Montag, 29. Dezember 2014

Öffne Deine Augen!

von Tommy Casagrande
In welcher Welt werde ich morgen meine Augen öffnen? 

Hat man Augen und Ohren weit geöffnet, dann versucht man sich krampfhaft an der Gegenwart fest zu krallen. Doch sie entgleitet wie Sand zwischen den Fingern. 

Wenn ich mich den Nachrichten dieser Welt aussetze, dann verspüre ich ein Gefühl von zunehmendem Frust, Tristesse, Trauer, - ein Gefühl, das einer Schlinge gleicht, die sich einem um den Hals legt; ein Gefühl, das sich zu einem Knoten verhärtet - Wut, Machtlosigkeit, Ohnmacht. Es sind wohl jene Begriffe, die Menschen haben, die nicht durch individuelles Handeln ihr Leben oder das Leben anderer ändern können, weil sie einem System ausgesetzt sind, das sich aus vielen Menschen zwar zusammensetzt, aber unpersönlich und somit auch unmenschlich sich gestaltet.

Freitag, 26. Dezember 2014

Rezension: Unsichere Sicherheit

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Rafael Rosenzweig: Das Streben nach Sicherheit, 392 Seiten, 24,80 Euro, Metropolis.
Dieses an und für sich eigentlich ökonomische Buch ist verfasst von Rafael Rosenzweig; er wurde 1922 in Frankfurt/M. geboren, die Familie ging 1939 nach Palästina; er studierte Nationalökonomie an der London School of Economics und war Gastprofessor in Kassel.

Das große Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit ist im Buch bemerkenswert gut herausgearbeitet und mit historischen Beispielen auch empirisch gut dokumentiert.

Rosenzweig stellt das Sicherheitsbedürfnis als ein zentrales Bedürfnis dar und sichtet sehr fein die verschiedenen Handlungsstränge der Menschen, welche den Zweck verfolgen dem Ziel der Sicherheit näher zu kommen. Für Rosenzweig steht dieses Bedürfnis allgemein für die Menschen noch über dem Gewinnstreben oder dem Eigennutz, und er analysiert seine Sicht auch an einigen historischen Beispielen. Dabei kann dieses Bedürfnis nach Sicherheit auch zu Handlungen führen, welche als nicht unbedingt rational zu gelten brauchen. Also eigentlich der gängigen Sicht der Standardlehrbücher des ökonomischen Mainstreams (Stichwort: das Konstrukt des super-rationalistischen "homo oeconomicus") fundamental widersprechen.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

August Strindberg: Kritiker des Parlamentarismus

Kritiker des Parlamentarismus: Strindberg. 
von Jonathan Danubio
August Strindberg, der wohl bedeutendste Literat Schwedens, schreibt 1890 in "Am offenen Meer" über den Parlamentarismus:

"Er hatte dadurch [Etablierung des Parlamentarismus] erkannt, in welcher entsetzlichen Unordnung sich der Denkapparat bei der Mehrzahl befand, und wenn er die Reichstagsprotokolle las und die Darlegungen der einflussreichsten und glänzendsten Redner betrachtete, nahm er wahr, wie das, was er Ganglienargumentation nannte, das bloße Erzeugen von Blutgefäßkontraktionen und Herzkongestionen, den größten Einfluss auf die öffentliche Meinung ausübte. Es kam ihm mitunter so vor, als gehe es gar nicht um das Vaterland oder den Fortschritt, sondern um den Triumph der Antragsteller, durch Fehlschlüsse, gröbste Verstöße gegen die Logik und die grausamste Entstellung von Fakten ihren Willen durchzusetzen. In ihm erwachte durch Beobachtung der starke Verdacht, dass alles einem Kampf um Macht galt, um den Genuss, mit dem eigenen Gehirn die Gehirne der anderen in Gleichklang zu bringen, die eigenen Gedankensamen in die Gehirnrinden anderer zu säen, wo sie parasitenhaft wachsen sollten wie Misteln, während der Mutterstamm sich stolz brüsten würde bei dem Gedanken, dass die Schmarotzer da oben in der Krone doch nur Schmarotzer seien."

Dienstag, 23. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Liebe Leser,
wir wünschen Ihnen festliche, geruhsame und besinnliche Weihnachten in angenehmer Gesellschaft. Wir verbleiben zunächst mit einem schönen, zur Weihnachtszeit passendem Zitat von Grace Noll Crowell: 

Whatever else be lost among the years,
Let us keep Christmas still a shining thing:

Whatever doubts assail us, or what fears,

Let us hold close one day, remembering

Its poignant meaning for the hearts of men.

Let us get back our childlike faith again.
______________________ 

Wer uns ein schönes Weihnachtsgeschenk machen möchte, kann dies tun.
Wir freuen uns

über jede finanzielle Unterstützung (Überweisung, PayPal und/oder Bitcoin),

über jeden Gastbeitrag, den man uns per Mail (tomek.froelich@yahoo.de) zuschickt und

über jede Kritik an uns.


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Tomasz Froelich
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Wir melden uns bereits am 25. Dezember mit neuen Beiträgen!

Putin und die westliche konservative Reaktion

von Helmut Krebs
Die russische Botschaft spendet der Stadt Paris einen Tannenbaum, den sie auf eigene Kosten aus Russland einführt und aufstellt. Sie stellt Russland als Hort der Christentums und der christlichen Werte dar. Der Westen wird als dekadent angegriffen, wobei insbesondere die weichen Themen der privaten Lebensführung als Entartungen des Liberalismus gebranntmarkt werden. Reizthemen sind Homo-Ehe und Abtreibung. 

In einer vordergründigen Denkweise werden die familienfeindliche Destruktionspolitik der Sozialisten mit den auf Toleranz zielenden liberalen Standpunkten in einen Topf geworfen, so als wäre die Toleranz anderer Lebensformen und die Zerstörung der traditionellen Lebensweisen ein und dasselbe.

Montag, 22. Dezember 2014

PEGIDA: Eindrücke eines Libertären

Quelle: PEGIDA/Facebook.
von Uwe Werler
Ich war letzte Woche auf der Pegida-Demonstration in Dresden und möchte kurz meine Eindrücke schildern.

Als erstes bleibt festzuhalten, daß sich, wie erwartet, ein vollkommen anderes Bild zeichnete als in der Presse dargestellt. Es waren meines Erachtens deutlich mehr als 15000 Demonstranten (ich schätze 17-18000) und die „Demonstration“ verlief absolut friedlich. Interessanterweise wurde der Zug möglichst fern vom Stadtzentrum gehalten und mehrere Male kam es zu Stockungen. Die Gegenseite hatte dafür eine exponierte Stellung auf dem Theaterplatz direkt vor der Semperoper inne – ein Schelm, wer hier weiter denkt. 

