Freitag, 31. Januar 2014

Marktkommentar: Emerging Markets in Aufruhr: Die Krise hat begonnen


Haussen und Booms enden mit Euphorie
von Claus Vogt
Liebe Leser,
Die große Mehrheit der Anleger und Finanzmarktexperten begann das neue Jahr rundum euphorisch, wie Sie der untenstehenden Graphik entnehmen können. Diese zeigt den Weltleitindex S&P 500 und das Verhältnis der Anzahl bullisher Analysten zur Anzahl bearisher Analysten. Wie Sie sehen, überbot sich die Analysten- und Ökonomenzunft zum Jahreswechsel gegenseitig mit optimistischen Prognosen und Jahresausblicken. Sie müssen bis in das Crash-Jahr 1987 zurückgehen, um ein ähnlich einseitiges Stimmungsbild zu finden.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? Steuerzahler finanziert Tourismusbranche

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. 2,8 Millionen Menschen sind in dieser Branche beschäftigt, in der jährlich über 200 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Da sollte man doch meinen, dass dieser Bereich seine Angelegenheiten alleine regeln und ohne staatliche Hilfen auskommen kann.

Aber weit gefehlt: Bund, Länder und Kommunen überbieten sich darin, die deutsche Tourismuswirtschaft finanziell zu unterstützen! Da werden im Rahmen der staatlichen Tourismuspolitik Initiativen und Strategien entwickelt, da werden Projekte und Einrichtungen der Tourismuswirtschaft gefördert, als ob es sich um eine notleidende Branche handelte, die ohne staatliche Unterstützung nicht überleben könnte. In der für staatliche Aktivitäten typischen Weise werden dabei keine Zielvorgaben formuliert, so dass es auch nicht möglich ist, die Wirksamkeit dieser Fördermaßnahmen zu beurteilen.

Mittwoch, 29. Januar 2014

FAQ: Anarchokapitalismus/Voluntarismus

Im Gegensatz zu anderen Ideologien möchten Vertreter des Voluntarismus und Anarchokapitalismus nicht die Gesellschaft gestalten und Individuen vorschreiben, wie sie zu leben haben.

Wir wissen, dass die Gesellschaft komplex ist, so komplex, dass keine zentrale Gewalt jemals in der Lage sein wird, jene zu organisieren - mal ganz abgesehen von dem moralischen Desaster der Herrschaft von Menschen über Menschen.
Stattdessen sagen Voluntaristen und AnCaps: "Wenn sämtliche Handlungen in einer Gesellschaft auf Freiwilligkeit basieren würden, dann denken wir, könnte die Gesellschaft folgendermaßen aussehen".

Diese Zusammenstellung von Antworten auf häufig gestellte Fragen wird dich nicht zum Experten der voluntaristischen respektive anarchokapitalistischen Philosophie machen. Sie ist jedoch eine gute Einführung in die grundlegenden Konzepte und kann dich hoffentlich zur weiteren Auseinandersetzung mit der "Philosophie der Freiheit" inspirieren.

Termine: Februar 2014

Der Februar hat einiges zu bieten. Gerade für Studierende ist der Februar ein Monat, in dem man dank der Semesterferien etwas mehr Zeit für Aktivitäten außerhalb des Studiums hat.

Hier eine kleine Auswahl empfehlenswerter Veranstaltungen. Sollten interessante Veranstaltungen fehlen, so bitte ich Sie sie mir einfach mitzuteilen, um sie hinzufügen zu können.
Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie in unserem Kalender.

Nürnberg, 01.02.2014, 13-19 Uhr: Was ist Liberalismus? Veranstaltung der Jungen Liberalen. Referenten und Themen: Prof. Martin Haase (Linksliberalismus), Arian Kriesch (Ordoliberalismus), Katja Hessel (Wirtschaftsliberalismus), Jörg Behlen (Minarchismus), Manuel Maggio (Anarchokapitalismus). Ort: Nachbarschaftshaus, Adam-Klein-Straße 6.

Bremen, 04.02.2014, 19 Uhr: Die drei Staatsgewalten und die bürgerlichen Freiheiten: das Ende des Unternehmertums? Vortrag von Carlos Gebauer. Gesprächskreis des Hayek-Club Bremen. Ort: Am Dom 5, Havanna-Lounge.

