Dienstag, 8. April 2014

Liberalala...

So mancher hat sich auf das Seminar ,,Denker der Freiheit: Praxis und Zukunft des Liberalismus - Wege in die Freiheit'', das Ende Mai in Gummersbach stattfinden sollte, gefreut. Stefan Blankertz, Norbert F. Tofall, Steffen Krug und viele andere waren als Sprecher angekündigt. Nun findet das Seminar doch nicht statt. Die FDP-nahe Theodor-Heuss-Stiftung der Friedrich-Naumann-Stiftung stellt sich quer. Ihre Devise scheint zu lauten: lieber liberalala als liberal oder libertär. Veranstalter Philipp Kalwies bezieht Stellung:
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von Philipp Kalwies

Liebe Leute,

leider muss ich Euch mitteilen, dass die Gerüchteküche Recht hat und die Theodor-Heuss-Akademie (THA) das Seminar definitiv abgesagt hat.

Ich habe bis zuletzt alles versucht, um es doch noch stattfinden zu lassen, aber der Direktor Herr Füßmann und der Programmchef Herr Hahn stellen sich quer. Es wird also definitiv nicht in Gummersbach stattfinden können.

Als Begründung haben die beiden angeführt, dass Ihnen das Programm "in seiner Gesamtheit" nicht zusage und viel zu libertär sei.
Es wurden alle Referenten durchweg abgelehnt, bis auf Jörg Behlen. Den fand man akzeptabel, alle anderen nicht. Insbesondere wurde betont, dass Norbert Tofall ein unerwünschter Gast in der THA sei und Stefan Blankertz hätte man auch von vornherein ausgeschlossen. Auch die weiteren Referenten wurden - mit Ausnahme von Jörg Behlen - durch die Bank abgelehnt.

Füßmann wurde ferner nicht müde, zu betonen, dass man ja auch schon in der Facebook-Gruppe sehen könne, dass die Teilnehmer sehr FDP-kritisch seien, was ja nun gar nicht ginge und dass man mit diesen libertären Fundamentalisten nichts zu tun haben wolle. Er sei selbst ein 68er und kenne diese Art von Diskussionen (was für jemanden Jahrgang '57 umso erstaunlicher ist, dass er schon mit 11 Jahren an politischen Diskussionen beteiligt gewesen sein will. Respekt! Kann man da nur sagen.).

Ein Seminar wie das unsrige hätte vor der letzten Bundestagswahl noch problemlos stattfinden können, aber nach der verlorenen Wahl sei sowas nun nicht mehr möglich. 

Auch hätte das Seminar unter der alten Leiterin Frau Bremer sicherlich stattfinden können, aber unter seiner Ägide sei das nun anders.

Leider war es nicht möglich, die THA bzw. die Naumann-Stiftung umzustimmen und so waren alle Versuche erfolglos.

Offenbar unterstützt also auch die THA die FDP sehr tatkräftig bei ihrem Projekt 1,8% und man kann ihr nur guten Erfolg dabei wünschen, werden die geistigen Minderleister Hahn und Füßmann doch auf diese Weise auch in absehbarer Zeit die Gelegenheit bekommen, das Arbeitsamt einmal von innen zu sehen.

Und so bewahrheitet sich wieder einmal, was Norbert Tofall in seinem FAZ-Artikel nach der letzten Bundestagswahl schrieb und gilt offenbar auch für die Naumann-Stiftung und die THA: Einfach, niedrig und gerecht!
Ganz so, wie das geistige Niveau der aktuellen THA-Leitung.

Damit muss nun ein neuer Ort für das Seminar gefunden werden. Dazu mehr im nächsten Post.

Kommentare:

  1. Diese F.D.P. - Entscheidung ist völlig korrekt. Rätselhaft scheint mir nur, was Liberale dort eigentlich noch suchen. mfG

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  2. Gute Frage!
    Unterm Strich eigentlich nur, weil die Ausstattung dort echt nett ist.
    P. Kalwies.

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  3. "Unterm Strich eigentlich nur, weil die Ausstattung dort echt nett ist."

    Doppelmoral

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