Sehr habe ich mich gefreut, daß erstaunlich viele junge Leute an der Demonstration teilgenommen haben. Es waren Menschen jedes Alters, jeder Herkunft und jeder Schicht vertreten. Nicht ein einziges Mal habe ich Meinungen bzw. Äußerungen vernommen, die auch nur ansatzweise auf Fremdenfeindlichkeit hätten schließen lassen können. Im Gegenteil gab es einige Plakate, die für Frieden warben und für Integration sich aussprachen. Sehr erstaunt war ich auch, wie viele Menschen aus anderen Städten extra nach Dresden angereist kamen. Es gab Sprechchöre, die „Lügenpresse“ skandierten als auch die unvermeidlichen Rufe „Wir sind das Volk“ – wobei die Demonstranten damit ja vollkommen recht haben, wenngleich ich in diesen „Gesang“ nicht mit einstimmen kann. Ein wenig erinnerte es mich tatsächlich an 1989, wobei natürlich die Situationen nicht zu vergleichen sind. Eines scheint meiner Einschätzung nach alle Teilnehmer zu einen – sie haben die Politik und deren Lügen einfach satt.

Sonntag, 21. Dezember 2014

PEGIDA: Das Scheitern der Parteien und die Schwäche der Liberalen

von Helmut Krebs
Die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen begann 1949 bei 78,5 %, stieg im politisierten Jahr 1972 auf 91,1 und sank seither in leichten Wellen abwärts auf 71,5 %. Die Beteiligung bei anderen Wahlen liegt niedriger. Die regierenden Parteien vertreten knapp 30 % der Bürger nicht mehr. 

Das Interesse an den politischen Debatten im Bundestag ist sehr niedrig. Die Verwurzelung der Mandatsträger vor Ort lässt mit der Häufung der Arbeit in den Machtzentren nach. Die Leitmedien vertreten den Einheitsbrei der veröffentlichten Meinung. Im Großen und Ganzen sind wir noch zufrieden, aber im Einzelnen und Konkreten sehr unzufrieden. Zuversicht, Zweckoptimismus und Lethargie einerseits halten sich mit der bohrenden Sorge um die Erosion des Modells Deutschland die Waage.

Ein konservatives Depot, das sich sehen lassen kann

Attraktive Neuempfehlung: Verbriefte Mietrenditen
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
normalerweise schreibe ich hier im Claus Vogt Marktkommentar über den Zustand und die Aussichten der Finanz- und Edelmetallmärkte. Dabei liegt mein Schwerpunkt auf Gold und Aktien. Das Spektrum unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren, den ich ja zusammen mit Roland Leuschel schreibe, ist aber erheblich weiter gefasst. Vor allem in unserem konservativen Depot, das im Mittelpunkt meiner heutigen Ausführungen steht. Denn mit einer von uns empfohlenen Gewichtung von 60% bis 100% Ihres Finanzvermögens ist dieses mit ruhiger Hand geführte Depot ein überaus wichtiger Teil unserer Arbeit.

Gold gewichten wir derzeit mit 25% bis 35% - Tendenz steigend

Gold nimmt in diesem Depot eine herausragende Stellung ein. Immerhin raten ich und Roland Leuschel zu einem Goldanteil von 25% bis 35%. Sie finden das vielleicht viel. Aber das ist es angesichts der Staatsschuldenfalle, in der sich fast die ganze Welt befindet, bei weitem nicht. Deshalb werden wir auch nicht müde zu betonen, dass wir die Edelmetallgewichtung früher oder später sogar noch weiter anheben werden.

Bröckelnde Infrastruktur: Weshalb der Staat nicht genug für Autobahnen und Brücken tut

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
Autobahnen und Brücken in Deutschland sind überlastet und vielfach marode. Das geht unter anderem auf das seit Jahren steigende Verkehrsaufkommen zurück. Aber auch die für den Bau und den Unterhalt von Straßen und Brücken zuständigen staatlichen Stellen sind für die Misere mitverantwortlich. Der Staat stellt zwar jedes Jahr Milliardenbeträge zur Verfügung, um das Netz der Fernstraßen auszubauen und in Schuss zu halten. Es kommt jedoch zu verschiedenen Fehlsteuerungen, so dass das viele Geld nicht all das bewirkt, was es bewirken könnte und müsste.

Freitag, 19. Dezember 2014

Rezension: Liberalismus und konservativer Kulturpessimismus

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Wilhelm Röpke: Jenseits von Angebot und Nachfrage, 368 Seiten, 19,80 Euro, Verlagsanstalt Handwerk.
Das Buch ,,Jenseits von Angebot und Nachfrage", erstmals 1958 erschienen, ist ohne Zweifel die wichtigste Schrift aus dem Spätwerk Wilhelm Röpkes.

Schon in den früheren Werken Röpkes klang eine kulturpessimistische Haltung an, z. B. im Buch ,,Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart" von 1942 (,,Der Kult des Kolossalen bedeutet den Kniefall vor dem bloß 'Großen' ... die Verachtung des äußerlich Kleinen aber innerlich Großen"), aber hier in ,,Jenseits von Angebot und Nachfrage" ist dieser Pessimismus an sehr vielen Stellen des Buches geradezu greifbar.

Röpke geißelte in diesem Buch die immer stärker werdenden Tendenzen des Kolossalen. In diesem Zusammenhang warnte er vor den zentristischen Ausrichtungen im Rahmen der Europäischen Einigung, die zunehmende Vermassung aller Lebens- und Kulturbereiche, die Gefahr der freiheits-/marktfeindlichen Attacken aus dem akademischen und intellektuellen Milieu, die 'kollektive Zwangsfütterung' der Untertanen durch falsche Sozialpolitik, vor diesen Umständen und mehr warnte Röpke eindringlich und sprachgewaltig in diesem Buch.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Klüger leben oder: Verwirrende Lehre zu verwirrenden Handel waltet über die Welt

von Dr. Peter J. Preusse
Da erhält die deutschsprachige Jüdin, bekannt vor allem durch ihren KZ-Bericht „weiter leben“, den sicherlich hochverdienten Brüder Grimm-Preis, offiziell für ihre germanistische Leistung, aber, wie ihr Laudator schön formuliert, doch eher dafür, dass sie, wie die Brüder Grimm selbst, das Blei der Philologie in das Gold der Dichtung verwandelt habe. Da erklärt die Präsidentin Krause der ersten protestantischen Universität der belobten Frau Ruth Klüger und dem akademischen Festpublikum gemäss ihrer beider zeitgeistiger Gender-Mainstreamerei die Rollenbilder an der Stirnwand der Alten Aula: die dienende Heilige Elisabeth und der waffenstarrende Landgraf Philipp. Aber das Signatur-Bild des altehrwürdigen Veranstaltungsortes erwähnt sie nicht: Hier zieht Luther mit Zwingli und anderen religiösen Eiferern zum Marburger Religionsgespräch 1529 bei Landgraf Philipp ein. Ob es Frau Klüger, der Präsidentin und dem Publikum bewusst war, unter welchen fanatisch-antisemitischen Augen sie hier den Preis entgegengenommen hat?