Dienstag, 28. Januar 2014

Am Grab des Liberalismus

von Christian Zulliger
Eine politische Philosophie schaufelt sich seit geraumer Zeit ihr eigenes Grab. Die politischen Liberalen haben den Kampf der besseren Ideen verpasst, weil sie sich sozialdemokratisch unterwandern liessen. Leben Totgesagte länger?

Die Blütezeit des Liberalismus scheint vorbei zu sein, dies jedenfalls versuchen die Liberalen selbst so zu kommunizieren. In Deutschland fliegt die FDP aus dem Bundestag, wohl nicht zuletzt, weil sie ihre eigene Geisteshaltung verraten hat. Sie schrien nach Mindestlöhnen, nach immer mehr staatlicher Intervention bei der vermeintlichen Bankenkrise. Sie verweigerten die Kritik am Systemfehler des Euros und verpassten Reformen im Sozialstaat und in der Schuldenfrage. Auch in der Schweiz scheint die FDP vermehrt den eigenen Kompass zu verfehlen: So fordern einige Exponenten gesetzliche Mindestpreise für Alkohol, Frauenquoten und mehr Aufsicht über die Krankenkassen. Sie zerstören die Gemeindeautonomie, zentralisieren fleissig immer mehr Kompetenzen an den Bundesstaat und untergraben so laufend die individuelle Freiheit des einzelnen Bürgers. Die wichtigen Reformen indes verpassen die Liberalen in beiden Ländern. Der Sozialstaat ist längst nicht mehr finanzierbar, die Staatsschulden häufen sich ins Unendliche. Die Zentralbanken blähen ihre Bilanzen auf – eine tickende Bombe, die einmal mehr vom Sparenden bezahlt werden wird, sei es durch Steuererhöhungen, Bail-Ins oder durch die schleichende Enteignung der Inflation.

Freitag, 24. Januar 2014

Marktkommentar: Platzt jetzt die Blase in China?


Größter Investitionsboom aller Zeiten
von Claus Vogt
Liebe Leser,
in den vergangenen fünf Jahren hat China den größten Investitionsboom aller Zeiten erlebt. Er geht Hand in Hand mit einem der größten Kreditbooms aller Zeiten. Wie ich in meiner aktuellen Krisensicher Investieren Schwerpunktanalyse „7-Punkte-Dramaturgie des Krisenjahres 2014“ gezeigt habe, gleicht der aktuelle chinesische Kreditboom dem Kreditboom Japans Ende der 80er Jahre auf frappierende Weise. Deshalb befürchte ich, dass er auch ähnlich verheerende Folgen haben wird.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Wenn die Kosten explodieren ...

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn man Beispiele für drastische Kostenexplosionen finden will, muss man beim Staat nicht lange suchen. Nicht nur bei großen Bauvorhaben laufen die Kosten regelmäßig aus dem Ruder, sondern auch aus unscheinbaren Gesetzesänderungen kann eine Kostendynamik entstehen, die jeden Rahmen sprengt. Ein wohlmeinender Gesetzgeber, eine Verwaltung mit wenig Kostenbewusstsein, ein paar Privatleute, die ihre Geschäftschancen erkennen - schon sind die Elemente für eine Kostenexplosion im öffentlichen Sektor beisammen. Ein interessantes Beispiel hierfür ist die Kostenentwicklung im Bereich der rechtlichen Betreuung. 

Kern der rechtlichen Betreuung ist, dass ein Betreuer die Vertretungsmacht für einen volljährigen Menschen erhält, der wegen Krankheit oder Behinderung seine Angelegenheiten nicht mehr selbst wahrnehmen kann. Das Rechtsinstitut der Betreuung, seit 1992 in Kraft, sollte die frühere Entmündigung ersetzen. Alles gut gemeint und unspektakulär. Aber dann kam es zu einem rasanten Kostenanstieg im reformierten Bereich. Die explodierende Kostenlast trägt, wie könnte es anders sein, der geplagte Steuerzahler!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Eine Macht um alles zu verbieten

