Dienstag, 10. Dezember 2013

Marktkommentar: Bären an der Wall Street vom Aussterben bedroht


von Claus Vogt
Anlegerstimmung so bullish wie nie zuvor
Lieber Leser,
generell unterscheidet man an der Börse Bullen, die steigende Aktienkurse erwarten, und Bären, die mit fallenden Kursen rechnen, sowie die nicht ganz unerhebliche Gruppe von Analysten, bei der man im Anschluss an die Lektüre nicht weiß, woran man ist. Man könnte sie die Politiker unter den Analysten nennen, da sie sich nicht festlegen wollen und wahrscheinlich ganz bewusst darauf verzichten, sich klar auszudrücken. Bei modernen Politikern rechne ich rund 99% der Akteure zu dieser Kategorie. Bei den Aktienanalysten waren es laut Investors Intelligence in der vergangenen Woche mit der für diesen Berufsstand eher durchschnittlichen Zahl von 28,6% deutlich weniger.



Als ganz und gar nicht durchschnittlich erwies sich vorige Woche allerdings der Anteil der Bären. Er signalisiert ohne Wenn und Aber aller höchste Warnstufe. Mit gerade einmal 14,3% ist er auf den niedrigsten Wert seit 1987 gefallen, dem Jahr des spektakulären Börsencrashs, als der Weltleitindex S&P 500 einen Tagesverlust von über 20% erlebte. Das ist immerhin schon 26 Jahre her. Und zwischendurch kam es zu einer der größten Aktienblasen aller Zeiten. Deshalb mag man es ja fast nicht glauben: Aber sogar am Höhepunkt der Dotcom-Blase im März 2000 gab es deutlich mehr skeptische Stimmen als heute. Und am Top des Jahres 2007 fiel der Anteil der Bären nur knapp und für wenige Wochen unter die 20%-Marke. Jetzt also sind es nur noch 14,3%. Und die 20%-Marke wird bereits seit acht Wochen in Folge unterschritten.

Auch der Prozentsatz der Bullen befindet sich derzeit auf einem sehr hohen Niveau. Vorige Woche ist er auf stattliche 57,1% geklettert. Hier gelten Werte von mehr als 55% als klare Warnsignale, die nur selten erreicht werden.

Schließlich sehen Sie im unteren Teil des Charts die Verhältniszahl Bullen zu Bären. Sie beträgt 3,99. Auf jeden Bären kommen in den USA also 4 Bullen. Auch bei dieser Kennzahl müssen Sie bis 1987 zurückgehen, wenn Sie höhere Werte finden wollen.
 

S&P 500 und Investors Intelligence Sentimentindikatoren, 2007 bis 2013


Einseitiger kann die Börsenstimmung kaum noch werden:
Bullen 57,1%; Bären 14,3%; Verhältnis Bullen zu Bären 3,99.


An den Aktienmärkten nimmt nur noch die Fallhöhe zu
Die Sentimentindikatoren spielen eine wichtige Rolle in meinen Analysen und Prognosemodellen. Letztere beschreiben wir übrigens ausführlich in unserem 16-seitigen Einführungsdossier, das alle Mitglieder von Krisensicher Investieren erhalten. Und die aktuellen Entwicklungen unserer Indikatoren und Modelle besprechen wir selbstverständlich Monat für Monat und setzen die Ergebnisse in konkrete Anlageempfehlungen für unsere Leser um.
Im Moment zeichnen die Sentimentindikatoren in Kombination mit den anderen maßgeblichen Einflussfaktoren der Aktienmärkte ein Bild höchsten Risikos. Dieses Bild lässt keinen Zweifel daran, dass wir es erneut mit einer Spekulationsblase zu tun haben, der dritten innerhalb von nur 15 Jahren. Sowohl die Finanzmarktgeschichte als auch die innere Dynamik von Spekulationsblasen lassen keine ernsthaften Zweifel zu, dass auch diese Blase platzen wird. Heftige Kurseinbrüche und - schlimmer noch - verheerende realwirtschaftliche Entwicklungen werden die Folge sein. Die Masse der Anleger ist auch jetzt wieder dabei, in ihr Unglück zu laufen. So war es stets, und so wird es wohl auch bleiben. Jeder weitere Kursanstieg stellt lediglich eine Zunahme der Fallhöhe dar.

Aber wann wird diese Blase denn nun platzen? Die Sentimentindikatoren deuten in ihrer Gesamtheit darauf hin, dass wir uns mit großer Wahrscheinlichkeit in der Nähe des Höhepunkts der Blase befinden. Andere, hier nicht besprochene und in der  Vergangenheit sehr treffsichere Indikatoren bestätigen diese Annahme auf beeindruckende Weise.

Das Platzen dieser Blase, die man getrost als die Mutter aller Spekulationsblasen bezeichnen kann, wird den darauf vorbereiteten Anlegern sensationelle Chancen eröffnen. Es wird uns eine Freude sein, unsere Leser in Krisensicher Investieren mit Rat und Tat durch diese aufregenden und chancenreichen Zeiten zu begleiten.

Bei Fragen und Diskussionsanregungen freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme,

Ihr
Claus Vogt
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Claus Vogt ist Gründer der Vermögensverwaltung Aequitas Capital Partners GmbH, einer auf vermögende Privatanleger und institutionelle Investoren spezialisierten Vermögensverwaltung. Der ausgewiesene Anlageprofi besitzt ein fundiertes Fachwissen und hat eine Bilderbuchkarriere im Finanzwesen aufzuweisen. Zusammen mit Börsenexperte Roland Leuschel hat er der Bestseller ''Das Greenspan Dossier'' geschrieben. Diese schonungslose Abrechnung mit der Geldpolitik des US-Notenbankchefs stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und erscheint aktuell in der dritten Auflage. Auf seiner Webseite www.clausvogt.com hält er aktuelle Informationen, detaillierte Analysen und wertvolles Hintergrundwissen zu den Themen: Eurokrise, Staatsverschuldung, Inflation, Gold, Österreichische Schule, Vermögensschutz für Sie bereit. Außerdem können Sie sich auf www.clausvogt.com für den kostenlosen wöchentlichen E-Mail-Newsletter ,,Claus Vogt Marktkommentar'' registrieren.

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