Donnerstag, 3. April 2014

Zensur im deutschen Staatsfunk: Akif Pirinçci ist dem ZDF zu unbequem

Sorgt mit ,,Deutschland von Sinnen'' für Furore: Akif Pirinçci.
Foto: deutschland-von-sinnen.de
von Akif Pirinçci
Liebe Freundinnen und Freunde, 

nachdem ihr diesen Text gelesen habt, bitte ich euch, ihn so oft wie möglich zu teilen oder auf eure Seiten zu posten. Es geht darin nicht um mich, und es liegt mir auch fern, mich wichtig machen oder dadurch mein Buch zu verkaufen. Das müsst ihr mir glauben. Nein, es dreht sich darum, wie in diesem einst so freien Land inzwischen mit Meinungsfreiheit umgegangen wird. Und wie deren Zukunft aussieht.

Wie ihr wisst, war ich heute zum ZDF MITTAGSMAGAZIN eingeladen. Man empfing mich mit herzlicher Gastfreundschaft und verköstigte mich fabelhaft. Die Moderatorin Frau Susanne Conrad kannte ich von früher, denn ich war in der Sendung vor etwa acht Jahren schon einmal eingeladen. Ich darf versichern, daß diese hyperfreundliche Frau mit ganz großem Herz ebenso wie ich das Opfer des später abgelaufenen Schmierenstücks geworden ist. Ursprünglich sollte das Interview 15 Minuten dauern – daraus ist dann allerdings ganz fix acht Minuten und noch was geworden. Das hatte einen bestimmten Grund. Man dachte wohl, daß ich live und vor aller Welt Augen den gezähmten Akif geben würde, der leise zurückrudert und sein eigenes Buch relativiert. Leider bekamen sie aber den Akif, der auch im Buch steht, und ich feuerte eine Salve nach der anderen ab.

Ich wunderte mich, weshalb das Interview so schnell vorüber war, da beugte sich Frau Conrad zu mir und sagte, daß sie währenddessen über den Mann in ihrem Ohr von der Regie ständig die Aufforderung bekam: „Abwürgen! Abwürgen! Abwürgen! …“ Wenn es je eines Beweises bedurft hätte, wie sehr das Staatsfernsehen von diesen grün-rot versifften Wichsern beherrscht wird, hier wäre er!

Die Komödie ging aber noch weiter. Während ich schon Sekunden später auf mein Handy zirka 1000 Mails von Zuschauern bekam, in denen sie mir gratulierten und meinen Ansichten recht gaben, informierte man mich, daß das Interview aus der Mediathek einfach entfernt worden wäre. Ich habe bis dahin so etwas in Deutschland nicht für möglich gehalten. Im Gegenteil, ich habe davor über Verschwörungstheoretiker immer gelacht. Natürlich weiß ich, daß die Öffentlich-Rechtlichen von der Politik jeden Tag durchgefickt werden wie eine Nutte in ihren besten Jahren. Aber normalerweise selektierte man bis dato die Gäste so, daß sie in das jeweilige Konzept paßten. Eine direkte Zensur gab es im deutschen Fernsehen nicht.

Falsch gedacht! Es gibt bei den Öffentlich-Rechtlichen also doch die hammerharte, primitive Zensur. Schämt euch! Als dann wohl das ZDF mit Protestmails und –anrufen zugeschissen wurde, stellte man das Interview doch wieder in die Mediathek – allerdings um die brisanten Stellen geschnitten (die ungeschnittene Version ist auf Youtube zu sehen). Man könnte sich kaputtlachen, wenn es nicht so traurig, ja auch bedrohlich wäre.

Zudem rief mich mein Verleger an und informierte mich, daß der Buchhandel massiven Widerstand leisten würde, das Buch zu verkaufen, geschweige denn in Stapeln auszulegen. Überall und allüberall sind die sozialistisch totalitären Soldaten unterwegs. Aber – es wird leider nix nützen. Das Buch ist jetzt schon der Verkaufsknaller des Jahres. Einzig und allein weicht AMAZON nicht vom toleranten Weg ab und liefert weiter. Bravo, du Kapitalist!

