Mittwoch, 27. November 2013

Die Absurditäten des Etatismus im Alltag am Beispiel einer Zugfahrt

von Tommy Casagrande
Im letzten Waggon des Zuges gibt es eine Kinderecke mit einem Fernseher, wo rund um die Uhr Kinderserien laufen. Direkt daneben hat sich ein Mann hingesetzt und weiter hinten ein älteres Pärchen. Als die Fahrkartenkontrolleurin durchspazierte, fing der Mann an sich zu beklagen, dass der Fernseher zu laut sei und ob man ihn nicht leiser drehen könne. 
Er hat sich aber direkt neben diesen lauten Fernseher gesetzt. Der Zug war insgesamt nicht ausgelastet, sodass er auch den Waggon hätte wechseln können. Ein Kind saß währenddessen nicht vor dem Fernseher, aber bei jeder Station hätte eines einsteigen können. Die Kontrolleurin, die sich ihrerseits nicht auskannte mit der Technik ging weiter und bekam von der älteren Frau eines Pärchens die nächste Schelte zu hören. Der Fernseher würde Kinder taub machen, er sei zu laut und ob man ihn leiser drehen könne. Daraufhin kam ein wohl technisch kompetenterer Mann und drehte den Fernseher ab. Das ältere Pärchen hätte jedoch auch den Waggon problemlos mit ein paar Fußschritten wechseln können. Stattdessen wollte man den eigenen Willen durchsetzen. 

Montag, 25. November 2013

Marktkommentar: Rendite steigern und Schwankung reduzieren - gerade in turbulenten Zeiten


von Claus Vogt
Aktienmärkte drastisch überbewertet

Liebe Leser,
die fundamentale Bewertung des US-Aktienmarktes, der als Weltleitbörse fungiert, lässt keine Zweifel daran, dass wir es an den Aktienmärkten schon wieder mit einer gewaltigen Spekulationsblase zu tun haben, der dritten seit Ende der 90er Jahre. Beispielsweise ist das Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) inzwischen auf 25 Punkte gestiegen. Es beträgt sogar mehr als 30 Punkte, wenn man es um die Gewinnmarge des Unternehmenssektors bereinigt, die sich zurzeit rund 70% über ihrem langjährigen Durchschnitt befindet.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? Wenn Kommunen alles selber machen wollen…

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
meistens sind es ja die Behörden des Bundes oder der Bundesländer, die unsere Steuergelder verschwenden. Auch über schlecht geplante oder überteuerte Prestigeprojekte vieler Großstädte berichten die Medien des Öfteren. Aber wie steht es mit den kleinen Städten und Gemeinden, wie gehen die mit unseren Steuergeldern um? Ist da die Welt noch in Ordnung oder wird nur nicht so viel über deren Sündenfälle geschrieben? Eine Untersuchung aus neuerer Zeit lässt mich daran zweifeln, dass kleine Kommunen sorgfältiger mit Steuergeldern umgehen als große.

Untersucht wurde ein Ausschnitt aus den vielen kommunalen Aufgaben, nämlich die Tätigkeit der sogenannten Bauhöfe. In die Untersuchung einbezogen waren mehr als 200 kleinere Städte und Gemeinden eines neuen Bundeslandes. Die kommunalen Bauhöfe erledigen viele derjenigen Aufgaben, die in Großstädten von den Stadtwerken wahrgenommen werden. Sie kümmern sich um die Straßenreinigung, die Pflege der öffentlichen Grünflächen und um den Winterdienst, um nur die wichtigsten Tätigkeiten zu nennen.

