Donnerstag, 13. Juni 2013

Der Sozialismus/Kommunismus wurde nur noch nie richtig umgesetzt

von Philipp A. Mende
Die in Gestalt der Schlagzeile daher kommende Aussage ist zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb einer Diskussion stets DAS Totschlag-„Argument“ von Kommunisten und Sozialisten. Anstattdessen hätte man ihre Idee „missbraucht“. Aber hat man das wirklich? Oder wurden die Lehren von Lenin, Marx und Co. nicht eher genauso umgesetzt, wie es diese verlang(t)en? 
Studieren wir diesbezüglich im Folgenden ein paar Originale:

„Kampf, ‚unerbittlicher Kampf auf Leben und Tod‘ mit dem revolutionsverräterischen Slawentum; Vernichtungskampf und rücksichtslosen Terrorismus – nicht im Interesse Deutschlands, sondern im Interesse der Revolution!” (Friedrich Engels, 1849, MEW 6, 286)

„Der jüdische Nigger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist, hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren… Es ist mir jetzt völlig klar, daß er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Nigger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.”  (Karl Marx an Friedrich Engels, 1862, MEW 30, 257)


„Wir haben es von Anfang an für überflüssig gehalten, unsere Ansicht zu verheimlichen …Wir sind rücksichtslos, wir verlangen keine Rücksicht von euch. Wenn die Reihe an uns kommt, wir werden den Terrorismus nicht beschönigen.”  (Karl Marx, 1849, MEW 6, 504)

„Es gibt nur ein Mittel, die mörderischen Todeswehen der alten Gesellschaft, die blutigen Geburtswehen der neuen Gesellschaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzentrieren, nur ein Mittel – den revolutionären Terrorismus!”  (Karl Marx, MEW a.a.O. 5, 457)

„Man solle damit in einer sozialistischen Revolution beginnen, die primitiven Völkerabfälle wie etwa Basken, Bretonen, schottische Highlander, zu liquidieren.” (Karl Marx, 1848 in der Rheinischen Zeitung)

„Die Klassen und Rassen, die zu schwach sind, die neuen Lebenskonditionen zu meistern, müssen den Weg frei machen. Sie müssen in einem revolutionären Weltensturm untergehen.”  (Karl Marx, 1848 in der Rheinischen Zeitung)

„Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.”  (Karl Marx, 1867, Das Kapital. Band 1. Siebenter Abschnitt: Der Akkumulationsprozess des Kapitals. MEW 23, S. 779)

„Jeder provisorische Staatszustand nach einer Revolution erfordert eine Diktatur, und zwar eine energische Diktatur.”  (Karl Marx an Friedrich Engels, MEW 5, 402)

„Wir erkennen also im Judentum ein allgemeines, gegenwärtiges, antisoziales Element.”  (Karl Marx an Friedrich Engels, MEW 1, 372)

„Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution.”  (Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin)

„Krieg bis in den Tod gegen die Reichen und deren Anhänger, die intellektuelle Bourgeoisie… ‚Der, der nicht arbeitet, soll auch nicht essen’ - das ist das zweckmäßige Gebot des Sozialismus (...) Unser gemeinsames Ziel ist es, Russland von all dem Gift, von Flöhen – den Schurken, den Insekten – zu säubern – die Reichen usw. usf.”  (Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, übersetzt aus: How to Organise Competition?, Collected Works, Vol. 26, pp. 411, 414)

„Wir sind Sozialisten, wir sind Feinde der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung für die Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit ihren unlauteren Gehältern, mit ihrer Auswertung eines Menschen nach Reichtum und Besitz, anstatt Verantwortung und Leistung, und wir alle sind entschlossen, dieses System unter allen Bedingungen zu zerstören.” (Adolf Hitler, Rede zum 1 Mai 1927. Zitiert von Toland, 1976, S. 306)

