Donnerstag, 27. Juni 2013

Von der Monarchie zur Demokratie: Eine anarchokapitalistische Analyse

Anarchokapitalistische Ikone: Murray N. Rothbard
von Jonathan Danubio
„Der moderne Staat ist niemand anderes als der König der vergangenen Jahrhunderte, der im Triumph sein hartnäckiges Werk vollendet.“ (Paul Viollet)

1. Einleitung

Der Demokratisierungsprozess in den westlichen Gesellschaften begann mit der Französischen Revolution und endete mit dem Ersten Weltkrieg. In der politischen Theorie gab es vor der Französischen Revolution kaum einen Befürworter der Demokratie und selbst Apologeten – wie etwa Rousseau – konnten sich die Demokratie nur in kleinen Gesellschaften vorstellen, da ihrer Meinung nach die hohe soziale Kontrolle vor ausuferndem Machtmissbrauch schütze. Etwa zweihundert Jahre später hat sich die Demokratie in den westlichen Ländern zu einer Art säkularen Religion entwickelt und die Infragestellung des demokratischen Prinzips an sich gilt schon als ein Sakrileg. Dies überrascht umso mehr, wenn man das historisch junge Alter der Demokratie bedenkt. Jene ideologische Tabuisierung, dessen Ursachen hier nicht behandelt werden können, hat zahlreiche Konsequenzen, von denen uns eine besonders interessiert.

Mittwoch, 26. Juni 2013

It’s the government, stupid - Warum weniger Staat besser für uns alle ist!

Lieber bisschen weniger Staat:
Ludwig Erhard
Anonymer Autor
„Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch“ hatte einst Ludwig Erhard gesagt und damit bewiesen, dass er nicht nur ein mehr als grundlegendes wirtschaftswissenschaftliches Verständnis besaß, sondern Freiheit als etwas Essentielles, gar Überlebendsnotwendiges für die Menschheit betrachtete. Viele Menschen würden diesem Satz heutzutage widersprechen. Schließlich, so die „Linke“, geht eine freie Marktwirtschaft einher mit Regelfreiheit und Anarchie und führt zu Armut und Ausbeutung der Armen. Nicht zuletzt die Finanzkrise ab 2008, so auch die Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler, habe bewiesen, dass zu viel Freiheit nicht der Schlüssel ist, um einer Wirtschaft zu stabilem Wachstum zu verhelfen. Es bedarf einer Wirtschaft, die unter der vollständigen Aufsicht staatlicher Instanzen steht und von diesen reguliert wird. Es ist dieses von jenen Gruppen typischerweise vorgebrachte Argument, das es zu widerlegen gilt. Im Folgenden wird anhand von drei gegenwartsbezogenen Themata aufgezeigt, warum „mehr Staat“ nicht die Lösung, sondern das Problem unseres „kranken“ Systems ist und warum es so wichtig ist, dieses Problem zu beseitigen bzw. zu minimieren.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Der Sozialismus/Kommunismus wurde nur noch nie richtig umgesetzt

von Philipp A. Mende
Die in Gestalt der Schlagzeile daher kommende Aussage ist zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb einer Diskussion stets DAS Totschlag-„Argument“ von Kommunisten und Sozialisten. Anstattdessen hätte man ihre Idee „missbraucht“. Aber hat man das wirklich? Oder wurden die Lehren von Lenin, Marx und Co. nicht eher genauso umgesetzt, wie es diese verlang(t)en? 
Studieren wir diesbezüglich im Folgenden ein paar Originale:

„Kampf, ‚unerbittlicher Kampf auf Leben und Tod‘ mit dem revolutionsverräterischen Slawentum; Vernichtungskampf und rücksichtslosen Terrorismus – nicht im Interesse Deutschlands, sondern im Interesse der Revolution!” (Friedrich Engels, 1849, MEW 6, 286)

„Der jüdische Nigger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist, hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren… Es ist mir jetzt völlig klar, daß er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Nigger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.”  (Karl Marx an Friedrich Engels, 1862, MEW 30, 257)

Dienstag, 11. Juni 2013

Kapitalismuskrise?!

Crony Capitalism - Korporatismus
von André Hebbel
Kapitalismus-Bashing ist en vogue!
Vor allem seit der Finanzkrise '07/'08 wird im medialen Mainstream wieder mit Leichtigkeit über die angebliche Krise des Kapitalismus fabuliert.

Nicht zuletzt auch aufgrund der andauernden Erosion westlicher Staatshaushalte muss "der Kapitalismus" als scheinbarer Systemfehler und angeblicher Verursacher für kreative Plakat-Slogans empörter Demonstranten und Erklärungsversuche selbsternannter Experten in abendlichen Talk-Runden herhalten.
Nicht wenige Kommentatoren malen Schreckensgespenster á la Finanz-, Turbo-, Kasino- oder gar Raubtier-Kapitalismus an die Wand und schließen daraus, dass dieses "Monster" gebändigt, ja zumindest reguliert und teilverstaatlicht werden müsse.
Es ist eine insgesamt sehr emotional geführte Debatte, in der jene Art des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die erstmals vollständig und umfassend von den klassisch-liberalen Ökonomen und Moralphilosophen im 18. und 19. Jahrhundert formuliert und unter anderem von den Vertretern der Österreichischen Schule der Nationalökonomie im 20. Jahrhundert fundiert und konsequent weitergedacht wurde, andauernd mit den Etiketten Antisozialität, Korruption, Egoismus bzw. Zerstörung der "Gemeinschaft", Verantwortungslosigkeit, Betrug, Machtstreben, Umweltverschmutzung, Ausbeutung von Mensch und Natur, etc. versehen wird.
Diese Attribute entsprechen zwar zweifellos dem herrschenden Zeitgeist vornehmlich westlich geprägter Kulturen, haben ihre Ursachen, wie im Folgenden gezeigt wird, nicht einmal im Entferntesten in den Strukturen einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung.