Donnerstag, 21. November 2013

Klassisch-liberal vs. Sozialistisch: Die zwei Visionen Europas

Anonymer Autor
Nur wenige wissen darüber bescheid, dass die Gründerväter der EU eine klassisch-liberale Philosophie hatten, die sich auch in den vier Grundfreiheiten widerspiegeln sollte. Trotz anfänglicher Erfolge, ist diese jedoch mittlerweile durch die sozialistische Vision abgelöst worden. Im Folgenden werden beide Visionen anhand der geschichtlichen Entwicklung der EU erläutert und begründet, welche von beiden Visionen am ehesten geeignet ist, die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Probleme zu lösen.
Jeder, der sich heutzutage kritisch gegenüber der Europäischen Union äußert, insbesondere wenn es um Bürgschaften für die so genannten PIGS-Länder geht (Portugal, Irland, Griechenland, Spanien) geht, wird sofort als „Anti-Europäer“ bezeichnet. Es kann sogar vorkommen, dass man in einem Satz mit nationalsozialistischen Parteien genannt wird, wobei der Hintergrund der ablehnenden Haltung ein vollkommen anderer ist (Während Nationalsozialisten auf nationaler Ebene einen Zentralstaat wollen, befürworten die klassisch-liberal eingestellten Personen ein dezentrales System).

Mittwoch, 20. November 2013

Falsche Gegensätze - falsche Verbündete

von Tommy Casagrande
Die Grünen als die bösen Totalitaristen hinzustellen führt zur Stigmatisierung falscher Feinde und zur Annahme falscher Freunde. Auch die FDP spricht sich, wie die Grünen und alle anderen Parteien, in der Naivität ihres Glaubens, alle Menschen zu einer bestimmten Form von "Freiheit" zwingen zu dürfen, für ein Gewaltmonopol aus.
Wenn Menschen freiwillig Gesellschaft machen, dann können Menschen auch eine solche konzipieren, in der einer einzigen Organisation die Alleinanbietung zugestanden wird. Dies unterscheidet sich fundamental von einem Gewaltmonopol, wenn es freiwilliges Mitmachen oder Austreten erlaubt. Ein Alleinanbieter und ein Gewaltmonopolist sind nun mal auch nicht das selbe.
Eine grüne Organisation der Alleinanbietung wäre genauso legitim, wie eine anders ausgerichtete Alleinanbietung. Alleinanbietung und Freiwilligkeit müssen dabei jedoch ident sein. Ignoriert man die Freiwilligkeit und gründet Gesellschaft auf einem Gewaltmonopol, in dem alle gezwungen werden, nach bestimmten Inhalten zu leben, dann ist es auch ein Verbrechen, wenn die FDP regiert und nicht nur, wenn es die Grünen tun.

Montag, 18. November 2013

Marktkommentar: Krisensicher Investieren – heute wichtiger denn je


von Claus Vogt
Liebe Leser,
voriges Wochenende fand in München die diesjährige Edelmetallmesse statt. Trotz der schlechten Stimmung an den Rohstoffmärkten fanden 7.000 Menschen den Weg in die Event-Arena. Viele der Besucher kamen mit der Frage, wie es mit Gold und Silber weitergehen wird. In meinem Vortrag „Das große Bild spricht eindeutig für Gold“ habe ich meine Sicht der Dinge dargelegt. Sollten Sie nicht unter den Zuhörern gewesen sein, dann können Sie sich die Präsentation zu meinem Vortrag unter www.krisensicherinvestieren.com herunterladen.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Wenn Bürokraten mit der Bürokratie nicht klarkommen

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
als Bürger und Steuerzahler kommen wir immer wieder in Kontakt mit einer der vielen Behörden dieses Landes. Dann erleben wir eine Bürokratie, die uns mit unverständlichen Formularen und unsinnigen Vorschriften traktiert. Ferner erleben wir, dass jeder Behördenmitarbeiter zutiefst von der Wichtigkeit und Richtigkeit „seiner“ Vorschriften überzeugt ist. Als Bürger sollen wir - das wird ganz selbstverständlich erwartet - die jeweiligen Regelungen kennen und beachten. Aber gilt das auch für die Behördenmitarbeiter selbst, wenn die es bei ihrer Arbeit mit Vorschriften zu tun bekommen, für die sie nicht speziell ausgebildet wurden? Pressemeldungen aus jüngster Zeit lassen daran zweifeln!
So habe ich mit Erstaunen gelesen, dass viele Behörden spezialisierte Rechtsanwälte einschalten, wenn sie der gewerblichen Wirtschaft Aufträge erteilen. Die Vorschriften seien dermaßen kompliziert, so rechtfertigen sich diese Behörden, dass man sich eine korrekte Auftragsvergabe ohne fachkundige Beratung nicht mehr zutraue.

