Libertäres Internet-TV

Donnerstag, 31. Januar 2013

Über das Wasser

von Tommy Casagrande
Wasser ist ein Wunder der Natur. Ein Lebenselexier für Arten, die ohne Wasser nicht überlebensfähig sind. Wasser lässt Böden und Pflanzen gedeihen. Wasser ist erfrischend, das Rauschen des Ozeans ein angenehmer Klang, der die Seele zu beruhigen vermag. Wasser ist der Mutterbauch, in dem vielerlei Leben, das später die Landmassen besiedelte, darin seinen Anfang nahm. Ohne Wasser wäre die Erde ziemlich trocken.

Und dennoch, trotz alledem, ist Wasser ein Gut. Und wie mit allen Gütern, lässt sich auch mit Wasser Handel treiben. Wenn Menschen ein Bedürfnis nach etwas haben, so handeln sie auch damit. Diese menschliche Eigenschaft zu handeln bringt die Zivilisation hervor. Es sind keine Könige, keine Kaiser, keine Fürsten, keine Diktatoren, keine Monarchen, keine Präsidenten, welche eine Zivilisation hervorbringen, sondern es sind die menschlichen Tauschhandlungen.

Dienstag, 29. Januar 2013

Freiheitskeime 2013: ein libertäres Lesebuch

von Henning Lindhoff
Zwölf Monate ist es nun her, dass die Freiheitskeime zum ersten Male gesät wurden. Eine erfreulich gute Ernte konnte seitdem bestaunt werden. Es gab positives Feedback und einige Stimmen, die eine Wiederholung und Fortsetzung wünschten, auch Interesse zur Mitarbeit bekundeten. Im Laufe des Jahres 2012 haben sich einige Texte engagierter Freiheitsliebhaber angesammelt, die in dem vorliegenden Lesebuch ihren Platz finden. Besonderem Dank gilt an dieser Stelle dem Freiheitskeime-Autoren Michael von Prollius, der mittels Rezensionen und werbender Eigeninitiative wesentlich zum Erfolg der letztjährigen Freiheitskeime und zur Vergrößerung der diesjährigen Autorengemeinschaft beitrug. 

Auch für das Jahr 2013 soll ein Initialfunke der Freiheit und Individualität gezündet werden, ein Leuchtfeuer gegen jede Form des Kollektivismus. Die zusammengestellten Aufsätze sind eine freiheitlich gesinnte Bestandsaufnahme unserer Gesellschaft, das Salz in den Wunden des Zentralismus, der literarische Rost an den anziehenden Daumenschrauben der Planwirtschaft – allerdings immer auch anregende Diskussionsbeiträge. Ihre Autoren kommen aus vielen verschiedenen Richtungen, haben unterschiedlichste Biographien und Erfahrungen. Sie tragen keine ideologischen Scheuklappen, sind allesamt überzeugte Individualisten, die die Liebe zur Freiheit eint. Sie schreiben von provokanten Meinungen, die wohl nicht immer nur auf wohlgesinnte Augen treffen werden. Das Rauchen wird gelobt, Waffenbesitz für legitim erklärt. Verschollene Kindheitserinnerungen werden ans Licht gezerrt. Es wird gegen Klimalüge und Schulzwang gewettert. Zentralbanken und Gewerkschaften werden ins Kreuzfeuer, Spekulanten in Schutz genommen. Freiheitliche Insel- und Internetutopien werden greifbar gemacht. 

Montag, 28. Januar 2013

“Aussteigen, Endstation Sozialismus” – eine freiheitliche Konferenz in Zürich

Einer der Referenten:
Prof. Christian P. Hoffmann
von Christoph Heuermann
Gestern besuchte ich unser Nachbarland für eine von den Schweizer Jungparteien der FDP und SVP organisierten Konferenz, die den etwas doppeldeutigen Namen “Aussteigen, Endstation Sozialismus” trug. Spätestens nach dem ersten Vortrag wurde aber klar, dass der Sozialismus nicht das Reiseziel, sondern das Problem sei, aus dem man aussteigen müsse.

