäbe eine objektive und wissenschaftlich erwiesene Wahrheit. Dann befinden diese sich im Selbstwiderspruch. Selbstwiderspruch ist auf der höchsten Ebene der Abstraktion auch das entscheidende Argument gegen die These, es gäbe keine Wahrheit. 

Die These, es gäbe keine Wahrheit, stellt selbst nämlich einen Wahrheitsanspruch: entweder sie ist wahr (dann ist sie falsch, weil es wenigstens eine Wahrheit gibt, nämlich die, dass es keine Wahrheit gibt) oder sie ist falsch und dann gibt es eine Wahrheit. Wenn man erkenntnistheoretisch sagt, dass die Aussage, es gäbe keine Wahrheit, ein Selbstwiderspruch und mithin falsch sei, dann heißt das aber nicht, dass jemand die Wahrheit kenntKarl Popper (den ich gar nicht so sehr schätze) hat das in einer schönen Metapher so ausgedrückt: ,,Man stelle sich einen Berg vor, dessen Gipfel in Nebel gehüllt ist. Wir wissen, dass es den Gipfel gibt, aber wir sehen ihn nicht." So ist es wohl mit der Wahrheit auch. 

Alles, was wir tun können, ist diskutieren. Die Struktur der Diskussion besagt, dass ich von meinem Standpunkt überzeugt bin, aber bereit, dem anderen zuzuhören, ohne ein anderes Mittel, ihn von meinem Standpunkt zu überzeugen, einzusetzen als das des Arguments. Gewalt ist das Gegenteil von Diskussion. Somit ist Libertarismus, oder genauer: Anarchokapitalismus, die Ordnung der Diskussion (das ist das Argument des niederländischen libertären Rechtsphilosophen Frank van Dun, der es auf Sokrates zurückführt). 

Die Aussage, jeder habe seine eigene Wahrheit, ist sowieso Quatsch. Es gibt nur eine Wahrheit. Alles andere sind Standpunkte, Blickwinkel, Perspektiven, Meinungen, Interpretationen. Indem man sagt, ,,dies ist deine Wahrheit, nicht meine Wahrheit", stellt man selbst einen Wahrheitsanspruch für die eigene Aussage. Die Aussage ,,dies ist deine Wahrheit, nicht meine" will wahr sein. Wenn sie nicht wahr wäre, hätte sie keinen Sinn. Niemand kann eine Aussage machen, selbst über alltäglichste Dinge, die keinen Wahrheitsanspruch haben. Aussagen, die keinen Wahrheitsanspruch haben, sind sinnlose Geräuschentwicklungen. Menschen, die von Wahrheiten im Plural sprechen, ziehen eine Mauer auf, wo das Ende der Diskussion sofort da ist. Ich weiß nicht, ob es gelingt, diese Mauer zu durchbrechen. Das Argument mit dem Selbstwiderspruch ist ziemlich anspruchsvoll. 

Außerdem ist das esoterische Argument oft genau dazu da, die Diskussion abzuwürgen. Dann läuft man gegen Wände. Nicht umsonst sind Esoteriker ja gerne mal der Meinung, dass man eben über nichts zu reden braucht und es darauf hinausläuft. Natürlich kann der Esoteriker auch hierzu wieder sagen, ,,das ist meine Wahrheit aber nicht seine", nur drehen wir uns dann auf alle Ewigkeit im Kreis. Wer nicht den Selbstwiderspruch in der Aussage einsehen kann, mit dem lässt sich die Frage nicht diskutieren. Das esoterische Argument, jeder habe seine eigene Wahrheit (oder eben auch, es gibt keine - wie oben geschrieben) - ist oft genau dazu da, die Diskussion abzuwürgen. Dann läuft man gegen Wände und die Stille im Raum wird zum Dogma. 

Der esoterische Wahrheitsrelativismus ist aus zwei Gründen entstanden. 1. Die Enttäuschung der Philosophen, dass die Wissenschaft nicht zu eindeutigen Wahrheiten, die nicht mehr bezweifelt werden, geführt hat. 2. Der ideologische Grund: Zerschlagung oppositioneller Gedanken. Alles ist relativ, nur das System, das hat immer recht. Ob Ökodiktatur oder Zwangssteuern, das muss natürlich sein, dafür gilt der Satz, jeder habe seine Wahrheiten nicht. 