Mittwoch, 13. November 2013

Hooligans in Uniform: Die Gefahr kommt vom Staat und für den Staat

Von der Polizei ermordet: Gabriele Sandri
von Felix O. Mozart
,,Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik!‘‘ Schön wär’s, werden sich die meisten Fußballfans denken, insbesondere die medial gescholtenen Ultras und Hooligans – zwei Subkulturen, durch die der Fußball zunehmend zum Politikum wird. Dass dem so ist, liegt weniger im Interesse der Ultras und der Hooligans, sondern vielmehr im Interesse des Staats, der mit diesen Subkulturen ein wohlkalkuliertes Spiel spielt, das seine eigene Macht stärken soll.

Zum Verständnis: Was sind Ultras und Hooligans?
Ultras sind fanatische, loyale und organisierte Anhänger, bei denen der Sport und Support ihres geliebten Vereins im Vordergrund steht. Ihre Verbundenheit zum Verein äußern sie häufig mit Choreographien, Fahnen und dem Abbrennen von Pyrotechnik. Mit Ultragruppierungen anderer Vereine kommt es gelegentlich zu Auseinandersetzungen. Ein weiteres wichtiges Anliegen der Ultras ist der Kampf gegen die Kommerzialisierung des Fußballs, die sie unter anderem nationalen und internationalen Fußballverbänden ankreiden (DFB, UEFA, FIFA etc.).

Dienstag, 12. November 2013

Die zwei Formen des Eigentums

von Tommy Casagrande
Es gibt nicht nur ein Wesen von Eigentum, sondern zwei. Das eine Wesen ist anarchistisch und definiert sich durch die Struktur freiwilliger Vergesellschaftung. In einem von Grund auf freiwillig aufgebauten Gesellschaftsmodell entwickeln sich Tauschgeschäfte, Preise, Verteilung von Gütern unter freien Bedingungen. Unter solchen Bedingungen, die es auf der Erde nie gegeben hat, entspricht das Wesen des Eigentumbegriffes der Struktur, die ihn umgibt, denn der Eigentumsbegriff hat seine Voraussetzung in der Struktur der Vergesellschaftung, durch die er definiert wird. 
Eine erzwungene Vergesellschaftung kann keinen anarchistischen Eigentumsbegriff aufbauen, weil schon die Vergesellschaftung auf Zwang und Gewalt beruht und unter diesen Umständen das, was sich als "Markt" entwickeln wird, beeinflusst.
Somit gelangen wir zum zweiten Eigentumsbegriff, der uns heute begegnet. Er hat ein etatistisches Wesen und ist aufgrund der erzwungenen Vergesellschaftungsform Spielball machtpolitischer Interessen. Tauschhandlungen, Preise, Verteilung von Gütern findet unter etatistischen Strukturen statt und wird durch sie beeinflusst, verzerrt und manipuliert. Indem man diesen etatistischen Eigentumsbegriff verteidigt, geht man dem Etatismus auf den Leim. 

Montag, 11. November 2013

Liberalismus begeistert mehr denn je: Zweite Regionalkonferenz der European Students For Liberty am 23. November 2013 in München

von Michael Landl
Obwohl in den deutschsprachigen Medien kaum ein Tag vergeht an dem kein Abgesang auf den klassischen Liberalismus angestimmt wird, wachsen die European Students For Liberty weiter. Mit unserer Hilfe wurden mehr als 200 Studentengruppen in 36 europäischen Ländern gegründet (weltweit sind es bereits über 1000). Wir sehen uns als einen „Serviceprovider“ für klassisch-liberale Studenten und möchten deren primäre Anlaufstelle an den europäischen Universitäten werden. Zu diesem Zweck stellen wir kostenlos Ressourcen (z.B. Bücher oder Onlineseminare), Trainings und Netzwerkmöglichkeiten zur Verfügung. Unser Ziel ist es, DIE Ressource für klassisch-liberale Studenten zu werden. Der Fokus liegt auf Studenten, da ESFLs Theorie des sozialen Wandels auf langfristige Veränderungen in der Denkweise der Gesellschaft abzielt. Das heißt, wir möchten den jungen Menschen so früh wie möglich die klassisch-liberalen Ideen näher bringen, damit sie diese während ihres weiteren akademischen und beruflichen Werdegangs verbreiten können.