Der Veranstaltungsaal einer christlichen Gemeinde war prall gefüllt – neben vielen Schweizern drängten sich auch einige Deutsche, die sich die Vorträge ihrer Landsmänner Frank Schäffler und Christian Hoffmann nicht entgehen lassen wollten. Auch Security war vor Ort – der angekündigte Ansturm einiger Linksautonomer blieb aber aus.

Schließlich sollte bei der Konferenz eine Allianz der bürgerlichen Kräfte geschmiedet werden, um sich dem aktuellen Linksdrall der Schweiz erfolgreich widersetzen zu können. Denn die Schweiz ist längst nicht mehr so freiheitlich, wie ich dachte, auch wenn fehlende Zugehörigkeit zur Europäischen Union und Direkte Demokratie das Schlimmste noch verhindert haben. Wie der Schweizer Nationalrat Lukas Reimann von der SVP später in seinem Referat ausführte, hätte der Staat Plastiktüten verboten, weil ein paar Leute sie weggeworfen haben, traue er Hundebesitzern nicht mehr das Halten von Hunden ohne Überprüfung zu, weil ein paar Leute sie nicht gehabt hätten und würde das private Pokerspielen unter Strafe stellen, weil es ja ein abhängig machendes Glücksspiel sei. Von Haftung und Verantwortlichkeit der Fehlhandelnden kenne der Staat kein Wort, würde den rechtschaffenen Bürger aber immer mehr Sachen verbieten und ihm im Grunde garnichts mehr zutrauen.

Freitag, 25. Januar 2013

Blink, die Vierte!

Bereits im Dezember haben wir in einem Interview mit Aaron Koenig kurz das Thema ,,Bitcoin'' vorgestellt. Bitcoin ist eine digitale Währung und ein weltweites Zahlungsnetzwerk zugleich. Beides kommt ohne Zentralbank oder sonstige zentrale Institutionen aus, denn es funktioniert nach dem Peer-to-Peer-Prinzip, so wie man es von Filesharing-Plattformen kennt.
Bitcoins werden durch eine Open-Source-Software nach einem fest vorgegebenen Verfahren neu erzeugt, das Geldmengenwachstum ist vorsehbar und nimmt mit der Zeit ab, eine Inflation wie beim staatlichen Fiat Money ist also ausgeschlossen. Bitcoins sind durch Kryptographie geschützt, es ist unmöglich, sie zu fälschen. Die Transaktionen laufen weltweit direkt zwischen den Usern und sind kostenlos. Banken und Zahlungsdienstleister wie Western Union werden damit überflüssig. Viele Libertäre sehen in Bitcoin eine interessante Alternative zum verseuchten Fiat Money-System.
Genauer vorgestellt wird Bitcoin in der aktuellen Ausgabe der ,,Blink''. Es kommen Größen wie Torsten Polleit, einer der führenden ,,Austrian Economists'' im deutschsprachigen Raum, sowie Bitcoin-Chef-Entwickler Gavin Andresen und andere zu Wort. Wir empfehlen die Lektüre der aktuellen ,,Blink''.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Religion, eine freiwillig akzeptierte Idee

Politisierte den Islam im Iran:
Khomeini
von Tommy Casagrande
Der Islam ist eine Religion. Das Christentum ist eine Religion. Religionen gibt es auf der Welt einige. Sie setzen sich aus Menschen zusammen, die freiwillig an etwas glauben. Religion entspringt dem spirituellen Wunsch eines Menschen, seinem Leben einen Sinn zu geben. Nun darf man anderen Menschen anbieten, jene Idee für wahr zu halten, die man selber glaubt oder gerade erfunden hat. Insofern zeichnet sich das Wesen der Religion grundsätzlich durch einen Akt der Freiwilligkeit aus.

Vermischt sich Religion mit Politik, wird also politisiert, wozu es keine bestehende staatliche Instanz bedarf, sondern ausschließlich das Mittel, Gewalt gegen jene anzuwenden, die anders glauben oder gar nicht glauben, so hat das nichts mit Religion zu tun, sondern mit der Politisierung der Religion. Der Moment, an dem der erste sagt ,,Gewalt gegen Andersdenkende gehört zu unserer Religion" ist der Moment, an dem die Religion, das freiwillige Annehmen einer sinnstiftenden Überzeugung, zur Politik wird. Denn Politik impliziert das öffentliche Leben, es beinhaltet Handlungen, die sich auf andere Menschen beziehen. Politik braucht keinen Staat. Wer als Fussballverein, als religiöser Verein, als Zusammenkunft mehrerer Menschen der Ansicht ist, dass Gewalt das Mittel ist, um andere Menschen zu etwas zu zwingen, der verhält sich politisch und somit gewalttätig.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Veranstaltungshinweis: ,,Aussteigen, Endstation Sozialismus!''