Teste das mit den Diskussionspartnern: ,,Wenn jemand die Wahrheit hat, dass er keine Steuern zahlen muss, darf er dann trotzdem bestraft werden?" Oder: ,,Wenn jemand denkt, dass der Klimawandel ein Schwindel ist, darf er dann mit voller Kraft Staub saugen?" Usw. Auf der Ebene kann man Menschen sehr schnell klar machen, dass sie sehr festgefügte Wahrheitsansprüche vertreten. ,,Gesetzt, die Aussage, jeder habe seine eigene Wahrheit, sei objektiv wahr: Darf jemand es als seine Wahrheit ausgeben, er habe das Recht, Leute, die eine andere Wahrheit haben als er, mittels Waffengewalt auf seinen Kurs zu zwingen?" Wenn die Antwort lautet: Ja, dann haben wir eine Rechtfertigung für islamistischen Terror. Wenn die Antwort lautet: Nein, dann haben wir 1. eine Wahrheit (nämlich die ethische Wahrheit, dass man seine Sichtweise nicht mit Gewalt durchsetzen dürfe) und 2. Libertarismus (individuelle Freiheit) als Ordnungsprinzip.

Kommentare:

  1. Ich finde gerade aus konsequent libertärer sicht, ist es wichtig auch verschiedene Wahrheiten anzuerkennen. Einen Wahrheitsanspruch zu definieren beinhaltet immer eine höhere Instanz, die festlegt was nun diese "objektive" Wahrheit sei. Allein diese Voraussetzung negiert schon, jeden Menschen ernst zu nehmen, mit dem was er oder sie sagt. Wem oder welcher Organisation soll es denn möglich sein, zu erklären, was objektive Wahrheit ist und was nur unterschiedliche Standpunkte und Meinungen. Entweder ich benutze den Begriff der "Wahrheit" als ein Totschlagargument, indem ich sage "das ist Wahrheit! - Du liegst falsch!", dann muss ich mich nicht um bessere Argumente kümmern, ich muss ausschließlich darauf bauen, dass z.B. die Wissenschaft als Institution angesehen wird, die sich mit der Wahrheit beschäftigt. Dann Argumentiere ich aber auch nicht aus einer anarchistischen libertären perspektive, sondern hoffe auf die Durchsetzungskraft und deren Anerkennung der anderen Person. Oder ich anerkenne, dass jeder Mensch immer subjektiv ist und alles nur subjektiv wahrnehmen kann. Die Objektivität also etwas übermenschliches ist, an das können menschen vielleicht glauben wie an eine Religion, sowie es der Autor dieses Textes macht - richtiger oder beweisbar macht es das aber nicht. Deshalb würde ich in Argumenten und Diskussionen vorziehen anders zu überzeugen als mein Totschlagargumentenschwert der "Wahrheit" zu schleifen und anstelle dessen die Wahrnehmungen der Menschen ernst zu nehmen, anschließend kann man die Menschen dann auch durch Argumente vielleicht eines besseren überzeugen.

    Als ein Beispiel:

    Neulich hat mich ein Freund gefragt, ob er meinen weißen Rucksack ausleihen kann. Daraufhin hat er das getan ohne dass ich dabei war. Einige Tage später fragte ich ihn wo mein grüner Rucksack ist und er hatte keine Ahnung, er hatte ja einen anderen. Wieder einige Tage später sah ich ihn mit meinem Rucksack und hab ihn gefragt wieso er ihn mir nicht wiedergegeben hat. Daraufhin sagte er: "der ist doch weiß!"
    Er hat nunmal eine ausgeprägte rot/grün schwäche. Er hat mich sicherlich nicht angelogen. In einer Welt, dominiert von farbensehenden Menschen, mag es vielleicht die Wahrheit sein, das der Rucksack grün ist, für ihn war er es nicht. Wie sprechen Hunde darüber, die gar keine Farben sehen können? Sind nicht schlussendlich alle unsere Diskussionen auf Wörtern aufbauend, die nur versuchen Begriffe zu beschreiben die aber unterschiedlich wahrgenommen werden? Es ist also vielleicth erstmal wichtig, eine Grundlage zu finden und zu versuchen von ähnlichen Dingen zu reden wenn man einige Worte benutzt. Aber von Wahrheit zu reden, macht es dort nicth besser zu Diskutieren sondern sorgt nur dafür das man sich gegenseitig nicht versteht.

