Montag, 14. Juli 2014

Deutschland ist Fußball-Weltmeister! Auch als Libertärer darf man sich freuen

von Tomasz M. Froelich
Deutschland ist nach dem gestrigen Finalspiel gegen Argentinien nach hartem Kampf durch ein 1-0 nach Verlängerung zum vierten Mal Fußball-Weltmeister! Darüber kann man sich freuen. Als Deutscher. Und als Libertärer.

Die Freude über einen WM-Sieg der deutschen Nationalelf ist aus libertärer Sicht nicht im geringsten anstößig, wie es häufig typischerweise von libertären Fußballallergikern und notorischen Brot-und-Spiele-Nörglern (als ob sich die Leute ohne Fußball plötzlich für die ,,wahren'' Probleme interessieren würden) suggeriert wird. Man kann als Libertärer aus vielerlei Gründen die deutsche Nationalelf unterstützen, sein deutsches Heimatland lieben und dennoch den deutschen Staat, in dem man lebt, grundsätzlich oder zumindest in seiner jetzigen Form ablehnen. Liebe zur Heimat (die man etwa durch Unterstützung der heimischen Mannschaft und Huldigung der eigenen Spielkultur zum Ausdruck bringen kann) und die Ablehnung ihres Staates sind kein Widerspruch in sich. Sie bedingen nicht einander. Im Gegenteil, wie Kurt Tucholsky schrieb: ,,Der Staat schere sich fort, wenn wir unsere Heimat lieben.''
Die, die immer nach mehr Staat rufen, sind seltsamerweise die, die ihre Heimat am meisten verachten: Grüne, Linke, Sozialdemokraten. Vieles spricht für eine Korrelation zwischen Etatismus und Heimathass. 

Von den notorischen Nörglern sollte man sich die Laune nicht verderben lassen. Die deutsche Mannschaft hat, über das ganze Turnier aus betrachtet, den besten Fußball geboten: technisch stark, taktisch überlegen, tapfer. Sie hat sich in einem harten Wettbewerb durchgesetzt und ist verdient Weltmeister geworden. Darüber darf man sich freuen. Auch als Libertärer.

Kommentare:

  1. Mich nervt vor allem auch bei dieser Debatte wieder der linkslibertär verklemmte Reisenwitz-Spirit. Lasst den Leuten doch ihren Freudentaumel in schwarzrotgold! Niemand muss sich entschuldigen wenn er für sein Land fiebert und sich freut. Umgekehrt nerven auch die verklemmten Deutschländerwürstchen, die jedesmal eine Debatte anzetteln weil Özil nicht die Hymne singt. Mein Gott, wer so läuft wie der kleine Özil gestern, der hat sich eben seine Puste aufgespart und nicht für mittelmäßige Sangeskünste schon verbraten. Was ja eh nix bringt, siehe Brasilien, die erst schon bei der Hymne in Tränen aufgelöst sind und sich nach dem Spiel "beim Volk" entschuldigen. Da wird es dann wirklich grotesk.

    AntwortenLöschen
  2. SIEG DEUTSCHLAND! Jetzt sind wir wieder WER! Wenn WIR jetzt auch noch richtige Drohnen KRIEGen. Keine KinderKackeAufklärungsDröhnchen. VollWertDrohen. Deutschland , Deutschland über alles.

    AntwortenLöschen
  3. Wenn korrekt gepfiffen worden wäre hätten die Argentinier nur noch zu neunt zu Ende gespielt und wären wegen dem Foul an Kramer und dem fälligen Elfmeter schon 0:1 hinten gelegen.
    Dass Rizzioli und seine Gehilfen eine unsäglich schlechte Leistung abgeliefert hat, steht außer Frage, aber da reiht er sich übergangslos ein bei den ganzen anderen Schieds- und Linienrichtern, die auf einer Weltmeisterschaft nichts verloren haben.
    Wenn Spieler mit Wirbelbrüchen, Gehirnerschütterunge und blutüberströmt vom Platz getragen werden, weil bewusst gefoult wurde, dann hat das nichts mehr mit Fußball zu tun.
    Die FIFA ist schlechter als ihr Ruf.

    AntwortenLöschen
  4. @ Bono:
    Volle Zustimmung! Die FIFA hat wohl ein Quotensystem für Schiedsrichter: Oft zählt nicht die Qualifikation des Schiedsrichters, sondern seine Herkunft. Und selbst die Top-Schiedsrichter patzen regelmäßig. Stellt sich eigentlich nur die Frage, weshalb nicht von den technischen Mitteln Gebrauch gemacht wird, wenn diese doch zur Verfügung stehen.

    AntwortenLöschen
  5. Ich hatte schon ganz vergessen, dass es in unserem eigenen Land eine nicht bezifferte Anzahl von einer speziellen Art von Deutschen gibt, die gar keine Deutsche sein wollen, die alles Deutsche hassen und jetzt wahrscheinlich heulend und tottraurig erleben müssen, dass ihr Wunsch, dass unsere NATIONALMANNSCHAFT bereits in der Vorrunde ausscheidet, mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft völlig ins Gegenteil gekehrt wurde.