Dienstag, 16. Dezember 2014

Drogenkonsum: Gesetze ohne Wirkung?

von Sara Engel
Viel bewegt sich gerade in der Diskussion um Cannabis und Drogenpolitik im Allgemeinen. In den USA haben sich gerade einige Staaten dazu entschieden, sich komplett von der Regulierung zu trennen: in Colorado, Alaska, Oregon und Washington ist der Verkauf und Konsum von Cannabis so legal wie Alkohol und Zigaretten. Innerhalb Europas entstehen immer mehr und mehr Cannabis-Clubs, die sich in legalen Grauzonen bewegen, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. In der Medizin werden immer mehr THC-freie Präparate wie das CBD-Öl über Online-Händler verkauft, weil sie nachweislich lindernde Wirkung haben. Und in Großbritannien verabschiedet man sich soeben von der Idee, dass Gesetze beim Drogenkonsum überhaupt etwas bringen könnten.

Großbritannien könnte kurz davor sein, das Verbot von Drogen noch mal zu überdenken. In einem sehr eindrücklichen Bericht hat das Innenministerium quasi eingestehen müssen, dass es keine Korrelation zwischen harten Strafen und dem Niveau des Drogenkonsums auf nationaler Ebene gäbe. Das Unterhaus, also die erste Instanz des britischen Parlaments, tritt damit eine Diskussion los, die schon lange überfällig war.

Montag, 15. Dezember 2014

Antidemogesetz in Spanien: Ist Demonstrationsfreiheit libertär?

von Tomasz M. Froelich
Der Aufschrei ist groß: Die spanische Regierung hat ein ,,Gesetz zur Sicherheit der Bürger'' verabschiedet, wodurch das Versammlungsrecht verschärft wird. In einem Land, in dem alleine im letzten Jahr über 33000 Demonstrationen angemeldet wurden, ist dies ein herber Einschnitt. Begründet wird dieses neue Gesetz unter anderem damit, dass es im letzten Jahr in Spanien auf über 300 Demonstrationen zu unschönen Zwischenfällen kam. 

Es darf jedoch vermutet werden, dass andere Beweggründe hinter dem neuen Gesetz stecken: Den Politikern in Madrid dürfte klar sein, dass regierungs- oder gar systemkritische Demonstrationen mit vielen Teilnehmern eine Massenwirkung erzeugen können, die das Establishment gerade in Krisenzeiten mächtig ins Wanken bringen. Die starken Sezessionsbewegungen in den wirtschaftsstarken autonomen Gemeinden Katalonien und im Baskenland, ohne die es Spanien vermutlich wesentlich schlechter gehen würde, sind der beste Beleg dafür.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Gold in Euro signalisiert den Beginn der nächsten Hausse

Die Fixierung auf den Dollarpreis des Goldes trübt den Blick
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
der folgende Chart zeigt Ihnen im oberen Teil den Verlauf des Goldpreises pro Unze in Dollar. Meine Anfang November geäußerte Vermutung, dass es sich bei den neuen Jahrestiefs nicht um den Auftakt einer neuen Abwärtswelle handelt, sondern nur um eine kleine Ausweitung der Handelsspanne der vergangenen 12 Monate, hat sich als richtig erwiesen. Die nach dem Bruch der unteren Trendlinie von vielen erwarteten Anschlussverkäufe sind ausgeblieben.

Stattdessen ist der Goldpreis zügig wieder in die alte Handelsspanne zurückgekehrt. So weit, so gut. Aber eine zwingend bullishe Prognose lässt sich aus diesem Kursverlauf nicht herleiten.

Die Stiftungen der öffentlichen Hand

Wo sind meine Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
Stiftungen genießen ein hohes Ansehen in unserem Land. Meist werden solche Einrichtungen von wohlhabenden Privatleuten oder von Unternehmen gegründet und mit Geld ausgestattet. Aber auch der Staat errichtet in zunehmendem Umfang Stiftungen, um dauerhaft bestimmte Ziele zu verfolgen. Allerdings muss man immer genau hinschauen, wenn der Staat etwas anpackt, da ist längst nicht alles Gold, was glänzt.

Mehr als tausend Stiftungen gibt es hierzulande, die von Bund, Ländern und Gemeinden errichtet worden sind, das sind etwa zehn Prozent aller Stiftungen in Deutschland. Die von der öffentlichen Hand gegründeten Stiftungen sind schwerpunktmäßig in den Bereichen Kultur, Geschichte, Wissenschaft, politische Bildung, Umweltschutz, Verbraucherschutz und Soziales tätig.

Freitag, 12. Dezember 2014

Freiheitskeime 2015: 280 Seiten an libertärer Debatte

Die Freiheitskeime 2015 hier bestellen.
von Tomasz M. Froelich
Zum nunmehr vierten Mal sind die ,,Freiheitskeime '' erschienen - ein libertäres Lesebuch, das von Jahr zu Jahr professioneller wird und sich zu einer wahren Institution des freiheitlichen Büchermarkts und der libertären Debatte entwickelt hat. Dem Herausgeber Henning Lindhoff sei Dank!

Auch für die diesjährige Ausgabe konnten namhafte Autoren gewonnen werden: Ron Paul und Jeffrey Tucker aus den USA, Frank Schäffler, Stefan Blankertz, Carlos A. Gebauer und viele mehr. Auch viele jüngere Autoren kommen zu Wort und machen Hoffnung: Es gibt ihn, den freiheitlich gesinnten Nachwuchs, und er wächst.

Die Autoren blicken auf ein turbulentes Jahr 2014 zurück und auf ein womöglich noch turbulenteres Jahr 2015 voraus. Die Themenpalette ist dabei breit gefächert: Es geht um die Euro- und Schuldenkrise, um die Probleme des staatlichen Bildungswesens, um die Geschlechterdebatte, um Waffenbesitz, um (mangelnde) Medienfreiheit, um Bitcoin, um Share Economy und um vieles mehr: Beiträge, die wie Salz in den Wunden der Staatsgläubigen wirken müssen, die Leviathan zu ihrem Gott erklärt haben. All dies wird kompakt verpackt auf 280 Seiten.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Anarchokapitalismus ungleich wirtschaftliche Macht

von Tommy Casagrande
Die folgende Aussage hat mich stimuliert, auf selbige einzugehen: ,,Was wollt ihr eigentlich alle? Die Wirtschaft hat doch schon mehr Macht als die Politik, wozu noch Anarchokapitalismus?"

Das ist ja das Problem. Macht leitet sich von Herrschaft ab. Ohne Gewaltmonopol gibt es weder das eine noch das andere. Natürlich hat ,,die Wirtschaft" Macht, weil staatliche Gesetze, Regulierungen, Privilegien direkter und indirekter Art dazu veranlassen. Das trifft aber nicht das individuelle Bedürfnis von Menschen, wenn sie frei und herrschaftslos in Kooperationen und freiwilligen Verbünden miteinander versuchen würden, ihrem Glück zu folgen. 

