Mittwoch, 8. Januar 2014

Marktkommentar: Fed-Geburtstag: Der Motor der Krisenspirale ist 100 - Schützen Sie sich


Zentralbanken sind verheerende ordnungspolitische Fehler
von Claus Vogt
Lieber Leser,
am 23. Dezember 1913 wurde in den USA einer der größten ordnungspolitischen Fehler aller Zeiten begangen: Die Schaffung einer Zentralbank. In einem der Freiheit verpflichteten Land ist das Zentralbankwesen ebenso ein Fremdkörper wie jede andere Behörde, deren Aufgabe darin besteht, Preise amtlich zu fixieren. Schließlich spielt es keine Rolle, ob eine Behörde den Preis von Brot, Butter und Kühlschränken manipuliert oder den Preis von Geld und Kapital, also den Zins.

Freie Märkte sind Orte der Informationsverarbeitung, an denen die Preise von Waren und Dienstleistungen herausgefunden werden. In diese Methode der Preisfindung gehen alle verfügbaren Informationen sämtlicher Beteiligter ein. Die Annahme, dass einzelne Personen – und seien es noch so kluge und gutmeinende Staatsdiener – über ein ähnlich breites Wissen verfügen könnten, ist ganz offensichtlich absurd.

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Zentralbanken sind das Problem und nicht seine Lösung

Dennoch hat es sich das Zentralbankwesen zur Aufgabe gemacht, den wichtigsten Preis einer Volkwirtschaft, den Zins, von einem Komitee festsetzen und manipulieren zu lassen. Dass das nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand. Und die 100-jährige Geschichte der US-Zentralbank Fed zeigt jedem, der es sehen will, in welch verheerendem Ausmaß es in den vergangenen Dekaden tatsächlich schief gegangen ist.

Allein die Tatsache, dass die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre unter der Ägide der Fed stattgefunden hat, hätte Grund genug sein müssen, diese Institution schleunigst wieder abzuschaffen. Schließlich wurde die Fed ausdrücklich mit dem Ziel gegründet, dass sich eine Krise wie die des Jahres 1907 nicht mehr wiederholen dürfe. Stattdessen kam es keine 20 Jahre nach Gründung der Fed zu einem Absturz der Weltwirtschaft, der bis heute seinesgleichen sucht. Offenbar war die Fed nicht in der Lage, Krisen zu verhindern. Ganz im Gegenteil schuf sie erst die Voraussetzungen für sehr viel schlimmere Entwicklungen.


Finanzsystem auf tönernen Füßen

Jetzt ist die Welt an einem Punkt angelangt, an dem das Weltfinanzsystem auf tönernen Füßen steht und jederzeit kollabieren kann. Weltweit drucken die Zentralbanker Geld in unvorstellbaren Mengen, um diesen Zusammenbruch hinauszuzögern. Verhindern können sie ihn leider nicht, im Gegenteil, sie verschlimmern die Lage mit jeder neuen Umdrehung der großen Krisenspirale, in die sie uns geführt haben. Die Zentralbanknomenklatura hat ein Monster geschaffen, das sie nicht mehr beherrschen kann.

Dieses Monster hat bereits im Jahr 2008 demonstriert, wie gefährlich es ist. Damals ist es den Doctores Frankenstein noch einmal gelungen, das Monster zu beruhigen, allerdings zu einem fürchterlichen Preis: Sie haben das geld- und staatsschuldenpolitische Monster noch stärker und gefährlicher gemacht.


Der geldpolitische Wahnsinn hat unter
Ben Bernanke völlig neue Dimensionen angenommen.
Quelle: St. Louis FED.
Lage prekärer als in 2007: Schützen Sie sich

Unsere Indikatoren zeigen unmissverständlich, dass die Lage heute gefährlicher und wesentlich riskanter ist als in 2007. Diese bittere Tatsache lässt nur einen Schluss zu: Die Welt befindet sich am Vorabend einer Krise, die alles bisher Gesehene weit in den Schatten stellen wird. Ein kurzer Vergleich soll diese Aussage verdeutlichen:

Damals, in 2007, hatte die Fed eine Immobilienblase und eine Echoblase an den Aktienmärkten geschaffen. Jetzt haben wir es mit einer Anleiheblase und Echoblasen an den Aktien- und Immobilienmärkten zu tun.