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  2. Ich finde gerade aus konsequent libertärer sicht, ist es wichtig auch verschiedene Wahrheiten anzuerkennen. Einen Wahrheitsanspruch zu definieren beinhaltet immer eine höhere Instanz, die festlegt was nun diese "objektive" Wahrheit sei. Allein diese Voraussetzung negiert schon, jeden Menschen ernst zu nehmen, mit dem was er oder sie sagt. Wem oder welcher Organisation soll es denn möglich sein, zu erklären, was objektive Wahrheit ist und was nur unterschiedliche Standpunkte und Meinungen. Entweder ich benutze den Begriff der "Wahrheit" als ein Totschlagargument, indem ich sage "das ist Wahrheit! - Du liegst falsch!", dann muss ich mich nicht um bessere Argumente kümmern, ich muss ausschließlich darauf bauen, dass z.B. die Wissenschaft als Institution angesehen wird, die sich mit der Wahrheit beschäftigt. Dann Argumentiere ich aber auch nicht aus einer anarchistischen libertären perspektive, sondern hoffe auf die Durchsetzungskraft und deren Anerkennung der anderen Person. Oder ich anerkenne, dass jeder Mensch immer subjektiv ist und alles nur subjektiv wahrnehmen kann. Die Objektivität also etwas übermenschliches ist, an das können menschen vielleicht glauben wie an eine Religion, sowie es der Autor dieses Textes macht - richtiger oder beweisbar macht es das aber nicht. Deshalb würde ich in Argumenten und Diskussionen vorziehen anders zu überzeugen als mein Totschlagargumentenschwert der "Wahrheit" zu schleifen und anstelle dessen die Wahrnehmungen der Menschen ernst zu nehmen, anschließend kann man die Menschen dann auch durch Argumente vielleicht eines besseren überzeugen.

    Als ein Beispiel:

    Neulich hat mich ein Freund gefragt, ob er meinen weißen Rucksack ausleihen kann. Daraufhin hat er das getan ohne dass ich dabei war. Einige Tage später fragte ich ihn wo mein grüner Rucksack ist und er hatte keine Ahnung, er hatte ja einen anderen. Wieder einige Tage später sah ich ihn mit meinem Rucksack und hab ihn gefragt wieso er ihn mir nicht wiedergegeben hat. Daraufhin sagte er: "der ist doch weiß!"
    Er hat nunmal eine ausgeprägte rot/grün schwäche. Er hat mich sicherlich nicht angelogen. In einer Welt, dominiert von farbensehenden Menschen, mag es vielleicht die Wahrheit sein, das der Rucksack grün ist, für ihn war er es nicht. Wie sprechen Hunde darüber, die gar keine Farben sehen können? Sind nicht schlussendlich alle unsere Diskussionen auf Wörtern aufbauend, die nur versuchen Begriffe zu beschreiben die aber unterschiedlich wahrgenommen werden? Es ist also vielleicth erstmal wichtig, eine Grundlage zu finden und zu versuchen von ähnlichen Dingen zu reden wenn man einige Worte benutzt. Aber von Wahrheit zu reden, macht es dort nicth besser zu Diskutieren sondern sorgt nur dafür das man sich gegenseitig nicht versteht.

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  3. Noch einmal zum letzten Absatz:

    - darf er dann trotzdem bestraft werden?" Oder: ,,Wenn jemand denkt, dass der Klimawandel ein Schwindel ist, darf er dann mit voller Kraft Staub saugen?"

    Die Argumentation ist Staatsgläubig/Obrigkeitsgläubig. Der Staat beansprucht natürlich für sich als übermenschliches Wesen die Wahrheit zu kennen. Deshalb können Gerichte die Wahrheit sprechen, Gesetze können Recht sein und sollen Gerecht sein. Steuern sind für alle da. Das ist die Wahrheit des Staates und dieser tut auch alles um seine Macht zu erhalten. Deshalb wird der Staat sagen: "Zahl pünktlich deine Steuern oder ich komme und hole sie mir!"