Das heutige System ist mechanisch. ,,Wirtschaft" ist darin wie ein System, das aus Rohren besteht, durch die reguliert wird, wo wieviel rein- und rausfließt. Dieses einer Fabrik nachempfundene System unterjocht die Menschen zu Geißeln künstlicher Blasen, die dann platzen. Nachhaltigkeit und Stabilität bleiben genauso Illusion wie Mehrung des Wohlstandes für alle. Im Ergebnis entzweien sich die Menschen, weil das System Gewinner und Verlierer separiert und neue ideologische Gleichheitskulte provoziert nach der Macht zu streben.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Habermanns Richtigstellung: Frauenpolitik

Prof. Gerd Habermann
von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: Frauenpolitik.
Für selbstbewusste Frauen demütigender Komplex paternalistischer Staatseingriffe, die Frauen erstens durchgängig und vollständig in die Erwerbsarbeit führen sollen (und damit auch die Einnahmen des Finanzministers steigern), zweitens eine faktische Egalisierung mit männlichen Karrieremustern und Berufsrepräsentation erzwingen wollen.
Frauenpolitik gehört in den großen Komplex fragwürdiger ,,Antidiskriminierung'', zumal wenn sie mit Zwangsquoten, bevorzugter Behandlung bei Bewerbungen, politischer Überwachung durch Kommissare (,,Frauenbeauftragte'') arbeitet.

Montag, 8. Dezember 2014

Rezension: Selbstbewusst frei oder kollektiv betreut?

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Franz Kromka: Markt und Moral: Neuentdeckung der Gründerväter, 240 Seiten, 29,90 Euro, Lichtschlag Medien und Werbung.
In der Vorrede zitiert Prof. Kromka einen Text von Ludwig Erhard:
,,Die stärkste Stütze einer freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ist der Wille der Individuen, sich die Freiheit ihrer Lebensführung zu bewahren und sich nicht in allen Lebensäußerungen schablonisieren, uniformieren und kollektivieren zu lassen."
Und diese Erkenntnis Erhards möchte der Autor seinen Lesern wieder bewusst machen.

Prof. Kromka reflektiert das umfangreiche Werk der Vordenker (Wilhelm Röpke, Alexander Rüstow, Alfred Müller-Armack, Walter Eucken, Ludwig Erhard und Franz Böhm) der ,,sozialen Marktwirtschaft", dabei werden dem Leser einige Punkte sehr aktuell erscheinen, während manche Dinge auf verschiedene Leser wohl altbacken, überholt und altmodisch wirken werden.
Nichtsdestotrotz, der Autor bietet den Lesern in einem dichten Text eine hervorragende Zusammenschau über Motive und Ziele der oben genannten Vordenker.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Eine wichtige Woche für Gold: Der Weg nach oben ist jetzt frei

Selbst die Schweiz macht mit beim Gelddruckmaschinenkult
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
voriges Wochenende waren die Schweizer per Volksabstimmung dazu aufgerufen, über einen Vorschlag abzustimmen, der ihre Zentralbanker zu einer etwas seriöseren Geldpolitik verpflichten sollte. Konkret ging es darum, die Notenbank zu einem mindestens 20%-igen Goldanteil ihrer Bilanzsumme zu verpflichten. Immerhin waren es noch im Jahr 2007, also am Beginn der Banken- und Finanzsystemkrise, rund 30%.

Als aggressiv kann dieser erste Versuch, sich dem geldpolitischen Pfad der Tugend wieder anzunähern, also nicht bezeichnet werden. Dennoch entschieden sich die Schweizer mehrheitlich dagegen. Auch wenn die Schweizer Medien das Ihre dazu getan haben, dass dieser bescheidene Vorschlag sogar in der Schweiz von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wurde, zeigt dies einmal mehr, wie tief der Glaube an die übernatürlichen Fähigkeiten der Zentralbankbürokraten inzwischen weltweit verwurzelt ist. Die Hohepriester des Gelddruckmaschinenkults sitzen weiterhin fest im Sattel. Und sie werden wohl nicht eher ruhen, bis sie den geschundenen Gaul zu Tode geritten haben.

Freitag, 5. Dezember 2014

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk: Was zu viel ist, ist zu viel!

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
innerhalb des öffentlichen Sektors in Deutschland gibt es Bereiche, denen es besonders gut geht, die über so manche Privilegien verfügen. Ich denke da zum Beispiel an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sich aus kleinen Anfängen zu einem gewaltigen, überausgestatteten Konglomerat entwickelt hat. Da stellt sich mir schon die Frage, wie lange diese Üppigkeit noch andauern soll.

Zum System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehören die neun Landesrundfunkanstalten, die sich zur ARD zusammengeschlossen haben, das ZDF, ferner das Deutschlandradio und die Deutsche Welle. Die Öffentlich-Rechtlichen betreiben 22 Fernsehkanäle sowie 67 Radioprogramme. Hinzu kommen seit einigen Jahren auch noch Programmangebote im Internet. An die 30.000 Mitarbeiter sind bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten beschäftigt, außerdem gibt eine fast gleich große Zahl von freien Mitarbeitern.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Sozialdemokratischer Nachwuchs: Zu gut für die Privatwirtschaft...

Screenshot: Facebook.
von Luke Lametta
Pünktlich zum 120. Geburtstag der Sozialistischen Jugend Österreichs bedauert der ehemalige SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina im Kurier, dass "in der außerordentlich verengten SPÖ keine guten Leute aufkommen". Frech! Wie kommt er da bloß drauf?

Nur weil Megatalent Julia Herr mal eben die sich erfreulich entwickelnde "Ende der Cannabis-Prohibition"-Bewegung um ein paar Jahre zurückwirft, indem sie eingeraucht sechs Justizminister verschlafen hat? Und dann wäre da ja noch Sektion 8-Superstar Nikolaus Kowall. Allein gemessen an Aussehen, Auftritt und Habitus schon ungefähr der Feuchttraum einschlägiger Insassen und -Innen des derStandard-Forums, welche sich so ungefähr "echte Sozialdemokraten" vorstellen. Die Echtheit kann man ihm auch wirklich nicht abstreiten: Folgt er doch jetzt aus, O-Ton, "ökonomischen Gründen" dem Ruf seiner deutschen Parteigenossen ins rotgrüne NRW und wird dort auf einem steuerfinanzierten Posten in der genauso geräumigen wie geschützten Werkstatt verrentet.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Rezension: Ein wirklicher, besorgter und kämpferischer Europäer

Das Buch kann hier oder bei
Amazon bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Joachim Starbatty: Tatort Euro: Bürger, schützt das Recht, die Demokratie und euer Vermögen, 320 Seiten, 19,99 Euro, Europa Verlag.
Prof. Starbatty hat ein neues Buch in Sachen Euro vorgelegt.
Schon vor mehr als zwanzig Jahren, während der Verhandlungen an der Maas gehörte Prof. Starbatty zu den Warnern und Mahnern vor dem Irrweg den Euro als EU-Währung einzuführen. Selbstverständlich hat die politische Kaste jene Warnungen und Mahnungen verworfen und eine EU-Währung durchgesetzt.
Damit ist Prof. Starbatty zu den wahren, den wirklichen Europäern zu zählen, das heißt zu den Personen, die die Vielfalt Europas lieben und für ein freies, kulturell pulsierendes und gutes Europa fechten. Und somit sind diese Leute das krasse Gegenteil der gängigen Vertreter der Politik-Kaste, eine Kaste von Leuten, die die pulsierende Vielfalt Europas unbedingt vernichten will - z. B. Merkel, Schäuble, Lagarde, Juncker, Steinbrück, Westerwelle, Künast etc.