von Tommy Casagrande
Politik ist das Instrument derjenigen, die im Besitz jener Macht sind, um Menschen zwingen etwas zu machen. Aus Sicht der Gezwungenen unterliegt man einer Fremdbestimmung, die darauf gründet, dass einem die eigene Macht fehlt, um etwas machen zu können, respektive machen zu dürfen. Ist diese eigene Macht an eine übergeordnete Instanz gebunden, so ist sie einem selbst entnommen. Während die zunehmende Macht einer übergeordneten Instanz zur Tyrannis sich entwickelt, die beliebig über das Leben der Menschen entscheidet, bleibt den Menschen zunehmend ein Gefühl der Ohnmacht, sich Kräften ausgesetzt zu sehen, die diffus und mächtiger sind als sie selbst. Kräfte, die sich ihrer konkreten Wahrnehmung entziehen, Kräfte, sich strukturell äußern und in deren eingebettet sein das Gefühl eines Hamsterrades sich entfaltet, in dem man entweder bis zum Burnout-Syndrom, dem Schlaganfall, oder dem Herzinfarkt mitrennt, oder dem man sich entzieht auf Kosten eines materiell halbwegs aushaltbaren Lebens. Denn der vom Staat finanziell abhängige Mensch ist allseits bedroht durch eine Tendenz steigender Lebenshaltungskosten, bei zugleich nicht im selben Maße steigender Transferleistung. Somit wird die Luft recht dünn, umso tiefer man unten ist. Andererseits spielt es aber keine Rolle, ob ein Mensch sich dem Wettkampf im staatlich regulierten Arbeitsmarkt entzieht oder nicht, denn selbst wenn alle Menschen gleichsam fleißig wären und nach Arbeit strebten, gäbe es nicht weniger Arbeitslose. 

Montag, 20. Januar 2014

Buchkritik: Freiheitskeime 2014 - Salz in den Wunden des Zentralismus

Lesetipp: Freiheitskeime 2014
von Dr. Michael von Prollius
Stilisierte Ackerfurchen zieren auch das Cover des dritten Bandes. 2014 steht ein ganzer Sack voller Freiheitskeime als Saatgut bereit: 244 Seiten, 264 Gramm, rund 30 Beiträge von 25 Autoren. Angenehm lesen sich die durchweg kurzen Beiträge in Essayform – als „Salz in den Wunden des Zentralismus. Sie sind der literarische Rost an den anziehenden Daumenschrauben der Planwirtschaft. Und stets Beiträge zu einer lebhaften Debatte“, wie der Herausgeber Henning Lindhoff im Prolog schreibt.

Die bunte Vielfalt der Keimlinge reicht von Antikapitalismus und Auslandsinterventionen bis zu Schweizer Zentralismus in historischer Perspektive und einer Praxeologie der Memetik. Gegliedert in 2013, also was war, und 2014, also was wird, sowie Fremde Welten und Unendliche Weiten; dazwischen finden sich noch Krausses Originale. 

Samstag, 18. Januar 2014

Marktkommentar: Massive Warnsignale der Industriemetallpreise


Industriemetallpreise bestätigen Aktienhausse nicht
von Claus Vogt
Liebe Leser,
kaum hatte ich Ihnen vorige Woche meine Gedanken über die makroökonomische Bedeutung des fallenden Ölpreises dargelegt, schon fiel mir eine Analyse der Société Générale in die Hände, in der Albert Edwards in eine ähnliche Kerbe haut. Edwards, der zu den ganz wenigen Analysten gehört, die die Immobilienblase erkannten und vor ihren Folgen warnten, weist in seiner aktuellen Studie auf die ausgeprägte negative Divergenz zwischen der Entwicklung des MSCI World Aktienindex und dem DJ UBS Industriemetallindex hin.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Wenn staatliche Stellen planen

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
Behörden und Einrichtungen des Staates müssen sich nicht am Markt behaupten, in einem Umfeld, das von schnellen Veränderungen geprägt ist, auf welche ebenso schnelle Reaktionen erfolgen müssen. Staatliche Stellen haben also ausreichend Zeit, ihre Entscheidungen sorgfältig zu planen und umzusetzen. Sollte man meinen. Gleichwohl werden immer wieder kostspielige Planungsfehler im staatlichen Bereich bekannt, für die - wie könnte es anders sein - letztlich der Steuerzahler aufkommen muss.