„Der Hammer wird wieder zum Symbol des deutschen Arbeiters und die Sichel zum Zeichen des deutschen Bauern werden.” (Adolf Hitler, Rede zum 1. Mai 1934)

„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke (…) Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende, nationale Besitzbürgerblock.”  (Joseph Goebbels, Propagandaminister des 3. Reichs, 1931, „Der Angriff“, eine Gauzeitung der Berliner NSDAP)

„Sozialist sein: Das heißt, das Ich dem Du unterordnen, die Persönlichkeit der Gesamtheit zum Opfer bringen. Sozialismus ist im tiefsten Sinne Dienst. Verzicht für den Einzelnen und Forderung für das Ganze.”  (Joseph Goebbels)

„Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links.” (Adolf Eichmann, Organisator der Massenmorde an den Juden, in seinen Memoiren)

„Wir werden nur eine Million Afghanen am Leben lassen – das genügt, um den Sozialismus zu errichten.”  (Sayyed Abdullah, kommunistischer Gefängnisdirektor in Afghanistan, übersetzt aus: Sylvain Boulouque, Communism in Afghanistan, In: Stephane Courtois et al., The Black Book of Communism [Harvard University Press, 1999], S. 713)

  „Wir machen das, was Lenin tat. Man kann den Sozialismus nicht ohne roten Terror 
errichten.” (Asrat Destu, Politkommissar der äthiopischen Armee, übersetzt aus: Christopher Andrew and Vasili Mitrokhin, The Mitrokhin Archive II: The KGB and the World [Penguin, 2006], S. 467-8)

 „Absolute Macht ist, wenn ein Mensch verhungert und du der Einzige bist, der in der Lage ist, ihm Essen zu geben.” (Robert Mugabe, Sozialistischer Diktator Simbabwes, The Times, UK, July 9, 2004)
  
„Tote haben Vorteile. Sie können den Boden düngern.” (Mao Zedong, übersetzt aus: Jung Chang and Jon Halliday: Mao: The Unknown Story [Jonathan Cape, 2005], S. 457) 

„Menschen behaupten, Armut sei schlecht, aber in Wahrheit ist Armut gut. Je ärmer die Menschen sind, umso revolutionärer sind sie. Es ist fürchterlich, sich eine Zeit vorzustellen, in der jeder reich sein wird… Von einem Überfluss an Kalorien werden die Menschen zwei Köpfe und vier Beine bekommen.” (Mao Zedong, übersetzt aus: Jung Chang and Jon Halliday: Mao: The Unknown Story [Jonathan Cape, 2005], S. 428)

„Das Unkraut des Sozialismus ist besser als die Erträge des Kapitalismus.” ( Mao Zedong, übersetzt aus: Jung Chang and Jon Halliday: Mao: The Unknown Story [Jonathan Cape, 2005], S. 643) 

„Man sollte weniger Gewissensbisse haben. Einige unserer Genossen zeigen zu viel Gnade und nicht genügend Brutalität, was bedeutet, dass sie nicht marxistisch genug sind. Aus diesem Grund haben wir tatsächlich kein Gewissen! Marxismus ist brutal!” (Mao Zedong, übersetzt aus: Jung Chang and Jon Halliday: Mao: The Unknown Story [Jonathan Cape, 2005], S. 411)

 „Die Waffe des Rebellen ist der Beweis seiner Menschlichkeit. Daher muss man in den ersten Tagen der Revolte töten: Einen Europäer niederzuschießen ist wie zwei Vögel mit einem Stein zu töten, einen Unterdrücker und den Menschen zu vernichten, den er gleichzeitig unterdrückt… wenn einst der letzte Ansiedler getötet ist, nach Hause verfrachtet oder angeglichen wurde, verschwindet die Brut einer Minderheit, um durch den Sozialismus ersetzt zu werden.”  (Jean-Paul Sartre, französisch-sozialistischer Philosoph, übersetzt aus: Preface, Frantz Fanon, The Wretched of the Earth [Penguin, 1967], S. 19-20) 

