Mittwoch, 26. März 2014

Etatistische Strukturen verursachen etatistische Eigentumsverhältnisse

von Tommy Casagrande
Wem gehört das Geld der Menschheit? Die echten Eigentumsverhältnisse, wie sie sich anarchistisch entwickelt hätten, lassen sich tragischerweise nicht nachbilden. Denn dazu gehört die radikale Freiheit von Angebot und Nachfrage an jedem Ort der Welt unter Ausschluss erzwungener Vergesellschaftungsformen. Sobald eine Gesellschaft erzwungenermaßen vergesellschaftet wird, kann man auch nicht mehr davon sprechen, dass das produzierte, geschöpfte, getauschte, angebotene, nachgefragte Eigentum auf freien Strukturen entstanden ist. Somit fehlt der Verteilung des weltweiten Eigentums die Legitimation - und zwar bei allen Erdmenschen. Und somit existiert die heutige Menschheit in einem in Wahrheit eigentumslosen Zustand, in dem der Begriff Eigentum zur Auslegungssache der Machtpotenz wird.  
Heute, nachdem die Menschheit Dekaden der Unfreiheit hinter sich hat, lässt sich nicht mehr rekonstruieren, wie sich Eigentum verteilt und entwickelt hätte, wenn man es von Anbeginn der Menschheit schon derart freiwillig gehandhabt hätte. Darum lässt sich nicht mehr zuordnen, wem was in Wahrheit gehört und wer welchen Anspruch auf welchen Teil entgangener Früchte hätte. 
Auch die Annahme, jemand schulde der Gesellschaft einen bestimmten Betrag fällt in sich zusammen. Denn niemand kann den geschuldeten Betrag errechnen, weil niemand die entgangenen Chancen errechnen kann. Nur, dass es Unrecht und Leid gibt, ist fest zu stellen sowie die Tatsache, dass die Komponente für dergleichen in der strukturellen Unfreiheit der Menschen sich gründet. 
Wir befinden uns in einer Welt ohne Wahrheit, in der lediglich der Stärkere die Gesetze vorgibt, an die sich zu halten sei. Es gibt keine konsistente Begründung für diesen Weltzustand außer dem, dass der Stärkere sagt wo es lang geht. Dieser Zustand ist gegen die Vernunft gerichtet. Denn die Vernunft sollte das Recht entdecken, dass der Gerechtigkeit zum Sieg verhilft. Und gerecht ist Freiheit immer und die Unfreiheit nimmer.

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