So las ich vor kurzem von einem Studentenwerk, das sich in seinem Kerngeschäft – beim Bau und Betrieb von Wohnheimen - eine eindeutige Fehlplanung leistete. Studentenwerke sind keine richtigen Behörden, sondern behördenähnliche Anstalten des öffentlichen Rechts. Sie sollen die sozialen Belange der Studenten fördern, indem sie günstigen Wohnraum und preiswertes Essen zur Verfügung stellen. Durch den Betrieb von Mensen und Wohnheimen erzielen die Studentenwerke Einnahmen von ihrer studentischen Kundschaft. Daneben erhalten sie aber auch in erheblichem Umfang Zuschüsse von staatlicher Seite, insbesondere für den Bau von Wohnheimen.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Freiheit - 100% oder gar nicht

von Tommy Casagrande
Manch einer meint sich lustig machen zu müssen über die konsequente Vertretung, dass Freiheit 100%ig sein muss. Auf diese undurchdachte Lustigmacherei will ich heute Bezug nehmen, da doch einem jeden mit ein bisschen Hausverstand und Systemanalytik bewusst sein muss, dass die Aushöhlung von Grundsätzen so lange kein Ende kennt, bis einem die daraus resultierenden Tatsachen nicht mehr gefallen. Die Begriffspaarung Freiheit und Unfreiheit zäumt man wie ein Pferd bei der Definition der Freiheit, und nicht der Definition der Unfreiheit auf. Erst liegt eine Definition der Freiheit vor und wenn diese Definition durchbrochen wird, lässt sich von Unfreiheit sprechen. Macht man es andersrum, wird es schwieriger. Wo beginnt die totale Unfreiheit? Gibt es nicht immer einen noch furchterregenderen Punkt in unseren Fantasien, den wir an den Anfang setzen können? Bei der Freiheit ist das anders, denn hier gibt es eine Konstante, die für jeden Menschen wahrnehmbar ist: Er selbst. 

Dienstag, 14. Januar 2014

Das Gefahrengebiet – Nicht mal ein anständiger Euphemismus

von Moritz Ballauff
Die Thematik des sogenannten Gefahrengebiets im Herzen Hamburgs ist lang und breit diskutiert worden und an dieser Stelle sollen keine Parolen und Meinungen wiederholt werden, die schon vielfältig an anderer Stelle zum Besten gegeben wurden. Trotzdem möchte ich einen relativ allgemeinen Blick auf das Konstrukt an sich richten.
Aufgrund sich offensichtlich in jüngster Zeit bündelnder Straftaten, die insgesamt der linksextremen Szene der Hansestadt zugeordnet werden, kann die Polizei auf der Straße also innerhalb eines Bereichs Menschen ohne einen konkreten Verdacht anhalten und kontrollieren.
Ich bin jetzt nicht unbedingt ein Freund der linken Szene, geschweige denn von Krawallen und Gewalt, aber wie kann es sein, dass eine derartig Freiheits-beraubende Maßnahme von der Mehrheit der Bürger einfach so hingenommen und akzeptiert wird?
Ich meine die Antwort auf die Frage lüften zu können: Weil die Mehrheit der Bürger nicht von dieser Maßnahme betroffen ist.

Montag, 13. Januar 2014

Ein moralischer Standard für alle

Sheldon Richman
von Sheldon Richman

Libertäre machen gerne den unsinnigen Fehler, zu glauben, dass sich ihre grundsätzlichen Prinzipien radikal von denen der meisten anderen Menschen unterscheiden. Denken Sie darüber nach, wie viel leichter es wäre, andere zu einem libertären Standpunkt zu bewegen, wenn wir erkennen würden, dass sie in wesentlichen Dingen bereits mit uns übereinstimmen.