    Für mich, der ich den Staat nicht anerkenne, so kann ich trotzdem viel gegen den Staat sagen. Erst wenn meine eigene Macht groß genug ist auch sich gegen diesen Durchzusetzen, dann kann ich keine Steuern zahlen z.B. Steuerhinterziehung...

    Ähnlich mit dem Staubsauger: Darf er/sie das???

    Gegenfrage: Wer erlaubt das?
    Ein allgemeines Gesetz kann nun mal nicht klimawandelskeptiker/nichtskeptiker unter einen Hut bringen, deshalb wird ja auch anarchistischer sicht auch gerade gegen den Staat und die gleichmacherei der Gesetze propagiert. Ich kann natürlich trotzdem als Einzelperson oder Zusammenschluss solcher Personen versuchen Umweltverschmutzung zu verhindern - so wie es vielleicht sehr medienwirksam die Sea Shepard macht.

    Dürfen die das?

    Mir ist das egal! Ich mache was ich will und was ich gut finde. Nicht was ein Allgemeines Gesetz behauptet es wäre das angeblich beste für alle. Denn ein solches Gesetz kann nur von einem Staat oder etwas ähnlichem festgelegt werden, von dem ich nicht freiweilliges Mitglied bin.

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  4. Schade, wieso wurden meine Kommentare gelöscht? Ich habe nur versucht eine Diskussion über den Artikel zu eröffnen da ich denke hier kann von beiden Seiten aus sicherlich dazu gelernt werden.


    Ich finde gerade aus konsequent libertärer sicht, ist es wichtig auch verschiedene Wahrheiten anzuerkennen. Einen Wahrheitsanspruch zu definieren beinhaltet immer eine höhere Instanz, die festlegt was nun diese "objektive" Wahrheit sei. Allein diese Voraussetzung negiert schon, jeden Menschen ernst zu nehmen, mit dem was er oder sie sagt. Wem oder welcher Organisation soll es denn möglich sein, zu erklären, was objektive Wahrheit ist und was nur unterschiedliche Standpunkte und Meinungen. Entweder ich benutze den Begriff der "Wahrheit" als ein Totschlagargument, indem ich sage "das ist Wahrheit! - Du liegst falsch!", dann muss ich mich nicht um bessere Argumente kümmern, ich muss ausschließlich darauf bauen, dass z.B. die Wissenschaft als Institution angesehen wird, die sich mit der Wahrheit beschäftigt. Dann Argumentiere ich aber auch nicht aus einer anarchistischen libertären perspektive, sondern hoffe auf die Durchsetzungskraft und deren Anerkennung der anderen Person. Oder ich anerkenne, dass jeder Mensch immer subjektiv ist und alles nur subjektiv wahrnehmen kann. Die Objektivität also etwas übermenschliches ist, an das können menschen vielleicht glauben wie an eine Religion, sowie es der Autor dieses Textes macht - richtiger oder beweisbar macht es das aber nicht. Deshalb würde ich in Argumenten und Diskussionen vorziehen anders zu überzeugen als mein Totschlagargumentenschwert der "Wahrheit" zu schleifen und anstelle dessen die Wahrnehmungen der Menschen ernst zu nehmen, anschließend kann man die Menschen dann auch durch Argumente vielleicht eines besseren überzeugen.

    Als ein Beispiel:

    Neulich hat mich ein Freund gefragt, ob er meinen weißen Rucksack ausleihen kann. Daraufhin hat er das getan ohne dass ich dabei war. Einige Tage später fragte ich ihn wo mein grüner Rucksack ist und er hatte keine Ahnung, er hatte ja einen anderen. Wieder einige Tage später sah ich ihn mit meinem Rucksack und hab ihn gefragt wieso er ihn mir nicht wiedergegeben hat. Daraufhin sagte er: "der ist doch weiß!"
    Er hat nunmal eine ausgeprägte rot/grün schwäche. Er hat mich sicherlich nicht angelogen. In einer Welt, dominiert von farbensehenden Menschen, mag es vielleicht die Wahrheit sein, das der Rucksack grün ist, für ihn war er es nicht. Wie sprechen Hunde darüber, die gar keine Farben sehen können? Sind nicht schlussendlich alle unsere Diskussionen auf Wörtern aufbauend, die nur versuchen Begriffe zu beschreiben die aber unterschiedlich wahrgenommen werden? Es ist also vielleicth erstmal wichtig, eine Grundlage zu finden und zu versuchen von ähnlichen Dingen zu reden wenn man einige Worte benutzt. Aber von Wahrheit zu reden, macht es dort nicth besser zu Diskutieren sondern sorgt nur dafür das man sich gegenseitig nicht versteht.