Freitag, 7. Juni 2013

Roland Baader Auszeichung 2013 geht an Peter Boehringer

In Hamburg wurde Ende Mai im Rahmen der Mark Banco Anlegertagung des IfAAM Instituts zum zweiten Mal die Roland Baader Auszeichnung verliehen. Im Vorjahr konnten bekanntlich wir, gemeinsam mit den Kollegen MISESINFO, Mises-Media und den Students for Liberty, die begehrte Auszeichnung gewinnen. Dieses Jahr heißt der Preisträger Peter Boehringer. Er erhielt den Preis aufgrund seiner Leistungen als Gründungsvorstand und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft. Diese betreibt Aufklärungsarbeit über unser Falschgeldsystem, unser Papiergeldsystem und erklärt die Vorteile von Edelmetallen. Große Aufmerksamkeit erhielt Boehringer mit der Initiative „Holt unser Gold heim“. Wir gratulieren!
Sonja Hubl hat ein großartiges Video zur diesjährigen Preisverleihung ins Netz gestellt:

Dienstag, 4. Juni 2013

Blockupy: What the Hell?

von Tomasz M. Froelich
Frankfurt am Main war in der letzten Woche das Zentrum des antikapitalistischen Protests, zu dem das Netzwerk ,,Blockupy'' aufgerufen hatte. Blockupy ist ein Netzwerk, dem mehrere linke Organisationen angehören, darunter etwa die Partei ,,Die Linke'', die  Globalisierungsgegner von ,,Attac'', die Gewerkschaft ,,Verdi'' und die ,,Autonome Antifa Frankfurt''. Ziel der Proteste war es, an einem Werktag die Europäische Zentralbank (EZB) als Symbol des Kapitalismus zu blockieren. Tausende Menschen schlossen sich dem langen Marsch an, um ihren Unmut über ein System zu äußern, welches sie scheinbar nicht verstehen.

Der Großteil der Protestteilnehmer war gekommen, um auf friedlichem Wege zu demonstrieren. Andere Protestteilnehmer hingegen bildeten einen militanten Mob, der gezielt die direkte Auseinandersetzung mit der Polizei suchte. Was beide Gruppen eint ist ihr Hass auf den Kapitalismus und die EZB. So waren während der ganzen Demonstration antikapitalistische Sprechchöre zu vernehmen, die an die EZB gerichtet waren. Doch was hat der Kapitalismus eigentlich mit der EZB zu tun?

Montag, 3. Juni 2013

Habermanns Richtigstellung: Kapitalismuskritik

Prof. Gerd Habermann
von Prof. Gerd Habermann
Diesen Monat: Kapitalismuskritik
Seit Auftreten der modernen Marktwirtschaft vor zweihundert oder dreihundert Jahren ständige Begleiterscheinung des ökonomischen und sozialen Fortschritts. Betrüblicher Hintergrund der Kritik ist das Unverständnis für die Zauberformel des ,,Kapitalismus'': dass in diesem System jedermann nur vorwärtskommt, indem er anderen nützliche Leistungen bietet und dass er eine Einrichtung für die Menschen als Konsumenten insgesamt, vor allem die ,,kleinen Leute'' ist. Sozialisten können nicht begreifen, dass sich aus dem Eigeninteresse unter allgemeinen Verhaltensregeln mit Preisen als rechnerischen Koordinationsmittel eine spontane Ordnung ergeben kann, die an Effizienz und Wohlstandserzeugung alles übertrifft, was die Welt bis heute gesehen hat. Häufig wird auch für ein Versagen des Kapitalismus gehalten, was nur Ergebnis des Staatsversagens ist: z.B. Massenarbeitslosigkeit als Ergebnis staatlich gesetzten Arbeits- und Sozialrechts, Inflation und Staatsbankrott als Ergebnis des staatlichen Geldmonopols und staatlicher Ausgabenpolitik, das Umweltproblem als Ergebnis fehlender staatlicher Rahmensetzung für die Nutzung von Gemeingütern wie Luft und Wasser, für deren Schutz ja der Staat zuständig ist. Kapitalismuskritik ist reaktionär: Sie geht meistens von totaler Gemeinschaftlichkeit (,,Solidarität'') und einer Ethik des familiären Teilens aus, die in einer offenen Marktgesellschaft nicht funktionieren kann und die nur die Verbesserung der allgemeinen Lebensverhältnisse behindert.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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