Freitag, 28. Februar 2014

Termine: März 2014

Auch im März ist wieder einiges los!
Highlight - gerade für die jüngeren Semester unter uns - ist sicherlich die European Students for Liberty Conference, die dieses Jahr in Berlin stattfindet. Viele bekannte Gesichter werden dort vor Ort sein. Außerdem starten im März die Lehrgänge der Wiener Schule der Ökonomik und der Politik, die vom Institut für Wertewirtschaft in Wien organisiert werden. Diese dauern bis in den Juni hinein an.

Außerdem möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass die Partei der Vernunft am kommenden Wochenende Unterschriften sammelt, um bei der Europawahl antreten zu können. 
Durch den Wegfall der 3-Prozent-Klausel besteht die historische Chance, dass die PDV als EU- und Euro-kritische, libertäre Partei aus Deutschland den Sprung nach Brüssel schafft. Hierfür sind insgesamt 4000 Unterschriften für die Zulassung zur Europawahl notwendig, von denen noch einige fehlen. Bis zum 3. März, 10 Uhr müssen alle Unterschriften bei der PDV eingegangen sein. Um die notwendige Anzahl an Unterschriften zu erhalten, wird die PDV am Wochenende in Wiesbaden unterwegs sein: Am Samstag ab 10 Uhr am Mauritiusplatz, am Sonntag ab 9 Uhr am Bahnhofsplatz. Nähere Informationen: hier.

Wir wissen, dass viele unserer Leser die Teilnahme an Wahlen grundsätzlich ablehnen. Dies trifft auch auf viele unserer Autoren zu. Dennoch sympathisiert ein nicht unerheblicher Teil unserer Leser mit der PDV und ihnen sei dieser Hinweis gestattet. Eine Unterschrift kommt nicht einer Teilnahme an der Europawahl gleich. Man kann die Zulassung der PDV unterstützen, ohne später an der Wahl teilzunehmen.

Im Folgenden eine kleine Auswahl empfehlenswerter Veranstaltungen. Sollten interessante Veranstaltungen fehlen, so bitten wir Sie uns dies mutzuteilen.

Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie in unserem Kalender.

Mittwoch, 26. Februar 2014

Thilo Sarrazin, Politische Korrektheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung

von Tomasz M. Froelich
Thilo Sarrazin polarisiert. Für die einen ist er ein im sozialdemokratischen rot getarnter Rechtspopulist, für die anderen einer, der endlich mal die Wahrheit sagt. Die Wahrheit liegt dabei wahrscheinlich irgendwo dazwischen. 
Fakt ist, dass Sarrazin in seinen Büchern Probleme anspricht, die unbequem sind und von den politisch korrekten Eliten gerne totgeschwiegen werden. So kritisiert Sarrazin in ,,Deutschland schafft sich ab'' den Sozialstaat, der durch Setzung falscher Anreize ein Parasitentum schaffe, dem oft auch muslimische Migranten angehören. Klingt unbequem, ist aber die Wahrheit. In ,,Europa braucht den Euro nicht'' nimmt Sarrazin eine Analyse des Euro vor, der ihm zufolge in erster Linie als politisches Projekt entstanden ist, bar jeder ökonomischen Vernunft. Sarrazin kommt zu dem Schluss, dass der Euro den Europäern mehr schadet als nutzt und sie ihn deshalb nicht brauchen. Große Teile seiner Eurokritik kann man als freiheitlicher Europäer teilen. Klingt für das EU-Establishment unbequem, ist aber die Wahrheit. In seinem neuesten, gerade erschienenem Buch ,,Der neue Tugendterror'' beschwert sich Sarrazin über die immer enger gesetzten Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland. Die Gralshüter der Politischen Korrektheit, die bekanntlich die besagten Grenzen setzen, schlagen schon Alarm und würden ihm am liebsten einen Maulkorb verpassen. So auch die ,,Anti-Rassismus-Kommission des Europarats'' (ECRI), deren Bericht gerade erst erschienen ist

Samstag, 22. Februar 2014

Marktkommentar: Janet Yellen: Glücksfall für Goldanleger, Desaster für die Welt

Geldpolitische Scharlatane als Halbgötter verehrt
von Claus Vogt
Liebe Leser,
mit unserem Buch „Das Greenspan Dossier – wie die US-Notenbank das Weltwährungssystem gefährdet“, haben Roland Leuschel und ich uns bereits zu einer Zeit als Kritiker des zeitgenössischen Zentralbankunwesens hervorgetan, als Greenspan und Konsorten noch als vollkommen sakrosankt galten und in den für die Massenverdummung konzipierten Medien stets als omnipotente und allwissende Halbgötter verehrt wurden. Diesen Kampf setzen wir jetzt im Rahmen unseres Börsenbriefs Krisensicher Investieren mit unvermindertem Elan fort und zeigen Ihnen, wie Sie sich vor den Folgen dieser Politik schützen können.

