Montag, 30. Juni 2014

Gesetz ist nicht gleich Recht

,,Volks-Rock'n'Roller'' Andreas Gabalier sang auf einem Formel 1-Event die alte Version der österreichischen Bundeshymne, in der die ,,großen Töchter'' Österreichs keine Erwähnung finden. Hieß es noch in der älteren Version ,,Heimat bist du großer Söhne'', so wurde diese Textpassage vor wenigen Jahren in ,,Heimat großer Töchter und Söhne'' umgedichtet. Um die großen Töchter, die Gabalier nicht besang, wurde nun ein kleinlicher Streit, der ursprünglich von den Grünen entfacht wurde und anschließend breitere Kreise zog. (Anm.: Tomasz M. Froelich)

von Tommy Casagrande
,,Was Sie machen ist eine Provokation, auch gegenüber dem Staat. Sie setzen sich einfach über ein Gesetz hinweg. Und das finde ich eigentlich bedenklich. Denn welches Beispiel geben Sie denn? Gesetze sind Gesetze und die haben auch eine gewisse Richtschnur, an die sich ein Staatsbürger zu halten hat." - Maria Rauch-Kallat, ehemalige Frauenministerin, ÖVP.

Starkes Kaufsignal für Silber und Gold

Bullishe Goldprognose bestätigt; Trendfolgefonds seit Januar mit 16,2% im Plus
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
schon vorige Woche habe ich an dieser Stelle die neuen Kaufsignale für Gold besprochen. Der dynamische Ausbruch über die im folgenden Chart rot-gestrichelt eingezeichnete Abwärtstrendlinie hat weiterhin Bestand. In Kombination mit einem sehr niedrigen ADX-Indikator, einem Kaufsignal des Preis-Momentum-Oszillators (PMO), sehr einseitiger Stimmungsindikatoren und ebenso einseitiger Terminmarktpositionierungen spricht dieses charttechnische Kaufsignal für den Beginn einer Aufwärtsbewegung, die mindestens mittelfristigen oder sogar langfristigen Charakter hat.

Sonntag, 29. Juni 2014

Tut der Staat genug zur Bekämpfung der Korruption?

Wo sind sie nur, meine 
Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
der Staat in Deutschland ist ein weitverzweigtes Gebilde, das in vielfältiger Weise auf das Leben der Staatsbürger Einfluss nimmt. Er erhebt Steuern und Abgaben, aus denen er dann wieder Zahlungen leistet, er normiert und reguliert, er kontrolliert und sanktioniert und lässt insgesamt fast keinen Lebensbereich unberührt. Bei der Fülle der Staatsaktivitäten, bei der Höhe der Staatsausgaben kommt einem schon die Frage in den Sinn, ob sich alle Beteiligten innerhalb und außerhalb des Staatsapparats an die einschlägigen Vorschriften halten oder ob einige bestrebt sind, sich in unlauterer Weise einen finanziellen oder sonstigen Vorteil zu verschaffen. Mit anderen Worten, es stellt sich die Frage nach der Korruption im staatlichen Bereich.

Freitag, 27. Juni 2014

Marktwirtschaft oder Krieg

Kapitalismus und Imperialismus sind doch identisch. Kriege werden nur aus wirtschaftlichen Gründen geführt. Immer wieder geht es nur um Erdöl, Bodenschätze und neue Absatzmärkte.

Nein. Tatsächlich stellt die freie Marktwirtschaft das genaue Gegenteil von Krieg dar. Es ist eine völlig gegensätzliche Idee davon, wie das soziale Miteinander organisiert (beziehungsweise eben nicht organisiert) werden kann.

Doch viele Menschen sind verwirrt. Sie schimpfen auf „Kapitalismus“ und „Globalisierung“ und glauben, dahinter den Ursprung für immer neue Konflikte und militärische Auseinandersetzungen erahnen zu können. Sie glauben, der „Kapitalismus“ sei schuldig für „Ausbeutung“, Hunger und Armut.