„Ein rücksichtsloser Kampf zwischen dem Landvolk und unserem Regime ist im Gange. Es ist ein Kampf bis in den Tod. Dieses Jahr war eine Prüfung unserer Stärke und deren Ausdauer. Eine Hungersnot war nötig, um ihnen zu zeigen, wer hier der Boss ist. Sie hat Millionen Leben gekostet, doch das kollektive Landwirtschaftssystem wird beibehalten werden.”  (Mendel Khatayevich, ukrainisch-kommunistischer Parteiführer, übersetzt aus: Victor A. Kravchenko, I Chose Freedom [Transaction Publishers, 1989], S. 130)

 „Im neuen Kampuchea brauchen wir nur eine Million, um die Revolution fortzuführen. Den Rest brauchen wir nicht. Wir ziehen es vor, zehn Freunde zu töten als auch nur einen Feind am Leben zu lassen.” (Slogan der Roten Khmer, übersetzt aus: Pin Yathay, Stay Alive, My Son [Touchstone, 1987], S. 148)

„Da er uns nicht mehr von Nutzen ist, stellt es keinen Vorteil dar, sollte er leben und keinen Verlust, sollte er sterben.” (Pol Pot)

Usw. Usf.
Es erübrigt sich im Grunde jedweder Kommentar hinsichtlich dieser wohlgemerkt nur sehr kleinen Auswahl „warmherziger” und „friedliebender” Zitate. Selbstverständlich wird in den meisten Fällen selbst die schonungslose Aufdeckung der dem Sozialismus und Kommunismus systemimmanenten, geistesgestörten Inhalte nicht zu Zweifeln am bis dato Weltbild erfolgreich hirngewaschener Menschen, oder gar zum Umdenken führen. Der Grund hierfür besteht v.a. darin, dass Menschen den Sozialismus und/oder Kommunismus prinzipiell für etwas Gutes halten, doch nur der böse und dumme Mensch wolle das einfach nicht einsehen. Haben nicht exakt alle versucht, genau deshalb einen „neuen Menschen“ zu „kreieren“ und mussten dafür nicht stets diejenigen entsorgt werden, die daran kein Interesse hatten? Die traurige Wahrheit, die auf Seiten von Sozialisten und Kommunisten konstant ignoriert wird, besteht darin, dass ihre rücksichtslose Gesellschaftsklempner-Ideologie stets  r i c h -    t i g  umgesetzt wurde und wird, denn die Lehren von Lenin, Marx, Shaw etc. lassen sich nur mit der „Erschaffung eines neuen Menschen“ erfüllen (was zudem stets explizit Voraussetzung gewesen war, so lautete beispielsweise ein Werk von Ché Guevara: „Der neue Mensch“) und dazu gehörte der alte Mensch entweder auf brutale Weise „umerzogen“ oder eben ausgerottet (wenngleich im Falle Guevaras bereits wegen seiner zentralistischen Wirtschafts- und Finanzpolitik Tausende ums Leben kamen). Oder was – falls dem ja angeblich gar nicht so ist – musste und muss mit Menschen geschehen, die ihr moralisch sauber herleitbares Naturrecht in Anspruch nahmen und nehmen, nämlich schlicht und ergreifend in Ruhe gelassen werden zu wollen bzw. nicht beim wie auch immer gearteten Programm des „neuen Menschen“ teilnehmen zu wollen?
Es ist interessant bis haarsträubend, wie indoktrinierte Heerscharen von Sozialismus/Kommunismus-Befürwortern ein Abermillionen-Grab von Toten damit relativieren, dass angeblich „eine Idee missbraucht“ wurde. Komischerweise ist sie ja nicht nur in einem Land „missbraucht“ worden, sondern überall dort, wo man den Kommunismus als Endziel hatte. Der Umstand, dass die Katastrophe dem Sozialismus/Kommunismus aufgrund dessen kollektivistischen Zwangsstrukturen immanent bzw. immer und immer und immer vorprogrammiert war, ist und sein wird, scheint bizarrerweise kaum zu interessieren. Lieber wird in der Hoffnung, mittels der dauerhaften Initiierung von Gewalt, „hoheitlicher“ Planung sowie Zwang glückliche Menschen zu „schaffen“, der einhundertdrölfzigste Sozialismus-Versuch gewünscht (und auch umgesetzt!) anstatt der individuellen Freiheit in Form einer beispielsweise offenen Gesellschaft auch nur einen Gedanken zu schenken.
Egal, ob sie nun Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, Che Guevara, Ceaușescu, Honecker usw. hießen: Durch die Bank sollen sie alle die Lehren „missbraucht“ haben? Zudem wird allen Ernstes geglaubt, wenn nur der Eine, der „Richtige“ käme (oder eine Gruppe von „Richtigen“), so dann werde der Sozialismus und/oder Kommunismus eine gute Sache? Wäre die Moral eine Person, so fände sie es beschämend, nach dem bisherigen Erfahrungsschatz hinsichtlich sämtlicher sozialistisch-kommunistischer Gesellschaftsklempnereien immer noch zu glauben, Sozialismus und/oder Kommunismus seien, wenn sie denn nur „richtig umgesetzt“ werden würden, eine Wohltat für die Menschen.
Sozialismus und/oder Kommunismus waren, sind und werden immer kollektivistische Ideologien verkörpern und somit dem individuellen Streben nach Freiheit und Glück entgegenstehen. Und ohne individuelle Freiheit gibt es auch keine gesellschaftliche Freiheit. Sozialismus/Kommunismus und Freiheit stehen diametral zueinander.