Seit den Tagen des großen geldpolitischen Scharlatans Alan Greenspan ist die Zentralbankpropaganda zwar etwas verhaltener geworden, aber sie wird weiterhin flächendeckend gesendet und gedruckt. Echte Zentralbankkritiker kommen in der öffentlichen Diskussion fast nicht zu Wort. Wenn doch, dann werden sie mit völlig unsachlichen Mitteln mundtot gemacht.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Von Rathäusern, Denkmälern und Pyramiden

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Menschen im Leben viel erreicht haben, erwacht irgendwann der Wunsch, über die eigene Zeit hinaus zu wirken und etwas Bleibendes zu hinterlassen. Was liegt da näher, als der Bau eines stattlichen Gebäudes, dessen Errichtung auf Dauer mit dem Namen des Erbauers verbunden bleiben soll.

Im Bereich des Staates nehmen solche Überlegungen schon seit den alten Ägyptern besonders häufig Gestalt an. Denn es sind ja nicht die eigenen, sondern Steuergelder, die da verbaut werden. Für große wie kleine Politiker ist die Versuchung oft unwiderstehlich, sich selbst zu Lebzeiten ein unübersehbares Denkmal zu setzen. So manches repräsentative Bauwerk der öffentlichen Hand, das von den Propagandisten dann als Geschenk an die Bürgerschaft und Schmuckstück für die Stadt gepriesen wird, verdankt seine Existenz letztendlich nur der menschlichen Eitelkeit und dem Wunsch nach Unsterblichkeit.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Petition zur Steuerverschwendung als Straftatbestand

von Susanne Kablitz
Liebe Damen, liebe Herren,

in unserem Rechtsstaat ist es strafbar, wenn Menschen Teile ihrer selbst erwirtschafteten Arbeitskraft der Besteuerung "entziehen" und daher - so wird uns der Straftatbestand begründet - das Gemeinwohl geschädigt wird. Stetigst ist zu hören, dass "Geld fehlt" und dass immer größere Teile des Einkommens und des gesparten Vermögens zur Besteuerung herangezogen werden müssen, um den Staat und dessen "Leistungen" zu finanzieren.

Bis zum heutigen Tage jedoch wird es nicht geahndet, wenn "Volksverteter" es sich anmaßen, mit der erarbeiteten Leistung von Millionen von Menschen unachtsam und respektlos verschwenderisch umzugehen.
Es wird nicht bestraft, dass das Geld anderer Menschen dazu missbraucht wird, Projekte durchzuführen, die entweder von vornherein zum Scheitern verurteilt sind oder so diletantisch umgesetzt werden, wie dies wohl nur möglich ist, wenn es nicht um das eigene Geld geht.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Schweizer Ultras: Einblick in die libertäre Kommune

Die Muttenzerkurve (FC Basel) geniesst in Ultrakreisen
hohes Ansehen. Bildquelle: kurzpass.ch 
von Jérémy Kaspar Grob
Was sich viele Anarchisten und Libertäre in ihren kühnsten Träumen vorstellen können, hat die Schweizer Ultra-Fanszene längst realisiert und dies äußerst erfolgreich. Die Fankurven sind auf dem Fundament interpersoneller Beziehungen aufgebaute Kommunen und forcieren einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn durch die freiwillige Gliederung in Fangruppen.

Die Schweizer Fankurven fallen insbesondere durch ihre Sprechchöre und kreativen Choreos auf. Ihr einheitliches Auftreten, orchestriert durch den Capo (Vorsänger), hinterlässt zwar den Eindruck einer straff geführten Sekte, in Tat und Wahrheit ist die „Kurve“ das Produkt radikal gelebter Freiheit gegen sämtliche Autoritäten und den systemkonformen Alltag. Die Fangruppen überzeugen gerade deshalb als äußerst solidarisches Kollektiv.