Damals konnte die Fed zunächst die Zinsen senken und danach in unvorstellbarem Ausmaß Anleihen kaufen. Jetzt sind die Zinsen bei 0% und die Bilanzsumme der Fed beläuft sich bereits auf beängstigende 4 Billionen $.

Damals hielt sich die Staatsverschuldung der USA und Europas noch einigermaßen in Grenzen und ermöglichte schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme. Jetzt befindet sich Europa bereits mitten in einer Staatsschuldenkrise, während das Haushaltsdefizit und die Staatsverschuldung der USA ebenfalls außer Kontrolle geraten sind.

Hinzu kommen die völlig aussichtlose Lage der japanischen Staatsfinanzen und ein Kreditboom in China, dessen Dimension der seines japanischen Vorbildes Ende der 80er Jahre entspricht.

Das, liebe Leser, ist die ungeschönte Realität. Das Jahr 2014 verspricht das nächste große Krisenjahr zu werden. Nie zuvor war die Lage riskanter als heute.



Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2014,
Ihr
Claus Vogt
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Claus Vogt ist Gründer der Vermögensverwaltung Aequitas Capital Partners GmbH, einer auf vermögende Privatanleger und institutionelle Investoren spezialisierten Vermögensverwaltung. Der ausgewiesene Anlageprofi besitzt ein fundiertes Fachwissen und hat eine Bilderbuchkarriere im Finanzwesen aufzuweisen. Zusammen mit Börsenexperte Roland Leuschel hat er der Bestseller ''Das Greenspan Dossier'' geschrieben. Diese schonungslose Abrechnung mit der Geldpolitik des US-Notenbankchefs stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und erscheint aktuell in der dritten Auflage. Auf seiner Webseite www.clausvogt.com hält er aktuelle Informationen, detaillierte Analysen und wertvolles Hintergrundwissen zu den Themen: Eurokrise, Staatsverschuldung, Inflation, Gold, Österreichische Schule, Vermögensschutz für Sie bereit. Außerdem können Sie sich auf www.clausvogt.com für den kostenlosen wöchentlichen E-Mail-Newsletter ,,Claus Vogt Marktkommentar'' registrieren.

1 Kommentar:

  1. “Das Folgenschwerste bei diesen ganzen Staatsverschuldungen ist jedoch der Tatbestand, dass in den gesamten 40 Jahren die fälligen Zinszahlungen fast ausschließlich mit Neukreditaufnahmen finanziert worden sind. Die Schuldenausweitungen, die sich zwischen 1970 und 2005 auf rund 1.500 Mrd. Euro beliefen, waren praktisch identisch mit den Zinszahlungen in der gleichen Zeit. Das heißt: Diese Schuldenzunahmen haben weder dem Staat noch der großen Bürgermehrheit genutzt, sondern einzig und allein jener Minderheit der Kreditgeber, die dem Staat das Geld geliehen haben. Auf Kosten aller anderen wurden diese Geldverleiher also genau um jene 1.500 Milliarden Euro reicher, die der Staat in den gleichen Jahren an Krediten aufgenommen hat!”

    Helmut Creutz

    Was schon 12-jährige Schulkinder verstehen, bleibt für Politiker bis zum bevorstehenden, endgültigen Zusammenbruch der Weltwirtschaft (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) unverständlich. Sie wollen es nicht verstehen, um sich nicht der ganzen Sinnlosigkeit ihrer Existenz bewusst zu werden, denn die Befreiung der Marktwirtschaft vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) macht die “hohe Politik” überflüssig:

    Schuldenbremse und Wachstum?

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