Zum Schluß danke ich euch sehr, daß ihr an das ZDF geschrieben oder dort angerufen habt. Man darf denen das einfach nicht durchgehen lassen – sonst tun sie es wieder und wieder, und ehe man sich versieht, sitzen wir in einer neuen DDR.

Ich grüße euch alle!

Akif

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich unterstütze ihre Meinung zu 100 % und finde es super, dass endlich mal jemand den Mund aufmacht (aufmachen darf). Auch ich habe beim ZDF (Zensiertes Deutsches Fernsehen) - Shitstorm mitgemacht und würde es immer wieder tun. Wenn man den Kram schon durch Zwangsabgaben finanzieren muss, möchte man doch wenigstens einigermaßen neutrale Nachrichten sehen.

Anonym hat gesagt…

Na dann, herzlich willkommen bei den Erwachten, Herr Pirincci! :) Gegönnt habe ich es Ihnen ja schon immer...

AZ hat gesagt…

Ist es wirklich "freiheitlich", wenn man das Kopftuchtragen verbieten will?

Anonym hat gesagt…

Will er es denn verbieten, oder möchte er es sich nur nicht anschauen?

AZ hat gesagt…

"...dass man sich sowas überhaupt gefallen lässt, also ich könnte wirklich wütend werden, wenn ich mir sowas anschauen muss."

Ich wüsste keine Methode außer den Verbot, sich so etwas nicht gefallen zu lassen. Die andere Alternative wäre höchstens, dass man mit Kopftuchträgerinnen und Verschleierten keine Geschäfte macht und sie ignoriert. Aber wenn man sie ignoriert, hat man ja eigentlich auch keinen Grund wütend zu werden.

Anonym hat gesagt…

Hätte ein Deutscher an Stelle von Ihnen dort gesessen, hätte dies ein weitaus größeres Nachspiel gehabt. Genau wie sie gedeutet haben, ist es auch in Deutschland. Nur leider kann man daran wohl kaum noch etwas ändern, eine Meinungsfreiheit gibt es längst nicht mehr. Wie auch immer, Ihr Buch ist gekauft! ;)

Liebe Grüße

Felichs hat gesagt…

An AZ:
Naja, mir gefallen Kopftücher und dergleichen auch nicht. Auch die islamische Kultur sagt mir nicht unbedingt zu. Dennoch käme ich nie auf die Idee, Kopftücher, Burkas usw. zu verbieten. Man braucht sich sowas dennoch nicht gefallen zu lassen, ohne das man Verbote fordert oder sie durchsetzt - indem man etwa auf's Land zieht, wo die Islamisierung nicht so weit fortgeschritten ist.

AZ hat gesagt…

"...indem man etwa auf's Land zieht, wo die Islamisierung nicht so weit fortgeschritten ist."
Aha, und warum macht er es nicht? Er meint ja selbst, dass man auch auswandern kann, wenn man sich hier nicht wohlfühlt, warum tut er dies dann selbst nicht?

Anonym hat gesagt…

Wahrscheinlich deshalb, weil ihm unterm Strich das Stadtleben mit Islamisierung immer noch mehr zusagt als das Dorfleben ohne Islamisierung.
Ich habe das Buch noch nicht gelesen, nehme aber an dass Pirincci in erster Linie nicht die Auswüchse der Islamisierung als solche kritisiert, sondern den Staat, der diese Entwicklung bewusst oder unbewusst gefördert hat. Und in vielen Auslegungen des Islams, die in Deutschland gelebt werden, wird er viele freiheitsfeindliche Tendenzen vorfinden, was ihn beunruhigt. Ist aber nur eine Vermutung.

Anonym hat gesagt…

Warum gibt es bei uns solche Statistiken nicht?Dänemark-41% aller männlichen Somalis im Alter von 15-79 sind verurteilt worden. http://denkorteavis.dk/2014/choktal-fra-danmarks-statistik-en-femtedel-af-al-vold-i-danmark-begas-af-indvandrere-og-efterkommere/ kann man sich mit google übersetzen lassen.

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