Donnerstag, 21. August 2014

Der politische Preis

von Tommy Casagrande
Gemeinhin wird geglaubt und angenommen, dass der Preis aus Angebot und Nachfrage sich bildet und dabei die relative Knappheit der angebotenen Güter widerspiegelt. Aber in einer solchen Welt leben wir nicht. Es wird uns eingeredet, dass Preise so entstehen - sie tun es aber nur in einer staatenlosen kapitalistischen Welt, die derart nie existiert hat.  

Hingegen existiert eine Welt in der geldpolitische Eingriffe in das Geldwesen den Wert des Geldes moneypulieren und somit einen Einfluss auf den Preis eines Produktes nehmen. Wirtschaftspolitische Eingriffe, steuerpolitische Eingriffe, Gesundheitspolitische Eingriffe, umweltpolitische Eingriffe, sozialpolitische Eingriffe ... und ... und ... und haben eine direkte wie auch indirekte Einwirkung auf die Zusammensetzung eines Preises. Sie beeinflussen zuvor bereits die Qualität und Quantität des Angebotmarktes, sowie die Qualität und Quantität des Nachfragemarktes. Alle Eingriffe wirken sich letzten Endes auf Preise aus. Und diese werden dann gerade von Menschen mit wenig Geld nicht leicht bezahlt werden können. 

Strom, Miete, Lebensmittel sind nur einige dieser Kategorien, in denen das Leben immer teurer und für die Ärmeren immer untragbarer wird. Die ständigen Verteuerungen spiegeln eine unfreie Welt wider, weil in einer freien Welt die Preise tendentiell fallen würden aufgrund des Produktivitätfortschrittes. Die zunehmenden schwierigen Verhältnisse gerade bei den ärmsten Menschen sind Indikator für den Freiheitsgrad einer Gesellschaft. Umso freier eine Gesellschaft ist oder wird, desto mehr Wohlstand können gerade die ärmsten erlangen. Umso unfreier eine Gesellschaft ist oder wird, desto prekärer werden die Lebenssituationen der Ärmsten.

1 Kommentar:

  1. Dabei kommt es aber u.a. auf zwei Sachen an:
    Entweder die Produktivität der "Armen" bezüglich der aktuellen Wirtschaftsstruktur. Das heißt, wie gut ihre Qualifikationen zu dem passen, was jeweils aktuell gefragt ist. Oder ihre Fähigkeit selbstständig, im Sinne von nicht angestellt, etwas zu produzieren. Etwas, das entweder jeweils immer wieder aktuell nachgefragt wird oder etwas, von dem sie selbst leben können, also Fähigkeiten, mit denen sie Subsistenzwirtschaft betreiben können.

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