Viele ihrer Kritikpunkte sind richtig. Doch der Adressat ist der falsche. Statt einem ominösen „Kapitalismus“ die Schuld für so mancherlei Probleme in der Welt zu geben, sollten sie vielmehr staatlichen Großorganisationen und imperialen Machtstrukturen den Marsch blasen.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Janusz Korwin-Mikke: Anti-EU-Fraktion vorerst gescheitert

Für Le Pen, Wilders und Co zu gefährlich: Korwin-Mikke.
von Tomasz M. Froelich
Über einen nun fraktionslosen libertären Polen im Europaparlament
Marilyn Manson sagte einmal: ,,Ein Künstler, der nicht provoziert, wird unsichtbar. Kunst, die keine starken Reaktionen auslöst, hat keinen Wert.'' Diese Maxime – auf die Politik angewandt – scheint auch Janusz Korwin-Mikke, polnischer minarcho-monarcho-libertärer Neo-EU-Mandatar, verinnerlicht zu haben: Ein Politiker, der nicht provoziert, wird unsichtbar. Politik, die keine starken Reaktionen auslöst, hat keinen Wert. Und als Befürworter eines monarchistisch strukturierten Minimalstaats, der im Normalfall aufgrund seiner umstürzlerischen Ansichten ohnehin kein Gehör in den Massenmedien finden würde, griff und greift Korwin-Mikke oft zum Mittel der Provokation, um nicht in der politischen Bedeutungslosigkeit zu versinken. Alles wohl kalkuliert: Zunächst die Provokation, auf die die massenmediale Aufmerksamkeit folgt, die dann genutzt wird, konsequent gegen den sich seuchenartig ausbreitenden Etatismus und für die Freiheit, vor allem die wirtschaftliche, zu werben.

Roland Baaders Frühwerk “Kreide für den Wolf” beim Freiheitswerk wieder erhältlich

von Dr. Michael von Prollius
Wer hätte das gedacht? 2014 ist der Sozialismus weltweit präsent, in den neunziger Jahren hielt ihn die westliche Welt für besiegt. Während damals der Systemsozialismus von Lenin, Stalin und ihren Nachfolgern unwiederbringlich untergegangen zu sein schien, dominiert heute der „Samtpfotensozialismus“: Geldsozialismus, Fiskalsozialismus, Etatismus von der Wiege bis zur Bahre prägen die Realität in Europa und darüber hinaus. Weitsichtige, unabhängige Beobachter haben frühzeitig die Gefahren für die offene Gesellschaft benannt. Einer der herausragenden war Roland Baader. Bereits 1991 warnte er vor dem „neuen Sozialismus“, vor der Hybris der Vernunft, dem Machbarkeits- und Steuerungsglauben der Sozialingenieure, die sich anmaßen, Gesellschaften und Volkswirtschaften optimieren zu können. Der unabhängige Ökonom und Sozialphilosoph aus Waghäusel prognostizierte hellsichtig, dass die Kreide fressenden Sozialisten mit allerlei wohlklingenden Versprechen nichts anderes taten, als die Menschen mittels Propaganda, einer Umwertung der Werte und Bestechung – mit ihrem eigenen Geld – zu entmündigen.

Dienstag, 24. Juni 2014

Draghi verwirklicht Traum der Kommunisten

Die größte Gefahr geht von den absurd bewerteten Rentenmärkten aus
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
am Dienstag, den 24. Juni erscheint nicht nur die Juli-Ausgabe von Krisensicher Investieren, sondern auch unsere neuste Themenschwerpunkt-Ausgabe. In ihr befassen wir uns noch einmal – und hoffentlich für viele Jahre zum letzten Mal – mit dem Thema Spekulationsblasen und Krisenspirale.

Warum wir hoffen, dass es für eine lange Zeit das letzte Mal sein wird? Nun, in erster Linie, weil große Spekulationsblasen verheerende Folgen haben. Außerdem macht es uns sehr viel mehr Freude, über erfreuliche Themen zu schreiben und bullishe Prognosen zu veröffentlichen. Aber das wird erst am Ende der Krisenspirale angebracht sein, das wahrscheinlich – und an diesem Punkt bleiben wir Optimisten – nach dem Platzen der aktuellen Blase erreicht sein wird.