Einer der Referenten:
Robert Nef.
Christian Zulliger, Redaktionsmitglied von Freitum, ist einer Organisatoren der Veranstaltung ,,Aussteigen, Endstation Sozialismus!'', welche diesen Samstag um 13 Uhr in Zürich stattfindet. Wir empfehlen die Teilnahme an diesem Event, das sich mit sehr interessanten Fragen beschäftigen wird und dazu hochkarätige Gäste geladen hat:

Was ist gesundes Geld? Wieso sind unsere Sozialwerke derart marode? Warum soll der Staat alleine für Bildung sorgen? Was ist ein freiheitliches Rechtssystem? Wie viel Staat brauchen wir eigentlich? Wie weit sind wir auf dem Weg in den Sozialismus bereits? Was sind die Auswege?
Auf diese Fragen werden wir an unserem Anlass „Aussteigen, Endstation Sozialismus! Freiheitliche Antworten auf den schleichenden Sozialismus“ Antworten finden. Wir wollen Jungpolitiker der beiden bürgerlichen Parteien JSVP und Jungfreisinnige ermöglichen sich von gedanklichen Altlasten zu befreien. Jungpolitiker müssen sich wieder grundsätzliche Fragen stellen, was zu den Aufgaben des Staates gehört.
Der Anlass wird organisiert von Mitgliedern der beiden Jungparteien mit dem Ziel, Allianzen gegen den fortschreitenden Sozialismus zu fördern und die an einem freiheitlichen Staat interessierten Kräfte zur vermehrten Zusammenarbeit zu bewegen.

Dienstag, 22. Januar 2013

Essay wider den Kollektivismus

Beispiel Ultras: individuell oder kollektivistisch?
von Moritz Ballauff
Angekommen an einem Punkt, an dem sich das Motiv der Individualität und Authentizität durch alle Jugendkulturen zieht, lohnt es sich an den entsprechenden Stellen genauer hin zu gucken.

Zunächst einmal gilt es festzustellen, dass Individualismus Kollektivismus in jeder Hinsicht überlegen ist. Determinante Entdeckungen und Entwicklungen in allen Bereichen menschlichen Lebens gehen von den Ideen einzelner Individuen aus. Das ist allein schon deshalb logisch, weil so etwas wie kollektive Intelligenz im Sinne von Schwarmintelligenz nicht existiert. Das bedeutet nicht, dass die Mehrzahl der Menschen dumm und lebensunfähig ist, sondern dass Kollektive dazu neigen die niedersten Gemeinsamkeiten zu ihren Identifikationsmerkmalen zu erheben und aus dieser Definition heraus wird klar, dass es sich dabei nicht um innovatives, revolutionäres Gedankengut handeln kann, weil jedes Individuum im Kollektiv gezwungen ist, seine überlegenen Ideen unterzuordnen. Ein Zusammenschluss aus Individuen, die den Austausch in der Gruppe und keine Identifikation suchen, ist in diesem Sinne selbstverständlich nicht als Kollektiv zu betrachten. Die Unterscheidungskriterien sollen hier als die “Gleichschritt-Probe” bezeichnet werden: Ordnen sich die Individuen der Philosophie des Kollektivs  unter (authentisch oder künstlich spielt dabei keine Rolle) oder nutzen sie die Gruppe zum Austausch? 

Montag, 21. Januar 2013

Ökonomisch effiziente Sozialdemokratie?