Montag, 1. Dezember 2014

Termine: Dezember 2014

Wie jeden Monat, haben wir auch für den Dezember die interessantesten Termine aus freiheitlicher Sicht zusammengestellt. 

Wir hoffen, dass für jeden von Euch etwas in der Nähe dabei ist.

Im Folgenden eine Zusammenstellung interessanter Veranstaltungen im Dezember. Weitere Termine sind dem Kalender zu entnehmen.


Zürich, 03.12.2014, 18 Uhr:  Freiheitsfeier 2014. Veranstaltung des Liberalen Instituts. Ort: Zunfthaus zur Saffran, Limmertsquai 54.

Wien, 03.12.2014, 19 Uhr: Concentration of capital and monopolization. Meetup des Austrian-Libertarian-Movement. Das Meetup wird in englischer Sprache gehalten. Ort: Hayek-Saal in der Grünanger 1. Weitere Informationen: hier.

Gummersbach, 05.12.2014, 17 Uhr - 07.12.2014, 14 Uhr: Arbeitsmigration oder Armutsmigration? Seminar der Friedrich-Naumann-Stiftung. Ort: Theodor-Heuss-Akademie. Kostenbeitrag: 95 Euro. Anmeldung erforderlich.

Sonntag, 30. November 2014

Spekulationsblasendynamik funktioniert immer noch - doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Zentralbankbürokraten reden die Märkte nach oben
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
als sich die jüngsten Kursrückgänge an den US-amerikanischen Börsen Mitte Oktober der 10%-Marke näherten, traten diverse US-Zentralbankbürokraten vor die Mikrofone und ließen die Welt wissen, dass sie für weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen bereitstünden. Das war zwar nicht neu. Aber im aktuellen Umfeld der inzwischen wohl größten Spekulationsblase aller Zeiten reichten diese Äußerungen aus, um den gerade erst begonnenen Abwärtstrend an der Weltleitbörse zu stoppen und sogar umzukehren. 

Interessanterweise weigerten sich die europäischen Indizes, den US-Vorgaben zu folgen. Zwar kam es auch hier zu einer gewissen Kurserholung. Aber diese war deutlich schwächer als in den USA und passte völlig problemlos in das Bild einer beginnenden Baisse, die dem normalen Börsenmuster „zwei Schritte vor, einen zurück“ folgt.

Staatsknete für die Kirchen: Für immer und ewig?

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn ich frühmorgens in die Zeitung schaue, muss ich nur die Überschriften lesen um zu wissen: Das wird wieder teuer für uns Steuerzahler! Kommt es irgendwo in der Welt zu Naturkatastrophen, Kriegen oder Wirtschaftskrisen, ist Deutschland fast immer finanziell mit von der Partie. Ständig kommen neue Anforderungen hinzu, denen sich unser Staat nicht entziehen kann oder will.

Dagegen fallen nur selten Belastungen weg, erledigen sich im Laufe der Zeit. Ja, es gibt sogar Altlasten, deren Entstehung sich im Nebel der Geschichte verliert, die aber immer weiter bedient werden. Das gilt beispielsweise für bestimmte Zahlungen an die Kirchen, welche die Staatskassen immer noch belasten, auch wenn die zugrunde liegenden Ereignisse schon hunderte von Jahren zurückliegen. Da fragt man sich als braver Steuerzahler, ob das ewig so weiter gehen soll oder ob nicht auch bei diesen Leistungen irgendwann einmal Schluss sein sollte.

Freitag, 28. November 2014

Nur mit der Schere bewaffnet – Ana-Marijas Streben nach Glück

Ana-Marija. Foto: Monika Hrsak (facebook)
von Ana-Marija Hota aus dem Kroatischen übersetzt von Dominik Ešegović
Dies ist ein kleiner Bericht einer Frau aus einem Frisörsalon der Hauptstadt eines kleinen Balkanstaates. Ihre Geschichte erschien nicht auf einer libertären Internetseite, die sich dezidiert mit den Lehren der Österreichischen Schule beschäftigt. Es ist eine einfache Geschichte einer einfachen Frau, die bis vor kurzem noch nie etwas von den Lehren Mengers und Mises gehört hat. Die Idee der Freiheit und der Wille zum Fortschritt bedürfen jedoch keines Wissenschaftsstudiums. Manchmal genügt es auf seine eigene Intuition und auf seinen Verstand zu hören. Um sich persönlich zu entfalten, muss man gesetzte Grenzen überschreiten.

Ana-Marijas Blog „Leben in Dublin“ („Život u Dublinu“) ist eine lesenswerte Quelle für alle, die sich für ein Leben im weit entfernten Dublin interessieren und nicht davor zurückschrecken, die (post-)sozialistische Heimat zu verlassen. Auch wenn Irland kein libertäres Paradies darstellt, bietet seine Marktstruktur besonders Menschen aus ehemals kommunistischen Staaten eine Möglichkeit ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Mittwoch, 26. November 2014

Rezension: Die Christenverfolgung wird immer schlimmer

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Joachim Feyerabend: Wenn es lebensgefährlich ist, Christ zu sein: Kampf der Religionen und Kulturen, 304 Seiten, 13,95 Euro, Olzog.
Im Jahre 2010 erschien dieses Buch zum Thema Christenverfolgungen von Joachim Feyerabend. Jetzt, im Jahre 2014, ist die Lage für die Christen in vielen Ländern noch bedrohlicher und gefährlicher geworden. Fast scheint es so, als ob es in den Gegenden, in welchen vor 99 Jahren mehr als zwei Millionen Mitglieder der armenisch-katholischen, assyro-chaldäischen, syrisch-orthodoxen und syrisch-katholischen Kirche ermordet worden sind, wieder zu Massenmord an und Vernichtung von Christen kommen wird.

