Montag, 4. August 2014

Habermanns Richtigstellung: Intellektuelle

Prof. Gerd Habermann
von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: Intellektuelle
Allgemein übliche Bezeichnung von wissenschaftlich oder literarisch geprägten Menschen, die in der Verbreitung von sozialen Lehren oder Ideologien ihren Lebensunterhalt suchen, entweder als deren Schöpfer wie z.B. Karl Marx oder als ,,Gebrauchtwarenhändler in Ideen'' wie Lehrer, Journalisten etc. Intellektuelle neigen zur Abstraktion und zur Überschätzung der ,,Machbarkeit des Sozialen'', ihre Ethik ist oft die archaische Ethik des Stammes (,,soziale Gerechtigkeit''). Vor allem Linksintellektuelle leben von der Erzeugung von Unzufriedenheit gegen die vorgefundenen Ordnungen und wurden zu Verursachern und Verantwortlichen historischer Katastrophen. Sie spielen in so genannten Revolutionen die Hauptrolle.
Literaturtipp: Roland Baader: Totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, Gräfelfing 2002.
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Prof. Dr. Gerd Habermann, Jahrgang 1945, ist Wirtschaftsphilosoph, Hochschullehrer und freier Publizist. Er ist seit 2003 Honorarprofessor an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam, Initiator und Mitgründer der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft und der Friedrich-August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft
Bei Freitum erscheint monatlich ,,Habermanns Richtigstellung''.

1 Kommentar:

  1. Das ist eine willkürliche Auslegung, die sich den Begriff des Intellektuellen inhaltlich fixiert vorstellt. Eine solche Fixierung gibt es aber nicht. Intellektuelle - das sind auch Herr Habermann und die Ökonomen der Wiener Schule. Und der Diskurs über die bösen Intellektuellen ist eine Debatte unter Intellektuellen, nicht zwischen Intellektuellen und anderen, was immer die dann sein mögen.

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