Wovon ich rede? Es ist recht einfach: Libertäre glauben, dass die Initiierung von Gewalt falsch ist. Das tut auch die überwältigende Mehrheit Nicht-Libertärer. Sie glauben ebenfalls, dass es falsch ist, sich am Körper oder Eigentum anderer zu vergehen. Ich denke nicht, dass sie dies bloß unterlassen, weil sie die Konsequenzen fürchten (Vergeltung, Strafverfolgung, Geldstrafen, Freiheitsstrafen, Rückgang des Wirtschaftswachstums). Sie unterlassen es, weil sie spüren, dass es unanständig, falsch und ungerecht ist. In anderen Worten: Auch wenn sie es nie in der Form aussprechen, glauben sie, dass Individuen einen Selbstzweck haben und nicht einfach Mittel zu Zwecken anderer sind. Sie glauben an die Menschenwürde von Individuen. In der Folge nehmen sie moralische Eigenräume anderer wahr und erkennen diese an. (Das muss nicht heißen, dass sie darin konsistent sind, aber wenn dies nicht der Fall ist, fühlen sie sich zumindest gezwungen, dies vernünftig zu begründen.) 

Sonntag, 12. Januar 2014

Marktkommentar: Fallender Ölpreis bestätigt Rezessionssignal


Das jüngste US-Rezessionssignal erhält Verstärkung
von Claus Vogt
Liebe Leser,
in der aktuellen Themenschwerpunktausgabe „7 alarmierende Prognosen für 2014“ meines neuen Börsenbriefes Krisensicher Investieren, den Sie noch heute 30 Tage kostenlos testen können, habe ich einen treffsicheren Indikator besprochen, der gerade erst ein US-Rezessionssignal mit weitreichender Bedeutung gegeben hat. Dieses Rezessionssignal wird durch die aktuelle Entwicklung des Ölpreises auf beeindruckende Weise bestätigt. 

Steigende Ölpreise haben mit einer gewissen Zeitverzögerung einen dämpfenden Einfluss auf die Konjunktur. Auf der Unternehmensseite erhöhen sie die Kosten von Produktion und Transport. Und auf der Verbraucherseite sorgen sie über höhere Heizkosten und Benzinpreise dafür, dass weniger Geld für Konsumzwecke übrig bleibt.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Knöllchen, Knast und Kosten

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
der deutsche Staat tritt seinen Bürgern teils großzügig und gewährend, teils streng und fordernd gegenüber. Einerseits gibt es staatliche Hilfen, Unterstützungen und Förderungen für alle möglichen Lebenslagen. Andererseits zeigt der Staat Härte, wenn er von seinen Bürgern etwas will, nämlich deren Geld. 

Um an die geschuldeten Steuern oder sonstigen Abgaben heranzukommen, hat sich der Staat eine Fülle von Zugriffsmöglichkeiten geschaffen, die auch konsequent genutzt werden. Für den betroffenen Bürger kann dies im Einzelfall bis an den Rand der Existenzvernichtung gehen. 

Der Staat braucht viel Geld von seinen Bürgern, weil er ja insgesamt so viele Verpflichtungen hat: Er muss kriselnde Nachbarstaaten unterstützen, notleidende Banken stabilisieren, den Euro, das Weltklima und vieles andere retten. Vor diesem Hintergrund sollten wir unsere Steuerlast ohne Murren akzeptieren, sagen uns übereinstimmend unsere Parteien und Medien. Und die müssen es ja schließlich wissen, oder etwa nicht?

Donnerstag, 9. Januar 2014

Thomas Hitzlsperger ist schwul, und das ist auch in Ordnung so!

von Tomasz M. Froelich
Thomas Hitzlsperger, ehemaliger deutscher Fußballnationalspieler, ist schwul. Er hat sich geoutet. Keine Selbstverständlichkeit. Ein mutiger Schritt.

Kein mutiger Schritt? 
Die meisten Wertekonservativen tun so, als ob sie das Thema nicht interessieren würde. Ihr vorherrschender Tenor zum Coming-Out: ,,Na und? Wen interessiert’s?’’ Offensichtlich auch den Wertekonservativen, sonst würde er sich nicht dazu äußern. In seinen Äußerungen tut der Wertekonservative so, als ob es heutzutage für einen ehemaligen Fußballer völlig normal, ja nahezu selbstverständlich wäre, öffentlich zu seiner Homosexualität zu stehen. Deshalb sei das Coming-Out des Thomas Hitzlsperger auch nicht weiter mutig, so die wertekonservative Einschätzung. Die Vergangenheit lehrt Gegenteiliges: Man denke nur an Justin Fashanu, dem ersten Fußballspieler, der sich noch während seiner aktiven Fußballkarriere outete. Es folgte ein jahrelanger Spießrutenlauf, an dessen Ende Fashanu sich das Leben nahm. Und auch heutzutage reicht ein einziger Stadionbesuch aus, um zu erkennen, dass Stadien immer noch Orte sind, an denen Schwulenfeindlichkeit vorherrscht und ein Outing daher sehr viel Mut erfordert. 