Damals, 2010, beschrieb Feyerabend eine Situation, die auch schon zu jener Zeit in vielen Ländern für Christen mehr als nur prekär war. Feyerabend schildert die tagtägliche Gewalt gegen Christen in rund fünfzig Staaten, von denen die meisten Länder islamisch geprägt sind; während China und Nordkorea - damals wie auch heute - das Kreuz mit Hammer und Sichel bekämpfen.
Auch in der Türkei, die gemäß Feyerabend als trojanisches Pferd in die EU will, sind Christen nur Menschen zweiter oder dritter Klasse.

Montag, 24. November 2014

Toter Liberalismus ist die erste Voraussetzung auf dem Weg in den Totalitarismus

von Björn Düßmann
Derzeit steht der Präsident der Europäischen Kommission J.-C. Juncker in der Kritik. Nicht etwa, weil es sich bei ihm um einen machtgeilen Berufspolitiker übelster Sorte handelt, für den der Zweck die Mittel heiligt. Nein, weil er in der Vergangenheit einmal etwas richtig gemacht hat, nämlich mitverantwortlich ist für niedrige Unternehmenssteuern in seinem Heimatland Luxemburg.

Man könnte ihm nun zu Recht Unglaubwürdigkeit vorwerfen, ein Attribut, für das er ohnehin gut als Allegorie taugt. Denn sein früheres Handeln steht offensichtlich im Widerspruch zu seiner jetzigen politischen Agenda, die im Wesentlichen aus Harmonisierung, Zentralisierung und Gleichschaltung besteht. Die Kritik aus Medien und Politik besteht aber hauptsächlich darin, die Legitimität einer Steueroase in Frage zu stellen. Junckers Unglaubwürdigkeit wird bei der Kritik nur als Nebeneffekt abgetan, verständlich, da sie längst kein Alleinstellungsmerkmal seiner Person ist.

Erste Kaufsignale bei Goldminenaktien - Nutzen Sie diese Jahrhundert-Chance auf satte Gewinne

Endlich ist es soweit - die Zeichen für ein Ende der Edelmetallbaisse mehren sich
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
Börsianer sind schon ein sonderbares Volk. Jedenfalls sorgen sie dafür, dass an den Finanzmärkten eine der Grundregeln des Wirtschaftens keine Gültigkeit hat: Normalerweise führen steigende Preise zu einer geringeren Nachfrage und fallende Preise zu einer höheren Nachfrage. Nicht so an der Börse. Dort verhält es sich genau umgekehrt. Je länger ein Aufwärtstrend anhält, desto mehr Interesse zieht der entsprechende Markt auf sich. Und je länger und stärker es nach unten geht, desto mehr Börsianer ziehen sich frustriert von diesem Markt zurück.

Samstag, 22. November 2014

Die Museen der öffentlichen Hand: Mehr unternehmerisches Denken ist erforderlich

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
Museen sammeln Zeugnisse der Menschheitsgeschichte, um sie zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Aufmerksamkeit der Museen, welche größtenteils durch Steuergelder finanziert werden, ist durch diese fachliche Ausrichtung stark auf die Vergangenheit bezogen. Dagegen fällt es ihnen deutlich schwerer, sich mit den Anforderungen der Gegenwart auseinander zu setzen. Da liegt manches im Argen, da muss betriebswirtschaftliches Denken viel stärker als bisher zum Einsatz kommen.

Donnerstag, 20. November 2014

Rezension: Durch kapitalistischen Erfolg zum sozialistischen Staat?

Dieses Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 552 Seiten, 22,90 Euro, UTB.
Zunächst geht Schumpeter auf die marxistische Wirtschaftstheorie ein. Diese lässt sich plakativ mit den folgenden Schlagworten umreissen:
- die Theorie des Klassenkampfes zwischen Kapitalisten und Arbeitern;
- die Arbeitswerttheorie, diese ist die Quelle der Ausbeutungstheorie, weil dem Arbeiter der geschaffene Mehrwert aus seiner Arbeitsleistung von den Kapitalisten vorenthalten wird;
- ein Teil des Mehrwertes wird von den Kapitalisten in Maschinen (Kapital) investiert, die erhöhte Kapitalmenge führt zu einer sinkenden Ertragsrate, daraus resultiert das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate, folglich können nur die Kapitalisten längerfristig bestehen, die einen immer größeren Kapitaleinsatz finanzieren können;
- dieser vermehrte Kapitaleinsatz bedingt die Verelendungstheorie, immer mehr Arbeit wird durch Maschinen ersetzt, daraus folgt eine fortgesetzte Senkung der Lohnsumme verbunden mit Freisetzungen von Arbeitskräften, also zu steigender Arbeitslosigkeit, der Lebensstandard der Massen wird bis zur Verelendung abgesenkt;
- diese Verelendung führt schließlich zur Weltrevolution, die Massen der Arbeiterklasse enteignen die besitzende Klasse der Kapitalisten.

Mittwoch, 19. November 2014

Minarchisten und Anarchokapitalisten: Gemeinsam an einem Strang ziehen!

von Uwe Werler
Ich glaube, man kann sich der gesamten Problematik rund um Macht- und Herrschaftsansprüche auf zwei Wegen nähern. Der eine Weg läuft auf eine moralphilosophische Auseinandersetzung hinaus und stellt im Kern ganz allgemein die Frage, ob und wie Macht- und Herrschaftsansprüche legitimieren sich lassen. Dazu ist die Position der Anarchokapitalisten meines Erachtens eindeutig, indem sie konstatieren, daß diese Ansprüche nur dann legitimieren sich lassen, wenn das Momentum der Freiwilligkeit gegeben ist. Werden Menschen gezwungen, sich einem Machtmonopolisten unterzuordnen, dann kann diese Herrschaft eben keine Legitimität für sich beanspruchen. Diesen Widerspruch versuchen Minarchisten durch Verweis auf das empirische Phänomen der Existenz von Staaten „aufzulösen“.

Montag, 17. November 2014

Teil 2 der langfristigen Goldhausse wird spektakulär

Edelmetallmesse: Entspannte Goldanleger, frustrierte Goldminenaktionäre
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
letztes Wochenende fand in München die Edelmetallmesse statt. Ich habe mich sehr gefreut, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. Viele von Ihnen besuchten mich an unserem Messestand oder lauschten meinen insgesamt drei Vorträgen, einer davon im Rahmen unseres Krisensicher Investieren-Lesertreffens. Vielen Dank an dieser Stelle für die guten Gespräche und interessanten Anregungen.

Natürlich hatte ich während dieser beiden Tage auch reichlich Gelegenheit, einen Eindruck von der Stimmungslage der Goldanleger zu bekommen. Dabei zeigte sich ein sehr deutlicher Unterschied zwischen den Goldanlegern einerseits und den Käufern von Goldminenaktien andererseits.