M. Friedman und F.A. Hayek:
Vorbilder für die Sozialdemokratie?
von Martin Ledermann
Ökonomisch effiziente Sozialdemokratie? Im Grunde garnicht so schwierig. Dazu müssen nur ein paar Dinge beherzigt werden:

(1) Sozialdemokraten sind der Ansicht, dass gewisse Güter für jeden zugänglich sein sollten, entweder völlig bedingungslos oder gebunden an eine Arbeitspflicht. Das bedeutet, dass jedem Menschen ein Grundmaß an Kaufkraft garantiert werden müsste. Es bedeutet nicht, dass die entsprechenden Güter (etwa Gesundheitsversorgung, Nahrung, Wohnungen etc.) staatlich hergestellt werden müssten, oder dass private Unternehmen in diesen Bereichen stark reguliert werden müssten. Es bedeutet auch nicht, dass es Preisober- oder untergrenzen bräuchte. Es gibt bspw. keinen wichtigen Grund dafür, die Gesundheitsversicherung staatlich zu organisieren. Eine Alternative wäre die privatwirtschaftliche Organisierung bei gleichzeitiger Subventionierung von Armen und einer Versicherungspflicht für alle.

Samstag, 19. Januar 2013

Wie SPD, Grüne und Mainstream-Linke knallhart in Kriegsrhethorik verfallen

,,Zufall'': Mali ist reich an Rohstoffen.
von Michael Sanchez
Da kommt sich der gutgläubige Normalbürger doch vor wie in einer verdrehten Welt. Da fordern die einstmals sich so pazifistisch gebenden Linken sämtlicher Schattierungen Kriegseinsätze in allen möglichen Regionen. Freilich nur um die "universellen Menschenrechte" zu wahren. Gut, die Grünen hatten schon mit der völkerrechtswidrigen Bombardierung Jugoslawiens ihre kriegspolitische Unschuld verloren. Doch das nun beim neokolonialen Rohstoffkrieg der Franzosen in Mali die deutsche Linke so unverhohlen das Eingreifen auch bundesdeutscher Truppen fordert kommt in einer bisher so nie da gewesenen Qualität daher, die einen erschaudern lässt. War es nicht die Linke, die einst die Bundeswehr sogar ganz abschaffen wollte? Und nun soll sie aber für undurchsichtige Interessen auf dem afrikanischen Kontinent unverdrossen verheizt, Pardon, eingesetzt werden?

Obwohl seit jeher bekannt ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der Bundesrepublik jegliche Auslandseinsätze der Bundeswehr grundsätzlich ablehnt, wird von den Vertretern der etablierten Parteien jedoch permanent dagegen gehandelt.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Leserbrief von Ludwig von Mises an Ayn Rand

Ayn Rand
übersetzt von Tomasz M. Froelich
Ludwig von Mises, der vielleicht wichtigste Freiheitsdenker des 20. Jahrhunderts, schrieb am 23. Januar 1958 einen Leserbrief an die große Ayn Rand, deren Bestsellerromane mit libertärem Gedankengut durchdrungen waren und ein Millionenpublikum erreichten. Mises lobte Rand für ihre scharfsinnige Analyse und Kritik der etatistisch verseuchten Gesellschaftsordnung. Im Folgenden die Übersetzung des Leserbriefs:

Liebe Frau Rand,

ich bin kein Fachkritiker und fühle mich nicht dazu berufen, über die Leistungen eines Romans zu urteilen. Daher möchte ich Sie auch nicht damit aufhalten Ihnen mitzuteilen, dass ich es sehr genossen habe ,,Atlas Shrugged'' zu lesen und voll der Begeisterung für ihren meisterhaften Aufbau der Handlung bin.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Über den Gefängnis-industriellen Komplex der USA

US-Gefängnis
von Tommy Casagrande
Die USA gelten gemeinhin als das "Land der Freiheit", das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten". Viele Amerikaner sind immer noch stolz darauf, dass dieses Land als Wurzel der Freiheit gesehen wird. Der amerikanische Mythos lebt weiter, selbst dann, wenn sein Körper längst gestorben ist. Doch auch im Rest der Welt wird Amerika verherrlicht und gilt als Ideal eines Staates, indem seine Menschen in Freiheit leben können. Sobald vom "Westen" geredet wird, ist damit Amerika gemeint. Doch ist Amerika tatsächlich jener Hort, an dem die Freiheit des Individuums als unantastbar gilt? Nein, ganz sicher nicht. Dafür ist sind die USA mittlerweile ein zu großer Staat geworden. Die Macht ballt sich in Washington und auch die Amerikaner wissen mittlerweile, was staatliche Gängelung bedeutet.

