Samstag, 18. Januar 2014

Marktkommentar: Massive Warnsignale der Industriemetallpreise


Industriemetallpreise bestätigen Aktienhausse nicht
von Claus Vogt
Liebe Leser,
kaum hatte ich Ihnen vorige Woche meine Gedanken über die makroökonomische Bedeutung des fallenden Ölpreises dargelegt, schon fiel mir eine Analyse der Société Générale in die Hände, in der Albert Edwards in eine ähnliche Kerbe haut. Edwards, der zu den ganz wenigen Analysten gehört, die die Immobilienblase erkannten und vor ihren Folgen warnten, weist in seiner aktuellen Studie auf die ausgeprägte negative Divergenz zwischen der Entwicklung des MSCI World Aktienindex und dem DJ UBS Industriemetallindex hin.


Wie Sie auf der Grafik sehen, ist der Gleichlauf dieser beiden Zeitreihen sehr ausgeprägt. Aus ökonomischer Sicht macht das natürlich Sinn, denn eine gute Konjunktur führt sowohl zu steigenden Unternehmensgewinnen - und darauf basierend zu höheren Aktienkursen - als auch zu einer steigenden Nachfrage nach Industriemetallen und höheren Rohstoffpreisen.

Seit Anfang 2013 ist dieser Gleichlauf deutlich gestört. Während die Aktienmärkte haussierten, sind die Industriemetallpreise gefallen. Börsianer sprechen in solchen Fällen von negativen Divergenzen, die gewöhnlich nur von kurzer Dauer sind.


MSCI World Aktienindex (rot) und DJ UBS Industriemetallindex, 2007 bis 2014


Die ausgeprägte negative Divergenz ist ein deutliches Warnsignal für den Zustand der Weltwirtschaft.
Quelle: 
Société Générale.
2007 lässt grüßen

Wie Sie sehen, kam es zu einer ähnlichen, wenn auch weniger ausgeprägten negativen Divergenz in 2007, also am Vorabend der großen Wirtschafts- und Finanzkrise. Damals gaben die Metallpreise die richtigen Signale, wohin die Reise gehen würde. Die Aktienmärkte hatten sich dagegen im Rahmen einer von Euphorie und Ignoranz geprägten Spekulationsblase von den wirtschaftlichen Realitäten ebenso abgekoppelt wie Ben Bernanke und seine ignoranten Zentralbankkollegen.

Letzteres ist ohne Wenn und Aber auch jetzt wieder der Fall: Die Aktienmärkte sind längst wieder in eine Spekulationsblase übergegangen; und die Bernankes dieser Welt sind heute genauso ignorant und von der ökonomischen Realität abgekoppelt wie damals.

Ich gehe davon aus, dass sich auch jetzt wieder die stark von der Realwirtschaft beeinflussten Preise der Industriemetalle als richtungsweisend für die Konjunkturentwicklung und die Aktienmärkte erweisen werden. Mit anderen Worten: Die Zeichen stehen auf Sturm.

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Ich wünsche Ihnen weiterhin ein erfolgreiches Jahr 2014, 

Ihr
Claus Vogt
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Claus Vogt ist Gründer der Vermögensverwaltung Aequitas Capital Partners GmbH, einer auf vermögende Privatanleger und institutionelle Investoren spezialisierten Vermögensverwaltung. Der ausgewiesene Anlageprofi besitzt ein fundiertes Fachwissen und hat eine Bilderbuchkarriere im Finanzwesen aufzuweisen. Zusammen mit Börsenexperte Roland Leuschel hat er der Bestseller ''Das Greenspan Dossier'' geschrieben. Diese schonungslose Abrechnung mit der Geldpolitik des US-Notenbankchefs stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und erscheint aktuell in der dritten Auflage. Auf seiner Webseite www.clausvogt.com hält er aktuelle Informationen, detaillierte Analysen und wertvolles Hintergrundwissen zu den Themen: Eurokrise, Staatsverschuldung, Inflation, Gold, Österreichische Schule, Vermögensschutz für Sie bereit. Außerdem können Sie sich auf www.clausvogt.com für den kostenlosen wöchentlichen E-Mail-Newsletter ,,Claus Vogt Marktkommentar'' registrieren.

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