Dienstag, 18. Februar 2014

Marktkommentar: Die Goldhausse meldet sich zurück: Kaufen Sie Minenaktien

Marode Banken und kaputte Staaten sprechen für Gold
von Claus Vogt
Liebe Leser,
im März 2001, als sich der Goldpreis mit rund 260$ pro Unze im Bereich seiner Tiefstkurse des damaligen Zyklus befand, riet ich meinen Lesern erstmals zu strategisch orientierten Goldkäufen. Wenig später prognostizierte ich den Beginn einer langfristigen Goldhausse, in deren Verlauf sich der Goldpreis vervielfachen würde. Seither habe ich immer wieder betont, dass diese langfristige Goldhausse trotz zwischenzeitlicher Korrekturen weiterhin intakt ist.

Diese Aussage gilt heute mehr denn je. Denn aus fundamentaler Sicht spricht weiterhin alles für Gold. Das habe ich Ihnen hier an dieser Stelle schon häufiger dargestellt. Die nahezu weltweit betriebene völlig unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik wird unweigerlich zu einem Zusammenbruch des Weltwährungssystems führen. Bei dem dann folgenden währungspolitischen Neuanfang wird Gold wahrscheinlich seine traditionelle Rolle als unbestechlicher Anker eines seriösen Währungssystems spielen.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? Staat plant Lärmschutz auf der falschen Seite

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
in Deutschland gibt es eine Fülle von Behörden und sonstigen Einrichtungen, die sich der Staat zur Erfüllung seiner Aufgaben geschaffen hat. Alle diese Institutionen betätigen sich unabhängig voneinander im Rahmen ihrer Zuständigkeiten. Jede Dienststelle weiß natürlich genau, was sie im Einzelnen zu tun und zu lassen hat.
Aber häufig gibt es auch Sachverhalte, die die Zuständigkeit mehrerer Behörden tangieren. Dann müssen die einzelnen Dienststellen Kontakt zu einander aufnehmen und sich um eine Koordinierung bemühen. Gelingt dies nicht, ist es Aufgabe des vorgesetzten Ministeriums oder auch mehrerer betroffener Ministerien, die verschiedenen Belange zu einem Ausgleich zu bringen und eine Entscheidung herbeizuführen, die den Besonderheiten des betreffenden Einzelfalls gerecht wird.

Oft genug erfüllen die vorgesetzten Ministerien diese Koordinierungsaufgabe aber nicht, und es zu kommt zu Entscheidungen, die für den gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar sind. Wie zum Beispiel im vorliegenden Fall, der sich vor einiger Zeit in Süddeutschland zutrug. Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums plante ein Straßenbauamt, eine Lärmschutzwand für die Anwohner einer neu zu bauenden Bundesstraße zu errichten. Die Kosten der Schutzwand sollten 900 000 Euro betragen.

Montag, 17. Februar 2014

Marktkommentar: Neuer Rekord beim Spekulieren auf Kredit

Extremwerte signalisieren das Ende der Party
von Claus Vogt
Liebe Leser,
in den vergangenen Monaten konnte ich in meinem gemeinsam mit Roland Leuschel verfassten Börsenbrief Krisensicher Investieren fast wöchentlich von Finanzmarktindikatoren berichten, die auf Extremwerte gestiegen sind oder gar neue Rekorde aufgestellt haben. Beispielsweise gab es an den Rentenmärkten eine historische Emissionsflut zu bestaunen, die vor allem auch die besonders riskanten Marktsegmente erfasste. Gleichzeitig sind an den Aktienmärkten alle bewährten Kennzahlen der Fundamentalanalyse auf Niveaus gestiegen, die eine drastische Überbewertung, eine Spekulationsblase anzeigen.

Begleitet wurden diese Exzesse von euphorischer Stimmung der Marktteilnehmer und wilder Spekulation. Vorige Woche habe ich Ihnen an dieser Stelle einen Sentimentindikator von Investors Intelligence vorgestellt. Er zeigt, dass der Anteil der Börsenoptimisten auf den höchsten Stand seit dem Crash-Jahr 1987 gestiegen ist.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? Kann nur der Holzwurm die teure Fortbildung für Staatsdiener beenden?

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
der deutsche Staat ist bestrebt, die Kenntnisse seiner Mitarbeiter zu verbessern und zu aktualisieren, was sicherlich zu begrüßen ist. Zu diesem Zweck bieten Bund und Länder ihren Bediensteten eine Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten an. Durchgeführt werden die entsprechenden Lehrgänge und Seminare in eigens dafür vorgesehenen staatlichen Fortbildungsakademien.

