Montag, 20. Januar 2014

Buchkritik: Freiheitskeime 2014 - Salz in den Wunden des Zentralismus

Lesetipp: Freiheitskeime 2014
von Dr. Michael von Prollius
Stilisierte Ackerfurchen zieren auch das Cover des dritten Bandes. 2014 steht ein ganzer Sack voller Freiheitskeime als Saatgut bereit: 244 Seiten, 264 Gramm, rund 30 Beiträge von 25 Autoren. Angenehm lesen sich die durchweg kurzen Beiträge in Essayform – als „Salz in den Wunden des Zentralismus. Sie sind der literarische Rost an den anziehenden Daumenschrauben der Planwirtschaft. Und stets Beiträge zu einer lebhaften Debatte“, wie der Herausgeber Henning Lindhoff im Prolog schreibt.

Die bunte Vielfalt der Keimlinge reicht von Antikapitalismus und Auslandsinterventionen bis zu Schweizer Zentralismus in historischer Perspektive und einer Praxeologie der Memetik. Gegliedert in 2013, also was war, und 2014, also was wird, sowie Fremde Welten und Unendliche Weiten; dazwischen finden sich noch Krausses Originale. 

Wohltuend, angesichts libertärer Determinismen und Dogmen, zugleich wegweisend wird einleitend Commander Data, Einsatzoffizier der Enterprise, zitiert: „Ich weiß nicht, was das ist…“ Der Band endet mit einem kraftvollen Statement zur Redefreiheit von Captain Picard. 

Auf den Acker gehen sollten Sie selbst, um das libertäre Saatgut sprießen zu sehen. 

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