Kommentare:

  1. "wie indoktrinierte Heerscharen von Sozialismus-Befürwortern Abermillionen von Toten damit relativieren, dass angeblich „eine Idee missbraucht“ wurde. Komischerweise ist sie ja nicht nur in einem Land missbraucht worden, sondern überall dort, wo man den Kommunismus als Endziel hatte."

    Spannend dabei ist, wie wenig sich marktradikale neoliberale Dogmatiker sich da von kommunistischen Dogmatikern unterscheiden.
    Natrlich wurde das Ideal des Kommunismus missbraucht. Aber es war absehbar, da das Ziel utopisch und nicht erreichbar war. Man kann Menschen nicht in ein "Ideal"Menschen umerziehen. Im besten Fall entwickelt er sich dahin. Wenn das nicht funktioniert, bleibt nur die Gewalt.
    Andere fundamentalistische Ideen gehen vielleicht subtiler vor, stehen aber am Ende vor dem gleichen Problem. Menschen sind verdammt unterschiedlich. Manche wollen in Anarchie leben, manche möglichst freie Märkte, manche viel Macht, manche soziale Sicherheit, manche religiöse Dogmen und moralische Standards und vieles mehr. Einige dieser Einstellung kann man vereinbaren, mache laufen nebeneinander und andere laugen gegeneinander.
    Wer ein Extrem (wie auch die österreichische Schule) durchziehen möchte, muss scheitern oder auf Gewalt setzen.

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  2. "marktradikale neoliberale Dogmatiker"

    Wer ist das und was sagen die denn?


    "Ideal des Kommunismus"

    Was ist denn das "Ideal" des Kommunismus und wie wird es erreicht?

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  3. "Wer ist das und was sagen die denn?"
    Privat immer besser als Staat. Der Markt erzeugt immer die besten Lösungen. Regulierung führt immer zu Problemen. Usw.
    Dogmatisch ist es deshalb, weil durch das "Immer" Generalisiert wird. Das zum Beispiel Sozialstaaten Vorteile haben können wird nicht in Betracht gezogen. Auch das Märkte eben nicht immer die beste Lösung im Sinne der Menschen erzeugen. Eine Gewinnoptimierung muss nicht zwangsläufig zu einer Umweltverbesserung führen.