Die öffentliche Verwaltung und ihre Berater

Wo sind meine Steuergroschen?
Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
in Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen mit den unterschiedlichsten Qualifikationen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Diese große Anzahl an Mitarbeitern scheint aber für die Aufgabenerledigung immer noch nicht auszureichen, denn zusätzlich geben Bund, Länder und Kommunen eine Menge Geld für externe Berater aus. Da fragt man sich schon, ob das alles nötig ist.

Externe Berater, das sind zumeist große und renommierte Unternehmen des Privatrechts, werden bei neuen komplexen Aufgaben eingesetzt, welche die öffentliche Verwaltung mit eigenen Kräften nicht bewältigen kann. Der Einsatz von externen Beratern in der öffentlichen Verwaltung hat in den letzten Jahren tendenziell zugenommen. Die Beratungsunternehmen sollen konkrete Probleme lösen, Handlungsempfehlungen entwickeln und gegebenenfalls deren Umsetzung begleiten. In der Praxis besonders bedeutsam sind Beratungen in den Bereichen Organisation und Informationstechnik, aber auch Strategie-, Personal- und Kommunikationsberatungen kommen vor.

Samstag, 15. November 2014

Ronald Reagan: Ein libertärer Mythos

von Tommy Casagrande und Stefan Blankertz
Ronald Reagan hatte einst gesagt: ,,Es ist nicht so, dass der Staat so viel Geld einnimmt, wie er braucht. Vielmehr gibt er alles Geld aus, das er kriegen kann.''

Was er gesagt ist - falls er das überhaupt gesagt hat - richtig. Beziehungsweise, derjenige, der diesen Text damals für Reagan geschrieben hat, hat es richtig geschrieben. Dennoch ist dieser Satz ein Theater, ein Schauspiel, eine Inszenierung und mehr nicht.

Reagan hat den Staatsapparat in seiner Amtszeit nicht runter, sondern weiter hochgefahren. Die Wirtschaft wurde durch keynesianische Konjunktureingriffe zum Laufen gebracht, die Inflation auch gleich mit angeheizt.

Mittwoch, 12. November 2014

Die grellrosa Wogen gehen hoch: Angiegate bei NEOS - Das Neue Österreich!

von Luke Lametta
"Es zeigt sich, dass einige Formen der Diskriminierungen unbewusst geschehen und auch auftreten können, wenn die betroffenen Personen oder Gruppen sich nicht diskriminiert fühlen."

Hilarious. Und so praktisch. Da geht einem als Politikerin "die Diskriminierung" ja niiie aus. Welche Universität hat den kichernden Keks nochmal promoviert? Eine Degree Mill in China? So wie ich die Partei kennengelernt habe, lief es vielleicht irgendwie so:

Enter: NEOS, marktwirtschaftlicher Flügel.
"Hört mal. Wir haben momentan medial ziemlichen Gegenwind und ein paar echt schwindlige Fehler in kürzester Zeit gemacht. Kann sich der eine oder andere öffentlich mal bitte etwas zurücknehmen? Lasst uns Nebenkriegsschauplätze erst intern ausdiskutieren. Feri macht dann ab jetzt die "einheitliche Kommunikation". Lasst uns doch draußen einfach mal ganz nüchtern und aufgeräumt den Bildung/enkelfit/UnternehmischesÖsterreich-Stiefel runterspielen. Beate und der Wien-Wahl zuliebe. Wir liegen selbst dort nur mehr bei 7%. Und dabei wollten wir doch die völlig desolate Rathaus-SPÖ samt Manfred Juraczka und "Wirtschafts"bund ärgern. 
Die hätten's -sowas- von verdient."

Ende des Drogenkrieges 2014?

von Sara Engel
Der Krieg gegen die Drogen läuft in den USA und in vielen anderen westlichen Ländern der Welt seit Jahren fort, ohne positive Resultate zu erbringen. Nun scheint es einen Paradigmenwechsel zu geben, zumindest was die Einstellung zu weichen Drogen wie Cannabis betrifft. In den USA haben nach Washington und Colorado nun auch die Bundesstaaten Oregon und Alaska die Freizeitnutzung von Cannabis erlaubt. Das bedeutet: Haschisch und Marihuana dürfen legal konsumiert werden, Hanfsamen dürfen legal gekauft und -pflanzen legal für den Eigenanbau gezüchtet werden.

Dienstag, 11. November 2014

Ein ‘Schwarzer Kanal’ zum 25-Jahr-Jubiläum seiner Einstellung

von Luke Lametta
Wie könnte der ORF 25 Jahre nach dem Mauerfall bei Im Zentrum” würdig jener Unschuldigen gedenken, die von der mittlerweile mehrmals umbenannten Linkspartei an der Grenze wie die Karnickel abgeknallt wurden? Genau, indem man fünf “Sozial”demokraten einlädt, die die Ermordeten an der innerdeutschen Grenze mit keiner Silbe erwähnen und sich stattdessen, erraten, am Neoliberalismus” abarbeiten. Der zwangsfinanzierte, offensichtlich-unredliche Rundfunk bewies gestern abermals sein schon sprichwörtliches und ganz und gar untendenziöses Händchen. Gratulation.

Ab Minute 40:00 wars Schriftsteller Josef Haslinger, der den erlösenden Bogen zum fürchterschröcklichen ‘Neoliberalismus’ schlug. Nach einer Einleitung Ingrid Thurnhers, deren weltanschaulicher bias einen bei ihrer eigenwilligen Interpretation der Moderatorenrolle auch immer verlässlich aus dem Knopfloch anspringt, “ob das denn gut gewesen sei, dass der Kapitalismus übrig geblieben sei?”

Rezension: Gerechtigkeit - ein umstrittener Begriff?

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: Hardy Bouillon: Wirtschaft, Ethik und Gerechtigkeit, 223 Seiten, 19,90 Euro, buchausgabe.de.

Folgt man bei dieser Frage dem Prof. Dr. Hardy Bouillon, einem Schüler des 2006 verstorbenen Philosophieprofessors Gerard Radnitzky (o. Prof. für Wissenschaftstheorie in Bochum und Trier), dann ist die Antwort ein klares "Nein".

Prof. Bouillon legt in diesem Buch sehr viel Wert auf eine unmissverständliche Sprache. Die Begriffe, welche behandelt werden, sind exakt zu formulieren – Prof. Boullion fordert eine saubere Sprache in der philosophischen Analyse. Aus diesem Grunde führt Prof. Boullion den Leser (und hier gerade Nicht-Philosophen wie mich) in den einleitenden Bemerkungen sehr umfassend und mit sprachlich akribischer Exaktheit in die Fragen zur "Ethik, Wirtschaft, Gerechtigkeit und Wirtschaftsethik" ein.

Montag, 10. November 2014

Kreditfinanzierte Aktienkäufe auf Rekordniveau – Richten Sie sich auf eine verheerende Baisse ein

Grenzenloser Börsenoptimismus an der Wall Street
Marktkommentar von Claus Vogt
Liebe Leser,
die folgende Grafik zeigt Ihnen den Verlauf des Weltleitindex S&P 500 sowie die Entwicklung der Summe aller US-Wertpapierkredite in Prozent des nominalen US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit 1994. Diese Kennzahl gibt Ihnen einen guten Eindruck davon, wie populär das Spekulieren auf Kredit an den Aktienmärkten ist. 