Mittwoch, 8. Januar 2014

Marktkommentar: Fed-Geburtstag: Der Motor der Krisenspirale ist 100 - Schützen Sie sich


Zentralbanken sind verheerende ordnungspolitische Fehler
von Claus Vogt
Lieber Leser,
am 23. Dezember 1913 wurde in den USA einer der größten ordnungspolitischen Fehler aller Zeiten begangen: Die Schaffung einer Zentralbank. In einem der Freiheit verpflichteten Land ist das Zentralbankwesen ebenso ein Fremdkörper wie jede andere Behörde, deren Aufgabe darin besteht, Preise amtlich zu fixieren. Schließlich spielt es keine Rolle, ob eine Behörde den Preis von Brot, Butter und Kühlschränken manipuliert oder den Preis von Geld und Kapital, also den Zins.

Freie Märkte sind Orte der Informationsverarbeitung, an denen die Preise von Waren und Dienstleistungen herausgefunden werden. In diese Methode der Preisfindung gehen alle verfügbaren Informationen sämtlicher Beteiligter ein. Die Annahme, dass einzelne Personen – und seien es noch so kluge und gutmeinende Staatsdiener – über ein ähnlich breites Wissen verfügen könnten, ist ganz offensichtlich absurd.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Finanzielle Förderung durch den Staat

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Sie einem anderen Menschen Geld geben, damit er etwas für Sie erledigt, wollen Sie dann hinterher eine korrekte Abrechnung oder nicht? Natürlich wollen Sie eine Abrechnung, schließlich möchten Sie ja wissen, ob mit Ihrem Geld das gemacht wurde, was Sie sich vorgestellt hatten.

Bei staatlichen Stellen ist das ein wenig anders. Sie geben für alle möglichen Zwecke Geld an Einrichtungen, Unternehmen oder auch Einzelpersonen, wollen dann aber gar nicht so genau wissen, ob diese das Geld auch wirtschaftlich und zweckentsprechend verwendet haben!

Ja, der deutsche Staat ist schon sehr fürsorglich eingestellt. Neben seinen gesetzlichen Aufgaben unterstützt er eine Vielzahl von Einrichtungen und Maßnahmen durch freiwillige Geldleistungen. Der Umfang der staatlichen Förderung, meistens handelt es sich um Zuschüsse, seltener um Darlehen, ist gewaltig. Jahr für Jahr geben Bund und Länder hohe Milliardenbeträge für alle nur denkbaren Förderzwecke aus.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Über das selbstverständliche Verhängnis menschlicher Anpassungsfähigkeit

von Tommy Casagrande
Vieles was man mal durfte, ist mittlerweile durch den Brustton der Überzeugung verboten. So ist das mit gewaltmonopolistischen Strukturen. In Marokko küsst sich ein jugendliches Pärchen in einer Seitengasse und wird fotographiert. Nachdem das Foto anschließend auf Facebook gestellt wurde begann eine Hetzjagd auf die Jugendlichen. Sie mussten sich vor der Justiz verantworten, weil der Staat es verbietet und werden auf der Straße angespuckt und beschimpft.
Sobald hiesige Menschen derartige Zustände sehen, glauben sie weitaus toleranter zu sein, bemerken aber nicht, dass sie selbst schon viele Freiheiten, die natürlich sein sollten, aus Überzeugung ablehnen und die Macht dem Staat zusprechen Lebensumwelten zu planen und zu lenken. "Wir" sind noch nicht Marokko, aber auf einem guten Weg dorthin. Über die Zustände der Unfreiheit in anderen Ländern braucht man nicht zu klagen, wenn dieselben Tendenzen im eigenem Lande schleichend sich jenen annähern.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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