    Noch einmal zum letzten Absatz:

    - darf er dann trotzdem bestraft werden?" Oder: ,,Wenn jemand denkt, dass der Klimawandel ein Schwindel ist, darf er dann mit voller Kraft Staub saugen?"

    Die Argumentation ist Staatsgläubig/Obrigkeitsgläubig. Der Staat beansprucht natürlich für sich als übermenschliches Wesen die Wahrheit zu kennen. Deshalb können Gerichte die Wahrheit sprechen, Gesetze können Recht sein und sollen Gerecht sein. Steuern sind für alle da. Das ist die Wahrheit des Staates und dieser tut auch alles um seine Macht zu erhalten. Deshalb wird der Staat sagen: "Zahl pünktlich deine Steuern oder ich komme und hole sie mir!"

    Für mich, der ich den Staat nicht anerkenne, so kann ich trotzdem viel gegen den Staat sagen. Erst wenn meine eigene Macht groß genug ist auch sich gegen diesen Durchzusetzen, dann kann ich keine Steuern zahlen z.B. Steuerhinterziehung...

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  5. Und wie reagiere ich, wenn jemand sagt: "Richtig, es gibt eine Wahrheit und die leben wir in der heutigen Demokratie."?

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  6. Ich verstehe deinen Satz nicht ganz richtig aber ich versuche mal reinzudeuten.

    Es gibt halt nicht EINE Wahrheit. Die heutige Demokratie wirkt auf alle Menschen unterschiedlich und somit glauben Leute auch unterschiedlich daran und in Glaubensfragen ist es schwierig oft zu Argumentieren mit Wahrheit oder unwahrheit, weil alle die mit eingebunden sind, selber der Meinung sind die Wahrheit zu sehen. So wie für einen gläubigen Christen es unzweifelbar Jesus gab und dieser auch Gott ist, so ist es für einen Atheisten vollkommen klar, dass es keinen Gott gibt. Beide reden aus ihrer Sicht die Wahrheit.

    In dieser Demokratie in der wir leben, viele nehmen diese als bestes System überhaupt wahr, andere sagen aber es ist eine Diktatur. Wie viel Demokratie ist es für dich wenn du z.B. als Nichtdeutscher in Deutschland nicht dran teilnehmen kannst.

    Und jetzt zum Reagieren:
    Ich würde sagen, dass die Wahrnehmungen aller Menschen unterschiedlich sind und nur das was Menschen wahrnehmen können (sehen/fühlen/begreifen/denken...) für diese jeweils eine Wahrheit bildet. Es ist eine philosophische Frage ob es eine Wahrheit gibt oder nicht. Von den alten Griechen bis heute haben viele immer nach der Wahrheit oder der "Natur der Dinge" oder "dem Ding an sich" oder ähnlichem gesucht. Irgendwann kommt man aber an einer Stelle an, an der man sich entweder irgendetwas ausdenkt, was jetzt objektiv seien könnte, ohne der Verfälschung meiner Sinne zu unterliegen. Oder man gibt einfach auf, verschmäht den Wahrheitsbegriff und sieht ein, dass für denjenigen das wahr ist, was man jeweils wahrnimmt oder für Wahr nimmt. Es ist halt einem Menschen niemals möglich objektiv zu sein. Wer behauptet objektiv zu sein verleugnet sich selbst oder lügt bewusst. Die Objektivität ist wie die Wahrheit auch nur der Versuch seinen Arugmenten mehr Durchschlagskraft zu geben in dem Glauben sie kommen nicht von einer einzelnen Person, sondern von einer höheren Stelle (Wissenschaft/Logik/Gott ...) die somit gegenüber subjektivem Denken einen höheren Wahrheitsanspruch hat.

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