    Höret...höret: Deutschland ist Weltmeister! :)

    AntwortenLöschen
  6. Grütze. Natürlich darf man sich für eine Mannschaft freuen. Was jedoch ein Fußballteam mit "Heimat" zu tun hat, mag sich mir nicht erschließen. Oder standen deutsche Kultur oder Schwarzwald auf dem Platz? Wäre mir neu.

    AntwortenLöschen
  7. Marvin, es sind die heimischen Vereine, die heimischen Ausbildungszentren und letztlich auch die heimische Spielkultur, die das Fußballteam mit der Heimat verbinden.
    Die einen assoziieren ihre deutsche Heimat mit Goethe, die anderen mit Podolski. Beides ist legitim.

    AntwortenLöschen
  8. Lesetipp: Pierre Bessard "How the United Nations Undermines World Peace":

    The semantic confusion between nation and state is at the core of the U.N.’s ideology. In a way, the U.N. has encouraged governments to „nationalize“ nations: Under its assumptions nations no longer reflect the feelings of individuals sharing the personal desire to live together and perpetuate the value of their heritage; nations become the prerogatives of governments.

    AntwortenLöschen
  9. Ich habe ja nie verstanden, warum in aller Welt 20 erwachsene Männer unter tosendem Applaus einem Ball nachjagen können und kaum dass sie ihn endlich erwischt haben auch schon wieder auf zwei völlig Unbeteiligte davonzutreten versuchen! :-)

    Das gleiche mit der Fahne: Ich habe nie kapiert, warum man vor einem Stück bunten, flatternden Stoffes strammstehen und auf ihn "Stolz" empfinden, vor allem aber, wie man sich diesen auch noch freiwillig in den Vorgarten oder auf den Balkon, ja sogar ans Auto hängen kann ...

    Ein bisschen seltsam fühlt es sich ja schon an, aber beides hat sich für mich grundlegend geändert, und zwar dank des widerlichen Gutmenschen-Gehabes sogenannter "Antifaschisten", die ein "Anti" zuviel im Namen tragen und Rentnern das Fähnchen unter Zurücklassung von über vermeintlichen Nationalismus aufklärenden "Bekennerschreiben" sogar noch vom Balkon im zweiten Stock von Altenheimen stehlen, oder dank den Claqueuren des moralisierenden GRÜNzeugs, die in ihren Gazetten erhobenen Zeigefingers bis ins innerste Mark durchspießte Kommentare des Tugendterrors verfassen.

    Diesmal hab ich JEDES Spiel mit deutscher Beteiligung geschaut und dabei Freude und Leid mitempfunden und mich nicht mehr über das nächtelange Gehupe geärgert und ja: Sogar über den mehr als verdienten Sieg mal so richtig gefreut!

    Vor allem aber habe ich ernstlich erwogen, mir selbst ein solches Fähnchen zuzulegen und es vorm Büro des hiesigen, grün-bunt-antifa-k-splittergrüppchen-durchseuchten ASTA zu schwenken und laut vernehmbar dreimal "Schland" in die heiligen Hallen zu grölen!

    Naja, vielleicht nächstes Mal - und einen Balkon hätt ich ja auch noch ...

    AntwortenLöschen
  10. Deutschland ist nicht Fußballweltmeister, sondern das multirassische BRD-Team, denn ne Nationalmannschaft würde anders aussehen. Fußballpratriotismus ist vollkommen nutzlos, weil er die Substanz nicht erhält, nur Nationalismus kann da weiterhelfen!

    Gruß WKV

    AntwortenLöschen
  11. Nicht jeder - eher die wenigsten - definieren Nation oder Heimat mit Rasse.

    AntwortenLöschen
  12. Spielerisch stark ? Gegen Brasilien vielleicht unter gehöriger Mithilfe.
    Sonst habe ich von der deutschen Elf kein überzeugendes Spiel gesehen, kämpferisch alles ok, aber eine Augenweide war das nicht. Trotzdem ein verdienter Weltmeister.

    AntwortenLöschen
  13. Naja, im Grunde genommen war die deutsche Elf in jedem Spiel überlegen, Ausnahme die erste Halbzeit gegen Algerien und das ausgeglichene Spiel gegen Frankreich. Argentinien hat im Finale keinen Schuss auf's Tor gebracht, Brasilien wurde demontiert, Portugal detto. Gegen Ghana und die USA hat man nicht mehr getan als nötig, vor allem um Kräfte zu schonen. Taktisch war das sehr überzeugend gespielt. Der Titel geht in sportlicher Hinsicht, wie schon gesagt, auf alle Fälle in Ordnung.

    AntwortenLöschen

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

Name

E-Mail *

Nachricht *