Montag, 23. Juni 2014

Wie Gesetze zustande kommen...

Wo sind sie nur, meine 
Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
in Deutschland sind fast alle wichtigen und inzwischen auch zahlreiche unwichtige Lebensbereiche gesetzlich geregelt. Mal ist der Gesetzgeber streng und gebietend, fordert Steuern oder untersagt das Rauchen, mal ist er nachsichtig und gewährend, zahlt Sozialhilfe und Kindergeld, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Für all dies und tausend anderes gibt es gesetzliche Grundlagen, die zumeist noch von umfangreichen Verordnungen und Verwaltungsvorschriften flankiert werden.

Aber kennt sich der Gesetzgeber wirklich in den verschiedenen Zusammenhängen aus, welche er mit einem dichten Netz von Regelungen überzieht? Weiß er, welche Folgen seine gesetzgeberischen Maßnahmen im Einzelnen auslösen? Insbesondere: Hat der Gesetzgeber eine genaue Vorstellung von den finanziellen Auswirkungen seiner Regelungen? Kennt er die Kosten für die Staatskasse bzw. die Lasten, welche er den betroffenen Bürgern, Gemeinden und Unternehmen auferlegt? Es erscheint überaus zweifelhaft, ob diesen Fragen in den Gesetzgebungsverfahren von Bund und Ländern ausreichend nachgegangen wird.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Die Sons of Libertas im Gespräch mit Freitum

Die Sons of Libertas im Gespräch mit Dietmar-Dominik Hennig und Tomasz M. Froelich
Im Rahmen der 5. Hamburger Mark Banco Anlegertagung im Sofitel München wurden wir, vertreten durch Dietmar-Dominik Hennig und Tomasz M. Froelich, von den Sons of Libertas interviewt. 
Wer etwas zu unserer Gründungsgeschichte, Dietmar-Dominik Hennigs Einfluss auf die schweizerische Politik und unseren Standpunkt zum ewigen Streit zwischen Minarchisten und Anarchokapitalisten erfahren möchte, dem sei das Video empfohlen.

Montag, 16. Juni 2014

Schützen Sie Ihr Vermögen mit Gold vor wild gewordenen Zentralbankbürokraten

Jetzt auch kurzfristig allerhöchste Risikostufe an den Aktienmärkten
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,

ich habe Sie an dieser Stelle schon häufiger davor gewarnt, dass unsere längerfristigen beziehungsweise am Wirtschaftszyklus ausgerichteten Risikoindikatoren schon seit geraumer Zeit die höchste Risikostufe für die Aktienmärkte anzeigen. Dass letztere sich davon bisher nicht haben beeindrucken lassen, sondern weiter gestiegen sind, sollten Sie aber nicht als Entwarnung missverstehen. Im Gegenteil, die Lage ist durch diese ungewöhnliche Entwicklung nur noch prekärer geworden. Denn die Finanzgeschichte lässt keine Zweifel daran, dass die unangenehmen Folgen einer Spekulationsblase umso heftiger ausfallen, je größer die Blase ist und je länger sie besteht.

Sonntag, 15. Juni 2014

Theater und Subventionen: Ein absurdes Theater

Wo sind sie nur, meine 
Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

können Sie sich vorstellen, dass Ihre Stadt oder Ihr Bundesland Ihnen Geld schenkt? So um die 100 Euro, jedes Mal wenn Sie vorbeischauen? An eine solche Großzügigkeit können Sie nicht so recht glauben? Dann gehen Sie doch einfach mal in Ihr Stadttheater oder in Ihr Opernhaus. Bei jedem Besuch erhalten Sie - indirekt - ein solches Geschenk. Zu jeder Eintrittskarte, die Sie für sagen wir mal 30 Euro kaufen, gibt die öffentliche Hand zwischen 100 und 150 Euro dazu. Eine feine Sache. Das steigert doch erheblich den Kunstgenuss, wenn man nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Kosten selbst tragen muss, während für den großen Rest der anonyme Steuerzahler aufzukommen hat!