Freitag, 8. November 2013

Marktkommentar: Neuer Börsenbrief mit Roland Leuschel und Claus Vogt


von Claus Vogt
Ab sofort können Sie sich für den neuen Börsenbrief anmelden, den ich künftig gemeinsam mit dem bekannten Finanzmarktexperten und Koautor meiner Bücher, Roland Leuschel, schreiben werde: KRISENSICHER INVESTIEREN. Unter www.krisensicherinvestieren.com können Sie sich über diesen kostenpflichtigen neuen Dienst ausführlich informieren. Die 12-seitige Erstausgabe von Krisensicher Investieren ist soeben erschienen, zusammen mit einem 16-seitigen Einführungsdossier und einer ebenfalls 12-seitigen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Börsenpsychologie und Behavioral Finance“.

Nach meiner spontan erfolgten Kündigung bei dem Verlag, für den ich sieben Jahre lang einen sehr erfolgreichen Börsenbrief geschrieben habe, stand ich vor der Frage, wie es an dieser Stelle sinnvollerweise weitergehen soll. Ganz mit dem Schreiben aufhören und mich ausschließlich auf meine anderen Aktivitäten konzentrieren? Oder gemeinsam mit Roland Leuschel endlich das schon länger geplante dritte Buch in Angriff nehmen?
Während der Gespräche, die ich mit dem über der gemeinsamen Arbeit zum Freund gewordenen Roland Leuschel über diese Fragen führte, bot sich uns eine andere Chance: die eines gemeinsam geschriebenen Börsenbriefs. Die Zeit dafür könnte besser kaum sein. Warum?

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? Schlauer als der Markt?

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

wer sich im staatlichen Bereich an den Hebeln der Macht befindet, glaubt oft, dass die Gesetze des Marktes für ihn nicht gelten, dass man sie, wenn man nur wolle, einfach außer Kraft setzen könne. Diese Einstellung führt dann oft zu teuren Fehlentscheidungen, für die, na wer wohl, natürlich die Steuerzahler aufkommen müssen.
Vor einigen Jahren waren Musicals der große Hit. Doch schnell war der Markt gesättigt, viele Musical-Projekte gerieten in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Gleichwohl sollte in einer westdeutschen Stadt ein weiteres Musical-Theater gegründet werden. Mit Unterstützung der Stadt und einem Investitionszuschuss des Landes sollten über 170 Dauerarbeitsplätze geschaffen werden. Arbeitsplätze sind ein Schlüsselreiz, dem die Politik fast nie widerstehen kann.

Bei der Antragsprüfung für den Investitionszuschuss wurden Zweifel an der Tragfähigkeit des Vorhabens deutlich. Daraufhin wandte sich der Oberbürgermeister der betreffenden Stadt an den Wirtschaftsminister des Landes. Beim Ausbleiben des Zuschusses drohten unabsehbare finanzielle Folgen, im Übrigen stehe der Termin für die Premiere des Musicals schon fest. Alle befragten Experten wiesen auf wirtschaftliche Schwierigkeiten im Musicalmarkt und auf die Insolvenzen anderer Musical-Projekte hin. Dennoch bewilligte der Wirtschaftsminister den beantragten Zuschuss in Höhe von fast fünf Millionen Euro. Aufgrund der geringen Auslastungszahlen stellte die Musical-Gesellschaft nach einem Jahr den Spielbetrieb ein. Alle geschaffenen Arbeitsplätze gingen wieder verloren.

Donnerstag, 7. November 2013

Erbschaftssteuer – Eine taktlose, mittelalterliche Praxis

von Moritz Ballauff
Wenn im Mittelalter ein Mitglied einer Bauernfamilie im Lehnswesen verstarb, hatten die Verbliebenen dem Grundherren eine Entschädigung in Naturalien für die verlorene Arbeitskraft zu entrichten; den so genannten Todfall. Die Begründung für diese absurde Steuer ist in der Definition mitgeliefert. Diese Betrachtungsweise ist in sich logisch, weil der Verstorbene als Eigentum eines anderen Menschen zu verstehen ist und entsprechend eine außerordentliche Abschreibung auf dessen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im weitesten Sinne darstellt. Es ist nicht zu weit hergeholt diese Praxis als Grundlage der Erbschaftssteuer in Mittel- und Westeuropa festzustellen. Das irritierende ist jedoch, dass ein Mensch einem anderen heute nicht mehr gehören kann, zumindest nicht im weitverbreiteten Verständnis, das die meisten Menschen heute als Status Quo in Europa ansehen würden.