    "Was ist denn das "Ideal" des Kommunismus und wie wird es erreicht?"
    Es kann nicht erreicht werden. Die Idee ist, dass sich jeder freiwillig für die Gesellschaft nach besten Kräften einsetzt. Wenn das jeder tut, dann braucht man kein Eigentum mehr, da alles allen gehört. Da jedem das Wohl aller am Herzen liegt, gibt es auch keine Probleme.
    Ein Ideal, welches dem Menschen und seiner Natur nicht entspricht.

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  4. Dogmatisch ist es deshalb, weil durch das "Immer" Generalisiert wird.
    Ob Sie es glauben oder nicht, aber es gibt nun mal Dinge die immer so sind, wie sie sind.
    -Wasser fließt immer nach unten, ob Sie das nun dogmatisch finden oder nicht.
    -Materie dehnt sich bei Erwärmung aus, das wird immer so sein, Dogma hin oder her.
    "Auch das Märkte eben nicht immer die beste Lösung im Sinne der Menschen erzeugen..."
    "Der Menschen" ist Unsinn. Wenn hier einer generalisiert, dann sind Sie das.

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  5. "aber es gibt nun mal Dinge die immer so sind"
    Das weisen sie mir mal nach. Sie werden es nicht können, da sie alle Zustände nun einmal nicht betrachten können.

    "Wasser fließt immer nach unten, ob Sie das nun dogmatisch finden oder nicht."
    Leider falsch. In Bäumen fließt es durch den Kapillareffekt nach oben. In der Schwerlosigkeit fließt Wasser dorthin, wo ein Impuls es hin schickt.

    "Materie dehnt sich bei Erwärmung aus"
    Falsch. Wasser hat bei 4°C seine größte Dichte. D.h. bei einer Erwärmung von 0°C auf 4°C schrumpft es.

    "Wenn hier einer generalisiert, dann sind Sie das."
    Anders formuliert. Nach meiner Ansicht und Erfahrung sind passt die menschliche Psyche nicht in eine kommunistische Welt. In diesem Fall kann man sogar generalisieren. Denn wenn ein Mensch nicht passt würde er das kommunistische Ideal sprengen. Andere Menschen wären neidisch und würden ihn ausgrenzen. Das Ideal würde nicht mehr existieren. Die Theorie wäre widerlegt.
    Molot sie müssen erkennen, dass man Theorien nur widerlegen, aber nicht belegen kann. Der Beleg würde bedeuten, dass sie alle Möglichkeiten betrachtet haben. An ihren zwei sehr einfachen Beispiele zeigen sie sehr schön, dass das nicht ganz so einfach ist.

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  6. endless,

    wenn Sie den Baum an der Decke aufhängen, dann kann der Kapillareffekt das Wasser auch nach unten ziehen, und in der Schwerelosigkeit hat der Begriff "unten" keinen Sinn. Trotzdem fließen alle Flüsse bergab, und die Dichteanomalie des Wassers ist wie der Name schon sagt, eine Anomalie, die nur für das Temperturintervall -4° bis +4° gilt - seine höchste Dichte hat Eis dennoch am absoluten Nullpunkt.

    So, und jetzt ein Beispiel, das wirklich immer gilt, und wenn sie ein Gegenbeispiel finden, können Sie sich für den Nobelpreis bewerben: im Gegensatz zur elektromagnetischen Kraft wirkt die Gravitation immer anziehend.

    Und ja, man kann auch für die Wirtschaft Gesetze formulieren: Planwirtschaft bedeutet immer Stagnation, weil man Fortschritt und neue Erfindungen nicht vorausplanen kann.

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  7. @Störk
    "eine Anomalie"
    Eine Anomalie verletzt nun einmal das von Molot unterstellte "immer".
    "Gravitation immer anziehend"
    Selbst das können sie nicht nachweisen, da niemand so richtig weiß was Gravitation eigentlich ist. Es gibt auch Ideen, dass Graviation abstoßend wirken kann.