Freitag, 13. Juni 2014

Sons of Libertas mit eigener Website

Falls es wem noch nicht aufgefallen sein sollte: Unsere Freunde von den Sons of Libertas, die die deutschsprachige libertäre Community bisher mit Internet-TV belebten, haben nun auch eine Internetseite, in der sie dem geschriebenen Wort einen Platz verleihen.

Mit Stefan Blankertz, Frank Schäffler und Susanne Kablitz konnten auch schon bekannte Autoren gewonnen werden.
Überzeugt Euch einfach selbst - es lohnt sich!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Die Tyrannei des Volkes und die Abnahme individueller Freiheit, die in Unsicherheit mündet

von Tommy Casagrande
In einer gewaltmonopolistischen Demokratie, wo Demokratie als staatliches Instrument zur Herrschaftsstabilisierung verwendet wird, können Teile des Volkes stets an der Herrschaft partizipieren. Da Herrschaft und Subjektivität anstelle des Rechts und Selbsteigentums gesetzt sind, hat eine solche gewaltmonopolistische Demokratie mit Freiheit auch nichts zu tun. Wenn sich in einem Land alle an der Herrschaft partizipierenden Menschen einig sind, dass Lösungen immer nur staatlich sein können/dürfen/sollen, so wird es eines Tages keine Freiheit vor dem Staat mehr geben. Wenn das gesamte Leben, jeder Bereich darin, staatlich kontrolliert, lizenziert, reguliert wird, dann hat das mit individueller Freiheit nichts mehr zu tun.

Dienstag, 10. Juni 2014

Offene Grenzen – Auf zur nächsten Etappe in Bonn!

Das Thema Einwanderung wurde im Verhältnis zu seiner Wichtigkeit unter Libertären lange stiefmütterlich behandelt. Dies ist nun dabei, sich zu ändern.

Freie Einwanderung sollte auf der Prioritätenliste von Liberalen und Libertären eigentlich unter den Top-Themen rangieren. Lange war dies im deutschsprachigen Raum nicht so.

Einige aus dem liberal-libertären Spektrum berufen sich auf den tragischen, aber populären Ausspruch Milton Friedmans: „Man kann nicht gleichzeitig freie Einwanderung und einen Wohlfahrtsstaat haben.“ Daraus wird gerne eine Position hergeleitet, die freie Einwanderung zwar prinzipiell befürwortet, aber erst unter der Voraussetzung, dass der Wohlfahrtsstaat abgeschafft sei. Also eigentlich nicht.

Montag, 9. Juni 2014

Lügner oder Getriebene? In beiden Fällen brauchen Sie Gold

Draghi zerstört die Marktwirtschaft
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
während der Pressekonferenz im Anschluss an die EZB-Sitzung vom 5. Juni 2014 sagte EZB-Präsident – und Ex-Goldman Sachs-Mitarbeiter – Mario Draghi mit dem für ihn typischen Gesichtsausdruck, den einige als süffisant, andere hingegen als verschlagen bezeichnen, folgenden offensichtlichen Unsinn:

„It's completely wrong to suggest we want to expropriate savers.” 
(Es ist völlig falsch zu behaupten, dass wir Sparer enteignen wollen.)

Wie so oft in den vergangenen Jahren habe ich damit einmal mehr einen sehr guten Grund, das von Jean-Claude Juncker in seiner Zeit als Euro-Gruppenchef im April 2011 öffentlich ausgesprochene Credo der EU-Elite zu zitieren:

„Wenn es ernst wird, muss man lügen.“

Ja, es handelt sich dabei um denselben Jean-Claude Juncker, der jetzt zum EU-Kommissionspräsidenten gemacht werden soll. Um denselben Jean-Claude Juncker, der Angela Merkels Vertrauen genießt und ihre volle Unterstützung hat.