Bevor ich mich der Rechtfertigung des Todfalls im 21. Jhd. zuwende, möchte ich jedoch einen Vergleich zwischen der Erbschaftssteuer und anderen Steuern anstellen. Wie so oft ist das nächstliegendste Merkmal auch eines der entscheidendsten. Die Einkommenssteuer beispielsweise wird erhoben, um den Besitz lebender und arbeitender Menschen zu besteuern. Die Erbschaftssteuer hingegen besteuert den Tod eines Menschen, also einen Toten. Das muss einmal ganz klar gesagt werden, ohne jegliche Beschönigung. In dem Moment, in dem das geliebte Familienmitglied das irdische Dasein verlässt, steht der Fiskus bereit. Und während es für den Toten ins Licht geht, geht es für die Verwalter seines Vermögens ins Finanzamt. Als hätte der Mensch bereits zu Lebzeiten eigentlich kein vollständiges Besitzrecht an seinem Eigentum gehabt, schlägt der Fiskus post mortem schonungslos zu.

Mittwoch, 6. November 2013

Freiheit statt Kumpanei mit Putin. Anmerkungen zur außenpolitischen Positionierung der AfD durch das Gauland-Papier

von Peter Mokwa
Die neue Partei Alternative für Deutschland (AfD) präsentierte unlängst durch ihren stellvertretenden Sprecher Alexander Gauland ihre außenpolitische Konzeption. Ein bizarres und konfuses Papier, in dem durchaus Sinnvolles mit groteskem, nationalistischen Großmachtwahn vermengt wird und das Licht auf die wahren politischen Motive dieser Partei wirft – oder zumindest eines Teils ihrer Führung. Das Strategiepapier deutet an, in welchem politischen Gesamtrahmen die eurokritische Haltung dieser Partei steht. Um es aber von vornherein zu sagen: Der Zweck des Gauland-Papiers ist nicht die unmittelbare Änderung der deutschen Außenpolitik, dazu ist diese Gruppierung zu schwach – das weiß auch der ehemalige Diplomat Gauland. Der Text versucht vielmehr ein antiliberales, antidemokratisches und antiwestliches reaktionäres Geschichtsbild in Deutschland durchzusetzen.

Dienstag, 5. November 2013

PDV: Bundesparteitag wählt Susanne Kablitz zur neuen Bundesvorsitzenden und stellt Kandidatenliste zur Europawahl auf

Frau an der Spitze der PDV:
Susanne Kablitz
von Tomasz M. Froelich
Auf dem Bundesparteitag der minarcho-libertären Partei der Vernunft wurde Susanne Kablitz, unter anderem Autorin für Freitum, zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Sie kündigte an, das staatliche Papiergeldmonopol zum Hauptwahlkampfthema zu machen und ist - entgegen manch böswilliger Behauptungen - der lebende Beweis dafür, dass es heutzutage doch noch libertär gesinnte Frauen gibt. Viel Erfolg bei der neuen Herausforderung!
Außerdem hat die PDV ihre Kandidatenliste zur demnächst stattfindenden Europawahl aufgestellt. Auch hier finden sich bekannte Namen: Spitzenkandidat ist Oliver Janich, ebenfalls Freitum-Autor und einst selbst Bundesvorsitzender der Partei.
Durch die Delegierten wurde zudem die Mitgliedschaft der PDV in der European Party for Individual Liberty - kurz: EPIL - ratifiziert. Man erhofft sich durch den Zusammenschluss europäischer libertärer Parteien eine effizientere Verbreitung freiheitlicher Ideen und deren Realisierung.