Die Gleichsetzung von USA und Freiheit wäre genauso falsch wie die Gleichsetzung von Demokratie und Freiheit. Freiheit meint die negative Freiheit, welche sich darin definiert, dass es keine initiierende Gewalt auf Körper und Eigentum geben darf. Diese Definition von Freiheit ist natürlich nicht gleich zu setzen mit der Definition der USA, als einen Staat, dem das Gewaltmonopol, das Rechtsmonopol und das Besteuerungsmonopol inne wohnt. 

Dienstag, 15. Januar 2013

Über positive und negative Freiheit

Staat: Diktatur statt Freiheit.
von Tommy Casagrande
Freiheit ist ein Begriff, den viele Menschen gerne benutzen. Doch was ist darunter eigentlich zu verstehen? Besagt er, dass ich tun und lassen kann, was ich will? Wohl kaum, denn wenn ich machen kann, was ich will, so kann ich auch Dinge tun, die auf Kosten anderer Menschen gehen. Deswegen unterscheidet man gemeinhin zwischen zwei Definitionen von Freiheit, wobei die eine tatsächlich Freiheit meint, und die andere lediglich vorgibt, Freiheit zu meinen.

Positive Freiheit: Ich darf tun und lassen, was auch immer ich möchte. Im extremsten Falle auch töten und vergewaltigen. Der Begriff ,,positiv'' meint, dass Freiheit bedeutet, dass ich sie setzen darf, wie es mir beliebt; ich darf agieren in jedwede Himmelsrichtung. Freiheit wird als maximale Handlungsmöglichkeit ausgelegt, auch wenn andere die Kosten dafür bezahlen müssen. In diesem Sinne meint ,,positiv'' aktiv, offensiv. Doch positive Freiheit ist keine Freiheit, denn jede Diktatur genießt seinerseits den Zustand positiver Freiheit.

Montag, 14. Januar 2013

Markt oder Ausbeutung = Freiheit oder Staat

Durch Steuerraub finanziert und nicht
wettbewerbsfähig: Die EU-Fischerei
von Diego Ciaramella
Ich stelle folgende These auf, welche ich nachfolgend beweisen werde:

Markt UND Staat = Erzeugung von Ausbeutung.
Markt UND Freiheit = Eliminierung von Ausbeutung.

Kapitalismus ist ein Kampfbegriff, ebenfalls Kommunismus. Staat auch. Und Freiheit sowieso.

Um Missverständnisse zu vermeiden und damit auf das Wesentliche der Fokus gelegt werden kann, bedingt es einiger Begriffsdefinitionen für den nachfolgenden Bericht:

Freitag, 11. Januar 2013

Über die Wohnungsnot

Wohnungsnot: Historisch und gegenwärtig bekannt.
von Tommy Casagrande
Was ist mit folgendem Zitat von Ludwig von Mises aus dem Kapitel ,,Interventionismus'' seines Buches  ,,Vom Wert der besseren Ideen'' gemeint?

,,Dabei entstand diese Wohnungsnot gerade infolge dieser staatlichen Eingriffe, durch die Festsetzung des Mietpreises unterhalb des Preises, den die Leute auf dem freien Markt hätten zahlen müssen.''

Wohnen ist ein menschliches Bedürfnis, so wie alles andere auch. Dieses Bedürfnis würde befriedigt werden von anderen Menschen. Wir nennen diese gemeinhin Unternehmer, da sie etwas unternehmen, um ein spezifisches Bedürfnis der Menschen zu stillen. Natürlich haben auch Unternehmer Bedürfnisse. Diese wiederum werden von jenen befriedigt, die für die bereitgestellte Befriedigung von Seiten des Unternehmers bezahlen. Wenn nun ein Dritter dazwischen kommt, der Staat, der dann sagt: ,,Mieten dürfen einen gewissen Betrag nicht überschreiten!", so sagt der Staat nichts anderes als: ,,Du, Unternehmer, darfst nicht mehr Geld verlangen, als ich dir vorschreibe, dass du verlangen darfst und Du, Wohnungssuchender, darfst nicht mehr zahlen, als ich dir vorschreibe, dass du zahlen darfst!". 