Wie im föderalen Staat üblich, betreiben Bund und Länder die Fortbildung ihrer Mitarbeiter jeweils eigenständig und unabhängig voneinander, mit dem Ergebnis, dass es über ganz Deutschland verteilt eine Vielzahl solcher Fortbildungsakademien von hotelähnlichem Zuschnitt gibt.

Als ob diese Zersplitterung nicht schon schlimm genug wäre, haben einige Bundesländer sich gleich mehrere Fortbildungseinrichtungen zugelegt.

Ein großes Bundesland beispielsweise besitzt eine Fortbildungsakademie für die Finanzverwaltung, eine für die Justizverwaltung, eine für die staatliche Bauverwaltung, eine für die Hochschulen und eine für alle übrigen Verwaltungszweige. Kostenorientiertes Denken steht beim Staat halt nicht besonders hoch im Kurs. 

Freitag, 7. Februar 2014

Themenwoche: Menschenrechte - Artikel 5

von Tommy Casagrande
Artikel 5 der UN- Menschenrechtsproklamation besagt:

,,Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden."

Artikel 5 ist vereinbar mit dem Libertarismus, jedoch nicht mit dem Gewaltmonopol. Menschen werden nämlich durchaus hin und wieder ungebührlich von staatlicher Polizei behandelt. Man denke nur an immer wieder auftretende Fälle polizeilicher Gewalt im Bezug auf abzuschiebende Ausländer oder Demonstranten. In anderen Teilen dieser Welt foltern Gewaltmonopole durchaus politische Gegner, wenn es dem Zwecke dient. 
Folter und unmenschliche Behandlung kann selbstverständlich auch unter Individuen auftreten. Das macht die Sache keineswegs besser. Lässt sich aber durch eine Vielzahl an Komplexitäten reduzieren, die heutzutage durch gewaltmonopolistische Eingriffe unterbunden werden (gemeint sind Chancen und Perspektiven - Freiheit -, sodass Menschen weniger geneigt sind, sich mit Gewalt zu befriedigen). 

Donnerstag, 6. Februar 2014

Themenwoche: Menschenrechte - Artikel 4

von Tommy Casagrande
Artikel 4 der UN- Menschenrechtsproklamation besagt:

,,Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten."

Auch dieser Artikel steht in Übereinstimmung mit dem Libertarismus. Jedoch steht dieser Artikel nicht in Übereinstimmung mit der Realität. Menschen sind Sklaven und Leibeigene weltweiter Gewaltmonopole. Oder ist es Menschen gestattet, irgendwo auf der Welt sich nieder zu lassen und so zu leben, wie sie möchten? Gewaltmonopole (jeder Staat stellt eines dar) üben strukturelle Gewalt aus, indem sie darüber verfügen, wie Menschen auf den jeweiligen gewaltmonopolistischen Territorien zu leben haben oder wie sie nicht zu leben haben. Dass diese Territorien willkürlich durch Gewalt entstanden sind und aufrecht erhalten werden, es also keine Verträge mit den Eigentümern eines jeden Zentimeters eines Landes gibt, führt zu einer Situation, in der auf dieser Welt kein Zustand der Freiheit möglich ist. 

Mittwoch, 5. Februar 2014

Habermanns Richtigstellung: Steuerschlupflöcher

Prof. Gerd Habermann
von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: Steuerschlupflöcher
Einer der seltsam verqueren Begriffe demagogischer Finanzpolitik. Die Politiker schaffen z. B. attraktive Abschreibungsmodelle, die, wenn sie denn genutzt werden, nunmehr bei zunehmender Finanznot des Staates als ,,Steuerschlupflöcher'' bezeichnet werden, so, als wenn die, die von der Politik geschaffenen Möglichkeiten nutzen, etwas Unrechtes täten, zumindest Anrüchiges, indem sie durch die ,,Löcher'' hindurchschlüpfen, um ihre Steuerlast zu erleichtern.

Themenwoche: Menschenrechte - Artikel 3

von Tommy Casagrande
Artikel 3 der UN- Menschenrechtsproklamation besagt:

,,Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person."

Diesem Punkt ist aus libertärer Sicht zuzustimmen. Da jeder Mensch sich selbst gehört, hat kein Mensch das Recht sich dieser Tatsache leugnend zu verhalten. Das Selbsteigentum eines Menschen impliziert das Recht, nicht mit der Gewalt eines anderen Menschen konfrontiert zu werden. Gewalt beeinträchtigt sowohl die Freiheit, das Leben, als auch die Sicherheit eines Menschen. Das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit sind Unterkategorien des Selbsteigentums. Sie ergeben sich daraus. 