Insofern handelt es sich bei dieser Kennzahl um einen Sentimentindikator. Denn die weitverbreitete Aktienspekulation auf Kredit zeugt von einer sehr hohen Risikobereitschaft der Akteure und von überschäumendem Börsenoptimismus. Deshalb warne ich Sie in der aktuellen Situation eindringlich davor, Aktien auf Pump zu kaufen.

Paukenschlag: PDV-Bundesvorstand tritt zurück und aus!

Paukenschlag bei den politisch organisierten Libertären in Deutschland: Mit dem 9. November 2014 ist ein großer Teil des Bundesvorstands der Partei der Vernunft von allen Parteiämtern zurück- und gleichzeitig aus der Partei ausgetreten. Im Folgenden der Brief der ehemaligen PDV-Bundesvorstandsmitglieder Susanne Kablitz, Uwe Schröder, Peter Bruchmann, Johannes Roßmanith, Peter Abel, Gerhard Breunig, Thomas Stahl und André Liedgens an die Parteimitglieder in voller Länge:

Liebe Mitglieder der Partei der Vernunft,

mit diesem Schreiben erklären wir, die Mitglieder des Bundesvorstandes, Susanne Kablitz (Bundesvorsitzende), Uwe Schröder (stellvertretender Bundesvorsitzender und kommissarischer Landesvorsitzender Niedersachsen), Peter Bruchmann (stellvertretender Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender Thüringen), Johannes Roßmanith (Bundesgeschäftsführer), Gerhard Breunig (Bundesgeneralsekretär), Peter Abel (Bundesfinanzvorstand und Landesgeschäftsführer Hessen), André Liedgens (Mitglied des Bundesvorstandes und Mitglied des Landesvorstandes NRW) und Thomas Stahl (Mitglied des Bundesvorstandes und Mitglied des Landesvorstandes Bayern) zum 09.11.2014 unseren Rücktritt von allen Parteiämtern und unseren gleichzeitigen Austritt aus der Partei der Vernunft.

Samstag, 8. November 2014

Die Deutungshoheit der Räuber

von Tommy Casagrande
In den Medien wurde gesagt, Luxemburg zocke andere Länder ab, weil Großkonzerne sich aufgrund der geringeren Steuerlast in Luxemburg niederlassen.

Ich möchte nicht die Problematik ansprechen, die mit Großkonzernen verknüpft ist. Mir geht es nur um das Herausheben etatistischer Positionen, die absurd sind. 

Wenn dasjenige Land die anderen Länder abzockt, indem es relativ gesehen mehr Freiheiten gibt, dann ist klar, wohin der Zug fahren soll: in den Totalitarismus, wo die unfreien Länder als moralisch gut und die relativ freieren Länder als moralisch schlecht bewertet werden.

Freitag, 7. November 2014

Kosten der Parlamente: Darf`s ein bisschen weniger sein?

Gotthilf Steuerzahler fragt sich: Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
Liebe Leserinnen und Leser,
Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie, und das ist auch gut so. Aber der Bundestag sowie sechzehn Länderparlamente - Landtag, Abgeordnetenhaus oder Bürgerschaft geheißen - kosten uns Steuerzahler eine Menge Geld. Da fragt man sich schon gelegentlich, ob die Ausgaben für das parlamentarische System in dieser Höhe erforderlich sind.

Für den Bundestag werden im aktuellen Haushalt 725 Millionen Euro bereitgestellt, die Ausgaben der Länder für ihre Parlamente erreichen eine ähnliche Größenordnung. Das sind zusammen annähernd 1,5 Milliarden Euro im Jahr, ein wirklich stattlicher Betrag. Das viele Geld wird nicht nur für die Diäten der Abgeordneten und deren Altersversorgung gebraucht, sondern auch für die Mitarbeiter der Abgeordneten, für den Bau und die Unterhaltung der Parlamentsgebäude sowie für die Parlamentsverwaltungen, um nur die wichtigsten Positionen zu nennen. Selbstverständlich gibt es für die Zahlung von Diäten und Pensionen oder für die Beschäftigung von Mitarbeitern eine gesetzliche Grundlage, rein rechtlich ist also alles in Ordnung.

Mittwoch, 5. November 2014

Habermanns Richtigstellung: Gewerkschaften

Prof. Gerd Habermann
von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: Gewerkschaften
Im 19. Jahrhundert nützlich gewesene Selbsthilfebewegung der Arbeiterschaft mit umfassendem sozialen Engagement (auch mit einem eigenen sozialen Sicherungsnetz gegenseitiger Hilfe), im 20. Jahrhundert, besonders nach 1918, mehr und mehr zu einem machtvollen Kartell am Arbeitsmarkt erstarrt, das die Löhne höher hält als es den Marktverhältnissen entspricht und dadurch Haupturheber der Massenarbeitslosigkeit war und ist, vor 1933 wie heute. 
Im Übrigen sind sie zu einem wichtigen Bestandteil des deutschen Korporatismus geworden, mit Mitbestimmungsrechten in Großbetrieben wie in der Arbeits- und Sozialverwaltung oder beim öffentlichen Rundfunk, während der eigentliche soziale Auftrag mehr und mehr an den Staat überging.

Montag, 3. November 2014

Rezension: Eine Streitschrift - Nichts für Vulgär-Keynesianer ...

Dieses Buch kann bei Amazon bestellt
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Hubert Milz rezensiert
Diese Woche: John Maynard Keynes: Krieg und Frieden, 157 Seiten, 20 Euro, Berenberg Verlag.
Dieses Buch ist sicherlich kaum für Alan Greenspan, einem Vulgär-Keynesianer mit marktliberaler Rhetorik, der geeignete Lesestoff - auch kaum geeignet für die vielen anderen Vulgär-Keynesianer. Vielmehr ist dies eine Streitschrift von John Maynard Keynes, die durch ökonomische Brillanz und Kompetenz glänzt!

John Maynard Keynes war 1919 als Vertreter des britischen Schatzamtes Mitglied bei den Friedensverhandlungen in Versailles dabei. Keynes verließ damals jene Verhandlungen; er trat aus Protest zurück, und zwar wegen der irrationalen und hasserfüllten Forderungen, die bezüglich Reparationszahlungen durch die politischen Vertreter der Entente von Deutschland verlangt wurden.
In dieser Streitschrift, die auch und insbesondere als Protest gegen den Vertrag von Versailles zu lesen ist, schildert Keynes auch die geradezu paradiesisch-utopisch anmutenden Verhältnisse des alten Europas vor anno 1914, also vor dem Startschuss zum Beginn des neuen barbarischen Zeitalters; und:

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