Donnerstag, 10. Januar 2013

Kommunismus an den Pranger! Über die dringend notwendige Decamouflierung einer mörderischen Ideologie

,,Stalingrazer'' Kommunistin: Kahr.
von Johann Kaltenleithner
Als die in Rest-Österreich gottlob marginalisierte Kommunistische Partei (KPÖ) bei den im November abgehaltenen Grazer Gemeinderatswahlen mit einem Stimmenanteil von über 20 Prozent einen Überraschungserfolg einfuhr, reagierte das publizistische Establishment Österreichs vor allem mit gleichgültigem Achselzucken. Die Grazer Kommunisten, die sich seit Jahren auf die Populismus-affine Thematik des Wohnbaus, der kontinuierlich steigenden Mieten und den Mieterschutz versteifen (natürlich gewürzt mit der obligaten Prise Kapitalismuskritik), hätten unter ihrer unscheinbar wirkenden Chefin Elke Kahr den revolutionären Pathos und das weltentrückte Sinnieren über egalitäre Weltrevolutionen zugunsten seriöser Sachpolitik aufgegeben und wurden vom Wähler für diese neue politische Sachlichkeit entlohnt, konstatierten Beobachter sinngemäß. 

Mittwoch, 9. Januar 2013

Nachruf auf James M. Buchanan: Über sein Leben und über sein Werk

James M. Buchanan (1919-2013)
von Tomasz M. Froelich
Heute verstarb der große Ökonom James M. Buchanan, der 1986 für seine Forschungen auf dem Gebiet der Ökonomie mit dem damals noch nicht vollends diskreditierten Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Buchanan, Mitglied der Mont Pelerin Society, ging es in seinen Schriften darum, die Rolle des Staates und den Zwang, den er ausübt, zu minimieren. Er sah sich in weltanschaulicher Hinsicht als Anarchisten und hochgradigen Individualisten und entwickelte gleichzeitig einen Ansatz, mit dem es möglich war, sich eine kollektive Ordnung vorzustellen, der alle Leute zustimmen, sodass man nicht mehr von staatlichem Zwang, sondern von einem Gesellschaftsvertrag sprechen kann.
Buchanan erlebte Zeit seines Lebens eine interessante Metamorphose. Der Gerechtigkeitsfanatiker neigte zunächst stark nach links, sympathisierte mit dem Kommunismus. Erst sein Aufenthalt an der berühmten Universität in Chicago machte ihn zu einem Liberalen.
Wir trauern um James M. Buchanan, der stolze 93 Jahre alt wurde und danken ihm für seinen wissenschaftlichen und freiheitlichen Beitrag.

Karen Horn, deutsche Wissenschaftsjournalistin und ebenfalls Mitglied der Mont Pelerin Society, hatte am 12. August 2009 das große Glück, James M. Buchanan für die ,,Frankfurter Allgemeine Zeitung'' interviewen zu können. Sie sprach mit ihm über sein Leben und Werk. Das Interview ist im Folgenden abgetippt: 

Dienstag, 8. Januar 2013

Die totale Enteignung – aber wenigstens sozial gerecht auf Millionen von Menschen verteilt! Zum Gedenken an den ersten Todestag von Roland Baader

Respekt, Roland Baader!
von Susanne Kablitz
In großen Lettern fiel mir die heutige Schlagzeile in der Zeitung „Die Welt“ ins Auge: ,,Die Euro-Länder werden bei Staatsanleihen eine Enteignungsklausel einführen!'', und weiter: „Sie (die Enteignungsklausel) riecht nach einem Angriff auf die Ersparnisse der Bürger, nach geplantem Schuldenschnitt und rücksichtsloser Enteignung. Jedenfalls wird all dies für die Staaten der Euro-Zone künftig wesentlich einfacher werden - dank CAC.“ Die Abkürzung steht für ,,Collective Action Clause", zu deutsch ,,kollektive Handlungsklausel". Alle neuen Staatsanleihen der Euro-Zone enthalten ab diesem Jahr eine solche Klausel. Das klingt für Laien unverständlich und viele dürften glauben, davon nicht betroffen zu sein - wer besitzt schon Staatsanleihen?
Diese wunderschöne Regelung soll für alle neu aufgenommenen Anleihen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr gelten und wurde im Rahmen der Verhandlungen über die Einführung des sogenannten „Europäischen Stabilitätsmechnismus – ESM“ vereinbart. Nun, hier war man anscheinend darum bemüht, sich vor rechtlichen Konsequenzen durch die betroffenen Bürger zu schützen, die Staatsanleihen en masse in ihren Portfolios haben - ohne dies allerdings in den meisten Fällen zu wissen.