Wir leben in wahrhaft verkommenen Zeiten.

Sonntag, 8. Juni 2014

Unsinnige Geschenke an die Wirtschaft durch den Staat

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,

der Staat sollte sich weitestgehend aus dem wirtschaftlichen Geschehen heraushalten. Wie internationale Vergleichsstudien immer wieder belegen, entwickelt sich die Wirtschaft in den Ländern am besten, in denen der Staat sich mit Eingriffen zurückhält. Es genügt vollkommen, wenn er Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Tätigkeit festlegt und deren Einhaltung überwacht.

In Deutschland hatte der Staat dagegen schon immer die Tendenz, sich massiv in die Wirtschaft einzumischen. Dabei geht es nicht nur darum, die Standortwahl von Unternehmen zu beeinflussen. Das ist die Linie der Kommunen, die durch Bereitstellung von Grundstücken um die Ansiedlung von Unternehmen werben. Viel bedeutsamer ist die Vorgehensweise des Bundes und der Länder, welche unter Einsatz beträchtlicher Steuergelder unmittelbaren Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen von Firmen nehmen wollen. Da gibt es Kredite und Zuschüsse für eine Vielzahl von Maßnahmen, da werden immer neue Fördertatbestände entdeckt und Förderprogramme aufgelegt.

Freitag, 6. Juni 2014

Rechte und konservative Anti-EU-Parteien

Tommy Casagrande fragt Stefan Blankertz
Die letzten Wahlen zum Europaparlament haben gezeigt, dass die EU-Gegner auf dem Vormarsch sind. Viele Libertäre freuen sich darüber. Doch ist diese Freude berechtigt? Tommy Casagrande fragte nach beim deutschen Mr. Libertarian, Stefan Blankertz.

Tommy Casagrande: Wie stehst du zu den rechten und konservativen Parteien, die zur EU-Wahl angetreten sind? Siehst du sie als legitime Wahl für Libertäre an, um die EU loszuwerden? Ist dies Kriterium genug, um als Libertärer aufgerufen zu sein, diese Parteien zu wählen, um das große Übel EU zu  vertreiben?

Donnerstag, 5. Juni 2014

Kontrollsucht, Planwirtschaft - meine Sicht auf die ,,moderne" Stadt

von Tommy Casagrande
Betrachtet man sich die sogenannte ,,modern'' Stadt, so fällt auf, wie kontrolliert sie aussieht. Jedes Gebäude, jede Straße, jede Einkaufszone, sogar die Farben und letztlich noch vieles mehr. Es gibt ein anderes Wort für das, was wir an den ,,modernen" Städten sehen können: Planung. Kreativlosigkeit, Fantasielosigkeit, Kommerzialismus, Gleichheit, das Gefühl durch eine Maschine zu wandern, ein Raumschiff, bei dem es nur noch auf die Funktionen ankommt, die so gerne voneinander getrennt werden. Auch das verfolgt der Plan, wenn es nicht aus ihm heraus resultiert.

Dienstag, 3. Juni 2014

Verrückte Gleichgewichte: Von der Demokratie zum Anarchokapitalismus

Bryan Caplan: Ist Anarchokapitalismus nur
eine Frage der Gewöhnung? Foto: Cato.org
von Bryan Caplan

Stellen wir uns vor, wir würden vor tausend Jahren das politische System der Demokratie vorschlagen. Wir skizzierten die Grundidee: „Alle paar Jahre werden wir eine freie Wahl haben. Jeder, der an die Macht möchte, kann sich als Kandidat aufstellen lassen, jeder Erwachsene kriegt eine Stimme, und wer immer die meisten Stimmen bekommt, übernimmt die Regierungsmacht bis zur nächsten Wahl.“ Wie würden unsere Zeitgenossen darauf reagieren?

