Sonntag, 31. August 2014

Ehrbarer Kaufmann statt Draghödie

Verantwortungsvolles Handeln statt rücksichtsloser Geld- und Schuldenpolitik
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
prinzipiell gilt in der Finanzindustrie das Credo „bull sells“. Es ist bewusst doppeldeutig gewählt: „bull“ bezieht sich also nicht nur auf bullish, sondern auch auf ein ganz anderes in den USA sehr gebräuchliches Wort, das mit bull beginnt.

Nur eine verschwindend geringe Zahl von zumeist unabhängigen Analysten wagt es, dieses Credo zu missachten und stattdessen warnende Töne anzustimmen, sobald die Risiken an den Finanzmärkten bestimmte Schwellenwerte überschritten haben. Unter rein verkäuferischen Gesichtspunkten ist diese Strategie natürlich falsch. In einem gesamtgesellschaftlichen Kontext hingegen richtig. Schließlich steht sie in der Tradition der vom Aussterben bedrohten Spezies des ehrbaren Kaufmanns, die bekanntlich dem Leitbild einer verantwortungsvollen Teilhabe am Wirtschaftsleben folgt.

Im Vergleich mit den Permabullen und Schönrednern richtet die selten gewordene Unterart von Analysten, die klar und deutlich vor offensichtlichen Risiken warnen, kaum Schaden an. Die Mahner wollen ihr Publikum ja nur vor dem Eingehen zu hoher Risiken und den damit normalerweise fast immer verbundenen hohen Verlusten bewahren. Der dadurch entstehende Schaden beschränkt sich auf entgangene Gewinne.

Das große Heer der Permabullen hingegen versteht es, selbst die allerhässlichste Braut noch schön zu reden, um sie an den Mann zu bringen. Soll der doch sehen, was er später davon hat. Neue Markt- oder Telekom-Aktionäre werden sich wahrscheinlich noch daran erinnern, was das bedeuten kann.

Deutsche Telekom, 1999 bis 2014

Im Jahr 2000 wurden die wenigen Stimmen, die vor der extremen
Überbewertung der T-Aktie zu sprechen wagten, ignoriert oder verhöhnt.
Quelle: StockCharts.com




Sie sollten wissen, worauf Sie sich einlassen
Die wenigen Mahner, die es gibt, werden in der Öffentlichkeit gerne als Pessimisten und „Permabären“ dargestellt. Dabei haben sie alle nur zu bestimmten Zeiten lautstark vor Risiken gewarnt, und zu anderen Zeiten ebenso klar und deutlich zum Einstieg geblasen. Die von Journalisten vergebenen Titel wie Crash-Prophet werden dieser komplexen Realität natürlich nicht gerecht, sondern verkürzen sie auf irreführende Weise.

Leider kennen wir keine Methode, mit der wir den Zeitpunkt des Platzens einer Spekulationsblase präzise vorhersagen können. Aber wir sind in der Lage, Spekulationsblasen und unverhältnismäßig hohe Risiken zu erkennen. Sobald der Irrsinn an den Märkten Einzug hält und sinnvolle ökonomische Grundregeln verdrängt, beginnen wir unsere Kunden und Leser von Krisensicher Investieren vor den unvermeidlichen Folgen dieser Fehlentwicklungen zu warnen. Jeder Anleger sollte zumindest wissen, mit welchen Risiken er es zu tun hat, um selbst entscheiden zu können, ob er sich diesen Risiken aussetzen möchte oder lieber eine Zuschauerrolle einnehmen will.

Zuschauer, solange der Irrsinn regiert, und Käufer nach dem Crash
Solange der Irrsinn regiert und Notenbanker wie Draghi, Yellen und Kuroda weltweit die Druckerpresse unbegrenzt in Gang setzen dürfen, können Aktienkurse trotz deutlicher Überbewertung weiter steigen. Dann können Sie sich als Zuschauer, der die Party bereits verlassen hat, immerhin damit trösten, dass Sie erstens kein Geld verlieren und zweitens der unausweichliche Crash nur umso schlimmer ausfallen wird, je höher die Kurse steigen und je größer die realwirtschaftlichen Ungleichgewichte werden.

Und wenn der Crash dann kommt und allgemeine Panik herrscht, dann haben Sie sowohl die Mittel als auch den kühlen Kopf, um ganz gelassen den Wiedereinstieg zu planen. Sie können dann zu Schnäppchenpreisen und überschaubaren Risiken investieren, anstatt in Zeiten der Massenverblendung zu spekulieren.

Wenn die aktuelle Blase platzt, wird es an den Aktien- und Rentenmärkten sehr ungemütlich werden. Für die meisten Anleger wird es dann ebenso heftige Verluste hageln wie in den Jahren 2001/02 und 2008/09. Handeln Sie also jetzt, bevor es zu spät ist. Fordern Sie noch heute Krisensicher Investieren 30 Tage kostenlos zum Test an, und erfahren Sie, wie Sie sich, Ihre Familie und Ihr Vermögen vor dem Zusammenbruch des Kartenhauses schützen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.

Ihr
Claus Vogt
PS: „Hau den Bär“ ist übrigens typisch für die Endphase von Spekulationsblasen und damit ein zusätzliches Warnsignal für die extrem überbewerteten und überhitzten Aktien- und Rentenmärkte.
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Claus Vogt ist Gründer der Vermögensverwaltung Aequitas Capital Partners GmbH, einer auf vermögende Privatanleger und institutionelle Investoren spezialisierten Vermögensverwaltung. Der ausgewiesene Anlageprofi besitzt ein fundiertes Fachwissen und hat eine Bilderbuchkarriere im Finanzwesen aufzuweisen. Zusammen mit Börsenexperte Roland Leuschel hat er der Bestseller ''Das Greenspan Dossier'' geschrieben. Diese schonungslose Abrechnung mit der Geldpolitik des US-Notenbankchefs stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und erscheint aktuell in der dritten Auflage. Auf seiner Webseite www.clausvogt.com hält er aktuelle Informationen, detaillierte Analysen und wertvolles Hintergrundwissen zu den Themen: Eurokrise, Staatsverschuldung, Inflation, Gold, Österreichische Schule, Vermögensschutz für Sie bereit. Außerdem können Sie sich auf www.clausvogt.com für den kostenlosen wöchentlichen E-Mail-Newsletter ,,Claus Vogt Marktkommentar'' registrieren.


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