Montag, 7. Januar 2013

Kernenergie in der Privatrechtsgesellschaft

Kletterwand statt Kühler: Statt eines Kernkraftwerks
steht in Kalkar nun ein Vegnügungspark 
von Klaus Schlenstedt
Der Grundtenor unter den meisten Libertären ist die Vermutung, dass es ohne den Staat niemals zum Bau von Kernreaktoren gekommen wäre. Zu diesem Urteil muss auch zwangsläufig gelangen, wer sich die heute bestehenden Anlagen anschaut.

Als Hauptargument wird oft die Nichtversicherbarkeit bzw. das Endlagerproblem aufgeführt. Beides sind jedoch falsche Grundannahmen, wie später noch gezeigt werden wird.

Des weiteren wird angeführt, dass sich wegen der genannten Probleme keine privaten Kreditgeber für die Vorfinanzierung solcher Projekte finden würden. Auch hier ergibt sich die richtige Schlussfolgerung jedoch nur bei Annahme falscher Voraussetzungen.

Bei den heute in Betrieb befindlichen Anlagen handelt es sich bis auf die Siedewasserreaktoren Grundremmingen B & C um Druckwasserreaktoren.

Freitag, 4. Januar 2013

Über Menschen und Bedürfnisse

Fetischisten einer Planwirtschaft: Engels und Marx
von Tommy Casagrande
Menschen sind Individuen. Bedürfnisse sind menschlich. Somit sind Bedürfnisse individuell. Wirtschaft befriedigt Bedürfnisse. Wirtschaft besteht aus Menschen. Menschen haben Bedürfnisse. Menschen wären in einem freien Markt frei, einander Bedürfnisse zu befriedigen durch Angebot und Nachfrage. Was Menschen nicht wollen, werden Menschen nicht nachfragen. Was Menschen wollen, dafür wird es ein Angebot geben. Niemand wird abgehalten selbst zum Anbieter zu werden um Bedürfnisse zu befriedigen. 
Die Idee, dass Planwirtschaft funktionieren soll, würde bedeuten, dass es Menschen gibt, die glauben, man könne herausfinden, welche Bedürfnisse die wichtigsten sind, um sie von der Politik befriedigen zu lassen. Dabei werden den Menschen Ressourcen entzogen, die sie für die Befriedigung anderer Bedürfnisse nicht mehr einsetzen können. Niemand kann wissen, welche Bedürfnisse wichtig und welche unwichtig sind. Niemand kann wissen, wie viele Ressourcen für eine Bedürfnisbefriedigung investiert werden müssen. 

Mittwoch, 2. Januar 2013

Der große Jahresrückblick 2012 – kompetent, umfassend, zynisch

Europa 2012: Ein Jahr zentralistischer
Enteignungsakte
von Susanne Kablitz
Das letzte Jahr endete so wunderbar! So warmherzig und voller Mitgefühl! Nach einem weiteren Jahr der vermeintlichen Finanzkrise hat es sich  EU-Ratspräsident Herman van Rompuy nicht nehmen lassen, an rund 200 Regierungsoberhäupter rund um die Welt ein reizendes Büchlein namens „The World of Happiness“ zu versenden. Ein Büchlein gespickt mit rund 100 Botschaften rund um das positive Denken, denn es sei ein Anliegen der EU-Heilsbringer „Glück und Wohlergehen der Menschen“  und dass dies „die Priorität für 2012“ sei!

In seiner diesjährigen Ansprache verkündete er nun die frohe Botschaft, dass die EU sich „in bester Verfassung“ befinde. Er bedaure zwar die Menschen, die von Arbeitslosigkeit und „schlechter Kaufkraft gebeutelt“ seien – aber dies geschehe nur im Dienste einer „größeren Sache“, die Schmerzen würden sich für die EU lohnen!