Sie würden uns vermutlich als „verrückt“ bezeichnen. Weshalb? Bevor wir unser Plädoyer weiterführen könnten, würden sie uns unterbrechen: „Wollt ihr uns ernsthaft erzählen, dass wenn die herrschende Regierung die Wahl verliert, sie die Zügel der Macht friedlich an ihre Rivalen aushändigt!? Ja, ganz sicher!“

Tausend Jahre später ist der Planet von Demokratien überdeckt. In den meisten davon treffen die in Wahlen unterlegenen Amtsinhaber regelmäßig die „verrückte“ Entscheidung, friedlich von der Macht abzulassen. In langjährig bestehenden Demokratien sind wir an dieses Muster so gewöhnt, dass wir es für selbstverständlich halten. Aber das sollten wir nicht. Die Überlebensfähigkeit der Demokratie ist eine erstaunliche Tatsache, die einer Erklärung bedarf.

Montag, 2. Juni 2014

Habermanns Richtigstellung: ,,Rechts''

Prof. Gerd Habermann
von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: ,,Rechts''
Kaum noch brauchbarer Begriff zur Bezeichnung politischer Positionen. Ursprünglich (im 19. Jahrhundert) im Sinne der ,,Ordnungsparteien'' gemeint, die das Bestehende verteidigen, also so viel wie strukturkonservativ. Dagegen sind heute Parteien, die den Wohlfahrtssozialismus verteidigen - die traditionelle ,,Linke'' - eigentlich ,,rechts'', und ,,links'' stehen, wie schon im 19. Jahrhundert, die Liberalen, die diesen Status überwinden wollen. Überhaupt wird jede Partei, die einen politischen Besitzstand verteidigt, ,,strukturkonservativ''. In diesem Sinne sind heute ,,rechts'' die in Kuba oder Nordkorea noch herrschenden Kommunisten. Nennt man liberale Parteien ,,rechts'', so sind es die Parteien von Eigentum, Freiheit und Rechtsstaat. Die nationale Ausgangsbasis versteht sich immer von selbst, weil es einen Weltstaat nicht gibt.

Sonntag, 1. Juni 2014

Marktkommentar: Goldpreis fällt auf 1250 $ pro Unze

ADX-Index korrekt - leider in die falsche Richtung
von Claus Vogt
Liebe Leser,
vorige Woche habe ich an dieser Stelle geschrieben, dass der ADX-Index des Goldpreises einen Extremwert erreicht habe und damit eine größere Kursbewegung signalisiere. Außerdem nannte ich Ihnen die Gründe, warum ich mit einer Kursbewegung nach oben rechnete. Teil 1 dieser Prognose hat sich mittlerweile als richtig erwiesen, Teil 2 hingegen als falsch.

Tatsächlich hat der Goldpreis inzwischen nämlich eine größere Kursbewegung von immerhin 3,5% innerhalb von drei Tagen vollzogen. Allerdings war es keine Aufwärtsbewegung, wie von mir erwartet, sondern ein Kursrückgang. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie dieser Kursrückgang im größeren Bild interpretiert werden muss.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Wenn die öffentliche Hand Unternehmer spielt

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
der Staat sollte sich darauf beschränken, öffentliche Güter bereitzustellen, also zum Beispiel durch die Polizei für die Sicherheit seiner Staatsbürger sorgen. Wenn Güter und Dienstleitungen aber auf dem freien Markt angeboten werden, sollte sich der Staat aus dem Wirtschaftsgeschehen heraushalten und nicht selbst als Anbieter auftreten.

In der Staatpraxis lässt sich aber feststellen, dass sich die öffentliche Hand ganz gerne als Unternehmer betätigt. Unternehmerische Aktivitäten von Bund, Ländern und Gemeinden auf funktionierenden Märkten sind aber in zweifacher Hinsicht schädlich: Zum einen werden für solche Betätigungen Steuergelder eingesetzt, die dafür nicht bestimmt sind. Zum andern handelt es sich um Eingriffe in das Marktgeschehen, um Marktverzerrungen zum Nachteil der privatwirtschaftlichen Anbieter.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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