Gewalt definiert sich als nicht in Übereinstimmung mit dem Willen desjenigen Menschen, auf den sie wirkt. Gewalt drückt die Haltung aus, eine gegen den Willen eines Menschen gerichtete Handlung zu sein. Sobald etwas, das sich nur durch das Betrachten äußerlich als Gewalt darstellt, in Wahrheit in Übereinstimmung mit dem Willen steht, so ist es keine Gewalt mehr. Lässt sich bei Sadomaso-Spielen jemand auspeitschen, so ist es keine Gewalt, wenn der Mensch diese gewollt hat. Sie ist es aber, wenn sie ungewollt einem Menschen widerfährt. 

Dienstag, 4. Februar 2014

Alice im Schwarzgeldland

von Tomasz M. Froelich
Alice Schwarzer ist eine der nervigsten Frauen der Bundesrepublik. In nahezu jeder Talkshow präsent, hat sie in den letzten Jahrzehnten das Monopol für Feminismus und Moral gepachtet. Nur ihre Auslegung des Feminismus gilt als die einzig wahre. Und wenn sie gegen Pornographie und Prostitution ist, dann hat man dem zuzustimmen, andernfalls gilt man als sexistisch, maskulinistisch (im Gegensatz zum Attribut ,,feministisch'' einem Vorwurf gleichkommend) und unmoralisch. Denn was ,,Moral'' ist bestimmt Alice Schwarzer, die Grand Dame des deutschen Feminismus, eine der höchsten moralischen Instanzen des Landes.

Das Land der ewig braven Steuerzahler
Und so bringt ihre Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung (Schwarzgeldkonten in der Schweiz) die Moralvorstellungen des Volkes der ewig braven Steuerzahler plötzlich ins Wanken: ,,Die hat Steuern hinterzogen? Vielleicht ist das dann gar nicht so schlimm!?'' Der Titel von Frank Plasbergs gestriger Talkshow ,,hart aber fair'' schlug jedenfalls in die gleiche, relativierende Kerbe: ,,Was, die auch - kein Recht auf Steuergeheimnis für Alice Schwarzer?'' 

Themenwoche: Menschenrechte - Artikel 2

von Tommy Casagrande
Artikel 2 der UN- Menschenrechtsproklamation besagt:

,,Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist."

Grundsätzlich gilt: eine jede Aussage, die einen Anspruch reklamiert, behauptet, dass es ein Recht gäbe, einen Menschen zwingen zu dürfen, ein bestimmtes Gut X zu liefern, sobald jemandem ein Anspruch darauf zugesprochen wurde. Ganz offensichtlich stehen Ansprüche somit im Konflikt und im Gegensatz zum in Artikel 1 deklinierten Menschenrecht der "Freiheit aller Menschen". Denn sobald ich Menschen zwingen kann, ein Gut X zu liefern, weil einem anderen Menschen ein Anspruch darauf zugesprochen wurde, so kann nicht behauptet werden, dass dieser Zwang etwas mit Freiheit zu tun hat, denn gegenüber Menschen Zwang anzuwenden ist geradezu das Gegenteil vom Freiheitsbegriff. Andersrum ist der Freiheitsbegriff das exakte Gegenteil der Annahme, man dürfe Menschen mit Zwang und Gewalt zu Handlungen führen, die sie freiwillig nicht täten. 

Montag, 3. Februar 2014

Themenwoche: Menschenrechte - Artikel 1

von Tommy Casagrande
Ich möchte den Versuch unternehmen, den von der UN proklamierten Menschenrechten auf den Zahn zu fühlen, ob es sich dabei denn tatsächlich um Menschenrechte handelt oder viel eher um Ansprüche, die auf Kosten der Menschenrechte nur mit Zwang eingefordert werden können.

Artikel 1 der UN-Menschenrechtsproklamation besagt:

,,Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen."

Dieser Satz steht im Einklang mit Menschenrechten. Denn alle Menschen haben qua Geburt das gleiche Recht auf ihre Freiheit. Das Selbsteigentum ist der Kern der individuellen Freiheit. Dem wird durch Artikel 1 nicht widersprochen. Die Aufforderung einander brüderlich oder schwesterlich im Geiste zu begegnen ist ein zustimmungsfähiger Aufruf, die an die Menschlichkeit appelliert. Insoweit ist dem Artikel 1 der UN-Menschenrechtsproklamation aus libertärer Sicht zuzustimmen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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