    "Planwirtschaft bedeutet immer Stagnation"
    Das ist ihre Annahme. Es ist ein Axiom der Marktwirtschaft. Jedes Unternehmen plant sein Verhalten und entwickelt sich. Es entstehen neue Technologien. D.h. ohne Planung geht es nicht. Auf Staatsebene wird das ganze dann sehr ineffizient, da würde ich mitgehen. Allerdings entwickelt sich diese Ineffizienz. Die UdSSR hatte hohe Entwicklungsraten. Natürlich ging das auf Kosten der Bevölkerung, aber der Lebensstandard konnte deutlich ausgebaut werden. Das war insofern einfach, da der Startpunkt sehr niedrig und die Komplexität verhältnismäßig gering war.

    Fazit
    Wir leben alle in einer Welt der Vereinfachung. Sicher ist nur, dass wir nie verallgemeinern dürfen und sollten. Denn durch die Annahme "Planwirtschaft bedeutet immer Stagnation" verbaut man sich die Chance zu untersuchen, ob es sinnvolle Ausnahmen gibt. Das ist der Unterschied zwischen Wissenschaft und Dogma. Wissenschaft hinterfragt eine Theorie, ein Dogma legt nur fest.

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  8. Sie sind besessen. Ganz einfach. Den "echten Kommunismus" erkennt man daran dass es allen gut geht, keiner Sorgen hat, alles Perfekt läuft. Das Paradies halt.

    Wann immer dieser Zustand nicht erreicht ist, dann ist der Kommunismus missverstanden und falsch umgesetzt.

    Dies ist der irrationale Kern des Sozialismus. Infantil, unausgegoren, einfach nur "ein Gefühl". Mit Vernunft und Wirklichkeitswahrnehmung hat der Kommunismus nichts zu tun.

    Der Kommunismus wird gerne an unreife und junge propagiert weil es einfacher ist sich eine "bessere Welt" vorzustellen als die jetzige zu verstehen und zu akzeptieren.

    Im Grunde ist es eine sakuläre Himmelssehnsucht.

    Templarii

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  9. "Wann immer dieser Zustand nicht erreicht ist, dann ist der Kommunismus missverstanden und falsch umgesetzt."

    Wie ich schon öfter geschrieben habe, ist der Kommunismus ein Utopie die in meinen Augen nicht erreicht werden kann. Sie setzt Dinge voraus die es in der Realität nicht geben wird. Es werden nicht auf einmal alle Menschen selbstlos und das in jeder Situation.

    Ein ähnliches Problem sehe ich in der Annahme, dass der Markt immer die besten Ergebnisse liefert. Das kann weder bewiesen werden, noch deutet die Realität darauf hin, dass es immer so ist.
    In dem Fall, wenn der Markt ein schlechteres Ergebnis aufweist, wird darauf verwiesen, dass nicht alle Annahmen erfüllt worden sind.

    "Dies ist der irrationale Kern des Sozialismus. Infantil, unausgegoren, einfach nur "ein Gefühl". Mit Vernunft und Wirklichkeitswahrnehmung hat der Kommunismus nichts zu tun. "

    Interessant genau das von einem zutiefst gläubigen Menschen mit einer verdrehten Wirklichkeitswahrnehmung (bspw.: Gottlosigkeit führte die SU in den Untergang) zu hören. Wo ist der Unterschied zur Religion?
    Irrationale Annahmen, die Geschicke der Menschen werden in der realen Welt von alte Menschen gelenkt, welche im Normalfall durch ihren Tod abdanken.

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  10. Mario Kevin Renz12. Juli 2014 um 20:12

    Stefan Blankertz' neuestes Projekt Mit Marx gegen Marx auf der Freiheitsfabrik scheint mir vor diesem Hintergrund eine intellektuell ungemein spannende Herausforderung zu sein! Warum lesen so wenige von uns Marx, Engels aber auch Lenin (Rothbard tat es!)?

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