Montag, 4. November 2013

Marktkommentar: Euphorie an der Börse und Panik bei der Fed


von Claus Vogt
Nichts befeuert die Phantasie der Börsianer stärker als steigende Kurse. Je länger die Aktienpreise steigen, desto zuversichtlicher werden die Anleger, dass der Aufwärtstrend anhalten wird. Je teurer, desto besser, scheint die Devise zu lauten. Und überaus teuer sind Aktien bei einem KGV des Weltleitindex S&P 500 von 19,3 Punkten und einem Shiller-KGV von 24,6 Punkten ja längst.
Aber Banalitäten wie die fundamentale Bewertung, Risikokennzahlen oder schwache Wirtschaftsdaten können euphorisierte Börsianer natürlich nicht beeindrucken. Sie sind in Feierlaune und der festen Überzeugung, dass diese Party niemals enden wird.
Und warum auch nicht? Wer sagt denn, dass jede Party enden muss? Vielleicht hat ja tatsächlich eine neue Menschheitsepoche begonnen. Eine paradiesische Epoche, in der Wohlstand nicht mehr durch harte Arbeit entsteht, sondern durch die magischen Kräfte eines ehemaligen Princeton University-Professors, der die Kunst des Gelddruckens auf eine völlig neue Ebene gehoben hat.
Immerhin gab es schon Zeiten, in denen Menschen noch sehr viel absurdere Dinge zu glauben bereit waren: Dass die Erde eine Scheibe sei zum Beispiel. Oder ein Kaiser ein Gott. Oder die Deutsche Telekom ein dynamisches Wachstumsunternehmen. Und heißt es denn nicht, der Glaube könne Berge versetzen?

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen? Kostenexplosionen beim staatlichen Bauen

Wo sind sie nur, meine Steuergroschen?
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,
warum geht nur so viel schief, wenn der Staat als Bauherr auftritt, frage ich mich immer wieder. Meistens dauert es länger als geplant und die Kosten laufen aus dem Ruder. Privatleute bauen doch auch und schaffen es gewöhnlich, ihre Kosten im Griff zu halten. Es muss wohl an den Steuergeldern liegen, dass bei staatlichen Baumaßnahmen nicht gut gewirtschaftet wird.
Mit Steuergeldern wird ja generell nicht sorgfältig umgegangen. Oder steckt hinter den Kostenexplosionen bei staatlichem Bauen noch etwas anderes, machen sich da einige Leute heimlich die Taschen voll? Pressemeldungen der letzten Jahre aus Nordrhein-Westfalen haben mich diesbezüglich sehr nachdenklich gemacht.
Vor einigen Jahren haben viele Bundesländer ihre staatliche Bauverwaltung reorganisiert. Die bisherigen Behörden wurden in Landesbetriebe umgewandelt, die sich nach kaufmännischen Grundsätzen um die Immobilien des betreffenden Bundeslandes kümmern sollen.

Freitag, 1. November 2013

freiheitsmanifest.de - 13 Thesen für die Freiheit

von Johannes Richardt (NovoArgumente)
Sehr geehrte Freitum-Leser,

Freiheitsmüdigkeit breitet sich in Deutschland aus. Das Ergebnis der Bundestagswahl zeigt, in welch traurigem Zustand sich der politische Liberalismus hierzulande befindet. Immer mehr Bereiche unseres Lebens werden staatlich reguliert – und wir lassen es über uns ergehen.

Wir müssen wieder lernen, uns für Freiheit einzusetzen. Dafür muss die Freiheitsidee heute neu artikuliert werden. Als Diskussionsanstoß ist die Website freiheitsmanifest.de online gegangen.

Mit einem „Manifest für freie Menschen und eine Gesellschaft freier Menschen im 21. Jahrhundert“ suchen die Verfasser aus humanistischer Perspektive nach Antworten für wichtige Freiheitsfragen unserer Zeit. 13 Thesen für eine freiere Gesellschaft – vom Überwachungsstaat über die Redefreiheit bis zur Einwanderungspolitik – werden zur Diskussion gestellt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Initiative unterstützten. Wenn Sie auch der Meinung sind, dass wir dringend eine Diskussion über den Wert der Freiheit brauchen, dann unterzeichnen Sie das Manifest. Ergänzen Sie es durch Ihre Kommentare. Setzen Sie sich öffentlich mit den Thesen auseinander. Weisen Sie andere darauf hin. Leiten Sie den Link weiter!

Das Manifest kann hier gelesen, kommentiert und unterzeichnet werden: freiheitsmanifest.de

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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